Folge 4 - Ihr fragt, wir antworten: Eifersucht, Poly & Männer ohne Worte

Shownotes

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Erwähnte Themen & Begriffe: Polyamorie, Eifersucht, emotionale Vermeidung, Bindungstheorie, Therapie, Kommunikation, Männlichkeit

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Maria Schalo: So, ab geht die Post. Heute ist die hoch angepriesene Fragenfolge mit uns. Wir haben also ein Frage-Sticker gehabt. Auf Instagram, ich vor allem. Du hast ihn gar nicht gepostet, oder? Nee, hab ich noch nicht. ja, okay, nächste Mal. Und ihr konntet Fragen einreichen und ich hab die 15, ja, besten passendsten Fragen jetzt mal einfach ausgewählt und da gehen wir heute rein. Das ist die Idee von dieser Folge. Ich freue mich immer richtig drauf, wenn andere Leute mir irgendwas zusenden. Ist zwar anonym, aber man guckt ja schon so bisschen in die Leben der anderen mal rein. Liebig. Ach so, du meinst jetzt hier Fragen zusenden. Ich hätte jetzt gesagt, wer schickt dir denn was zu? Da weiß ich gar nichts von. Ist gar nicht angemeldet. Charlo Ministerium. Wir haben auch nicht so viel Zeit, weil Tobi hat gleich einen Folgetermin. Deswegen würde ich sagen, gehen wir recht trocken rein in die Fragen. Möchtest du vorher noch, dass ich eine Karte ziehe? Willst du das vorher machen? Können wir gerne machen. Du das auch später machen. Du hältst die Karten so breit, dass ich dachte... Ach so, ja, das ist auch bisschen Stimming. Weil am Anfang ist es immer super aufregend. Dann kann ich hier mit irgendwas rumspielen. Bist du aufgeregt? Nee. Kannst du dich... Also was ist es denn? das diese beiden großen Lichtimpulse, die auf uns gerichtet sind? Oder die Vorstellung, dass das bei YouTube hochgeladen wird und irgendwer das sieht? Oder... ist es nur so was Diffuses, so ich muss jetzt in einem Mikrofon sprechen. Ja, ist, ich sag mal, ich glaube, das ist so der Performance-Druck, den Performance-Druck nicht nach außen zu tragen. cool rüberzukommen meinst so ja cool, lässig, wir reden halt immer einfach so über alles Mögliche ins Mikrofon, ja, kann ich verstehen. Okay, Cut it zuerst oder? Ja. So, du suchst dir einen aus. Ich weiß nicht, ob der in der Intelligenz ist, ich beim letzten Mal nicht bestanden. Du suchst dir eine Karte aus und gibst die mir. Ohne sie anzugucken vorher? Das mir egal, ich ja vor.

Maria Schalo: Stell dir vor, ich wäre berühmt. Womit bin ich bekannt geworden?

Maria Schalo: Der Herr der Ringe Rezession. Auf YouTube. Du hast Fehler gefunden. In einer Szene, der Mantel hier hing und in der nächsten Szene über dem Arm oder so was. Auf YouTube. Das ist nicht so richtig berühmt, berühmt. ist nicht so Angelina Jolie berühmt. Aber du wärst halt in der Szene, da würde man schon ... Gott, du gehst auf die ... Games kommen und ich weiß gar nicht, wo die Szene sich trifft. Könnte das aber nicht so richtig... Könnte nicht so ein richtiger Rage... auf YouTube werden, der sich dann so darüber aufregt, dass das ja alles gar nicht so war, da bin ich irgendwie schon lange drüber, weil ich irgendwie denke, ey, das sind zwei völlig unterschiedliche Werke. Einmal das, was Peter Jackson da gemacht hat. Wie ist das? Es geht schon los. Mit seinem Film. Ja, okay, erzähl uns davon. Und einmal das, was Tolkien da vor hundert Jahren mal irgendwann geschrieben hat. Das ist so lange her, dass er das… Erzähl mir erzähl mir mal eine Lieblings-Tolkien-Geschichte. Wann ist Toyking gestorben und wie viele Ringe gab es? Das fand ich, das ist ganz krass. die richtigen... Ganz krass. Vielleicht bin ich da, aber ich hab's auch gar nicht nachrecherchiert. Vielleicht bin ich da auch nur so im Instagram-Ding auf dem Leim gegangen. Aber das sagen wahrscheinlich, deswegen dachte ich mir so, für die Geschichte glauben wir das jetzt. Ähm... Willst du das erst recherchieren, bevor du's im Podcast erzählst? Nö, ich erzähl's jetzt einfach, weil stellt euch vor, ihr würdet das nicht wissen, wär's ja auch mega krass. Also die Geschichte ist ja... Den Herr der Ringe. Machst du dein Handy weg? Also ich wollte mich nur für die Fragen schon mal breit machen. Ich kenne die Geschichten schon. Ja, ich seh sie gern. Ja, aber wir reden ja miteinander, deswegen. Es ging ja drum, dass ein Ring sie zu Knechten geschmiedet wurde. Aber wer wurde... gab ja viel mehr Ringe. Wer wurde denn geknechtet? Naja, neun wurden den Menschen gegeben. Sieben den Zwergen. Ja. Und die Zwergenkönige, weil es ja sieben davon gab. Ja. Und drei...

Maria Schalo: Den Elben. Und jetzt rate mal, wann Tolkien ungegoogelt gestorben ist. 1973. Oh mein Gott. Alter. Ja. Was ist denn da? Ist der eine des natürlichen Todes gestorben eigentlich? Das gucken wir alles noch nach. Das Ding ist ja, wenn ich Fan bin, dann bin ich meistens Fan vom Werk. Bist du bei mir auch Fan vom Werk? Ja. Und was bedeutet das bei Menschen dann Fan vom Werk zu sein? so Hardcore-Fans kenne ich oft so, dass die dann so ungefähr die, die so Fan vom Outdoor bist, dann sind so die Hardcore-Fans oft so drauf, dass die So ungefähr wissen, also ob der Autor dienstags eine rote Unterhose anhat. okay. Mir noch egal. Mir noch egal. Ich will wissen, was der da gedacht hat, als der das und das niedergeschrieben oder gezeichnet hat oder was er sich dabei gedacht hat. Dazu fällt mir nur ein, dass ich mal gelesen habe, dass Männer besser das Werk vom Autor trennen können. Also in dieser ganzen Tillindemann-Geschichte waren ja ganz viele, die dann am Stein nie wieder hören und so, weil er hat Scheißen gemacht einfach. Und dass das wohl was sehr weibliches ist, dass Frauen wohl tendenziell eher Künstler und Kunst nicht voneinander trennen können. Halt sagen, okay, nee, das ist, ich kann nicht Musik von jemandem hören, der so und so ist. Und dass Männer da wohl besser drin sein sollen, drin können, na, du weißt schon, ja, richtiges Verb inkludieren. Aber auch das kann ich wieder nicht belegen, das habe ich wahrscheinlich auch irgendwie von Instagram oder so. Zeit für ein KIZ-Zitat. Bitte gerne. Bitte trennt das Werk vom Künstler. Denn privat sind wir sehr viel schlimmer. Großer Bestandteil unserer Beziehung ist Maria, die sich über irgendwas aufregt. Und übrigens hast du das Mikro voll im Gesicht, wenn du geradeaus guckst. Das ist irgendwie ungünstig. Und Tobi, der dann mit KIZ-Zitaten antwortet. Was war es gestern mit Batman? Ja, du hattest diese crazy Geschichte. Vielleicht können wir über die auch noch mal kurz reden. Crazy Geschichte mit so Leuten, Männern auf Instagram, die deine Videos ...

