Folge 45 - Dein Handy, meine Beziehung: Wann Transparenz zu Kontrolle wird

Shownotes

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💬 Grottenehrlich – weil Beziehungen nicht perfekt sein müssen, um echt zu sein.

⚠️ Hinweis: Wir teilen persönliche Erfahrungen, keine Therapie oder Heilversprechen.

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Maria: Einen wunderschönen guten Tag liebe Podcastgemeinde. Schön, dass ihr wieder einschaltet, entweder mit uns euch aufzuregen, euch über uns aufzuregen, euch mit eurem Partner an unseren Fragen zu orientieren und diese Fragen auch zu stellen oder einfach euch zuzuhören. Uns zuzuhören und euch dabei zu fragen, was machen die da eigentlich für eine Scheiße, die Beine. Herzlich willkommen, grotten ehrlich. Hallo mein Schatzbär.

Tobi: Hallo, was machen wir hier eigentlich? Ich finde, es ist seit jeder Woche die absolute Onanie.

Maria: Hab ich eine Geschichte für dich? Hab ich dir die Onanie-Geschichte von Stefan erzählt?

Tobi: Nein.

Maria: Na, guck mal, die ist perfekt geeignet für den

Tobi: Denn mal los.

Maria: Podcast. Also wir haben ja unseren lieben Freund Stefan. Stefan ist promovierter Mittelalterhistoriker, nicht wahr? Und wir waren casual Freitagsessen in Frankfurt. Ich habe ja einen Freundeskreis in Frankfurt am Main. Stefan gehört dazu. Und Stefan hat casual Dinner Conversation gefragt, ob wir denn wissen, woher das Wort Onanie stammt. Ich glaube, wir waren vorher irgendwie bei der Frage, sagt man eigentlich onanieren oder masturbieren? Dann

Tobi: Hm?

Maria: sagt er, es gibt keine zwei Worte dafür. Ornanieren ist was ganz anderes, soll ich es euch erklären. Und in seinen Mittelalterstudien, und jetzt komme ich, ich bin ja mit Fakten, Zahlen und Namen, das ist dann so bisschen die Hauptgeschichte, ist auf jeden Fall. Es gab einen Bischof oder so oder irgend so ein Edelmann, der hieß Onare oder so was, ja, da bin ich, das ist jetzt, das ist nicht wahr. Die Geschichte, die danach folgt, ist wahr. Und der hat in der Bibel wohl die Praxis des Onanierens beschrieben und das ist Vorbeispritzen, Pull-out. so wie nennt man das eigentlich Mensch? Kultus interruptus. Also dass du eben nicht im menschlichen Körper Sperma absonderst, sondern daran vorbei. Das ist eigentlich die Kunst des Onanierens. Das hat eigentlich nichts mit der Selbstbefriedigung Mastubieren zu tun. Danke Stefan. an dieser Stelle. Wir sind jetzt also dann auch der Podcast des unnützen Wissens. Ihr dürft gerne in die Kommentare bei Spotify schreiben, wie dieser Bischof hieß und ob es überhaupt ein Bischof war oder irgendwas anderes. Aber so viel dazu. Wolltest du das sagen? Wir sind ein Podcast des Selbst-Vorbeispritzens.

Tobi: so viel dazu, dass ich wollte genau das sagen. Genau. Genau.

Maria: Okay, na klar, weil du schon die Geschichte schon, oder?

Tobi: Nee, also über diesen Bischof überhaupt nicht. Aber so

Maria: Natürlich nicht.

Tobi: Duden-like weiß ich halt, was ich sage manchmal, weißt du?

Maria: ja, okay. Das heißt, du dachtest nicht, dass unanähern und masturbieren Synonym fürs Gleiche stehen?

Tobi: Nee, also irgendjemand wollte mir das mal erzählen. Und dann war ich immer nur so, aber warum sollte man zwei Worte dafür haben? Also so.

Maria: Zum Beispiel wie beim Kastrieren und beim Sterilisieren. Für

Tobi: Mmh.

Maria: männliche und weibliche Tiere. Ist das so? Jetzt weiß ich auch wieder. Ist das so? Oder denke ich nur, dass das ist?

Tobi: Das war übrigens auch die Erklärung von demjenigen, der mir das damals erklärt hat. Ja, Onanieren ist ja bei Männern. Nee, nee, nee, das war nicht...

Maria: Haben wir miteinander geredet? Kann das sein? War ich das? okay.

Tobi: Also da war ich noch nicht mal 20. Das war irgendwann in der Schule, da hat mir das irgendjemand versucht zu erklären. Und

Maria: ist.

Tobi: dann war ich so... Ich glaube, ich google das mal. Genau.

Maria: Okay, nice. Ja, auf jeden Fall gibt es jetzt hier wahrscheinlich auch zwei Lager, die die dachten, wäre synonym und die, halt ähnlich wie Tobi sagen, ja oder man benutzt einen Duden, du dumme Sau. Also vielen Dank.

Tobi: Hahaha.

Maria: Vielen Dank für die Ergänzung.

Tobi: Schreibt mal Bischof Ohnani in die Kommentare, wenn ihr es wusstet.

Maria: Fantastisch. Gerne auf YouTube, da könnt ihr auch unsere Gesichter dazu sehen oder bei Spotify und überall sonst wo es

Tobi: Perfekt.

Maria: Podcasts gibt. unser Thema heute ist aber eigentlich Dein Handy, meine Beziehung, wie viel Privatsphäre darf die Liebe haben? Und bevor wir ins neue Thema reingehen, wollte ich dich noch fragen, hast du eigentlich die Kommentare gelesen vom alten Thema? Guckst du manchmal rein bei Spotify zum Beispiel, was die Leute so schreiben?

Tobi: Hab ich letzte Woche noch nicht, Manchmal guck ich so, aber so gesammelt dann irgendwann. Was gab's eigentlich so für Kommentare? Aber letzte Woche hab ich's nicht gesehen.

Maria: Hast du Nachrichten bekommen zur letzten Folge zufällig?

Tobi: Nö, aber bekomme ich auch nie. Also Props an euch.

Maria: Ja, die Leute wichsen sich dann bei mir einen ab. Also ich habe einige Nachrichten bekommen, unter anderem darüber,

Tobi: Jaja, also...

Maria: dass du in einer Mental-Load-Folge genau den Mental-Load bei mir ablädst, indem du sagst, du musst mir ja nur erklären, wie es geht, dann mache ich es auch. Das ist ja die Mental-Load-Frage oder die Haltung bei Mental-Load, wo die Leute halt sagen, ja, fuck you, das ist ja genau das, was den Mental-Load kostet, dass ich es dir erst noch erklären muss. Also mich hat da einiges erreicht, aber ihr kleinen ängstlichen Schweinchen, dann schreibt doch gern auch mal Tobi, wenn ihr euch über ihn aufregt. Also und schreibt mir auch, wenn ihr euch über mich aufregt. Das ist doch dann... So machen wir doch Beziehung. Hallo! Das ist doch lustiger am Ende. Oder siehst du das anders, Tobi? Sollen die Leute dir schreiben oder sagst du, sie sollen mir weiterschreiben?

Tobi: Ja, traut euch. Traut euch doch. So ganz wenige schreiben mir manchmal irgendwas. das ist, also ich sag mal so, das passiert alle 44 Folgen mal.

Maria: Wir sind bei Folge 45, glaube ich, heute.

Tobi: Ja, du musstest es nicht erklären. Unsere Zuhörer sind schlau genug.

Maria: Ja, glaube unsere Zuhörer sind schlau irgendwas zwischen dir und mir. Und bei mir weiß ich selber manchmal nicht so genau auf jeden Fall, ich und wie überhaupt. Aber jetzt sind wir da, wo wir sind. Privat-Sphäre ist heute unser Thema. Und ich habe in der Recherche zu dem Thema hatte ich so eine Erinnerung an Privatsphäre, war mit meinem Ex, du kennst ihn, Janni. Und Janni hatte ich, ich ich ich bin wirklich nach drei Tagen, wir waren im Bett miteinander und zwei Tage später bin ich bei ihm eingezogen, mehr oder weniger. Also ich hatte einen Schlüssel und ein Fach bei ihm und ich hatte dann auch meinen Fingerabdruck in seinem iPhone. Und das fand ich, genau, das war kurz so weird, weil hielt mir das Handy hin oder nahm meine Hand, ich weiß gar nicht mehr genau, hat meinen Daumenabdruck gescannt und ich war so, what? Und er so, na, wenn du alleine zu Hause bist, dass du halt Musik machen kannst. Über mein Handy oder wenn ich grad nicht im selben Raum bin, meint, er hatte halt eine andere Halbzimmerwohnung. Also ist ja nicht so, dass er halt im grünen Flügel ist und ich müsste erst mal 17 Minuten zu ihm hinlaufen. Aber ähm... Das war seine Begründung damals und ich hatte halt auch immer nicht nur Zugang zu allen seinen Sachen, sondern ich war auch Passwort. Also ich weiß, mittlerweile hat das Passwort geändert, aber mein Name und irgendwas mit unserem Datum oder mein Geburtszeitum war immer Passwort bei ihm bei allen möglichen Bank-E-Mail und keine Ahnung was auch immer, sonst Geschichten. Ja, also so ein richtiger, das ist eine richtige Verschmähzungs-Mausi auch. Grüße gehen raus. Da haben wir uns sehr getroffen. Bei uns beiden, also ich kenne deinen Handicode auf jeden Fall. Du könntest meinen auch kennen. Ich muss ihn halt auf beruflichen Gründen regelmäßig mal wechseln. Ja

Tobi: Ich wollt grad sagen, deiner ist ja ständig anders.

