Folge 43 - Eifersucht verstehen: Verlustangst, Bedürfnisse, Autonomie & Kontrolle

Shownotes

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💬 Grottenehrlich – weil Beziehungen nicht perfekt sein müssen, um echt zu sein.

⚠️ Hinweis: Wir teilen persönliche Erfahrungen, keine Therapie oder Heilversprechen.

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Tobi: Hallo? Meine Hasifrau.

Maria: Ich wollte gerade sagen, hör mal, die ersten vier Sekunden vom Podcast und wir haben schon Streit hier am Zaun oder was? Wo ist der große Name geblieben? Aber nach viereinhalb... Nach

Tobi: Wo ist der Podcast mit Wutproblemen?

Maria: viereinhalb... Was? Ich habe mich doch schon super im Griff und du dich? Auch ich glaube, dass die Menschen sich manchmal kaum vorstellen können, dass du genauso wütend werden kannst wie ich.

Tobi: Ja, das ist ja auch nicht so.

Maria: Ja, nun gut, ich erfreue mich daran, dass nach viereinhalb Jahren Beziehung ein schiefer Blick genügt und er wusste, dass ein Kosename nachgereicht gehört. Das freut mich sehr. Mein Schatz, wir haben heute Dienstag, das Wetter heute war zauberfantastisch. Ich habe heute Rücken trainiert. Was hast du schon trainiert heute? Ja, habe beide Rücken trainiert fürs Breite Kreuz, nicht fürs Rote Kreuz.

Tobi: Ich auch schon Rücken trainiert. Ich hab auch noch richtig Pump.

Maria: Das ist schön, das freut mich sehr

Tobi: Sieh zu.

Maria: doll. Nicht fürs rote Kreuz, das darf man nicht verwechseln, denn wir sind hier kein Notdienst, obwohl man manchmal bei den Themen ja schon fast denken könnte, wir wären es denn heute, beschäftigen wir uns mit einem großen Thema, was tatsächlich für klein und groß, für dick und dünn, für monogam oder nicht monogam relevant ist und das soll die Eifersucht sein. nicht wahr?

Tobi: Schön.

Maria: Eifersucht ist heute unser Thema und ich würde ja behaupten, dass ich einen ziemlich eifersuchtsfreien Mann date oder du, Tobi, falls ihr euch wundert. Du,

Tobi: Ach so, ich.

Maria: Ähm, ziemlich eifersuchtsfrei, zumindest habe ich das kaum bei dir erlebt und ich weiß, dass wir beide schon mal auch definiert haben, dass ich zum Beispiel auch selten Eifersucht als klare Eifersucht fühle, sondern eher so Geschichten wie Neid oder Unverbundenheit oder so Kisten.

Tobi: Ja.

Maria: Also Eifersucht ähnlich wie Liebe. Liebe kann verschiedene Kleider anhaben. Fürsorge ist ein Kleid von Liebe. Interesse ist ein Kleid von Liebe. Kann auch Eifersucht oder ziemlich jedes Gefühl kann verschiedene Kleider anhaben, denn wir haben eigentlich nur so fünf, sechs Kerngrundgefühle und alles, was dann so diffiziler wird, ist aber einfach nur eine andere Farbe von Angst, eine andere Farbe von Wut, eine andere Farbe von Liebe. Traurigkeit. Also es ist gar nicht so viel und dann wird es aber doch irgendwie ganz bunt und ganz verschieden. Insofern bevor ich jetzt noch weiter in meinen, wie ich immer finde, unfassbar unterhaltsamen Monolog starte. Eifersucht,

Tobi: Hahaha

Maria: Tobi. Was ist Eifersucht für dich? Wann fühlst du das? Was ist deine Konnotation zum Thema Eifersucht?