Maria Schalo: Das reicht schon. Da weißt du schon, das ist eine Schnittstelle Männer auf Instagram, die meine Videos finden. stimmt. Ist schon eine eigene Mengenangabe. Kannst jetzt das Mikro ein bisschen tiefer machen und dann nur das, also den Ständer tiefer und das Mikro auf deinem, genau. Und der meint, ach, keine Ahnung. Irgendwie hast du dann nur Fakten dargelegt, wie toll dein Leben ist. Ohne groß anzugehen, muss ich ehrlich gesagt sagen. Einfach nur so Darstellungen. Was mache ich so? Wer bin ich so? Und irgendwas hast du über mich geschrieben. Ja, ja, mein Freund ist halt, der kann gerade nicht da sein, weil ich glaube, der hatte irgendwie gedacht, dass ich nur ausgedacht bin. Und du meintest ja, nee, der ist definitiv da, weil wiegt 100 Kilo, gerade Besseres zu tun als hier. weiß nicht, irgendwie so. Hat halt einen Job, wiegt 100 Kilo und ist groß. Irgendwie so. Und dann hat er nur geantwortet mit, ja, und nachts ist er noch Batman. Genau, und in meinen Träumen ist mein Leben vielleicht auch mal so toll. Da hab gesagt, krass, du hast mich gerade damit beleidigen wollen, mir zu unterstellen, mein, das, ich da schreibe, ist gelogen, aber ... falls du diesen Podcasts siehst. Das ist er, wa? Hallo Patrick. Der Traummann. Naja. Ich bin jetzt auch mal eingekauft, ne? Ja, ich hab dir Geld bezahlt. Ja, wenn es darum geht, finden Menschen ja immer irgendwelche komischen Gründe, warum was nicht gut sein kann oder nicht sein kann oder so. Vielleicht bist du mit mir auch nur zusammen wegen des Geldes. Ich hab ja auch recht offen darüber schon mal geredet. im Insta-Net, wie viel Geld ich verdiene? Findest das dann eigentlich dispektierlich, wenn du mir dann sowas zeigst? Ich musste das ja dann auch durchlesen, alles. Und ich bin so das Erste, was mir einfällt. Also so ein paar abtunende Gesten, weil, ne, irgendein Typ... Ich weiß nicht mal Dinge über meinen Lieblingsautor. Wie doll so mich dieser Typ im Internet interessiert. Aber findest du's dann dispektierlich, wenn ich das dann nur so ein bisschen so gefühlt habe, ich das ja nur so bisschen abgetan?

Maria Schalo: Und gehe dann von dir weg mit einem KIZ-Zitat über Batman. Nee, das finde ich ziemlich sexy sogar. Weil ich nehme es ja auch nicht ernst. Also das Einzige, wofür ich das halt gerne nehme, ja so, ich liebe diesen Rausch, wenn er jetzt... Du kriegst einen Hate-Kommentar auf Instagram. Du machst dein Leben öffentlich auf Instagram. Natürlich. Und das erste Kommentar, was er geschrieben hat, fand ich ja sogar noch lustig. Weil ich habe in dem Video erzählt, dass ich Finanzberaterin bin und Beziehungscode. Und er meinte, Deshalb sind so viele Leute Pleite und Beziehungen funktionieren. Ich fand ich sogar noch ... Da hab ich sogar noch geschrieben, ey, find ich sogar ganz lustig, und jetzt verpiss dich von meinem Account. Tatsächlich hätt ich das dann einfach gemacht. Ich glaub immer, aber ich versteh das auch sowieso immer nicht. Ja, du raffst sowieso Instagram. Internet ... Jajaja. Jedenfalls ... Das Internet wird sich nie durchsetzen. Hat er dann aber noch einen draufsetzen wollen, ich weiß nicht mal inhaltlich, was es dann war. Aber dann war ich so, oh, bad, okay, du willst ... Auf small. Und dann hab ich halt ... Ja. Ich halt Dinge geschrieben, wir könnten das machen. Du hast schon einen Twitter-Like hast dir an der losgelassen. Ja, ich dachte auch, wir kämpfen jetzt. Ich war so, okay, du willst. Und dann hat's aber einfach keine Schlagfertigkeit da. Das ist dann immer bisschen enttäuschend. Naja, und ich glaube, ein Weg mit Social Media umzugehen ist erstens auch mit den Leuten, die da so Mist schreiben, sich die auch einfach mal anzugucken. Der hat ja auch noch ein öffentliches Profil. Und no hate an kleine Männer mit zurückgehender Herrlein. Aber hab doch, also beleidige doch nicht Menschen im Internet, wenn du so aussiehst und öffentlich Videos von dir, also wenn du verstehst... Mit so Motivation, Dude-Profil. Mit so Wachstums und ich motiviere jetzt hier total und 28 Leute liken deine Videos. So Brody, bist, dein Körper ist nicht gewachsen, dein Instagram-Profil ist nicht gewachsen und auch dein Wachsum ist nicht gewachsen. Naja, egal, genau, also es war einfach kurz lustig. dann auch ganz schnell nicht mehr lustig. Und dann hat er auch kein Ende gefunden. hat er immer irgendwie noch mal... Und dann ist er irgendwie auf mein Alter gegangen, dass ich irgendwie wüsste, wie ich so Naja, und das letzte war dann halt, ich, ich von... Wie meinste dein Mann? Mit receding hairline und klein. Und dann meinte ich nur, mein Kerl ist 1,93, 100 Kilo und Personal Trainer. Und muss ich bei jedem Friseurbesuch zumindest...

Maria Schalo: Haare ausdünnen lassen. Aber so ein bisschen Kleingeheimratz-Ecki hast du schon, Aber das ist keine Reseding. Reseding heißt das eigentlich zurückgehende Haaransatz, ja mal im Deutschen zu bleiben, nicht wahr? Mag ich auch. Genau. Du hast da eher so eine kleine… Ach so ein Clas macht dein Gesicht, aber auch, ne? Du hast da so… Aber würde ich nochmal vergleichen, weil ich denke immer, also so langsam wie sich das verändert, ich denke immer irgendwie, ich hatte schon immer so ein bisschen so bis hier halt. Aber vielleicht stimmt das eigentlich. Nee, das stimmt nicht, Schatz. Ja, weil vor zwei Jahren war das noch ganz anders. ja. Kannst du deinen Gusche bitte auch ans Mikro halten, ne? Du bist zu weit weg mit deinem Gusche vom Mikro. Ich lese schon die Kommentare. Tobias, Mund ans Mikrofon. Bei anderen Dingen muss ich jetzt nicht sagen. Ich lese auch schon die Kommentare. Im Sinne von ... Wir brauchen viel zu lange, um mal zum Punkt zu kommen. Ja, kannst du vorspulen oder nicht? Hier ist auch ein Vorspul-Button. mal. Außerdem, Witzen uns kennenlernen, wenn du dir das nicht ins Intro mitgibst, Halt die Maul. So, 15 Fragen habe ich geklassert nach... Es gibt Fragen zu uns und unserer Beziehung, die liebe ich am meisten. Über mich selber reden, danke schön, danke schön. Find ich wunderbar. Dann gibt es Fragen, habe ich rausgesucht, zu Poli. Poli. Und es gibt Fragen so grundsätzlich Beziehung, Konflikte, Wachstum, typische Probleme. Ich würde es ein bisschen mischen, ne? jetzt also so drei Hauptkategorien? Genau. Dann rotier mal durch. Hätte ich jetzt auch gesagt, genau. Wir einfach mit was Klassischem anfangen. Ja. Ich, weiblich 32, zwei Kinder verheiratet. Hab das Gefühl, mein Mann vermeidet alles Emotionale. Ich rede, schweigt. Wie geht man mit so einer ungleichen Kommunikationsdynamik ohne selbst zu verzweifeln? Ja, als hätten wir dazu nicht auch einiges zu sagen, nicht wahr? Also meine… Ich finde es immer gut, Vorwürfe erstmal machen. Ich gerade auch sagen, meine Lieblingsmethode ist Druck. Also es hat am besten immer funktioniert, wenn ich Vorwürfe kombiniert habe mit Folgen. Also wenn nicht, dann Sachen. Das war auch immer… Du fängst gleich mit Drohungen an, ja. Das ist noch besser. Das ist der Wort, der Wort, der hat gefehlt gerade in deinem Kopf. Weil dann haben auch Männer, die ja Emotionen nicht so gut zulassen können…

Maria Schalo: Da kannst du jetzt aber nicht verallgemeinern, weil es gibt Männer, können Emotionen zulassen. Die Männer, die Vokai-Emotionen zulassen können. dann kann ihr Mann... Weiblich stand drin, oder? Ist Frau, Mann, ja. Hier ist es relativ hetero auch. Also wir sind bisher sehr hetero unterwegs. Dann kann ihr Mann dann nämlich genug Sicherheit fassen, sich endlich mal auszudrücken. Mit genug Druck halt. Okay, wollen wir jetzt noch eine qualifizierte Antwort geben vielleicht? Okay. Ja, also erzähl doch mal aus deiner Perspektive, weil du bist ja von uns beiden der Vermeider, jetzt dich einfach in einem Wort mal abzutun. Der Vermeider spricht. So spreche er. Ja, ich finde, ich finde immer schön, wenn man Einladungen bekommt. Das ist schon mal zu dem Ding, wie spreche ich es an. Du kannst es auch von mir aus ansprechen, dass es dir so geht und dein Gefühl dazu und deine Gedanken dazu mitteilen. Wenn du den Druck dann rausnimmst und vielleicht einfach erst mal so Wunschvorstellungen äußerst. und das was dann mal abgefordert werden kann ... auch in dem Moment finde ich, sind so Sachen wie ... Können wir mal damit was machen und könnten wir jetzt schon mal festlegen, wann wir das...