Maria: genau, du, also ja, was will ich eigentlich sagen? Mensch, Tobi, wie stehst du denn so zum Thema Datensicherheit, Privatsphäre, Handy? E-Mail-Accounts, Social Media Accounts, Ahnung, Stalking. Was ist da deine Haltung dazu?

Tobi: Ich glaube, wir kennen das alle. Entweder ist es uns selber mal begegnet oder wir haben so Stories mal irgendwo gehört. Oder wir sind Tele-Novella-Fans und gucken einfach den Scheiß gerne im Internet oder im Fernsehen.

Maria: Die letzte, ich geguckt hab, war Anna und die Liebe.

Tobi: ja, Türkisch für Anfänger hast du doch auch erst gesehen, oder?

Maria: Ja, aber die war älter, glaube ich. Also die aktuellste, hätte ich dann sagen müssen, die ich geschaut habe, war Anna und die Liebe.

Tobi: Ach so, ja, okay, ja, Ja, auf jeden Fall soll es ja darum gehen, diesen Umstand. Was habe ich im Partner meines Handys zu suchen? Wie ist der Umgang damit? Welche Schichten gibt es damit? Was ist hier Konsens? Was ist gesund? Was ist hier vollkommen verwerflich? Und gibt es darauf überhaupt Antworten?

Maria: Hm?

Tobi: Bei all das hätte ich mal richtig gerne mit dir gesprochen.

Maria: lasst uns einen Podcast dazu machen.

Tobi: Aber wir können ja erstmal hier reden. Genau, also worum geht's eigentlich? Ist das für dich also grundsätzlich erstmal ein großes Vertrauensthema? Ist das in deiner Erwartungshaltung irgendwie drin? Ist das überhaupt ein großer Punkt für dich oder ist das für dich eher so nebenbei?

Maria: habe ich versucht, mir Gedanken zuzumachen im Vorhinein und bin irgendwo rausgekommen bei, ich glaube, wenn das nicht so wäre, also wenn wir nicht eine Haltung von Transparenz hätten, wäre das glaube ich ein großer Punkt für mich.

Tobi: Ja.

Maria: Also ich selber habe ja die Haltung, du kannst mich alles fragen, du musst nur die Antwort hören wollen. Also das ist was, wo meine Haltung ist und deswegen ist meine Haltung auch, natürlich kannst du mein Handy schauen, aber glaube mir bei Gott, bei einigen Schätz mit meinen Freundinnen kommst du nicht gut weg. In einigen Phasen unserer Beziehung Und da liest du aber keine Sachen, ich dir nicht auch ins Gesicht gesagt habe. Das ist einfach nur

Tobi: Ja, genau.

Maria: so. Aber du musst dann halt wissen, möchtest du das oder nicht. Genauso auch mein Identitätsprozess mit Chatcha PT oder unser Beziehungschat mit mir und Chatti. Wo ich Chatti ja so programmiert habe, dass er halt auf deiner Seite ist und mir Perspektiven liefert. Und das gibt es halt alles. Und da kannst du dich halt fragen, möchtest du das lesen oder nicht. Und genauso andersrum. Also ich glaube, die Frage ist halt immer, es gibt ja so verschiedene Haltungen dazu. Für mich wäre zum Beispiel auch die Haltung angenommen, ich lese etwas. Ich würde das wahrscheinlich nicht nutzen, dann am Ende dich zu konfrontieren. So blöd das klingt. Sondern ich habe auch hier, ähnlich wie beim Fremdgehen, für mich ist ja, du gehst fremd, halt dein Maul. Behalte es für dich. Du belastest dich damit. hast diese Information. Du solltest diese Information eigentlich nie bekommen. Du hast jetzt Zugang zu diesen Informationen, äh, Zugang zu irgendwie, ne, dieser Geschichte, verschafft. Behalte es für dich. So, die Last liegt bei dir. Und ähnlich wär's bei mir, glaub ich, mit irgendwie mir Daten angucken, weil ich, also was ist das überhaupt, ne? Warum muss ich mir Daten anschauen, ne? Also, ähm, die, Frage ist ja so ein bisschen, was schulden wir einander an Offenheit und wo beginnt Kontrolle? die ja dann sogar die Privatsphäre anderer Menschen verletzt. Weil was ist denn ins Handyschauen zum Beispiel oder Social Media Accounts, Stalken oder keine Ahnung. Das ist ja, mir fehlt Sicherheit. Das ist ja am Ende, mir fehlt Sicherheit und ich versuche mir die Sicherheit, die mir anscheinend in der Beziehung, Fragezeichen fehlt, über Informationen zu suchen, die mein Partner mit anderen teilt. Gleichzeitig kenne ich hunderte Videos, wo Frauen halt sagen, Ich hatte so ein Bauchgefühl. Und dann gucken sie ins Handy und der ist tatsächlich fremdgegangen. Jetzt ist halt bei uns Fremdgehen... Also ich wäre halt irgendwie sauer. Also ich wäre schon sauer, wenn du mir jetzt vier Monate verschweigen würdest, dass du eigentlich jemanden triffst. So dann hätten wir echt ein Gespräch darüber, warum du das Gefühl hattest, mir das nicht erzählen zu können. Na?

Tobi: Mhm.

Maria: Und hast du mir schon Dinge verschwiegen über Wochen und Monate, wo ich Fragen hatte? Ja. so das passiert. Aber das eigentliche Kernthema dahinter ist ja Sicherheit und der Mangel an Sicherheit und Offenheit, ist zumindest meine Haltung. Meine Haltung ist auch Transparenz und Ehrlichkeit sind nicht das gleiche. Offenheit gibt halt Sicherheit. Wie siehst du das? Wie viel Offenheit brauchst du, dich sicher zu führen?

Tobi: Also ich glaube, meine Sicherheit hat inzwischen so eine... Also meine Sicherheit in mir hat inzwischen so eine Yin Yang Form angenommen. So, ich bin gleichzeitig, also mit dem Wissen, dass ich nie sicher sein kann mit irgendwas. Und vor allem, dass ich als Mensch mit meinem menschlichen Horizont Egal wie doll ich Dinge hintersteige, mir Wissen an eigene, meine Beobachtungsfähigkeit trainiere. Ich werde niemals die volle Realität durchblicken. Und darin Sicherheit zu finden, ist Quatsch. Ich werde alleine mit all diesen Faktoren, gerade in Beziehungen mitkommen ... ... die Veränderlichkeit der Dinge und verschiedene Dynamiken ... ich ... Also, was ist Sicherheit auf deinen Seiten? Und das wiederum, diese Erkenntnis macht mich, also treibt mich immer so bisschen zurück in mich und in ... ... eine verrückte ... in einem verrückten Zustand der ... eher Wahrnehmung ... ... und ... daran versuche ich mich eher zu halten. So, jetzt bin ich nie komplett sicher deswegen, ... also nie so richtig wie ... ... ich werde hier in Sicherheit ... gewogen ... ... einfach weil du mir ... zu 100 % versichern kannst, dass irgendetwas genau so ist, ... ich das jetzt hören muss. Aber das macht dann wieder halt irgendwie mit der Farbe dazu ... ... ja auch, sag ich mal ... ... also ich bin nicht mehr abhängig davon, dass ich mich darauf konzentrieren muss, dass das so sein muss. Und Dinge, die du in deinem Handy machst, zum Beispiel, ... ist ein ziemlich gutes Beispiel mit deinen Freundinnen, ... das ist mir völlig klar. Und selbst wenn du es mir nicht gesagt hättest, ... wäre mir das völlig klar, dieser Umstand. Und also jetzt in deine digitale Privatsphäre einzudringen, ... einen Beweis dafür zu finden, ... würde mir jetzt nicht so viel bringen.

Maria: Mhm.

Tobi: Also dann wäre es halt einfach nur bestätigt.

Maria: Mhm.

Tobi: Und ich denke mir, ... was wir beide miteinander zu tun haben, ... das regeln wir beide halt. Also untereinander, ... egal ob es dann digital ist oder nicht. Aber das ist einzige, was jetzt erstmal echt ist. und irgendwelche Gedanken von früher, wo ich wieder nicht weiß, in welcher Mut war sie gerade, egal was du da schreibst, aber was ist da gerade wirklich in dir passiert. Jetzt weiß ich auch noch, dass du halt jemand bist, der der vorzugsweise mit anderen und über Ping-Pong Sachen verarbeitet und manchmal sogar erst erschließt. Also auch das noch würde ich ja dann auch noch in einer anderen Brille lesen und dann auch noch interpretieren. Und deswegen Uch. Ich... Was für ein Aufwand für nix. Also... Weiß ich nicht. Da gibt's für mich...