Tobi: Genau, sehr gut. Ich wollte nämlich auch gerade nochmal ... ... ich finde es immer richtig schwer, das hast ... ... das hast du schon mal versucht mir näher zu bringen. Aber ich finde es immer richtig schwer ... ... Neid von Eifersucht zu trennen. das war für mich immer so nur ein anderes Wort für ... ... Neid und Eifersucht. Den Unterschied habe ich, ich ich habe es immer noch nicht ganz auseinander bekommen. Aber sind auch beides Gefühle, mit denen ich mich vielleicht schon lange beschäftigt habe. Ich war mir nicht sicher, ob ich sie einfach nicht gerne zulassen möchte. Weil du ja schon gesagt hast, irgendwie komme ich auch oft so rüber, wie jemand, der sehr eifersuchtsfrei ist. Und Neid, das ist für mich ein bisschen ehrgreifbar. Ich bin neidisch auf. Irgendwas. Ja, genau, da musst du mir gleich nochmal helfen. Eifersucht ist für mich, wenn ich jetzt mal so reingucke, ist einfach immer noch etwas, womit ich mich nicht doll beschäftigen möchte. Also immer wenn ich, wenn ich Gedanken, also fühlen weiß ich gar nicht, ob ich das so richtig habe. Ich kenn's schon, aber ich bin dann ziemlich schnell im Kopf bei dem Thema jedenfalls. Weil was nervt ist ja nicht das Gefühl, sondern halt irgendwie das, was dein Kopf draus macht. Und die Gedanken an der Stelle zu steuern, da bin ich glaube ich ziemlich schnell inzwischen damit. Ja, und deswegen ist das für mich irgendwie nicht so ein großes Thema. Also, wann spüre ich das? Ist jetzt ein bisschen schwer. Aber wann spüre ich das? Ach so, und dann ist es vielleicht auch wieder Neid. Also, hilf mir bitte. Für mich ist es ganz oft, wenn wir jetzt mal so reingucken, ... ... wann spüren andere das gerade so in einem nicht monogamen Kontext, ... ... dann ja irgendwie, wenn jemand anderes mit meinem Partner, meiner Partnerin ... eine gute Zeit hat oder ich weiß das oder ich bin nicht dabei und da hätte ich jetzt mal vermutet nach dem was ich so denke und weiß dass das ist halt bei eifersucht ganz ganz oft darum geht dass das an sich so ist und ich bin manchmal einfach nur neidisch also wenn du sagst ich bin mit xy da und da und verbringen den Tag da ... oder war da und da Essen, ... dann bin ich halt einfach nur kurz mal neidisch manchmal. So. Ach fuck, da wäre ich auch gern gewesen. So. Aber ich ... Aber gleichzeitig habe ich irgendwie ... ... auch eine hohe Compersion, ... also das ... ... sag du mal, ob dir das auch so auffällt, ... dafür, dass ich ... ... also wenn ich dann so was höre, ... ... dann bin ich so bisschen neidisch irgendwie, ... ach fuck, da wäre ich irgendwie auch gern mit gewesen, ... aber ich freue mich dann halt auch ... tatsächlich mit, weil ... Du warst ja da und erzählst mir davon. Ich mag halt einfach, wenn du Freude hast und mir dann auch noch davon erzählen möchtest. Ich weiß ja nicht, ob ich dann eher neidisch und nicht eifersüchtig bin. Was würdest du sagen? So auf mich bezogen.

Maria: Ich glaube, dass es erstmal ein Kleid ist oder

Tobi: Ja.

Maria: ein Kleid sein kann von Eifersucht. Ich habe gerade viele Gedanken. Zum Beispiel habe ich den Gedanken, dass bei dir, wenn ich dich richtig verstanden habe, öfter mal so ist, du Gefühle auch gar nicht in dem Moment fühlst, wo sie aufkommen, sondern dass du

Tobi: Mhm.

Maria: sie beiseite tun kannst. spontan fühlen, ein bisschen gefährlich ist auch für dich. dass du das vielleicht gar nicht so unbedingt machst. Und gerade intensive Gefühle, gerade Eifersucht ist ja auch... Du kannst ja schön die Schuhe ausziehen, nicht wahr?

Tobi: Hmm, ja, voll.

Maria: Passen auch einfach spontan oft gar nicht in Situationen. Deswegen, ich würde auch sagen, dass Eifersucht was ist, was ich... Aber ich finde, ich im Generellen auch selten übersprudelnd an Gefühlen. Ja, also du hast eine tiefe Ruhe, auf jeden Fall eine tiefe Ruhe und eine tiefe Liebe. Das ist was, was wir teilen. Wir sind Liebe,

Tobi: Hmm.

Maria: die du ausstrahlst. Und dann hört es schon fast auf. man findet bei dir auch mal eine kindliche Lust und so, kindliche Neugierde, sowas gibt es. Eine hohe sexuelle Energie. Und dann ist da aber einfach nicht so viel. Und ich glaube, das ist halt einfach Teil der Heilungsreise. Wieder den vollen... Gefühlsrahmen auch zulassen zu können. ich glaube, dass du bei dir schon auch wahrnehmen kannst und ja auch benennen kannst. Aber genau wie du sagst, du kognitivierst halt sehr viel. Du bist viel im Kopf. Im Kopf ist sicherer.

Tobi: Also in dem Thema weiß ich auf jeden Fall, dass das so ist. Und hier beim Thema Eifersucht finde ich das aber ehrlich gesagt bisher auch, ob Heilung oder nicht, finde ich das bisher auch super hilfreich einfach.

Maria: Genau, genau, da wäre ich jetzt weiter. Genau, genau. Yes, yes, da wäre ich jetzt auch weitergegangen, hätte gesagt, ja, sehe ich ähnlich. Also ich habe auch wirklich nie in ruhigen Momenten, dass du dann doch irgendwie Eifersucht mitgeteilt hast. Also erstmal, es ist eine Eifersucht für mich, ist ja einfach so dieses, ich will nicht, dass du deine Ressourcen mit einer anderen Person teilst als mir. Deine Zeit, deine Liebe, deine Aufmerksamkeit, dein Geld. So, ich bin eifersüchtig da drauf, wenn andere Menschen deine Ressourcen bekommen und nicht ich. So, ne? Und da habe mich gerade, als so gesprochen hast, ich mich gefragt, ich bin ja schon ein eifersüchtiger Mensch und wenn ich mich so frage, was unterscheidet dich und mich ganz doll, dann würde ich sagen, ich nehme mich selbst sehr wichtig und ich würde über dich nicht unbedingt sagen, dass du dich selber sehr wichtig nimmst. War jetzt einfach so ein Spontan-Ding irgendwie, ne? So das... dass ich so dachte, okay, aber da konnte ich gar nicht weiter denken, weil dann ging es im Gespräch auch schon weiter. Das war nur so ein spontaner Ding, dass ich irgendwie so dachte, ob das vielleicht damit was zu tun hat oder so. Und gleichzeitig bin ich ja durchaus in der Lage dazu, eine tiefe Unsicherheit zu empfinden. Also warum muss jemand sich so wichtig nehmen selbst?