Maria Schalo: Dann wird es eine gemeinsame Aktion hier wird, etwas zu verändern, was augenscheinlich einer Person, aber vielleicht ist es ja gar nicht nur sie, gerade doff findet. Und dann, und das ist mir ja auch schon ganz oft passiert, kommt ja oft dabei raus, dass ich ja auch einiges zu sagen habe, aber gar keine Strategie dazu hatte. Wie spreche ich sowas an? Ich hatte nicht mal einen Plan, wie andere reagieren können. Hätte ganz andere Vorstellungen davon gehabt, wie andere Menschen reagieren können. Wenn ich alleine nur mal mich mitteile, weil ich kannte das einfach nicht. Und dementsprechend, ja, Druck kann schon mal ein bisschen da sein, aber im Sinne von Druck machen in dem Mitteilen, wie wichtig ist das hier gerade? Und nicht von, na ja, Thema Scham bei Männlichkeit. Also, sobald wir sofort wieder in diesem, ähm, wie nennt man das? Ja, in dieser Geschichte ankommen von, und das schafft man auch mit einem Satz, von, äh, yo, du machst grad nicht genug, du bist nicht genug, ciao. Männlich sozialisierte Wesen. Sehen sich sofort zurück, so auch ich. Und egal wie wichtig... Wie ich das schon weiß, bisher kriege ich es halt gar nicht so richtig weg. Ich es halt präsenter. Aber es funktioniert einfach leichter. Es ist wie, als wenn du versuchst, entgegen meiner Bedienungsanleitung irgendwas zu machen. Dann aber was abzufordern, was du gerade brauchst. Das klingt nach unserer Beziehung auch, oder? Also es nicht, als hätten wir diese Themen nicht ziemlich genauso. Es ist ja auch ganz oft, glaube ich, eine Fehl an. Ich würde mir tatsächlich auch angucken wollen, wo ist dieser Mensch denn emotional? Also Emotionen sind ja irgendwie immer da, aber wir können mit denen halt Dinge machen. Wir können die fühlen und rauslassen oder nicht fühlen und wegdrücken. Und der Schatz hat ganz sicher Emotionen, auch wenn er schweigt. So und die Herangehensweise von wie kann ich eine Atmosphäre schaffen, dass er halt gerne nicht mehr schweigt. dass er halt

Maria Schalo: gerne redet, kann halt genau zu sein, gucken, was passiert denn eigentlich mit dir, also wirklich aus Interesse heraus. Hey, ist dir aufgefallen, dass du mehr schweigst, wenn ich Probleme anspreche? Ich könnte ja mal vermuten, dass ich es irgendwie falsch mache. wie könnte ich eine Atmosphäre schaffen, in der du Lust hast, dich mitzuteilen? Und auf welche Art und Weise hättest du Lust, dich mitzuteilen? Du zum Beispiel kannst Je nach Thema kannst du nicht gut damit, wenn ich so Zwischentür und Angel mal kurz einen rauslasse. Wäre ja so rein kognitiv und logisch, wäre das irgendwie schon guter Ansatz. Ich glaube, es ist aber auch noch ganz wichtig, dass man mal sich selber kurz, dass man das einfach mal macht, aber erst mal andersrum. Also die passive Rolle, die hat er ja schon besser. hat, also die ist er ja schon. Dann mach doch mal vor, sozusagen. Also du möchtest eigentlich, du möchtest von jemandem, der nicht viel mitteilen will, weil er eher passiv ist in solchen Geschichten, möchtest du, dass er genau das Gegenteil macht. Jetzt hat er aber keinen Plan und vielleicht ist er auch total unsicher in dieser Rolle. Wie kann ich denn... Also ich wäre gar nicht drauf gekommen, wie ich mich wohlfühlen würde dabei. Weil woher soll ich das wissen? Vielleicht fallen mir ein, zwei Sachen ein, aber eigentlich so grundlegend würde ich halt immer sagen, ja, mach doch erst mal. Wie teilst du dich damit? Was erwartest du denn von mir, wie ich mich verhalte, wenn du dich ernsthaft mittel? Brauchst du da Rückmeldung? Das ist auch schon zu kompliziert, weil das mache ich jetzt aus meinem Erfahrung, Schatz. Mache ich das jetzt hier gerade schon. Aber wenn ich gar nicht weiß, welche Ansatzpunkte gäbe, welche Verhaltensweisen wären denn tendenziell überhaupt sinnvoll als in der aktiven oder passiven Erzählerrolle hier, wenn man etwas über sich erzählt. Deswegen würde ich das einfach mal kurz wachsen lassen, aber für jemanden, der genau das Gegenteil machen soll von dem, was er bisher macht.

Maria Schalo: Ich die Lernkurve ist irgendwie hoch. Dann fällt einem dabei ein. Und das einfach macht. Aber vielleicht erst mal andersrum. Dann mach doch mal vor, wie du es gern hättest. Mal gucken, ob ich mich damit auch wohlfühlen könnte. Ich frag mich halt, er ist das grundsätzliche Mann, der sich mitteilt. Also ich hab viel mehr Fragen, als dieser kleine Text zulässt. Hat dieser Mensch weitere Beziehungen? Sinne von, gibt's Freundschaften, Arbeitskolleginnen, denen irgendwie Austausch stattfindet. Hat dieser Mensch überhaupt Erfahrungsmuster im sich selbst mitteilen? Teilt dieser Mensch, schweigt er nur im Konflikt, so wie ich es jetzt irgendwie verstehen würde? Oder schweigt er grundsätzlich über seinen Tag? Also wir hatten auch so Phasen, als ich zu dir meinte, du erzählst auch einfach gar nichts über dich. Das war jetzt hier gar nicht im, das war hier nur im Konfliktkontext, oder was? Hab ich es jetzt verstanden. Er vermeidet alles Emotionale. Naja, tendenziell welche Emotion muss man vermeiden? Oder meinst du alles, Emotionale? auch positiv emotional? Ich das ganz allgemein, hab ich das gesehen. okay, krass. Deswegen hab ich das gerne immer ein bisschen mehr Kontext in die Sachen reinschicken, wenn ihr was schickt. natürlich, aber gut. Ja, also ich hab's mit dem Ohr gehört, mit dem Konfliktohr, weil ich mir halt, also wir haben ja auch zwei Kinder. Wie will man Kinder emotional vermeiden? Schwer, oder? Will man nicht. Also Männer schaffen es ja, sich selber emotional zu vermeiden. Also warum dann nicht alle anderen? Ach, ey. Männer lieben, ne? Ich glaube, irgendwann schreibe ich ein Buch im Mann ohne Worte. Ich weiß noch nicht, was drinstehen wird. Das wahrscheinlich leer. Na ja, worauf ich jetzt gerade hinaus wollte, war also ein, wie ist denn seine emotionale Gesundheit, wie ist denn seine psychische Gesundheit, wie ist dieser Mensch denn vernetzt? er grundsätzlich, ist er aber happy im Leben. Oder ist hier eine längere, kürzere, funktionale, depressive Episode am Start? Also Mental Health ist ja halt gerade bei Männern auch ganz, doll schlimm, weil die Schätze reden ja mit Keimen und nicht und so. Ja.