Maria: Was für ein Aufwand dafür, dass du mich dann doch fragen müsstest, wie denkst du gerade über mich, wenn dir das eine relative Größe

Tobi: Genau. Wir waren schon, du hattest vorhin, warte kurz, du hattest vorhin noch einen interessanten Punkt. Ach so, dass du gesagt hast, ... du hast schon so viele Geschichten erlebt ... und du hast auch schon dir vorhin so viel geschrieben ... ... und wie auch immer. Also bei dir sind sehr viele Geschichten angekommen von ... ... ich hatte das Bauchgefühl, dann habe ich es gemacht. Also ich habe irgendwie ... der Handy meines Partners irgendwie gesucht ... und dann halt auch was gefunden. Was ist damit? Also fühlen wir uns dann jetzt bestätigt und sind der Gewinner?

Maria: Okay, ja, philosophisch.

Tobi: Naja, ist ja weniger philosophisch, sondern ich sehe ja jetzt zwei Sachen. Auf der einen Seite ja voll blöd. Da wurde etwas verheimlicht und da ist sogar eine Täuschung. Ich will gleich auch noch mal auf die Begriffe eingehen. Hier wurde halt absichtlich getäuscht, vermutlich sogar. Im Sinne von, ich erzähle dir die ganze Zeit, dass ich nur mit dir bin. Aber das zweite, ich nenne es jetzt mal Verbrechen, ist halt einfach. Du brichst hier einfach in meine Privatsphäre ein. Egal ob du recht hast oder nicht.

Maria: Ich finde es halt Schrödingers Fremdgehen.

Tobi: Ja.

Maria: Die Herausforderung ist ja, dass jemand belügt uns und dann ist ja die Geschichte ganz klar, das kann dann keine Liebe sein mit mir. Wir bauen daraus die Geschichte, die ist gesellschaftlich geprägt, weil Monogamie ist der Normwert und an Monogamie und Treue, gut, Treue ist echt ein Wert tatsächlich, aber orientieren wir Verhalten. Und man kann natürlich sagen, das ist keine Liebe und diese Person ist nicht treu. Oder dieser Partner hat halt einfach nicht die Kapazitäten, Ressourcen und Fähigkeiten. Ein bei sich festgestellter Wunsch nach zum Beispiel sexueller Offenheit

Maria Schalo: Achtung, Achtung! Es folgt Werbung. Du, ich will dir gerne mal was erzählen. dass du mich hier auch buchen kannst. Auf Wiedersehen. Ich habe hier so ein Angebot für dich, dem ich dir mal zeige, wo es lang geht. mein Gott. Und wie zeigst du mir, wo es lang geht? Ich zeige dir mal, wie Ernährung richtig funktioniert. Und wie machst du das? Ich biete dir an, einen 8-Wochen-Kurs zu machen, in dem du lernst, wie du dich richtig ernährst, wie du dein Ziel endlich erreichst und wie du es langfristig hältst. Das heißt, ich habe dann einen sexy Körper und acht Wochen Kontakt mit dir? Nee, du hast zwölf Wochen Kontakt mit mir. Geil. Und wenn du ganz artig bist, dann darfst du mich auch dreimal sehen. Und was kostet das? Das schauen wir uns dann mal an. wenn du richtig Glück hast, dann zahlt deine Krankenkasse alles. Wow. Und wie finden wir raus, ob deine Krankenkasse alles zahlt? Pass mal auf. du buchst dich jetzt einfach mal in so ein Erstgespräch ein. Den Link dazu findest du auf meinem Profil und in den Show Notes. Daddy?

Maria Schalo: Reklame Ende.

Maria: oder was ist oft das? Der Grund ist ja oft einfach, ich wollte halt Aufmerksamkeit. Ich brauchte Aufmerksamkeit. Ich hab da irgendwie ein Defizit bei mir. Ich hatte einfach einen Wunsch und den kannst du mir halt nicht erfüllen, weil... Deine Aufmerksamkeit ist ausgeschöpft oder wir sind halt schon zu sicher. Keine Ahnung. Es kann tausend Gründe haben, warum Menschen irgendwie mit anderen schreiben, sich da Bilder hin- und herschicken und was auch immer.

Tobi: Nope.

Maria: Und daraus wird dann aber eventuell eine Geschichte konstruiert von dann waren wir nicht echt oder sind es nicht oder du bist es nicht für mich oder keine Ahnung. Und am Ende ist es einfach nur eine Frage der Ressourcen und der Kapazitäten. Also wie viel Kapazität habe ich Raum in mir halten zu können dafür, dass so zwei Geschichten gleichzeitig wahr sein können? Du liebst mich und du hintergehst mich gleichzeitig.

Tobi: Mhm. Dieses Jahr kam zu all dem auch schon mal eine, also es gab schon eine Bitkom Befragung, in dem 26 % aller Befragten zugegeben haben, dass sie schon mal ohne Erlaubnis das Partner-Handy durchsucht hätten. das mal gerne ein Viertel aller Befragten. Und andersrum gibt es, sagen wir aber, 60 Prozent aller Befragten, dass sie eine heimliche Durchsuchung kategorisch schon mal ausschließen. So ohne Nennung von Gründen.

Maria: Mhm.

Tobi: Also wir sehen irgendwie, das ist irgendwie so ein Thema, da gibt es so bisschen Dissonanz, glaube ich, zwischen dem, was wir alle für richtig halten und dem, wo wir dann doch mal sagen, ich sehe hier aber Gründe. Ich muss hier mal gucken. Glaubst du, ist so massiv unterschiedlich in Polyamorie und Monogamie? Oder ist das eigentlich etwas, was man, egal, also unabhängig von der Beziehungsform, klären müsste und wir tun es irgendwie alle nicht?

Maria: Ich glaube, es ist abhängig vom Menschen. Ich glaube, die Beziehungsform gibt uns relativ wenig vor. Ich glaube, so unsicher wie mit dir habe ich mich noch nie in Beziehung gefühlt. Na

Tobi: Schön.

Maria: ja, sorry, aber ein Mensch, so intransparent, also am Anfang unserer Beziehung, da wo wir herkommen, inauthentisch, intransparent, Selbstthemen, Identitätsthemen, so, das war krass. Ich wusste überhaupt nicht, was ich mir da einkaufe. Ich habe diese wunderschönen warmen Augen gesehen und bin einfach in deine Arme gerannt und war so, teach me and you taught me, Du hast mir auf jeden Fall einiges beigebracht und unter anderem halt, was so wichtig ist für das Thema Sicherheit. Insofern, also ich glaube, dass es enorm vom Partner abhängt und natürlich kann Je nachdem, wo es ein Nervensystem ist, hier wieder, es gibt viele Ebenen, viele Kontexte. Also erstmal gibt es einen interpersonellen Kontext. Wie sind meine eigenen Haltungen, Glaubenssätze, Wertesysteme, Kapazitäten, Ressourcen, Verkörperung der Ressourcen, Traumastatus, babababab So, wie viel kann ich halten? Woran glaube ich? Wo schaue ich hin? Wie sicher bin ich in mir? Es gibt halt keine Solo-Identität. Es gibt kein Ich-bin-sicher-in-mir. It's just... Ja, es ist ein Raum und dennoch haben wir ein soziales Nervensystem. Deswegen auch genau richtig, wie du sagst. Klar, kannst dich immer wieder auf dich zurückberufen, aber es ist kein 100 % immer stabil. Es sollte auch nicht das Ziel sein. Und dann gibt es also externe Geschichten, wie zum Beispiel der Beziehungsstatus, in dem wir sind, aber auch, haben wir gegessen und getrunken, wie läuft die Verdauung, wie ist der Nährstoffstatus,

Tobi: Yay!

Maria: wie habe ich geschlafen. Man gibt gerade Konflikte in meinen Lebensbereichen, fühle ich mich spirituell kreativ aufgeladen, gibt es relationale Geschichten, wie sicher fühle ich mich grundsätzlich in der Bindung mit dir, wie viele Gedanken mache ich mir darum, ich will gar nicht langweilen. Ich glaube also, tatsächlich Sicherheit, Verbindlichkeit und auch gelebte Ehrlichkeit von von Mensch zu Mensch einfach unterschiedlich sind. Während dein natürliches Verhalten von Stille und Rückzug in meinem sozial orientierten Nervensystem tendenziell eher Fragen aufwirft, kann halt dein in Stille und Rückzug orientiertes Nervensystem mit einem anderen Menschen, deren Stille und Rückzug orientiert ist, eher gar nichts auslösen. Außer halt same broody. Und das ist glaube ich immer in der Kontext, dein Gesicht sagt raffig nicht.

Tobi: Nö, und sag erst mal ich. Nur gespannt, wo du hin willst.

Maria: Kontextgeschichte einfach. Mit unterschiedlichen

Tobi: Ja.