Tobi: Mmh.

Maria: Und du bist ja schon eher jemand, der mit sich selber eher eine tiefe Sicherheit empfindet, so würde ich dich jetzt beschreiben zumindest, so nehme ich dich wahr, ob schon gleichzeitig auch eine große Kritik-Sensibilität da ist. Also es ist, wir sind viel, by Gott sind wir viel, so wir sind einfach vielfältig so, ich bin wieder Kritik,

Tobi: Ja.

Maria: ich bin nicht sehr kritiksensibel im Sinne von, das macht mir nicht viel Aua, du bist sehr kritiksensibel, zumindest mit mir, das macht dir viel Aua. Also Keine Ahnung, ich weiß nicht, ob das die Suppe ist am Ende oder ob es eine Prägung ist oder so. Was ich auf jeden Fall bei dir auch wahrnehme, ist diese Compersion. Was ist Compersion? Mit Freude. Ich könnte glaube ich Tobi auch, keine Ahnung, also das größte der Gefühle, ich war neulich 14 Tage weg und dann habe ich spontan am Tag meiner, am Tag bevor ich zurückgekommen wäre gesagt, du ich bleib noch zwei oder drei Nächte und dann ist das höchste der Gefühle von einem Tobi, dass du halt sowas hörst wie, das ist jetzt doll für mich.

Tobi: Das war auch doll für mich.

Maria: Ja, ja, da weiß ich auch das richtig toll für dich. Wenn du... Ja, dann ist auch toll.

Tobi: wenn ich sage, es ist toll für mich. Genau.

Maria: Aber da gibt es keine Vorwürfe, da gibt es keine Wut. Deswegen einfach, Gefühle werden selten in dem Moment nach außen prozessualisiert. Eigentlich nie. Also

Tobi: Mmh.

Maria: bei dir werden Gefühle eigentlich nie ad hoc nach außen prozessualisiert. Und ich bin ja... Entschuldige gleich, ich bin ja eine 100 % oder war ja eine 100 % nach außen Prozessualisiererin. Da ist ein Gefühl und ich hatte ja gar keinen Raum für dieses Gefühl, das mal kurz in mir selbst zu bewegen, sondern es war ja direkt so, hier ist mein Gefühl.

Tobi: Ja genau.

Maria: Was wollte ich sagen?

Tobi: Das ist ein gutes Beispiel, weil ich glaube, ... das war so ein Punkt, ... egal wie intensiv das jetzt in mir war ... oder ich das mal außen getragen habe, ... weil ich würde sagen, ... so wie du es gemerkt hast, war es auch. Aber stimmt, das war, ... das würde ich jetzt auch mal als ein ... ... ein Moment der Eifersucht betiteln. So für mich, ... so weil ich habe es ja relativ selten, aber das war so ein Moment, du bist ... ... also ich habe mich darauf eingestellt, ... ... dass du deine Ressourcen ... oder dich halt mit mir teils, dass wir, ... wenn du wieder da bist, ... dass wir den Abend zusammen verbringen ... und so weiter und so fort. Und ... ... ich weiß nicht, wann haben wir geschrieben? Irgendwann so mittags oder so. Später Vormittag oder so morgens. Irgendwie so. Weiß ich nicht mehr genau. Schreibst du mir das, ne? Einen ganz tollen Text ... und auch erzählt warum ... und wie es dir gerade so geht, deine In-Welt. Ganz kurz mal, damit ich bisschen Kontext habe. Aber halt mit der großen Überschrift, ... du, ich bleib noch zwei Tage ... ... noch zwei Tage länger weg. ... und ... ... würde ich jetzt mal, ... nur auch für mich, ... jetzt gar nicht mal hier so, nur für die Zuhörer, ... ... würde ich jetzt mal so ... für mich auch festhalten. Das könnte, da war ich jetzt nicht neidisch, weil ich wusste ja nicht genau, ... was du machst. Also, worauf ich jetzt neidisch sein könnte, ... das war einfach ein, ... ... da trägt sich jetzt noch mal ... ihre Ressourcen woanders hin. ... obwohl ich so ... ... dann war es natürlich auch ... ... mit so kurzfristigen Umstellungen ... ... kann ich manchmal und manchmal nicht. So, jetzt habe ich dich aber nach einer langen Zeit ... natürlich auch doll vermisst und war darauf eingestellt, dann kann ich ... nicht so gut mit einer kurzfristigen Umstellung. Aber ...

Maria: Ja, aber du hast doch, du hast ganz toll, doch du kannst sehr gut damit, also du hast dich super gut verhalten. So. Aber das hat sich natürlich, ne, nicht damit können,

Tobi: Ja, also ja, genau.