Maria Schalo: Man kann sich ins Wort fallen. Nee, kann man nicht. Ja, ich dir nicht. du, wenn du was zu sagen hast, spannend ist, dann... Ich glaube, wäre noch eine richtig gute Sache. Daraus mal die Fragen zu generieren, nämlich erste Frage, mit wem machst du das denn? Mit wem fühlst du dich eigentlich wohl? So mal mitzuteilen. Ach, eine Frage an ihn. Ja, eine Frage an ihn von der Partnerin aber. Und dann mal danach. diesen Partner aushorchen. die sind die. danach. Zweite Frage ist eigentlich, was macht er? Warum fühlst du dich da wohl? Also dann ist es erst mal ein bisschen näher dran an dem, was schon passiert. Warum fühlst du dich da wohl? Und dann, ich glaube, da kommt so ein Mann eher auf. Auf so ein paar Antworten, wenn es denn jemanden gibt. Wenn es jemanden gibt. Ja klar. Und ansonsten bin ich halt immer eine große Freundin von Therapie. Nicht wahr? Denn wenn wir auf Probleme in unserer Beziehung stoßen, was auch wir regelmäßig tun, dann kann ich natürlich Impulse geben oder könnte Bücher vorschlagen. Aber Tobi hat ja sein eigenes Tempo, seine eigene Belastung. Bei uns ist das Thema Belastung auch immer ganz unterschiedlich verteilt. Also ich habe keine gute Wahrnehmung oder ich bin einfach ultra belastbar. Das möchte ich eher glauben, aber wahrscheinlich habe ich eher keine gute Wahrnehmung über meine Belastung. Und wenn wir ein Thema haben, dann mache ich halt sofort einen Therapietermin oder auch mehrere verschiedene Ansätze und so. Und du bist da eher der, so, ja, sehe ich, aber Leben ist gerade so voll und ich kann das gerade nicht leisten, jetzt gerade in dieses Thema reinzugehen. Und dann ist das ganz oft einfach in Ressourcen verhandeln auch irgendwie bei uns. Aber trotzdem, Therapie immer grundsätzlich eine gute Idee, die ich hier empfehlen würde und vielleicht auch zusammen. Und ich mag auch total konservative, nicht konservative Therapieformen. Nicht? Genau.

Maria Schalo: Hauptsache mal so Selbstbegegnung. Muss ja nicht so ein Raum sein mit so einem Stuhl und dann liegst du da und siehst das klassische Bild aus Therapie aus dem Fernsehen irgendwie. Liege. Genau, genau. Und da dann reinzugehen. Weil grundsätzlich würde ich jetzt mal sagen, Problem ist halt, also dass er dich vermeidet, ist halt nur ein Symptom. Weil eigentlich vermeidet er sich selbst, genau wie du gerade gesagt hast. Genau. Und das ist eigentlich das Thema, was da Da gehören auf vielen Ebenen Sachen dazu. heißt, der Schatz hat wahrscheinlich wenig bis kein emotionales Vokabular. Also selbst wenn er da Dinge wahrnimmt, wie heißt das denn, was ich da fühle und was fühle ich da überhaupt? Und dann sind es ja, also wir Menschen, die Gefühle kennen, wissen, dass die sich ja auch mal kreuz und quer und mehrere gleichzeitig und so. Und das ist einfach, wenn du da nicht sehr erfahren drin bist, dann überrollt dich das halt auch krass. Wenn so große Emotionen reinrollen und dann vermeidet der halt einfach überrollt zu werden. Also klar, vermeidet auch dich und so, aber das ist nicht der erste Impuls. Der sitzt bestimmt nicht da und denkt sich, jetzt mal richtig schön meine Frau vermeiden. Ist heute Dienstag? Genau, überhaupt nicht. Dienstag 16 Uhr, jetzt mal richtig schön meine Frau vermeiden, das ist ja gar nicht der Plan, sondern... Das ist gerade in so einer Konstellation. Also es ist ja trotzdem, dass Männer da so viel tragen, nur verstehen sie halt ganz oft nicht, dass ein bisschen was von dieser Last genau daher rührt, dass sie nie was davon abgeben, emotional. Aber es ist auch Männlichkeit, Tobias. ja auch Männlichkeit, Haushalten. Stabilität. Mit sich sein. Einsam auf einem Berg sitzen. Okay, nächste Frage. Willst mal einen Mann? ja, einer schreiben. Weniger, aber zwei. Ich, männlich 41, bin in einer offenen Beziehung, aber meine Partnerin sagt, sie will gar keine anderen Beziehungen. Ist das dann noch poly oder einfach asymmetrisch?

Maria Schalo: Also erst offene Beziehung, dann fragt er, ob es Poli ist. Genau, ich bin in einer offenen Beziehung mit meiner Partnerin. Die sagt, aber sie will keine anderen Beziehung. Ist das dann Poli oder halt... Ich würde jetzt mal die Fachbegriffe, wo ich jetzt mal... Okay. Also nicht Monogramm halt. Genau, also wir sind offen, aber sie will nicht daten oder auch nicht Beziehung. Sind wir dann offen? Was ist das? Ja, frag sie doch. fragt uns doch jetzt, was denn deine Meinung? Ja, aber warum interessiert dich diese Meinung? Mal ehrlich, warum fragst du sie nicht, ist es okay? Ich glaube, das ist eigentlich die Frage. Ist das moralisch vertretbar? denke, das... Kennst du das nicht? Manchmal formuliert man eine Frage und erst beim Beantworten der Frage merkt man, das war gar nicht meine Frage. Und dann bei der dritten, vierten Frage, das ist eigentlich meine Frage. Also es ist wahrscheinlich... Die Frage ist wahrscheinlich nicht... Was ist das hier jetzt gerade? Sondern wird es uns damit gut gehen und ist das könnte das hier Gefahren bergen oder was weiß ich. Ja und das Leben ist gefährlich. Das erkennt man ja daran, dass wir da nicht lebend rauskommen. Bei jedem Leben wusstest du das eigentlich? Statistisch endet jedes Leben mit dem Tod.

Maria Schalo: Na ja, ist toll. Ja, ich hab jetzt wieder angefangen, mit evidenzbasierter Wissenschaft zu beschäftigen. Generell einfach mal? Hast du mal gegoogelt? Ja, ich. Hab ich gechat-chibitiert. Aber bei einem Spaß, also ist schon natürlich herausfordernd irgendwie, eine Person die Offenheit ausnutzt und halt daten geht und die andere Person sagt, ich hab da aber keinen Bock drauf. Kann natürlich Herausforderungen witzig bringen im Sinne von, wie ehrlich ist die Person, sagt, ich... für mich ist okay, geh da raus, mach dein Ding, ist mich gar kein Problem. Könnte, wenn es eine vermeidende Person ist, einfach sein, dass die Person da auch wieder vermeidet zu führen, wie sehr es eigentlich vielleicht doch ein Problem sein könnte. hatte ich gerade erst im Coaching ein Pärchen. Da war er derjenige, der, gar kein Problem, mach doch noch, Mensch, fahr doch in den Urlaub zusammen. Und dann sitzt er zu Hause und eine Panikattacke. Da hat er nicht mit gerechnet. Also Menschen, sich vermeiden, Emotionen vermeiden. Das kann ein Ding sein. Aber ansonsten sind wir da sehr schnell bei Prof. Dr. Hafner's Lösung. So sprechen Sie doch einfach mal miteinander. Nicht wahr? Das ist ja halt das große Ding. Also kann man ja auch gerne immer mal wieder abfragen, sowas. Ja. Aber ansonsten, durchaus, muss man ja auch einfach mal sagen, wenn du jetzt... Wenn du uns fragst, geht diese Struktur? Ja, geht. Klar. Warum? Ja. Gibt es auch gar nicht so selten. Aus verschiedensten Gründen sind Menschen manchmal nicht am daten. Also Klassiker ist Kinder. Dass die jetzt denken vielleicht alle an, klar, die Frau, die jetzt gerade Mutter ... Nee. Ich kenn Strukturen, ist grade die, die gerade Mutter geworden ist und so sehr begrenzt wird durch dieses Kind in ihrer autonomen Verhaltenswelt. dass sie dann sagt, Leute, ich brauch das jetzt. Das könnt ihr mir nicht auch noch nehmen. Ich darf nicht mehr alleine pinkeln, darf nicht mehr alleine duschen. Ich kann dauernd was an meinen Mops hängen. Ich muss ... Ich brauch Dating. Muss das machen. Aber grundsätzlich kann das ein Grund sein. Krankheit kann ein Grund sein. Genereller Stress einfach gerade. Wir merken es ja auch bei uns, dass es immer mal schwierig ist, da irgendwo dranzukommen, das hinzukriegen.