Maria: Menschen. war ganz lange... Das waren richtig paar Laber, eigentlich nur zu sagen, du, hängt von Mensch zu Mensch ab. Und eine These habe ich aber zum Thema Monogamie oder Polyamorie. Ich glaube halt, dass wenn du dich wirklich in Polyamorie elaborierst, wenn du dich daran wirklich einfinden möchtest, und ich meine wirklich sicher gebunden, in Autonomie und Verschmälzung verwechselnd und so. Dann ist die Spiegelung höher. Und ich glaube tatsächlich, das Bedürfnis, dass man sich tatsächlich eher in deine Richtung entwickelt, zunehmend, sich auf sich selbst zu fokussieren, Sicherheit in sich zu finden, auf die Dinge, weil wir gucken im Poli einfach auf andere Dinge als in Monogamie. Es gibt halt diese Versprechen nicht von Einzigartigkeit, ähm, doch von Einzigartigkeit auf jeden Fall, von Alleinigkeit. Also nur mit dir habe ich Sex, nur mit dir fahre ich in den Urlaub, nur mit dir schlafe ich nebeneinander, nur mit dir gibt es halt nicht einen Poli. Vielleicht gibt es das mal vereinzelt. Nur du und ich spielen Dungeons und Dragons, weil es keinen anderen aus dem Polikühl juckt.

Tobi: Ja.

Maria: Oder nur du und ich haben zum Beispiel einen Podcast zusammen. Aber ja, das wäre meine Haltung dazu. Siehst du, also deine eigene Frage, wie siehst du das bezogen auf Monos und Polis? Glaubst du da... Also, no?

Tobi: Ich unterstelle, dass diese Gefahr, dass diese Einzigartigkeit, du hast gerade einfach dieses Wort benutzt, deswegen nehme ich es jetzt auch, oder die Gefahr, dass eigentlich diese Exklusivität, die ja auch noch mit Blumen ausgeschmückt wird, vielleicht nicht so sein könnte, wie sie geschmückt wird. glaube ich eher dazu, dass man halt auch mal unsicher darin werden kann. Vollkommen zu Recht, aus meiner Meinung jetzt.

Maria: Ich finde auch, Monogamie ist perfekt dafür geeignet, unsicher zu werden.

Tobi: So. Genau.

Maria: Warum glaubst du? Was sind deine Gründe? Warum sagst du Monogamie ist besser dafür geeignet, dass Unsicherheit zu stützen und zu stärken? Weil eigentlich ist das ja die sichere Beziehungsform. Wir versprechen ja einander nur du und ich.

Tobi: Ja, genau. Und dann haben wir's gesagt. Ich bin einfach nicht der, der gut über Worte funktioniert. Du weißt das. Alle anderen wissen's auch. Ich bin einfach ... Ich Ich Mit Worten, die ich höre das und ich und ich lese daraus natürlich genauso wie alle anderen Stimmungen, Intentionen und ich bekomme darüber auch eine Ahnung, wer du bist. Aber wenn es Versprechen geht, dann sind es halt erst mal nur Worte. Und dieses Versprechen, das wird ja vielleicht eingehalten, vielleicht nicht. Dann kenne ich halt auch noch andere Worte von anderen Menschen. Ich sehe die Scheidungsraten, ich sehe die Fremdg-Raten. Und dann frage ich mich natürlich irgendwie, warum ist das genau bei uns anders?

Maria: Weißte versprochen habe.

Tobi: So, jetzt kann ich natürlich sagen, 100 Prozent. Dein Wort zählt mir alles. Aber das ist ja auch nicht ... ... ... nur weil ich dir vertraue ... heißt es ja nicht, dass ich komplett sicher ... in mir und mit dir bin. In diesem Versprechen.

Maria: Ja, okay, Jack. Ja, ja. Ich versteh's. Ich hab an der Stelle eine Frage an dich tatsächlich.

Tobi: Ja.

Maria: Also, du bist ja jetzt, ne, so Mr. Supersicher und so. Gibt es denn aber, gibt es denn aber Dinge, wo du sagen würdest, die hättest du schon gerne geteilt? Und wenn ja, und ich teile die nicht, gibt's für dich ne Unterscheidung? kann euch sagen, worauf ich hinaus will oder hast du eine Idee dazu?

Tobi: Ja, ne doch gerne, mach mal.

Maria: In meiner Welt gibt es ja, also es gibt privat und es gibt heimlich.

Tobi: Ja.

Maria: Wann ist eine Information privat und wann hält man was heimlich und wie wird das unterschieden? Und hättest du überhaupt eine Idee dazu, was ich verheimlichen könnte, was verletzt und was ich verheimlichen könnte, wo du sagst, ja gut, das halt auch einfach privat. So, das geht mich gar nichts an.

Tobi: Ich habe hier so ein paar Notizen, damit ich ein bisschen klarer in dieser Unterscheidung bin.

Maria: Mhm.

Tobi: nee, fällt mir... Also erstmal kann ich das ziemlich schnell sagen. Nee. Lass mich mal das noch mal eben darlegen und dann komme ich vielleicht eher noch mal drauf.

Maria: Mhm. Mhm. Mhm.

Tobi: Was ist eigentlich privat und was ist geheim? Privat habe ich mir hier aufgeschrieben, also Privatsphäre als selbstbestimmter Bereich von also die eigenen Gedanken, Tagebücher, aber eben auch Unterhaltungen mit anderen zum Beispiel über das Telefon. dessen Einzelheiten man nicht automatisch teilen möchte. Das ist erstmal Privatsphäre. Jetzt müssen wir das ja aber abgrenzen, das kam ja gerade in deiner Frage auch, zwischen Geheimnis, Geheimhaltung hier als bewusst zurückgehalten. Die Bewertung dessen, warum es zurückgehalten wird, hängt aber oft vom Zweck ab. Also ich meine, ich kann jetzt natürlich auch ganz viele Chats geheim halten, weil ich mit all diesen Leuten gerade mal abspreche, dass wir für dich eine geheime Überraschungsparty machen. So, ist jetzt erstmal ein Zweck, der dich vielleicht jucken würde, aber das kennt man aus so vielen witzigen Serien und Filmen, dass da irgendwas im Busch ist und die Leute merken das und am Ende war es eigentlich eine Geburtstagsfeier.

Maria: Mhm. Ja.

Tobi: So, der Zweck, der Zweck dessen, der kann ja super unterschiedlich sein für Geheimhaltung.

Maria: Der Zweck heile ich die Mitte, habe ich da dann gerade so im Sinn. Also wenn du mir natürlich eine fette Party planst und deswegen Informationen heimlich hältst, cool. Aber was ist, wenn ein fetter Scheißhaufen auf mich wartet und Informationen heimlich gehalten werden? Es muss ja nicht mal was sein wie Fremdgehen oder so. Es reicht ja einfach eine Information, die potentiell herausfordernd ist. Weil an dieser Information Dinge mit dranhängen, wie zum Beispiel das, allein der Fakt, dass eine Information, vielleicht aus emotionalen Gründen wichtig für einen Menschen gewesen wäre, sehr, lange zurückgehalten wird.

Tobi: Ja, dann ist das erst mal ein anderer Beweggrund. Also Geheimnis ist aber erst mal ein Geheimnis. Da ist

Maria: Mhm.

Tobi: das ja erst mal, sag ich mal noch nicht ganz klar, deswegen ist Geheimnis auch erst mal ein sehr neutrales Wort in dem Sinne. Oder sollten wir hier als so eins benutzen?

Maria: Für mich ist das nämlich auch kein Geheimnis dann. Für mich ist das gezieltes Verschweigen. Für mich ist das kein Geheimnis. Also eines ist ein Geheimnis, irgendwie, so, planen eine Party und, ähm, das ist aber keine Party, sondern ein Scheißhaufen am Ende der Informationskette für Maria, das gezieltes Verschweigen für mich, das ist kein Geheimnis. Aber gut, weiter geht's.

Tobi: Ja, also genau, ein Geheimnis bleibt ein Geheimnis, wenn es jetzt irgendwie etwas dran hat, was irgendwie potenziell schwierig ist und so, warum auch immer. Der, der das Geheimnis hat, der schützt sich ja wahrscheinlich vor irgendwas. Und so, wenn es jetzt gezielt, also wenn es jetzt gezielt dieses Geheimnis bleibt und wir in die, also in die Sphären kommen, wo das Geheimnis irgendwie so krass geschützt werden muss, dass eigentlich sogar falsche Tatsachen dauerhaft vorgelebt oder gesagt werden, dann sind wir im Bereich Täuschung.

Maria: Genau.

Tobi: So, das ist ganz weit weg von Transparenz. Und Transparenz wäre hier, also ich sag mal, das Teilen von relevanten Infos, die nachvollziehbar gemacht werden und das hat dann auch immer irgendwie einen Zweck und vielleicht sogar schon Grenzen, die mit kommuniziert werden.

Maria: Also niemand mag ja Definitionen vorgelesen bekommen. Was ist denn Transparenz für dich? welchen Bedingungen hältst du denn Geheimnisse? Wann verschweigst du gezielt? Also mach's doch mal gerne anfassbar, dass das so bisschen auch hier erstens grotten ehrlich und zweitens auch bisschen interessanter, weil wie schon gesagt, du hast ja einen fantastischen Tipp gegeben, man kann ja einfach am Duden nachlesen, nicht wahr? Kannst das nochmal nachliefern?

Tobi: Ja, weiß ich nicht, ob Transparenz da so drin steht.

Maria: Du, ich würde bei T kicken, aber Frage

Tobi: Ööööö

Maria: zurück an dir, wa?

Tobi: Transparenz hängt bei mir schon ganz oft alleine schon daran, was ich für relevant halte zum Teilen.

Maria: Wonach bewertest du das, was relevant ist und was nicht?