Maria: also Gefühle haben ist ja nichts Schlechtes. ich, ne,

Tobi: Ne, genau, ne, unbedingt.

Maria: ja, aber so formulierst es ja gerade, sondern also du hast, du konntest ganz super damit, du hast dich ganz perfekt verhalten und ich finde es total normal, Gefühle zu haben, es bestätigt mich halt eher so in diesem. Ich glaub, für dich ist oft nicht normal, spontan Gefühle zu haben. ist dann halt doll. Das ist da dann das, was da dann vielleicht doll mit rein knallt. ja, so,

Tobi: Hm?

Maria: ne? So bisschen zu uns. Und ich... Ach so, wolltest du noch was sagen? Entschuldigung.

Tobi: Nö. Und du? Genau, ich wäre jetzt auch zu dir rüber.

Maria: Ich bin gottlos eifersüchtig. Fick

Tobi: Gottlos!

Maria: mich ins Gesicht bin ich. Also ich bin ja alles gottlos. Ich bin ja dann auch gottlos wütend und bei Gott bin ich Liebe und vieles sehr intensiv und auch in dem Moment und für mich ging es ja viel darum in mir Räume zu schaffen. Also zum Beispiel jetzt gerade ganz aktuell habe ich so die verrückte Erkenntnis. Habe ich auch Tobi genauso erzählt und war so, er ist ja verrückt. Man kann ja Gefühle für sich behalten. Also man kann ja einfach... Ja, das ist für mich noch ein verrücktes...

Tobi: Da muss ich genauso lachen. Da muss ich genauso beim ersten Mal lachen wie jetzt auch. Die Idee.

Maria: Also es ist für mich, ja ich kann mir vorstellen, dass Menschen gibt, die das hören und sich denken, schade bist du dumm? Ja, bin ich ganz oft, hallo. Und ach so, ja ich kenne das natürlich, also das klingt immer so dämlich, natürlich weiß ich, Intro extra und so und ja, ja, ja, aber auch eine extrovertierte Person kann das irgendwie und mit diesem Impulsding, das ist für mich halt wirklich doll, wenn Gefühle mich fluten, ist es so boom. durchaus mal je nachdem wie doll und wie gut kenne ich diese Gefühle und so. Und gerade habe ich relativ oft den Moment mit mir, dass ich halt sage, nee ich halte jetzt mal Maul und halte es für mich irgendwie so und prozessiere das in mir oder nehme das dann bitte meine Meditation für den nächsten Morgen und dann reichen auch 30 Minuten, ich fast egal mit welchem Gefühl, also da ich da reingehe, dass ich halt mit Tiefer Liebe wieder rauskomme. Und das ist gerade ganz spannend, dass da irgendwas in mir passiert und ich bin so, ja fuck, ich wünsche, ich könnte es jetzt Schritt für Schritt irgendwie beschreiben und verkaufen, weil ich glaube, könnte, also ich wäre halt reich, ne, so fühle mich gerade sehr, sehr beschenkt damit. Aber ja, also Eifersucht auf jeden Fall ein Thema, wie gesagt, ich bin kurz eingestiegen mit dem Gedanken, dass ich halt meinte, boah, ich nehme mich halt selbst auch ziemlich wichtig. Und das liegt glaube ich daran, dass ich das sehr lange in meinem Leben das Gefühl hatte, dass niemand mich wichtig findet. Also mein Aufwachsen war ja sehr geprägt von emotionaler Vernachlässigung, einfach weil auch Kind mit vielen Bedürfnissen und diversen Bedürfnissen und so und Mutter selbstständig gerade gegründet, Vater außer Haus, viel gearbeitet und so. Ja, auch einfach generationales Trauma, transgenerationales Trauma und so. werde gar nicht sagen, ich hatte ein beschissenes Elternhaus, weil ich hatte einfach fucking Musikschulunterricht und Instrumente für 10.000 Euro und so. bin sehr privilegiert aufgewachsen, aber halt so ein bisschen emotional halt. nicht so gut. Und da habe ich halt irgendwann im Verlauf meines Lebens für mich selber beschlossen, dass ich mich wichtig nehme. Habe daraus aber ja auch viele Mauern gebaut und naja. Und ich würde jetzt mal über mich die Geschichte sagen, dass ich ja auch nicht ohne Grund einen Praising King habe und dass das schon für mich sehr, wichtig ist, in Lob und Anerkennung zu schwimmen. Und Ich weiß jetzt nicht, wir hatten das jetzt schon länger irgendwie nicht mit der Eifersucht, denke ich. Also nicht, dass ich klar fühlen konnte, so ich bin jetzt eifersüchtig. Ich will das, was du woanders hin trägst, für mich haben, glaube ich. Kannst du mich korrigieren, wenn dir schneller was einfällt? Sondern ich bin halt eher in den Kleidern unterwegs, ne?

Tobi: Mhm.