Maria Schalo: da auf eine Art und Weise zu funktionieren. Ja, geht auf jeden Fall. ja. Willst du mal die nächste Frage vorlesen und ich mach das mal kurz?

Maria Schalo: Wie war das?

Maria Schalo: Wir haben hier die dritte, warte mal, jetzt muss ich erst mal selber gucken, was hier abgeht.

Maria Schalo: Also, wie war das für dich, Tobias, in eine bestehende Beziehung reinzukommen? Gab es Momente, wo du dich wie zweite Wahl gefühlt hast? spannend.

Maria Schalo: Naja irgendwie... Nee, das ist einfach... Da sind scheinbar... Wo fange ich da an? Das auch nicht. Also, nein. Jetzt muss ich das Licht hier erstmal richtig machen. Nein, weil ich hab das irgendwie immer so erlebt, dass... Also ich hab das eigentlich nie so gesehen. Ich hab ja nur Beziehungen mit Maria geführt. Und... Das bin ich. Diese Frage ist für mich gar nicht mal so leicht zu verstehen, weil das würde ja bedeuten, dass ich mich mit... Also dass meine Identifikation über diese... über diese zwei Plätze laufen würde. Dass es da zwei Plätze gibt, wo sollte eigentlich nur einer sein, so ganz tief in mir verankert. Und da glaube ich einfach auch sowieso nicht dran und deswegen... Okay, aber es gibt ja Hierarchien. Irgendwie nicht. Also... Manchmal bist du so pathetisch. Mit einer Freundin von mir haben wir einen Spitznamen auch für dich, du dann so pathetisch geschwein anfängst zu labern. Ich hab doch mit dem Mann zum Beispiel zusammen gewohnt. hatten einen Hund zusammen, wir waren verlobt. hatten damals ja auch irgendwie noch Kinderwunsch zusammen. Es gab ja schon einfach Themen, die Hierarchie ausgemacht haben. War das für dich alles so? Ja, ist gar kein Problem. Natürlich. Wir hatten ja auch mal so eine kurze Phase, in der das Kinderthema auch bei uns nochmal irgendwie ein bisschen größer war und so. Wie war denn der Gedanke, dass da jetzt jemand anderes

Maria Schalo: Vorrang hat, weil er vorher da war, obwohl der ja gar nicht wollte. Ja, Das ist so speziell bei uns gewesen. Ich glaube, wenn es damals auch wirklich so gewesen wäre, dass ihr da komplett das im Fokus habt und so richtig Vollgas da gebt, weiß nicht, vielleicht wäre es dann anders gewesen, kann ich jetzt aber nicht sagen. das war für mich halt einfach.

Maria Schalo: Einfach da, gleichzeitig war halt da. Und ich hatte ja super viel... Also, das war ja auch gleichzeitig so die Zeit, der wir, ja, ich durch dich, irgendwie da so an meine Grenzen gestoßen wurde mit den Sachen, die wir hier aus den letzten Fragen gerade gehört haben, nämlich ganz viele Sachen zu verändern und mal mich ein bisschen zu erweitern und so weiter. Kannst du Dinge lernen, beim Namen zu nennen? Du redest immer so kritisch. In der deine Vermeidung aufgekommen ist und dein fehlendes emotionales Vokabular oder? So auch. Unter anderem. Und immer wenn du da warst und da mit viel Druck ganz viele Sachen von mir abgefordert hast, die gar nicht in mir waren und du manchmal ja selber gar nicht genau wusstest, wie kitzel ich das denn jetzt raus und ist da überhaupt was? Und ist ja so so bisschen so ins Dunkle gestochen ganz oft. Und ich fand das immer sehr cool und es fühlt sich ja, also Wachstum fühlt sich ja immer anstrengend an, aber auch super, wenn du dann mit dir weiter kommst und dein Horizont erweitert wird. Aber es ist halt auch gleichzeitig und dann braucht es, glaube ich, auch immer so bisschen die Tage, wie du dann so vier Tage, drei Tage mal so zwischen uns und her gewechselt bist. Weil das muss der auch mal irgendwann absickern. Das hätte ich dauerhaft auch gar nicht. vorstellen können, glaube ich. Das wäre mir einfach viel zu viel gewesen. vielleicht war es auch deswegen so ein bisschen so, dass ich ohnehin mehr in mir versunken bin, wenn es ging. Also mein Kind war ja auch da und dann, also es ging ja auch immer weiter, irgendwie gab es noch was zu tun. Und diese Momente, in denen ich dann mal nur für mich war und ein bisschen decompressen konnte und so weiter, die waren ja sowieso nicht so viel. Und deswegen Was jetzt auch nicht so, gar nicht überhaupt Platz gewesen wäre dafür, dass ich mir die ganze Zeit Sorgen mache, dass ich die zweite Geige bin.

Maria Schalo: weil das gehört mich nicht. Ich hab meine eigenen Geigen. Ich hab ein ganzes Orchester heißt das dann. Ich hab ein Orchester. Und das muss ja... Ich bin der Dirigent. ...zwischen dirigiert werden. Also, ich glaube, das größte Ding, was bei mir den Knoten im Kopf macht, aber trotzdem in der Vorstellung, wenn du mich das jetzt auch nochmal fragen würdest, wenn es jetzt irgendwie so wäre, ist halt wirklich, ich identifiziere mich nicht mit erster oder zweiter Platz und ganz klar, es gibt dann Hierarchien und wir beide werden uns dann länger kennen als so, aber das heißt ja nicht, dass du mit jemandem vielleicht dauerhaft eine bessere Zeit hast. wenn jetzt da jemand kommt oder irgendwas toller ist oder da lieber mit jemand anderem zusammenziehen willst. weiß ich. Davor bin ich ja Das wäre für dich in Ordnung, wenn ich jetzt nach Hause... Nee, davor bin ich ja aber nicht sicher. Ich hatte bestimmt damit zu tun, aber nicht mit der Vorstellung, dass da jetzt jemand ist, bei dem du das so möchtest. Überhaupt nicht. Und auch nicht, dass ich dann vielleicht für eine Weile, vielleicht für länger einfach der bin, der von dir weniger Kapazitäten kriegt. Jeder ja nicht mit der Goldwaage ran. Sondern es ist ja vielmehr so, dass das so im Tun wird mir das auffallen. der Fakt an sich, dass es so sein könnte, der nervt mich gar nicht. Ja und im Tun, wenn einem das auffällt, dann ist ja halt dann... wieder deine Verantwortung eben auch mitzuteilen so ey, I miss you und irgendwie lass mal drüber, mir fallen hier Schieflage auf, lass mal drüber reden, wie bewusst ist denn dir das gerade und so. Ich glaube da kommen wir auch ganz doll zu, also da kommen wir zu so einer Definitionsfrage, so ist denn Beziehung ein Zustand? Nur mit diesem Mindset kann diese Frage zusammenkommen. Meine Beziehung ist so gesetzt, bin ich jetzt die zweite Geige? Hat sich das so angefühlt? Nee, weil das

Maria Schalo: war schon immer dynamisch. Und als das habe ich das auch verstanden. Also Beziehung mehr als etwas sehen, was getan wird und weniger als ein Status, existiert. Status wäre jetzt erste Geige, jetzt zweite Geige. Teach me Senpai. Teach me Senpai. Und deswegen raffe ich die Frage auch erst mal. Ah wir haben es zum dritten Mal verstanden, dass du die Frage nicht raffst, aber gib dir doch auf jeden Fall Mühe, die Perspektive der Menschen zu verstehen. War ein richtiger Krampf, das zu machen. Aber sei dabei doch nicht so krampfig. Keiner mag Fragen stellen und dann das Gefühl haben, es war eine dumme Frage. Außerdem ist das mein... Guck mal, wir haben doch Rollen. Das ganz tolle Frage. Wir haben doch ein Rollenverständnis hier. Ich bin doch eigentlich die gemeine Maus. Es ist, es immer ist. Es ist dann das stille Wasser, was... Aber ich bin... grotten, ehrlich. Aja. Arschdreckt. Und das war auch ganz lustig gerade eigentlich, ja? Das ist super, Maas. Weiter geht's. Ja, nehmen wir die beiden Männer auch direkt dran, die sich getraut haben zu schreiben, oder? Ich bin männlich 35 und habe Angst, dass ich in offenen Beziehungen immer verlieren würde, weil ich sehr eifersüchtig bin. Da sind wir beide Brüder im Geiste, würde ich sagen. Kann man Eifersucht therapieren? Ich kann es jetzt... Anführungszeichen, ist das einfach Teil meiner Persönlichkeit?