Tobi: Auch wieder personenabhängig. Ganz oft, wenn ich eine Idee davon bekommen habe, was interessiert den anderen und was tangiert den anderen denn auch überhaupt. Also ist es einfach nur eine Information, der andere hat gar nichts damit zu tun. Dann ist es so eine 50-50-Chance, dass ich das mit dir teile. Weil... Ja, es wäre einfach nur Konversation und vielleicht nehme ich es nur irgendwie nur so als Einstieg, weil ich mal deine Meinung dazu hören will oder weil ich das irgendwie auf uns beziehen will letztendlich. So. Das ist Transparenz. So, auf der einen Seite. Wenn ich weiß, dass es die Person irgendwie jucken könnte. Dann wird es auch wichtiger, dann entsteht mehr Mitteilungsdruck. Und vielleicht bin ich ja auch schon so empathisch und weiß schon, was es vielleicht mit der Person, die die Info empfängt, tut. Das wiederum kann jetzt dafür sorgen, dass ich mich da entweder gut drauf vorbereite oder dass ich halt abwege, bin ich gerade dafür bereit. Das kann an meiner Transparenz zum Beispiel hier nagen.

Maria: Jetzt du dich selbst für eine sehr transparente Persönlichkeit.

Tobi: Nee, weil ich von Haus aus schon super viel ... Also meine erste Idee ist erst mal kurz immer runter und in mir bearbeiten und dann damit nach draußen gehen. Das ist einfach schon so direkt die Reihenfolge.

Maria: Ja, alles klar. Hättest dich selbst für eine sehr ehrliche Persönlichkeit? widerspricht sich für dich nicht transparent, aber sehr ehrlich sein?

Tobi: Ob sich das widerspricht? Äh, nee.

Maria: nicht?

Tobi: Äh... Warum?

Maria: Ich frag dich, ist er deine Meinung? Du sagst ja ehrlich, transparent nein. Ich frage, widerspricht sich das nicht? Du sagst nein. Warum nicht? Warum kann man nicht transparent, aber ehrlich sein?

Tobi: Weil Ehrlichkeit vor allem erst mal durch eher gleiche Maßstäbe bemessen wird und Transparenz, wie ich ja gerade schon dargelegt habe, halt nicht. Also was alles dazu gehört, dass jemand transparent mit Informationen aus sich oder über andere oder oder oder ist, das hat ja viel mehr Ebenen und viel mehr viel mehr Beweggründe, ob jemand transparent mit irgendwas sein möchte oder nicht, als Ehrlichkeit.

Maria: Ehrlichkeit kann ja auch viele Bewege oder Unehrlichkeit in dem Fall kann ja auch viele Beweggründe haben. Ehrlichkeit existiert für mich zwischen zwei Menschen. Ich frag dich was, du gibst mir eine ehrliche Antwort oder nicht. Ehrlichkeit existiert eigentlich für mich auch nur in der Kommunikation, Dialog. Also warum sollte ich aus nichts heraus ehrlich sein? Wofür wär's denn dann ehrlich? Ehrlichkeit bezieht sich für mich zumeist hat einen Bezugspunkt. Hat ein Thema, ein Bezugsthema, ein Bezugsmenschen, eine Bezugssituation. Transparenz ist ich, ist ein Wert. Transparent bin ich ohne Bezugspunkt. Beziehungsweise kann ich Bezugspunkte ziehen, indem ich zum Beispiel mich frage, meine Dating-Historie, könnte das wichtig sein für das Thema Sicherheit in Bezug auf meine bestehende Beziehung mit Tobias? Und dann könnte ich mich halt entscheiden, ja, und deshalb möchte ich da besondere Transparenz walten lassen. Und das passiert dann ohne Nachfrage. Ehrlich wäre, Maria, du fragst mich, Maria, wie viel datest du? Ich sag viel. Transparent wäre, Tobi, du und ich werden in ein vertrauensvolles Beziehungsverhältnis einsteigen, deshalb ist mir wichtig, transparent mit dir darüber zu sein, dass ich die Woche drei Dates habe, wahrscheinlich auch mit anderen Menschen. Das eine ist für mich eine charakterliche Haltung, das andere ist für mich einen Kontextabhängiger Wert vielleicht. So würde ich es definieren. Wie stehst du zum Thema Standorteilen? Du hast ja nun kein iPhone. war meine kleine Zauberbacke.

Tobi: ein Glück,

Maria: Ein Glück. Und in meinem Freundeskreis in Frankfurt haben alle alle Standorte. Also wir gucken dann manchmal so. Fedra hat jetzt auch meinen Standort mit ihr geteilt. Ich keine Ahnung, wie das geht. Und dann gucken wir immer so und dann Basti ist in Offenbach oder so. und Rina ist in keine Ahnung. Und jetzt mache ich ja, ich begleite ja Paare, ich begleite ja Streits und Trennungen. Das ist ja was, wo du mich super reinsetzen kannst und ob ihr es glaubt oder nicht, ich funktioniere da regulierend.

Tobi: What?

Maria: Beruflich auf jeden Fall, liebe ich. Ich bin da die, die ruhig bleibt. Ich bin ja emotional nicht betroffen. Und tatsächlich ist der Standort ein Punishment Mittel Nummer eins zwischen konfliktreichen Paaren, weil wenn ich dich abfucken will, mache ich meinen Standort für dich aus. Wie stehen wir denn dazu? Wann ist Standorteilen für dich Fürsorge? Wer das für dich überhaupt Fürsorge? Ich meine, wir haben ja die Absprache, wenn ich auf Dates bin. Schatz, Schatz, ich rede noch. Wenn ich auf Dates bin, willst

Tobi: Standort teilen? Ja, ich weiß aber schon meine Antwort.

Maria: du ja meine Adresse haben. Du willst ja wissen, wo ich bin, gerne aus

Tobi: Ja.

Maria: Sicherheitsgeschichten. nicht nur du, dir ist egal eigentlich, aber dir ist wichtig, dass irgendwer weiß, wo ich bin.

Tobi: Richtig.

Maria: Das wäre ja schon mal ein Plus auf der Fürsorge-Seite. Und wann ist Standortteilen oder Ähnliches eine subtile Form von Kontrolle für dich?

Tobi: Immer. Also Standort teilen ist genau das, was in meiner Welt miteinander macht, sich zu finden. Und deswegen ist es auch zeitlich begrenzt für eine Stunde oder so. Diese 8 Stunden, ich habe schon mal überlegt, die es zum Beispiel ... ... bei WhatsApp gibt. Wann brauche ich das? Wann muss ich 8 Stunden lang wissen, wo jemand ist? Ja gut, wenn wir jetzt vielleicht einen Städtetrip machen ... in einer größeren Gruppe und dann gucken wir mal, ... dass wir uns irgendwie wiederfinden und vielleicht wollen wir so ... ... meinetwegen. Okay. Viele andere Sachen, da bin ich jetzt vielleicht auch nicht kreativ genug, ... aber viel mehr fällt mir auch nicht ein. Was ... Du redest ja auch gerade mit jemandem, da regst du dich ja auch immer drüber auf, der noch nicht mal die blauen Häkchen irgendwo anhat. Also nicht mal Lesebestätigung. Ist auch völlig egal, welche App. Das erste, was ich ausmache. Ich raff nicht, was diese Lesebestätigung, was diese...

Maria: Kommitment. Kann ich dir erklären? Ich glaube du raffst es genau. Ich glaube deine inneren Anteile von Avoidance gehen da an. Das mache ich jetzt mal, hier Streit zu machen. Kommitment.

Tobi: Ja, kannst du mir erzählen, kannst du mir erzählen, wie du willst? Es ist, es ist nicht Commitment. Es ist, ich halte es.

Maria: Es ist Commitment. Ich habe deine Nachricht gesehen. Ich habe deine Nachricht gesehen und ich committe mich.

Tobi: Das ist Commitment zu... Also ich gebe dir vollkommen recht, kann man so sehen. Das ist absolut Commitment zu dem, dass wir uns völlig verrückt machen. Weil die Kehrseite dessen ist nämlich

Maria: Das stimmt. Ja.

Tobi: auch eine absolut perfekte Erwartungshaltung. Ey, diese blauen Haken sind ja da. Ach, na dann zählen wir ab jetzt mal die Sanduhr. Streben wir sie mal

Maria: mein Text gelesen und hat aber zweieinhalb Tage nicht geantwortet oder so. Ja, kenn ich. Soll ich dir mal ein Geheimnis verraten?

Tobi: Jo. Wie auch immer. Also andersrum, ja gleich, andersrum bin ich nämlich auch nicht der, der sich dann hinsetzt und sagt, äh, habe ich nicht gesehen, so vier Tage lang. Nee, ich erzähl dir danach, warum ich so lange nicht geantwortet hab. Das ist, also das halt.

Maria: Ja, ja.

Tobi: So, jetzt du.

Maria: Ich hab die blauen Häkchen auch aus mittlerweile.

Tobi: Ja, okay, weil du so uncommitted bist.

Maria: Ja, boah, was ist denn der Grund so richtig? glaube, ich möchte mich auch dieser Kultur entziehen. Ist ja schon gelesen und in sechs Stunden nicht beantwortet. Ich habe, ich glaube, es kann man sich schwer vorstellen, aber ich habe am Tag so 150 Chats und ich telefoniere tagtäglich ungefähr drei bis vier Stunden.