Maria: Dass ich halt wahrnehme, ich fühle mich vernachlässigt oder ich hab das Gefühl, auf mir ist keine Priorität oder ich hab das Gefühl, meine Besonderheit wird nicht genug gewertschätzt oder... Ja, also so was hab ich halt eher doll. Und auch mal regelmäßig so. Als dass ich jetzt, das sage ich ja auch ganz klar zu dir, also ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Beziehung am besten läuft, wir uns möglichst wenig sehen. du ganz viele, genau,

Tobi: Außer für Projekte.

Maria Schalo: Achtung, Achtung! Es folgt Werbung.

Tobi: Maria, kurze Frage. Können die Leute dich eigentlich auch buchen, wenn sie nicht über Beziehungen reden wollen, sondern über Geld?

Maria: Ja, bitte sogar. Gerade wenn ihr alte Riester-Verträge habt, Wohn-Riester, Riester-Bauspare, Riester-Versicherung, holt diesen Ordner bitte einmal raus.

Tobi: weil ab 2027 das Altersvorsorge Depot kommt.

Maria: Genau. Die private Altersvorsorge wird neu aufgestellt und bestehende Riester-Verträge sollten jetzt geprüft werden. Verhalten, umstellen, später wechseln oder einfach verstehen, was da überhaupt liegt.

Tobi: Und das erste Gespräch bei dir ist kostenlos und unverbindlich, richtig?

Maria: Ja, kein Druck, kein Finanzsprechtheater. Ihr kennt mich aus dem Podcast. Wenn ihr euch hier mit eurer Lebensform gesehen fühlt, dürft ihr euch auch mit euren Finanzen zeigen.

Tobi: Und der Link dazu ist in den Show Notes.

Maria: Genau, kostenlose Erstberatung bei Schalo Hallo Buchen. Und bitte nicht einfach irgendwas kündigen, bevor wir drauf geguckt haben.

Maria Schalo: Ende der Werbung.

Maria: außer für die Arbeit. Und du ganz viele Erfahrungen sammelst und ich ganz viele Erfahrungen sammel und wir uns dann treffen und uns dann erzählen von, was ist mir wieder schönes passiert, was hatte ich oder nicht schönes oder was habe ich für Erfahrungen oder, ne? Also. Und dass wir dann bei Miteinander-Erfahrungen haben wir es schon richtig doll gemacht. Und

Tobi: Ja, das haben wir.

Maria: machen wir auch immer noch natürlich tolle, wunderschöne Erfahrungen. Und gleichzeitig, ich hab das zu Tobi neulich gesagt, hab ich das Gefühl, wir sind fertig, Staffel 1 ist durch. Staffel 1 war viel Orientierung, viel wir. Und für mich ist grad so Staffel 2. Und Staffel 2 ist irgendwie du und ich. Also so. Autonomie im Kern und wie funktioniert Autonomie und Verbindung und wie passt Verletzlichkeit da rein und so, das ist gerade mehr so unsere Überschrift. Was würdest du denn sagen, was Eifersucht tatsächlich über unsere Beziehung aussagt? ist das denn gut, Eifersucht zu empfinden? Was sagt Alligator über Eifersucht? Ist es was Schlechtes, Eifersucht zu empfinden? Wie würdest du Eifersucht generell bewerten als Mensch, der das ja auch gar nicht so groß kocht?

Tobi: Also, im Gefühlstagebuch meines Sohnes habe ich eins gelernt über Gefühle. Nämlich, Gefühle zeigen immer irgendwas an. Und du musst jetzt rausfinden, was denn eigentlich so ein Gefühl wie Eifersucht ... Und da sind wir jetzt nicht von den Kernemotionen, da machen wir die Fächer mal ein bisschen breiter auf. Da ist immer schön beschrieben, welche Gefühlsmonster es denn so gibt. So positive oder negativ konnotierte und so weiter. Und eigentlich wird dir aber beigebracht in diesem Kinderbuch, dass du ... Also dass dir jedes von diesen Gefühlen, da sind so, ich weiß nicht, da sind irgendwie so 28 Gefühle oder so drin. dass jedes davon dir bei etwas hilft. Das ist schon mal ein cooler Grundgedanke. Jedes von diesen Gefühlsmonstern hilft dir, irgendwas genau zu erkennen. Und ganz, ganz oft, egal, ob man die jetzt eher positiv oder eher negativ konnotieren würde, Gefühle, haben alle eins gleich. Sie zeigen dir die Wichtigkeit von irgendwas Bestimmtem an. Und bei der Eifersucht, da würde ich jetzt eben auch erst mal sagen, zeigt dir vielleicht, also kann man sich ja dann selber mal fragen, zeigt dir meine Eifersucht, zeigt mir meine Eifersucht gerade die Wichtigkeit meiner Partnerperson an? Oder ist meine Eifersucht hier eher ein Kleid von Angst und das ist eigentlich Weiß ich nicht, was da drin steckt. Also kann es mir eigentlich anzeigen, dass ich sehr doll Angst habe, allein zu sein, verlassen zu werden oder, Und wer sich schon ein bisschen mit sich beschäftigt hat, ja, so Thema Traumata und Bindungsstil, wo stehe ich eigentlich, kriegt man vermutlich beim Thema Eifersucht auch ganz, schnell eine Verbindung zu Dingen, die du schon über dich weißt. Also ich sag mal, habe ich jetzt wirklich ... Also ist es wirklich die Sache? Ist es vielleicht auch wie bei mir? Einfach ein bisschen ... ... eigentlich eher Neid? Ist es Eifersucht oder ist es Neid? Also ist es eigentlich blöd, dass ... meine Partnerperson irgendwie ihre Ressourcen ... irgendwo hinträgt und eifersüchtig, würde ich jetzt auch mal sagen, ... kann man ja auch darauf sein und wo man es noch gar nicht genau weiß. Also jetzt Arbeitskontext und so und ich kriege irgendwie ... ... nur so ... so peripher mit, ... dass meine Partner so mit der neuen Kollegin irgendwie immer mehr abhängt und die Pausen verbringt und so. Hm, weiß ich nicht. Dann ist ja vielleicht ein kleines Angstthema dahinter, aber eigentlich weiß ich es gar nicht.