Maria Schalo: Was sagst denn zu deinem Bruder im Geiste? Ja, also nicht weil ich es besser könnte. Ich sitze ja mit dem Brot, aber ich versuch das erstmal kein Persönlichkeitsmerkmal. Ich versuch das eine Emotion. Und eine meiner ersten besten Therapeutinnen hat immer gesagt, Emotions are a marker for desire. Also auf Deutsch, Gefühle zeigen uns Bedürfnis an. Das kennen wir im Kleinen, so Hunger, Pipi, Kalt. Wenn du Hunger hast, weißt du, bei dir ist jetzt Gür. Ich hab so selten jemanden gekannt, wirklich jeden Tag eine riesige Quarkspeise isst. Ich mein, es ist zwei. Ja, ich weiß. Ja. Na, Pipi, gehst auf Toilettekal, ziehst dir was an. Und wenn wir Eifersucht zu behandeln würden, oder grundsätzlich eigentlich alle negativen Gefühle, es gibt ja pädagogisch In der Nichtpädagogik würde ich jetzt mal sagen. Also wenn du tatsächlich pädagogisches Fachpersonal nimmst und so, dann gibt es da selten eine Abneigung gegen Negativgefühle. Und wir haben ja eigentlich auch eine große Bewegung der bedürfnisorientierten Erziehung, wo halt Gefühle beglitten werden und nicht verneint und so. Das gibt es ja schon, aber ich weiß nicht, ob alle das heute so machen. Aber jedenfalls haben wir oftmals nie gelernt, so Negativgefühlen umzugehen. Also was mache ich denn bei Eifersucht? Was heißt denn Eifersucht? Und da sind wir auch wieder im gleichen Brot. Brotboot, weil mir geht's da ähnlich. Ich bin ja auf so ganz verrückte Arten und Weisen alles eifersüchtig. Ich hätte ja auch nie gedacht, wie eifersüchtig ich bin, weil mit meinem Ex zum Beispiel war ich gar nicht eifersüchtig. Ich weiß noch.

Maria Schalo: Jetzt muss man aber auch sagen, mein Ex war auch mehr so ein Flirty. Das war, wir waren drei Wochen zusammen, ganz frisch. Wir waren auf einem Geburtstag und ich rede mit einer so. Und dann siehst du wie so ihr Blick von meinen Augen so, so 20 Grad hinter mich. Und ich dreh mich so und dann steht, keine Ahnung warum, steht, mein Ex mit, und ein anderer Typ steht auch und die tauschen wilde Zungenküsse aus. Mitten am Tisch von so einem Geburtstag. Beide stehen. Und so der Tisch so, weißt guckt so. Und ich gucke auch so und drehe mich wieder zu ihr und wollte eigentlich weiterreden, wenn wir gerade in so einem Thema drin waren. Und sie konnte aber dann nicht weiterreden und war so. macht das nichts mit dir. war so, ja, Tänze finde ich es eigentlich gerade ziemlich gut. Also ich mag ja Bimänner total. Ich finde es ja immer wieder schade, dass ich dann an so Heteros gerate. Und das war dann, das war das für mich. Und aber nicht nur so Situation, auch mit Freunden von mir. Und er war einfach mehr so ein Flirty Boy, ein touchy Flirty Typ irgendwie. Und da Ich nicht, da hatte ich weniger mit Eifersüchten zu tun, weil da irgendwie ... Ach, das gehörte so zu seiner Persönlichkeit, da war es irgendwie nicht so bedrohlich. Ich denke gerade beim Reden, deswegen ist das so bisschen hackig. Und bei dir zum Beispiel, dumme Sau, meine Fresse. Ist ja gar nicht so flirty. Du bist null, niemals. Auf dich muss man sich wirklich draufsetzen. Und deswegen sind wir ja auch zusammen, weil das ist ja Kernpersönlichkeitsmerkmal von mir, dass ich mir so introvertierte Kacknasen raussuche und mich dann da draufsetze und sag, du bist jetzt meins.

Maria Schalo: Also mein Freundeskreis besteht im Prinzip halt aus Intros. Moment, introvertierten Kacknasen. Sagt ich ja genau. Und du bist halt eine von denen. Und irgendwie macht es das total weird, wenn du dann datest und irgendwie da ist mit... Ich kann es schwer erklären, müsste ich mal irgendwie nochmal in mich gehen und irgendwie herausfinden wollen, was da das Ding ist. Aber hallo ballo habe ich da auf einmal mit Eifersich, Verlustängsten und keine Ahnung, was einem zu tun, einfach nur weil du es machst. Naja, klar. Ist halt so anders. Ja, du magst halt niemanden. wenn dann plötzlich jemand da ... stimmt ja gar nicht. Lass mich doch meine Übertreibungen machen, um einen Punkt zu unterstreichen. Aber wenn ich dich schon unterbreche, dann weil es mir wichtig ist. Ich weiß. Aber es ist halt in meiner Welt niemanden, ne? Du bist halt auch einfach keine freundliche ... Du bist halt so von der Persönlichkeit bist du so ... Von der Persönlichkeit so in Hunderassen. Was wärst du dann so Du wärst halt so ein Gordon. so französische Bulldogge, du bist ja eigentlich schöner Mann, groß, blond, ne? So... Aber nichts an dir will mit Menschen Kontakt haben, so übertriebenmäßig. Du guckst halt so von weitem, schnupperst auch mal dran, aber tendenziell bist du eher so, ja, jetzt zeig mir mal, du Leckerli dabei, oder? Das ist es, ich schnuppere aber viel. Ich bin ja interessiert. Nur schnuppere ich dann oft und dann denke ich mir so, ab nach Hause. Ja. Ja, ist denn... interessantes Pipi, du da findest am Baum. Naja. Möchtest du mit mir Kontakt? Sei ein interessantes Pipi. Ja und ich funktioniere halt genau andersrum. Ich sage halt, wenn du interessante Kontakte haben willst, dann interessiere dich. Also ich gehe halt genau andersrum. Ich gehe halt erstmal interessiert auf Menschen zu, mache dann die gleiche Verstellung wie du auf jeden Fall, aber in einer viel höheren Frequenz. Und da bleibt halt auch viel mehr dabei hängen, weil ich halt grundsätzlich erstmal gucke und mir denke, da ist doch bestimmt was Spannendes dran an den Menschen. Wenn ich nicht schon von weitem rieche, dass da nichts Spannendes dran ist an den Menschen. Und was an Menschen spannend ist, ist sehr unterschiedlich. Möchte hier niemanden irgendwie schämen, weil die Person nicht in meiner Welt einspannt. Das kann ja scheißegal sein, so eine schiefzählige, kurzhaarige mit tiefer Stimme im Internet sagt, spannend ist oder was nicht. Witzig, weil diese Eigenschaften, die hätte ich uns genauer in Gegensatz zugeschrieben.

Maria Schalo: Im Sinne von du, womit du schon zu mir gekommen bist nach Treffen mit fremden Leuten, egal in welchem Kontext. Ja, ja, ja, aber im Treffen. Im Treffen. Ja. Das darum geht's. Ach so, ja doch, das mach ich ja auch. Aber innerlich ist ja nicht so, dass ich keine Nachfragen stelle. Nur sind, also es ist mir schon ziemlich oft passiert irgendwie, ich hatte ja gerade so diese Treffen mit Remten und so, beim Abendessen und so, wo man sich so eintragen kann. Leute sind mit direkten Fragen ganz schnell überfordert. Ich liebe das ja, Menschen mit direkten Fragen zu überfordern. Ich wusste nicht mal, dass es mein Kink ist, dass du mir gesagt hast, wie oft ich das mache. Mir ist das richtig unbewusst. Und es ist ja nicht so, dass ich nicht weiterhin Interesse zeige. nimmt für mich, wenn, A, wenn keine Rückfragen kommen, bin ich schon doof. Aber wenn noch nicht mal auf meine Fragen, also Ich versuche ja auf meinem Level, was ich für angenehm halte, das so ein Gespräch zu führen. Wenn es auf den A das Feedback kaum da ist und dann auch noch auf der anderen Seite nicht mal so richtig... irgendwas an reflektierten Antworten kommt oder die Leute sich noch nicht mal Zeit nehmen, wenn sie es nicht verstehen, mal kurz drüber nachzudenken, was will der eigentlich gerade von mir, dann bin ich eigentlich schon raus. Das heißt nicht, dass ich direkt abhaue, aber eigentlich bist du schon raus bei mir. Ja, ist doch fair. Also nach irgendwas müssen wir ja klassifizieren. Jetzt kommen wir jetzt zurück zu männlich 41 oder so mit der Eifersucht. Ich würde halt tendenziell sogar sagen, offene Beziehung ist die beste Therapie, deiner Eifersucht zu begegnen. Also im Sinne von Schocktherapie, im Sinne von... mal, wie... Ich war gestern beim Olympischen Gewichtheben. Und jeder, schon mal Olympisches Gewichtheben gemacht hat, weiß, es ist eine Technik dahinter. Also hier ist Sport gemacht. Sogar Laufen hat ja eine Technik. Meine Lauftechnik ist zum Beispiel, glaube ich, sehr beschissen. Du sagst immer, ich laufe gar nicht, das Joggen, was ich mache. Da habe ich gelernt, das ist ein Unterschied.