Tobi: Hab nochmal viel Kommunikation in deinem Leben auf jeden Fall.

Maria: Und zwischendrin habe ich noch Konfliktgeschichten mit Leuten und so. bin da Kommunikation. Ich liebe Menschen, ich liebe Kommunikation. Ich liebe das. Aber ich will mich diesem Bewertungsding irgendwie entziehen von, es ist gelesen und nicht in X-Zeit beantwortet worden. Also ich will mich glaube ich auch ein bisschen Commitment entziehen, geradezu sehr diese Erwartungshaltung so besser, diese Erwartungshaltung zu entziehen. Ja.

Tobi: Also vielleicht wäre es dann wichtiger, dass wir auch hier mal wieder, ich finde es gut, dass wir das in letzter Zeit so pro Folge mindestens einmal machen. Können wir uns mal bitte darauf einigen, dass das nicht gesund für uns ist? dass das, also jetzt sind wir auf die beiden Sachen eingegangen. Wir sind so dieses Datenschutzthema mit dem Standort, mit dem dauerhaften Standort. Wenn das so ein großer Brennpunkt ist, warum tun wir das dann? Was? Also ist es, das ist doch...

Maria: Sicherheit.

Tobi: die Freie.

Maria: versuchen halt, guck mal, jetzt mache ich den Schirm auf. Ein Großteil der Menschen sind traumatisiert und wissen es nicht. Traumafolgestörungen sind fehlende Verkörperung. Wer fehlende Verkörperung hat, hat Angststörungen, Anxiety, im ganz schlimmen Fall Schlafstörungen, Depressionen und in so kleineren Geschichten halt Schwierigkeiten damit Sicherheit in sich zu finden und die abzubilden. Je mehr wir da in Heilung kommen, desto mehr können wir das halten. Je weiter wir weg von Heilung sind, desto mehr versuchen wir im Außen Krücken zu bauen. Mein Lieblingsding im Coaching mache ich ganz viele Krücken, bis wir halt irgendwo da sind, dass wir das halt in uns haben. Und eine Krücke für Sicherheit kann halt einfach sein, hey, ich kann halt nachgucken, wo du bist. Aber es muss uns halt klar sein, es ist halt nur eine Krücke. Und ich finde sowas halt tendenziell auch ganz gut, Menschen abzuholen, wo sie sind. Weil wenn man jetzt zum Beispiel mit dem Thema Autonomie erst startet, bist du halt schon so bisschen Endgegner. Genauso wie ich Endgegner bin, wenn man mit dem Thema Emotionen starten möchte und Expressionen vor allem von Emotionen. Und wenn Menschen mit uns also Beziehungen machen wollen, so wie wir miteinander, die genau am anderen Ende des Pulses sind, ist halt manchmal so eine Handreichung, so eine kleine Krücke, ein kleines Aufeinander zugehen. Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen, aneinander

Tobi: aufeinander zugegeben, aufeinander zugegeben,

Maria: lernen, miteinander umzugehen. Kann dann halt hilfreich sein. So sehe ich das so bisschen. Ansonsten bin ich da total bei dir. Macht das was mit dir, wenn du Dinge erst durch Nachforschen erfährst? Also erst so auf Nachfrage?

Tobi: Boah, weiß nicht, ob ich das so generalisieren kann.

Maria: Also du hast ja zuletzt zum Beispiel...

Tobi: Erst mal nicht, weil ich selber ja jemand bin, ... manchmal erst gefragt werden muss. Und deswegen bewerte ich das auch nicht negativ, nicht ... Also, so wie ... Also, wenn du einfach ehrlich bist, ... aber bisher nicht so transparent mit irgendwas warst. Aber das ist jetzt auch wieder, ne? Das kommt drauf an, worüber reden wir da.

Maria: glaube, wir hatten das schon mal in einer Podcast-Folge, dass du auch meintest, also wenn ich jetzt sechs Wochen schon jemanden daten würde, dann wäre dir das auch bisschen doll. Wenn ich

Tobi: Mmh.

Maria: dann erst auf Nachfrage oder überhaupt dann erst erzähle. Gleichzeitig, da muss ich auch gerade dran denken, das ist für mich halt auch. Mich muss man ja nicht fragen, dass ich Dinge erzähle. Ich erzähle halt einfach Dinge. Und deswegen,

Tobi: Mhm. Ja.

Maria: wenn du nicht einfach erzählst, denke ich immer, du willst nicht drüber reden. Ich merke da richtig auch bei mir Blockaden und merke aber immer, wenn ich dich halt einfach frage, wobei auch nicht immer. Es auch, es gibt unterschiedliche Energien bei dir, das ob du gerne oder nicht gerne drüber redest.

Tobi: Ja absolut. Manchmal will man ja über irgendwas nicht gerne reden.

Maria: Kenn ich nicht. Sorry. Kenn ich einfach nicht. Kenn ich nicht. Schwöre bei Gott? Kenn ich nicht.

Tobi: Mhm. Mhm.

Maria: Über was will man denn nicht gerne reden?

Tobi: Ich rede nicht gerne über Dinge, die ich noch gar nicht, also wenn noch so zum Beispiel absolute Verwirrung in mir herrscht oder wenn ich noch gar nicht greifen kann, worüber ich reden soll. Also ich merke, ich merke, ich merke da, ich merke da ist was, ja, aber

Maria: Hmm, liebe ich, weil ich merke es ja dann im Reden.

Tobi: ich dann auch nicht. Ich brauche wirklich kurz die Verarbeitungszeit in mir, weil ich, ich, also... Ich merke ja, wie du dann manchmal auf deine Sachen kommst, aber für mich ist das so ein unangenehmer Prozess, dass ich auch viel mehr darin hänge, jetzt auf diese Verwirrung auch nochmal so ein unangenehmes Gespräch kommt, dass ich da dann noch weniger drauf komme. Also es reicht auch, wenn ich

Maria: Da würde ich ja jetzt gerne psychoanalysieren und reingehen. Machen wir nicht, alle

Tobi: Ja, ja, äh...

Maria: Dude ist ja auf dem Podcast. das ist natürlich ein unangenehmes Gefühl. Warum? ist es denn, Tobias? Ist es die Unsicherheit? Musst du jetzt anderen Menschen vertrauen mit deinem Innenleben? Na, dann würde ich da triffischweinmäßig reingehen wollen. Aber was machen wir jetzt?

Tobi: Nein, ich frag mich einfach nur, was für ein Inleben. Ich habe noch nicht mal, es reicht ja sogar, ich muss das nicht fertig gedacht haben. Also nicht falsch verstehen. Ich muss das nicht fertig durchdacht haben, zu dir zu kommen. Aber ich muss zumindest eine Grundlage haben, oder irgendein Grund, irgendein Sinn, warum ich transparent werde mit irgendwas.

Maria: Ja, da sind wir einfach Kern unterschiedlich und ich glaube, da liegt

Tobi: Da so ist das.

Maria: der Kern der Traumatisierung. Glaube ich. Das ist ja mein aktuelles Steckenpferd. Aber spannend trotzdem, damit umzugehen. Willst mir eigentlich immer eine Frage stellen oder interessierst du dich für mich eigentlich nach viereinhalb Jahren noch? Oder ist es ein Wir fragen Tobias Podcast?

Tobi: ... ne, du bist einfach so krass transparent mit allem, dass ich keine Fragen mehr dazu habe. Jetzt probiert sie wieder alle Knöpfe.

Maria: Ne? Ne? Ich bin's nicht, glaube ich. Haben wir das überhaupt bei Dummzzz? Nee, ne? Nee. Nee. Nee. Nein. Wie heißt das?

Tobi: Ja, egal, fuck...

Maria: Rimschott. Also sorry, Rimschott kenne ich unter was anderem. Egal, weiter geht's.

Tobi: Supergut! Jo, also, haben wir ein paar Begriffe geklärt. Haben wir ein bisschen geklärt, dass Ehrlichkeits- und Transparenz scheinbar ja nicht das Gleiche sind und irgendwie zwar

Maria: Mhm.

Tobi: so ihre Überschneidung haben. Was mir, glaube ich, noch ganz wichtig ist, ist auch einmal ... dazu zu sagen, da interessiert mich jetzt auch noch mal deine Meinung, ... ich will noch mal zurück zu diesem Handy-Thema, ... wenn ich jetzt ganz interessiert daran bin und ... egal auf welcher Stufe ich das mache, entweder ganz aktiv ... nehme ich mir dein Handy und suche da, wenn du nicht dabei bist, ... ... es kann jetzt aber auch nur beiläufig sein, ich lese irgendwas, weil ich gerade irgendwelche Bilder von dir angucken darf, weil du mir dein Handy gegeben hast und dann ploppt halt ein Pop-Up auf von einer Benachrichtigung und da steht ein Text. So, ich meine auch da. Lese ich das, was da zumindest am Anfang der Benachrichtigung steht und dann decke ich mir meinen Teil oder bin ich so krass im Partnerdatenschutz, dass ich das sehe und gleich wegwische, einfach weil es dann angenehmer für alle ist und weil wir ja keine andere Absprache haben. Da möchte ich auch immer noch mal kurz auf den Punkt eingehen, dass es zwar ganz nett ist, wenn man untereinander seine digitalen Grenzen gegenüber hat und die irgendwie voneinander kennt und die vor allem ehrt und auch tatsächlich danach verhält. Aber ich finde auch immer, was man gar nicht so doll dabei bespricht, ist, dass wir ja auch in die Privatsphäre von einer dritten Person, was Chats angeht, mit Eindringen. Ist das cool? Also

Maria: Sagst du mich das?