Maria: Menschen sind ja auch eifersüchtig auf die Arbeit. Also es gibt ja nicht wenig Menschen, einfach Arbeit über Beziehung priorisieren. Und mehr Ressourcen in die Arbeit geben. Da muss nicht mal eine andere Person auf der Arbeit sein.

Tobi: Mhm.

Maria: Also es ist ja einfach wirklich so, deine Ressourcen gehen halt nicht zu mir. Und dann bin ich halt voll bei dir zu sagen, ey, Eifersucht ist halt erstmal einfach ein Anzeiger, so wie jedes Gefühl. Und ich wäre halt bei Wichtigkeit, würde ich nochmal die Frage stellen, ist es wirklich wie wichtig mir etwas ist, weil dann wären wir jetzt bei uns beiden, könnte ich ja dann sagen, dann bin ich dir wohl nicht sehr wichtig. Weil du

Tobi: Guck'n'on!

Maria: fühlst ja Eifersucht zu selten. Und ich glaube halt einfach, es ist wie bei allem, wie viel Macht gebe ich etwas über mich. Ich bin ja gerade sehr bei Epikus und den Stoizisten, Stoika, Stoizisten, ich weiß gar nicht, was denn da der richtigen Wort ist, weil du kannst doch ein Schlau sein, ohne gut im Grammatikus sein tun. Ich bin beweisen. Und nach nach spirituellem Awakening kam dann irgendwie so der Wunsch danach, dass meine Gefühle mich nicht mehr beherrschen. Das ist halt gerade mit ADHS und Impulskontrolle etwas, wenn man da so bisschen reingeschnuppert hat, was Dolles. Und ich glaube, das ist halt bei dir. Du bist halt so ein geborener Stoiker oder Erzogener, einfach weil wenig emotionale Resonanz im Elternhaus aufwachsen. sich einfach auch von den Gefühlen, die da dann so drin sind, beherrschen zu lassen. Und das ist halt...

Tobi: Und da dann direkt den Übergang gleichzunehmen in einen sehr stoischen Sport, nämlich Karate, mit einem

Maria: Ja.

Tobi: fernöstlichen philosophischen Touch bei allem, was du machst, war vielleicht auch sehr leicht für mich, dann aus meinem Trauma genau in diesen Sport und in diese Philosophien die gleich so anzunehmen und so weiter.

Maria: Ich liebe das so sehr, weil dadurch habe ich halt wirklich, also seit ich Energie angekommen bin, das auch annehmen zu können für mich. Kann ich einfach unheimlich viel von dir lernen, was das angeht. Ich möchte noch mehr, noch weniger in die Richtung, ich habe ja keine Angst vor Gefühlen. Ich werde halt von denen überrollt im Sinne des Handlings, aber nicht im Sinne des, ich finde es ja geil eigentlich.

Tobi: Ja,

Maria: Ich habe überhaupt keine Angst vor den Gefühlen, deswegen habe ich das Gefühl, ich bin ganz gut equipped. War es im Stoizismus ja einfach darum geht es sich nicht von den Gefühlen. Also dass wir Denkzeit schaffen und das ist ja, Maria wie schaffe ich es dann aber mich nicht von meiner Eifersucht überrollen zu lassen? Denkzeit. Also wir brauchen im Prinzip die Fähigkeit Raum zu schaffen zwischen dem Impuls, zwischen dem ersten Einstich der Eifersucht, Gefühls, eigentlich völlig egal welches Gefühl. Und der Reaktion darauf. Das

Tobi: Hmm.

Maria: sind oftmals wenige Millisekunden am Anfang. ganz oft Menschen, also gerade wenn die Ressourcen einfach auch sehr gering sind, man ist schon gestresst, gereizt irgendwie, ne? Und dann kommt noch was rein und dann schafft man es gefühlt gar nicht. Also ich kann mich ganz oft oder konnte mich im Nachhinein ganz oft beobachten, dabei wie ich mich verhalte, wie ich mich nicht verhalten möchte. Aber es ging halt nicht anders. Und diese Beobachtungsfähigkeit ist erstmal was ganz Wichtiges. Also kann ich, kann ich mich selbst noch sehen? Kann ich den Unterschied sehen zwischen mir, ich im Kern und dem Verhalten, ich gerade an den Tag lege und kann ich es schaffen, diesen Raum zu vergrößern zwischen ich neben Impuls war und ich muss jetzt gar nicht drauf, also ich muss einfach gar nicht reagieren. Es ist kein Muss zu reagieren, es ist kein Muss, dem zu folgen, sondern es ist eine Einladung auf Observation, auf gucken, okay, was passiert denn da in mir und was finde ich denn da jetzt gerade wichtig und wem und was gebe ich dann gerade Bedeutung eigentlich hier im Verhalten einer anderen Person, weil einfach

Tobi: Hmm. Ja.