Maria Schalo: Und je häufiger, jetzt kann ich halt, ich war gestern da, ich war nicht gut in dem, ich da gemacht hab. Und jetzt könnte ich halt sagen, ich war nicht gut drin, also geh ich nicht mehr hin. Das würde in einem Sportlerumfeld alle würden dich so angucken. Es ergibt gar keinen Sinn. Ja natürlich, deswegen geht man ja dahin, es zu lernen. Sonst brauchst auch kein Training machen oder wie oder was. Und das kann man jetzt noch weiterspinnen und kann halt sagen, wenn du dieses Mindset schon als Baby gehabt hättest, dann könntest du weder laufen noch sprechen noch Also wir mussten ja alles irgendwann mal Ich verstehe halt an welchem Punkt sich Erwachsene bewusst oder unbewusst denken, ja jetzt ist Lernen vorbei. Nee, das war's. Nee. Wenn ich jetzt was nicht kann, dann mach ich es auch nicht mehr. Es reicht. Ja, ich glaube das ist relativ easy als Antwort, weil als Baby kannst du echt nüscht. Und dann kannst du dich natürlich an den wenigen Sachen, die in deinem Erwartungshorizont klappen könnten, dann machst du die natürlich. Als Erwachsener bist du der Pinguin, der schon komplett weiß, wo ist mein Wasser und dann schwimme ich da. Warum sollte ich jetzt noch mal in der Wüste spazieren gehen? Ja, also erstmal finde ich diese Pinguin-Bild wirklich sehr begrenzend auch tatsächlich. Ist ja auch, aber... So, weil wir sind halt mehr als ein Pinguin. Und dann, genau wie du sagst, ich könnte doch, aber... Also sagst warum sollte ich dann? Ja, du sollst gar nichts. Aber wenn du merkst, aber daran scheitert es jetzt, dann wäre doch das das nächste, woran du arbeiten könntest. Und dann gibt es halt... Ja, könntest du. Du könntest dein Leben aber auch so ausrichten, dass du für immer... Du musst ja nicht wachsen. Ja, aber das glaube ich halt nicht. Weil sonst würde die Person halt nicht hier eine Frage stellen, würde anscheinend irgendwie mit diesem Thema in Berührung kommen. Also spätestens, wenn du mit einem Thema in Berührung kommst und merkst, dass du nicht den hier machst... sondern halt eher so, bock hast du auf das Thema. Spätestens dann ist doch klar, ja gut, also entweder ich verbringe jetzt mein Leben mit der Frage, wie wäre es wohl, wenn ich das könnte oder die Zeit vergeht ja ich nutze die Zeit, es zu lernen. Und dann gibt es wir leben in 2025, es gibt das Internet, das ist eine ganz krasse Erfindung, da kann man Fragen reinstellen, zum Beispiel

Maria Schalo: Wie lerne ich den Umgang mit Eifersucht? Was sind die Prinzipien, dazu führen? Oder welche Fähigkeiten und Skills? Du kannst einen Computer fragen, wie du Emotionen Dieser Computer gibt ja dann nur Antworten von zum Beispiel Büchern oder Podcasts bestimmt. So wie unser jetzt hier auch Ansätze versucht. Und dann ist Eifersucht so eine Mischung aus, selber mitbekommen. für sich selber Grenzen setzen, wie sehr will ich mich reinfallen lassen in so Gedankenspiralen von Wertlosigkeit oder erstmal beobachten, was ist denn überhaupt, wo ist dieses Gefühl in mir, welche Gedanken begleiten dieses Gefühl, hat das eine Farbe, es gibt ja verschiedene Ansatzpunkte dazu, erstmal Observation, nicht direkt es weghaben wollen, es anders machen wollen oder so, erstmal gucken, was ist da, wie fühlt sich das an, wie kann ich damit umgehen, also wie gehe ich damit was mache ich dann, was ist irgendwie mein Impuls. Ist auch immer eine gute Frage. Was bringt denn das?

Maria Schalo: die die Eifersucht. mein erster Impuls wäre die Antwort zu sagen, ich bin erstmal beschäftigt. Da kann ein Antwort sein. Damit nicht das eigentliche Gefühl zu fühlen. Ja, ich hoffe, das war schon ein bisschen hilfreich.

Maria Schalo: Ich eine schaffen wir noch. Ja krass, die Zeit geht echt schnell vorbei. Das war nicht Ansatzweise, dass wir hier genug geschafft haben. So, und welche auf? Ist ja zum Glück unser Pocker. Ich liebe Monogam, finde eure Offenheit spannend. Wie habt ihr herausgefunden, dass Polyamorie wirklich zu euch passt und nicht nur eine Phase oder Flucht war? Gar nicht und wir sind noch voll drin, wäre meine Antwort. Nicht nur eine Phase oder Flucht? Ich glaube, das ist halt so die Unterstellung, So wie homosexuelle Menschen sich immer vielleicht anhören müssen, na, hast du nur nicht den oder die richtige gefunden? Nur eine Phase. Ich glaube, gerade bei Frauen wird das oft so abgetan. Nur eine Phase. Die ist noch jung. Warum muss ich das denn... Das fertig. Warum muss ich das dann überhaupt dann jetzt entscheiden? Deswegen sag ich, sind noch voll drin. Ich würd zum Beispiel auch nie unterschreiben, wenn ich jetzt ... bin keine Poli-Verfechterin. Ich bin nicht bis aufs Blut damit identifiziert, dass ich für immer mein Leben Poli ... Ich lebe das ja grade. Ich komme aus der Frage, wie kann ich lebenslange Beziehungen führen? Das ist eigentlich meine Frage gewesen. Aktuell ... dieser Entwurf gut dazu. Der bietet genug Freiheit, bietet genug trotzdem Tiefe in Bindung und Verbindung und Beziehung. Der bietet genug Reibungspunkte. Wo ich jetzt sagen würde, das ist, glaube ich, für mich eine gute Art, lebenslange Beziehungen führen zu können. Wenn sich eine bessere Art herausstellt oder sich das Leben verändert oder ... keine Ahnung, was auch immer, würde ich jetzt gar nicht sagen, dass ich nie wieder ... Ich glaube, ich könnte sagen, dass ich nicht ... Also, im jetzigen Zeitpunkt könnte ich mir vorstellen, nie wieder monogam zu leben. Das Schöne ist ja, du kannst ja das, was alle immer so doll unterscheiden. Ich im Kopf ist es den Köpfen der Leute, die diese Fragen stellen, ist es eine Unterstellung, aber es ist ganz oft so dieses, ihr lebt Oli oder in einem offenen Konstrukt irgendeiner Art. Also lebt ihr das ja wahrscheinlich auch in einer hohen Frequenz irgendwie immer aus. Dabei ...