Tobi: schön, dass wir verabredet haben, dass Transparenz zwischen uns ein großer Wert ist, möglicherweise.

Maria: Mhm.

Tobi: Aber jetzt habe ich halt irgendeinen Chat mit meinem besten Freund offen. Und die Frage ist ja, würde er dir, also die Nachricht geht ja an mich in dem Beispiel, mein bester Freund schreibt mir irgendwas über sich. Möchte er, dass diese Information bei dir landet?

Maria: Also dein bester Freund auf jeden Fall.

Tobi: der möchte, dass alle Informationen bei dir landen, ganz sicher. genau.

Maria: der liebt mich halt einfach, was soll ich sagen. Sehe ich, sehe den Punkt total und gleichzeitig kann sowas halt passieren und gerade in so einem Moment muss das vielleicht besprochen werden. Jetzt muss ich dazu sagen, ich bin kein großer Privatsphäre Typ. habe überall alle Cookies, ja schick mir personalisierte Werbung Junge, ich liebe das.

Tobi: Mhm. Mhm.

Maria: Ich habe, ich habe, also mein Warum mache ich denn Social Media und Podcasts bin ich, ich bin emotional exhibitionistisch. Das ist jetzt vielleicht schon einen aufgefallen, nicht wahr? Deswegen habe ich keine gute Empathie, gutes Einfühlungsvermögen dafür, wenn andere Menschen sagen, ich hätte da, also das muss man mir dann sagen, ich hätte da Privatsphäre gebraucht. Gleichzeitig gibt es natürlich Themen. dass wir auch schon Momente hatten, ich zu dir gesagt habe, du, die und die Info möchte ich nicht, dass die bei der und der Person landen. Fühlt mich einfach aktuell also überhaupt nicht sicher mit und hat da nichts zu suchen. Was soll der Scheiß überhaupt? Das ist dann aber auch weniger so ein Privatsphärebedürfnis als so ein finde ich nicht fair. So, weil das dann jetzt im konkreten Fall zum Beispiel, ich weiß nichts von dir. Wie viel Infos willst du von mir denn noch haben, Junge? Ich finde es frech. Ich finde es richtig unangenehm auch tatsächlich. Aber ansonsten... Nö. Hab ich das nicht. Finde es aber super wichtig zu besprechen. Also gerade wieder zurückkommt auf Poli, besprechen, wie viel Infos von wem, von was, dann überhaupt irgendwo liegen. Das sind ja intime Beziehungen. Wie viel

Tobi: Hm.

Maria: darf ich wissen, dass Dinge sind, wie sie sind oder so. Das ist natürlich toll. Und ich sag mal, ich glaub gerade ich auch, mit meiner sehr konkreten Fragenkultur bekomme ja auch durchaus aus Menschen wie dir mehr Infos raus, als du freiwillig vielleicht anderen geben würdest, wenn die nicht fragen. Und auch da liegt

Tobi: Ja, auf jeden Fall.

Maria: ja dann, auf jeden Fall denke ich auch, und auch da liegt ja dann bei mir ein gewisses Verantwortungsbewusstsein und das ist ein Thema zum Beispiel, mich zu erinnern, dass ich durchaus Infos habe, die die Person noch nicht hat.

Tobi: Mmh.

Maria: Und dann hat man ja auch ein Verantwortungsbewusstsein damit oder eine Verantwortung damit, diese Informationen nicht durchsägern zu lassen, zum Beispiel.

Tobi: Ja, guter Punkt.

Maria: Und das ist für mich immer eher so ein, nee, das ist ein Gedanke für innen. Es gibt Außengedanken, die darf man aussprechen, und gibt Innengedanken, die muss man bei sich behalten. Da arbeite ich ja gerade sehr hart dran, meine Innengedanken und so bei mir zu behalten. Aber ja, das ist auf jeden Fall ein Punkt. So. Aber Privatsphäre, also wenn du dich jetzt so auf Privatsphäre berufst, wie soll ich denn zum Beispiel unterscheiden können, ob du Grenzen schützt von dir oder von anderen oder gerade Verantwortung für unangenehme Wahrheiten vermeidest. Also es kann ja auch gleichzeitig wahr sein. es ja gleichzeitig auch eine Grenze schützen wollen, während aber auch passenderweise da auch vielleicht eine unangenehme Wahrheit oder ein potentiell unangenehmes Gespräch oder ich müsste jetzt hier irgendwie... Also...

Tobi: Du gehst jetzt so auf diese unterschiedlichen Punkte ein, die wir da vorhin geframt haben.

Maria: Ja, ja. Weil wir jetzt gerade bei Privatsphäre waren, eben.

Tobi: Ja, genau, genau. Kannst du, kannst du ja einfach gar nicht komplett ...

Maria: Richtig. Und dann sind wir wieder bei Sicherheit und Transparenz. Und ich glaube, dann schließt Repair an. Weil ich glaube, bei einer Sache können wir uns sicher sein. Egal wie viel Infos ich heute über dich habe. Du kannst morgen früh aufstehen und finden, ich bin kein Mann mehr für Charlo. Ich hab's nicht in Kontrolle. kann's ... I just cannot know. Und dann wirft uns das auf andere Themen zurück. ... Ja. Haben wir einen Schluss gemacht eigentlich mit ins Handy gucken? Oder wie

Tobi: Nee.

Maria: wichtig das ist. Also wie wichtig ist dir, dass du in mein Handy gucken darfst? Ich hab ja schon gesagt, mir ist irgendwie wichtig, ich. Ich fänd's komisch, du das ganz doll von mir verstecken würdest.

Tobi: Gar nicht. Ich habe schon ein schlechtes Gefühl, wenn ich manchmal hole ich dir dein Handy, weil du gerne noch im Bett bleiben möchtest. Und dann nehme ich das im Wohnzimmer vom Ladekabel ab. Das resultiert darin, dass ich halt drauf gucke und immer wenn das Ladekabel abgeht, dann geht ja erstmal der Bildschirm an. Dann sehe ich deine Benachrichtigung halt kurz. Da ist schon in mir so, durfte ich das? So, weil es ist einfach dein Raum und wir haben den, ... ich das von dir kenne, ... also auch deine Einstellung dazu, dass du ... gern nach außen auch in die breite Masse ... mit all deinen Informationen bist. Aber ich finde halt trotzdem, ... ich weiß doch gerade gar nicht, ... das komplett zu bewerten in jedem deiner Bereiche ... und das eigene Telefon ist halt sowohl der Schlüssel zu einem großen Broadcast, ... wo du einfach Millionen Menschen ... irgendwas von dir erzählen kannst, ... als auch eine sehr intime Sache. Und ich weiß das doch vorher nicht. Und deswegen glaube ich, dass das ... ... also oder bin ich davon überzeugt oder wünsche ich mir selber auch, dass es halt eine Kultur gibt ... ... und da können wir das Handy-Thema ... glaube ich auch mal mit abschließen, ... weil ich unterstelle jetzt einfach ... erstmal ganz vielen Leuten, dass ... dass das nie aktiv so richtig stattgefunden hat. Wie gehen wir denn damit Was sind denn die digitalen Grenzen? So, und wir haben jetzt schon ganz viel über Transparenz und über Ehrlichkeit und über Sicherheit gesprochen. Und warum wir unsicher werden, wenn so Sachen sind, wo wir das Gefühl haben, vielleicht wird mir was verheimlicht und so weiter. Da können wir also sagen, aktives Teilen findet das genug statt. Was ist für mich denn ein geschützter Raum, der einfach geschützt bleiben soll? Das ist Thema Privatsphäre. da... Also das kann entstehen, wenn wir das verbinden mit dem Vertrauen zueinander. Und dem Wissen, ja, das kann natürlich auch für Schmuck genutzt werden. Also Leute gehen halt fremd. So, der Punkt war's. Oder Leute machen irgendeinen Blödsinn. und machen halt aus einem Geheimnis ... ... bis hin zu einer aktiven Täuschung, ... bis hin zu Zweitfamilie, ... von der einer nichts wusste. So, ne. Das ist dann ein Geheimnis, was ganz schön lange so funktioniert hat.

Maria: Mhm.

Tobi: Und wenn wir drauf jetzt vielleicht noch ... einen Umgang packen, ... nämlich zum Beispiel, ... ... dass wir einfach sagen, ... ... ey, pass auf, für diesen Raum, ... der ist so teiloffen. Ich geb dir hier den Schlüssel, weil vielleicht kennst du mein Handycode und so weiter. Aber trotzdem möchte ich gerne, dass... meine E-Mails oder bestimmte Chat-Apps oder Dating-Apps, ... dass du immer fragst vorher. Dass du einfach immer fragst, bevor du dir da irgendwas anguckst. Möglicherweise. So, wir beide haben ...