Maria: so geht der geht ja so weit, dass Menschen ihrem männlichen Partner verbieten, zu einer weiblichen Physiotherapeutin zu gehen und so was. Wo es mich auch so bisschen interessieren würde, ich habe das Gefühl, in unserem Beziehungskonstrukt ist Eifersucht schon so fast verboten. Nicht weil wir Gefühle verbieten, aber weil... Also keine Ahnung, würdest du dich dran halten, wenn ich sagen würde, also zu einer weiblichen Physiotherapeutin möchte ich nicht, dass du gehst?

Tobi: Ne, ich würde wahrscheinlich mir einfach eine Physiotherapie aussuchen, die mir nützt. Und wenn ich, sobald ich weiß, dass es eine weibliche Physiotherapeutin ist, die mir sagen, du, ich muss dir was sagen, es könnte jetzt schwer für dich sein. Nee, ich mag das geht ja auch. Das fühlt sich nicht mal für diesen einen Grund so doof an, da ist direkt irgendwie so der Verteidigungstrupp meiner Autonomie in mir geht da sofort an. Wenn es

Maria: Mmh.

Tobi: hier schon anfängt, wo soll das noch enden? So ist das dann in mir verknüpft. Wenn ich sowas gegenüberstehe, stehen würde, tue ich ja nicht in Beziehung mit dir. ... Ja, würde ich nicht so toll finden. Bei dir?

Maria: Und

Tobi: stell dir mal vor, ich wäre jetzt ein bisschen eifersüchtiger ... und würde alle Nase lang irgendwie immer mal wieder ... ... Mittel bis große Ansprüche daran haben, ... wo du dann so dich und deine Ressourcen hinträgst und wo nicht.

Maria: Ja, ist ja das Verrückte. Ich liebe das ja in dir mit am meisten, dass du mich halt im Ruhe lässt mit deinem Scheiß. Und wünsche mir gleichzeitig

Tobi: Hahaha

Maria: ja von dir mehr emotionale Offenheit an den Themen, die mir halt wichtig sind. Und deswegen, also mit einem eifersüchtigen Partner könnte ich überhaupt nicht. Null. Null. Also Eifersucht im Sinne von Überreut und Ansprüche daraus. Also Eifersucht ist ja erstmal... Nee, ist ja falsch. Mit einem eifersüchtigen Partner kann ich total, du darfst ja jedes Gefühl haben, mit einem Partner, der daraus halt Eifersucht als Liebesbeweis liest oder als eine absolut romantische Idee oder als gesund in Beziehungen oder... Ja, nee. Mir wäre schon wichtig, dass die gleiche Sprache sprechen, dass Eifersucht vieles anzeigen kann. Verlust, Angst, Vergleich, Ausschluss, Status, Kontrollverlust. Einen echten Mangel. Ich sag auch ganz oft, Eifersucht ist manchmal wie Hunger oder Pippi Kalt. Was fehlt mir denn gerade bei uns? Wie dir halt gefehlt hat,

Tobi: Danke schön.

Maria: dass wir nach irgendwie über zwei Wochen, und man muss jetzt sagen, in den zwei Wochen, wir haben null Telefonate geführt. Wir haben ... wirklich fünf WhatsApp ausgetauscht in den zwei Wochen. Also wir testen gerade sehr die Grenzen unserer Autonomie und wie weit können wir unseren Verbindungsfaden dehnen, sozusagen ohne dass er reißt und so und gehen dann danach in Austausch irgendwie immer mehr oder weniger bewusst. Also es passieren halt Dinge und dann wird halt im Nachhinein darüber ausgetauscht und repariert und in so einer Phase ist das dann natürlich auch irgendwie klar und

Tobi: Du hast gerade schon eine wichtige Sache genannt.

Maria: Eine nur? finde eigentlich immer im Zuge dessen, dass ich mich ja selbst auch so wichtig finde, nämlich... Danke! Sauber!

Tobi: Ganz toll hast du ganz viele wichtige Sachen genannt. Ja, genau. Aber ich bin ja ein struktureller Mensch und ich denke jetzt gerade schon wieder an unsere Zuhörerschaft. Was nehme ich mir denn heute hier eigentlich schon mit? Und ich glaube, ein paar von den wichtigen Sachen, wir mal, wo ich jetzt einfach möchte, dass wir uns darauf festlegen. Wenn wir ... Wenn wir, wir sind ja hier, wir haben ja einen unfairen Vorteil, ... ... also wir haben sowieso schon einen unfairen Vorteil, ... weil wir sind einfach mit sehr vielen Leuten in Verbindung ... und reden und sind auch, ... lassen auch viel Nähe zu und da ... ... haben wir ein ganz gutes Bild, glaube ich. Außerdem haben wir ziemlich viel Erfahrung durch ... ... die Polyamorie, ... der Eifersucht mal begegnen zu können. Weil es sind ja einfach nicht nur wir beide. Also wir können ja auch mal gucken, wie geht es mir mit anderen, bin ich da eifersüchtig? Ist es irgendwie in meiner Nesting-Partnerschaft doch irgendwie

Maria: Mhm. Ja.