Maria Schalo: Neben wir ja gerade zur Zeit. Aber eigentlich auch selbst, als du deinem Ex-Partner noch zusammen warst, die Zeit, in der wir zusammen gelebt haben, die war ja trotzdem sehr... Ja, halt eine Beziehung. So. Und das machen wir ja gerade auch so. Eine Beziehung, der wir auf Sexpartys waren. Also... Ja. Ja. Wie oft haben wir einen zweisamen Alltag? Und wie oft macht man solche Ausflüge? Das ist für mich überhaupt nicht im Gegensatz. Glaubst du, dass ich für die Menschen... Das definiert über die häufig, also für mich definiert sich offene Beziehung schon alleine dadurch, wenn man einmal im Jahr auf eine Party geht oder Partnertausch macht oder so was. Dann ist das für mich schon nicht Monogamie. Ja. Ja. Ja, dann, also wer so denkt, also wer so denken würde, dann ist es das schon, ja. Aber das hält mich ja überhaupt nicht davon ab, den Rest, den riesen Rest so zu leben wie alle anderen auch. Nämlich in Zweisamkeit. wir haben eine Menge Zweisamkeit auf jeden Wir eine Menge Zweisamkeit. Und ich weiß nicht, wir mehr hätten, wenn wir nicht Poli wären tatsächlich. Oder wenn wir das nicht so leben würden. Verstehst du? Ja, wahrscheinlich nicht, weil ich würde halt trotzdem mit meinen Freundinnen Urlaub fliegen. Richtig. Du würdest trotzdem mit deinen Freunden am Wochenende unterwegs sein wollen. Das einzige, was halt dazu kommt, ist dieser Dating-Aspekt. Es kann halt sein, dass wenn ich in Urlaub fliege, ich da einen Urlaubsflirt habe, wie ich schon hatte. Und es kann halt sein, dass wenn du am Wochenende ausgehst, du jemanden mitnimmst, wie du es schon getan hast. Deswegen unterstelle ich immer, dass wer solche Fragen stellt, ist das was, was irgendwie so...

Maria Schalo: dass die Leute immer so bisschen im Hinterkopf einfach nur haben, diese Identifikation, ich bin Poli oder Poli, wie auch immer, ich hab das ähnlich wie du, ich identifiziere mich ja auch nicht damit, sondern ich lebe das halt. Ist aber nicht wirklich, ich, keine Ahnung, ich binde niemanden groß auf die Nase, dass das bei mir so ist. Ja, ich auch praktisch gar nicht. Nee, gar nicht, außer 20.000 Followern. Ja, okay. Ja, und dementsprechend, yo. Den reste ich aber ganz genauso wie du, nämlich dass das eigentlich gerade so ist. mir fällt gerade nichts ein, warum sich das so ändern sollte. Aber ich suche auch nicht dabei, also ich bin auch kein Verfechter im Sinne von, ich muss mich mit niemandem streiten, was hier gerade besser ist. Mir scheißegal, wie gesagt, was du machst. Patrick. Ja, okay. Ist mir scheißegal. Lass mich doch aber so leben, wie ich das gerade gut finde und wie es in meinem Leben komplett passt. ich glaube, das tun die Leute ja auch. Die Frage ist halt, was ich nicht ganz verstehe, also Phase verstehe ich total. Weil Phase kenne ich aus verschiedenen, so wie gesagt, Homosexualität, Phase, generell. ich finde den Phasenbegriff halt super schwierig, weil Dinge sind spektral. Also auch Sexualität ist ein Spektrum. Ich kann 50-50 auf Männer und Frauen stehen. Ich kann 20-80 auf Männer und Frauen stehen. oder 80, und was davon ist dann die Phase? Immer wenn ich dann mit den 20 Prozent was habe, ist es die Phase, die ich gerade wieder auslebe oder ist es halt einfach so? Und genauso ist das ganze Leben ja im Prinzip ein Learning-Prozess. Deswegen bin ich gerade in der Phase so und so, okay, ja, aber in dem Sprachgebrauch, wie Phase hier verwendet wurde, ist es ja so ein Nichts Ernstes, etwas, wo man sich austestet. Etwas, was ... Vor allem dieses Nicht-Ernst-Zunehmen. Weil es ist nur eine Phase. Das find ich halt superschwierig. Weil alles an mir ist ernst zu nehmen. Und jede meiner Lebensphasen ist ernst zu nehmen. Weil ich da entweder was über mich lerne, wachse, etwas über mich verwerfe, neu anfange und so weiter und so fort. Und Flucht ist wieder was ganz anderes für mich. Weil ich da ... Das raff ich nicht. Wo vor Flüchten denn? In der ... Ja, Flucht vor Commitment.

Maria Schalo: Ja, das ist halt diese Polilüge, wo Menschen einfach Poli nicht raffen. Poli ist nicht weniger Bindung. Poli ist nicht weniger Commitment. Poli ist sogar mehr Bindung, mehr Commitment, mehr Verletzlichkeit, mehr Kommunikation. Ich kann mir vorstellen, dass es von außen so, wie denn und so, verstehe ich total. Aber würde ich euch einfach mal einladen, macht es noch mal. Also, führ doch mal Beziehungen mit einer Person und mach dabei Mach's doch mal. Geh doch mal deiner eigenen Eifersucht auf den Grund. Du gratterst damit auf jeden Fall an deinen Partner. Das wäre schon nicht passiert, wenn du es nicht ausprobiert hättest. Und taritara, du musst ins Mitteilen kommen. Jetzt fassen wir hier noch mal alles zusammen, was wir hier an Fragen hatten. Dann musst du ja irgendwie ins Mitteilen kommen, egal ob das ... super gehemmt oder viel zu doll ist. Aber auf jeden Fall wirst du dich dann mitteilen und der andere wird dich besser kennenlernen. Wie soll da nicht mehr Bindung entstehen oder nicht mehr Verbindung? Ja. Ja. Ja, okay. Aber ich glaube, das sind recht typische Denkweisen zu dem Thema. Und ich glaube, auch nachvollziehbare Fragen, wenn du halt in so einem Kosmos einfach nicht drin bist. Ich würde sogar sagen, let's normalize poly. Und solche Fragen würde ich jetzt einfach mal irgendwelchen Monogramm-Leuten im Internet stellen. Sag glaubst du, dass Monogrammie eigentlich nur eine Phase für dich ist? Weil keinen Sinn. Hanna bei den Fremdgängerquoten und bei er, das wäre auch nochmal spannend darüber zu reden, weil Monogrammie ist halt ganz oft nicht bewusst. Die Leute leben halt monogramm, ohne wirklich, aber die Leute kriegen auch Kinder ohne Ahnung von Pädagogik und die Leute machen Beziehungen ohne Ahnung von Bindungstheorien und so. halt einfach, das ja auch das Lustige am Viele Menschen machen irgendwas. Genau, das Lustige am Leben ist ja einfach das Learning by doing. So, insofern. Ja, auch gar keine Unterstellung. Ich mach wahrscheinlich auch viele Dinge einfach so, weil kann es ja nicht Alles in der Wahrnehmung um diese ... Ich bin einfach auch gar kein theoretischer Mensch. dann eben zu wenig so um sich rum war, aber das kann man auch ... Ich habe halt offene Beziehungen und ... Ich hab das alles gelebt, bevor ich die Bücher gelesen hab. Und in den Büchern finde ich halt die Bestätigung von dem, was mir einfach mein moralischer Kompass schon mitgegeben hatte. Also es ist alles ... Es funktioniert nicht so rum. Du überlegst dir nicht erst was und dann gehst du raus und machst es. Sondern gehst da raus und machst es und merkst dann dabei, ja, das war jetzt scheiße.

Maria Schalo: Und dass ist das eigentlich geil und so will ich es haben und bla und so. Und deswegen, ja, bin ich für, ja, Lernen durch Schmerz. Das ist ja deshalb auch unser Regelkonstrukt. Das sollten wir vielleicht auch noch mal eine Folge zu widmen, wie wir das meinen. Aber Zeit ist und du musst... Klingt erst mal ein bisschen... Ja, du musst los. Ich muss in Termin und, äh, diese Fragefolgen, die liebe ich. Ja, wir haben, glaube ich, fünf Fragen geschafft. Ist scheißegal, weil wir hätten ja auch über eine Stunde reden können. Cool, dass wir fünf geschafft haben. Und sendet mal eure Sachen ein über den Sticker und wir machen das in die Show Notes. Könnt ihr da auch nochmal eure Fragen einfach reinsenden. Das ist alles anonym. Wir sammeln keine Daten. Nochmal, ihr könnt einfach kurz mal bisschen umreißen, was ihr da erlebt und was gerade euer Knoten im Kopf ist und was ihr... von uns an Meinungen überhaupt haben und hören. Jawoll. Tschür mit ö. Bis nächste Woche. Noch mal aus.

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