Maria: Wir haben keine Absprache dafür. Also erzähl mir mal, wie es bei dir ist. Also ich höre jetzt auch das erste Mal, dass du da schon einen Schlaganfall kriegst, wenn du nur meine Benachrichtigungen so im Augenwinkel siehst. Wusste ich gar nicht. Ich bin ehrlicherweise, wenn ich Benachrichtigungen sehe, so, ich lese sie dann auch. Also ich bin da so, ich hab da, also lass mal kurz drüber sprechen. Wie bist du da? So. Tobi (1:00:18) Also das, was ich gerade gesagt habe, das war komplett auch aus meiner Sicht, ... dass wir uns zwar comitten, dass wir aktiv Sachen miteinander teilen, Sicherheit hinzustellen, das war jetzt erstmal sehr allgemein, ... aber dass ich finde, dass es einen geschützten Raum geben sollte ... und das Telefon ist halt so einer für mich, ... der halt nur auf Anfrage geöffnet wird und auf gezielte Anfrage, ... das kam jetzt mehr so aus mir. Also so finde ich, so finde ich ist das ist das auch gut, weil das ist also da. ... so gehe ich irgendwie auch mit anderen ... erst mal, wenn ich es noch nicht mit jemandem besprochen habe, ... weil es halt aus mir kommt. So, es kann einfach irgendwelche sensiblen Daten geben in jeglicher Form. Maria (1:01:13) Bei mir kannst du dir halt immer sicher sein, egal was ich lese, ich erzähl's halt nicht. Also es ist halt genau wie diese Fremdkielgeschichte. Ich hab dann halt was gelesen und dann ist ich halte diese Dinge in mir. Also während ich ja bestimmte Dinge nicht gut in mir halten kann, meine eigenen Gefühle zum Beispiel, schwierig, gibt's einfach Dinge, die kann ich super gut in mir halten und dann ist das halt irgendwie so ein, das hab ich jetzt gesehen, naja das war nicht für mich bestimmt, also darf ich mit dieser Information nicht umgehen. Das ist so eine Haltung, die ich dann dazu habe. Aber ich merke gerade, wir haben da noch nie drüber gesprochen. Tobi (1:01:42) Ja, genau. Deswegen unterstelle ich das auch einen anderen. Das sind so unausgesprochene Sachen irgendwie. Aber jeder hat die so ein bisschen anders parat, glaube ich. Und das einzige, also wo möchte ich auch mal wieder hier fürs Volk sprechen. vor allem aus meiner Meinung heraus halte ich das genau wie die blauen Haken oder dauerhafte Standortüberprüfung halte ich für eine Öffnung eines Raumes, der geschützt gehört und auf Anfrage geöffnet. Also bei Standort und blauen Haken ist es mehr so eine Sache, dass ich mir denke, diese dauerhafte, unbesprochene, kontextfreie, immer gleichbleibende Transparenz von meinen Daten ist einfach nicht gesund. Und jetzt interpretiert mein Gegenüber einfach irgendwas da rein, was vielleicht nicht gut für die Person ist. Und vielleicht am Ende auch gar nicht für uns beide. Weil das Video... Maria (1:02:49) Ich würde es gar nicht so verallgemeinern. glaube, gibt total Menschen, halt sehen, okay, er ist nicht wo er ist, ja, wird einen Grund haben. Und es gibt halt, also wo er sein sollte. Und es gibt halt Menschen, die halt ausrasten, wenn du sagst, ich fahre zum Bäcker und spontan entscheidest, ich fahre noch bei Oma mit ran oder so. Und die dann einen Anfall kriegen, weil das war nicht abgesprochen. Ja, das, da ist es ungesund. Da würde ich auch sagen, löscht sofort den Standort. Aber gerade keine Ahnung, Eltern oder so gucken, wann bist du zu Hause, wann kann ich schon mal das Essen anmachen und so. doch einfach wirklich rein organisatorische Themen, die da sinnvoll sein können für. Deswegen bin ich bin ich dir kurz reingesprungen, aber... Tobi (1:03:23) Absolut. Die Funktion gibt es ja immer aus irgendeinem Grund. Also wenn es jetzt kein Problem lösen würde, dann würde es diese Funktion ja auch alle nicht geben. Das ist mir schon klar. Maria (1:03:30) Nein, nein. Tobi (1:03:32) Ich glaube nur, unsere menschlichen Nervensysteme sind nicht bereit dafür. So dauerhaft. Also gerade in Paarbeziehungen ist einfach nur meine Meinung. Könnt ihr anders sehen. Könnt ihr gerne auch noch mal die Kommentare schreiben, so was eure Meinung dazu ist. Weil es interessiert mich. Wie sehen das andere? Meine Maria (1:03:50) So. Tobi (1:03:51) Meinung ist da ziemlich... klar zu. halt das nicht für gesund. Genau, genau. Maria (1:03:56) Du möchtest immer wissen, wo ich bin. Ja? Tobi (1:04:06) Na fein. Sind wir dann durch mit der Transparenz hier? Maria (1:04:18) Ich hatte gerade kurz den Impuls zu sagen, wollen wir nach dem Podcast immer bewerten, wie wir uns fanden? Ich fand meine Podcast Performance, würde ich sagen, 8,7 von 10 tatsächlich. Fandest deine? Tobi (1:04:28) 1,7 auch. Also schon die 7. Maria (1:04:31) Ich könnte noch lustiger sein, ich. Ich könnte immer noch lustiger sein. Tobi (1:04:38) stimmt. Ich glaube, meins war eine 8,8. Maria (1:04:42) Ja, definitiv. Also wie trocken du auch die Definition vorgelesen hast, da ist mir wirklich fast der Schlüppi aus dem One Suit gesprungen. Tobi (1:04:53) In der einen Folge startet sie mit immer trocken rein und in der anderen ist es einfach... Man weiß halt nie so richtig bei Maria, immer dran man ist. Maria (1:05:00) Ich will einfach manchmal habe ich ein bisschen Fetter in deinen Augen pusten und hoffe dann, dass wir da noch mal kurz ein bisschen was rauskriegen. besteidigend sein unterwegs. Tobi (1:05:12) Toll, toll hat sie wieder gepustet. Augen drehen, ich sitze hier immer noch und möchte einen Schluss finden. Maria (1:05:20) machen wir Schluss. Danke für die Folge. Die nächste Folge ist, glaube ich, Fragenfolge. Richtig. Tobi (1:05:27) Ist das so? Sind wir schon am Anfang des Monats? Kann schon sein. Maria (1:05:29) Ne, stimmt, hast recht. Die nächste Folge ist auch nochmal Ende. End of the week. Super. Die Woche drauf ist dann Fragenfolge. Also gibt's nochmal ein Thema. Ansonsten könnt ihr euch... Tobi (1:05:35) End of the week. Cool. Das ist aber egal. Genau, ist aber egal, weil ihr müsst schon mal ein bisschen vorliefern. Fragenfolgen sind immer genau dann interessant, wenn wir viel Kontext über eure Lebensgeschichten haben. Maria (1:05:53) Spaß! Tobi (1:05:56) Also schickt uns die mal gerne über den Link in den Show Notes. Und dann könnt ihr euch auf eine tolle Zeit mit uns freuen. Wusstest du eigentlich, dass wir bald 50. Folge haben? Ich habe so bisschen den Drang, da mal live zu gehen. Maria (1:06:14) live podcast zu machen. Worüber reden wir dann? Tobi (1:06:20) Hast du da auch Bock drauf? Maria (1:06:21) Ich habe da total Bock drauf. Ich würde am liebsten unsere rieslichsten Themen dann auspacken und sagen, so haben wir noch nicht darüber gesprochen. Lass doch mal live drüber sprechen. Tobi (1:06:29) Rudi. Ja, vielleicht müssen wir uns ja auch einfach schon dann mit, ich habe jetzt nicht nachgeguckt, ob es passen würde, aber mit unserem Rhythmus mal so ein bisschen verschieben wieder und schon wieder eine Ausnahme machen, obwohl wir gerade erst mit der Regel angefangen haben, dass wir immer am Anfang des Monats eine Fragenfolge machen. Weil Live-Podcast ist schon einfach geil als Fragenfolge, finde ich. Maria (1:06:49) Und was man machen könnte, ist, wir könnten uns gegenseitig Fragen stellen. Na? Tobi (1:06:53) Auch das. Auch das. Aber wir können auch einfach beides machen. Also einmal du, einmal ich, einmal irgendjemand anderes. Maria (1:07:02) Ich stelle Fragen so wie heute im Podcast. Tobi (1:07:05) So, Schluss jetzt hier. Maria (1:07:06) Ich liebe dich, ich wünsche dir noch einen erfolgreichen Arbeitstag und ich freue mich auf heute Abend kuscheln. Tobi (1:07:14) lieb dich auch. Arbeitest du überhaupt noch? Maria (1:07:16) Ich habe noch zwei Termine heute. Tobi (1:07:17) Dann wünsche ich dir auch einen erfolgreichen Arbeitstag. Bis später. Maria (1:07:20) Danke schön, bis ganz bald. Tobi (1:07:23) Tschüss. Maria (1:07:30) Stopp!

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