Tobi: doller? Und dann kriege ich auch noch von möglicherweise, also es hat das Potential, dass wir von verschiedenen Leuten die Kleidchen der Eifersucht auch vorgesetzt bekommen und vielleicht deswegen wissen, was ist Eifersucht eigentlich? Wir haben da irgendwie ein bisschen das Potential, da ein bisschen gut im Thema zu sein. Und ... Kernpunkte ... ... eine hast du gerade ganz wichtig genannt, die würde ich gern festhalten und zwar ... ... das Gefühl ... ist erstmal nur ein Gefühl ... und keine Handlungsanweisung an sich. Also im Umgang damit ... ... Eifersucht ist überhaupt nicht verboten und da reden wir jetzt nicht mal ... über Polyamorie, offene Beziehung, ... Monogamie, völlig egal. Ist erstmal nur ein Gefühl ... ... dass ... sollte irgendwie gefühlt werden. Jetzt haben wir von Maria irgendwie schon mal ... ... also von mir auch eigentlich, war das ja auch mein Eingangspunkt. Es fühlt sich so an, als würde ich das so ähnlich machen. Wir brauchen irgendwie bisschen Raum zwischen Impuls ... ... wenn wir eifersüchtig sind ... ... und Reaktion, wenn wir dann überhaupt noch Reaktion brauchen ... ... von uns. Und würdest du da erstmal mitgehen? Also ... Eifersucht ist ein Gefühl und erstmal alleinstehend keine Handlungsanweisung.

Maria: Prozent.

Tobi: 100 Prozent. Genau. Eine Handlungsanweisung oder ein Wunsch kann natürlich folgen. Wir sind wieder bei magischer Kommunikation. Hört noch mal die letzte Folge. Also du kannst natürlich mitteilen, wie es dir geht. Und wenn es Eifersucht ist, dann kann das natürlich übergehen in eine, in ein Mitteilen dieses Gefühls und in ein Warum kommt es in mir auf? Und sogar in einen Wunsch bzw. eine Bitte und dann eben auch in die Verhandlung mit dem, dem, also mit der Person, an die die Bitte geht. Das kann natürlich sein, aber das Gefühl an sich zu äußern oder dass diese Eifersucht da ist, ist ... nichts, woraus irgendetwas folgen soll oder muss, ... wenn es so alleine steht. Und der Gedanke, der ist, glaube ich, für uns alle ... ziemlich wichtig, weil an der Stelle ... ist es auf jeden also wenn ich das so denke, ... dann fühlt sich das für mich direkt weniger verboten an.

Maria: Ich hätte was, wo ich finde, sollte folgen und muss sogar folgen.

Tobi: ja, okay. Das sollte bei dir folgen.

Maria: Die Selbstauseinandersetzung.

Tobi: Richtig, genau.

Maria: Für mich ist immer jedes Gefühl oder auch das Bedürfnis, ein Gefühl wegzudrücken oder eine ganze Person. Ich glaube, jeder von uns kennt das. haben ja alle so Red-Flag-Personen vielleicht in unserem Leben, denen wir uns mehr oder weniger halt entziehen können oder nicht. Das ist ja eine große Einladung, sich selbst da kennenzulernen. Einfach egal, also braucht

Tobi: Mmh.

Maria: man jetzt die Person auch im Kontakt nicht wirklich für, aber ... Warum werde ich da angespannt? Wo nehme ich das wahr im Körper? An welche Geschichte erinnert mich das? Will ich mir diese Geschichte weiter erzählen? Ist das meine Realität? Muss ich mich daran festhalten? Für mich ist es dann immer viel...

Tobi: Mmh.

Maria: Deswegen muss ich jeden Morgen meditieren, weil das ist irgendwie alles immer da und sehr präsent und so. Da einfach gerade viele Einladungen zu haben auf Spiegelung.

Tobi: Hm?

Maria: Rückspiegelung auf mich. Und deswegen würde ich sagen, fast egal welchem Gefühl, also ich hatte neulich auch wieder verliebt sein und so als Gefühl und dann bin ich da mal reingegangen und hab eigentlich unfassbar viel Tolles über mich herausgefunden. Also toll im Sinne von interessant, nicht mal nur toll, sondern also wirklich teilweise auch Dinge, wo ich sag ach fuck, also nicht toll, aber toll, dass ich es jetzt irgendwie weiß.

Tobi: Genau, also das finde ich auch, da gehe ich komplett mit dir. Also wir sollten das einfach als Anzeiger weiter für uns sehen. Aber die Handlungsanweisung, also eine schnelle, unüberlegte Handlungsanweisung an den anderen führt irgendwie dazu, dass Eifersucht halt immer wieder so ein bisschen dieses ... Ja, dieses Tabu-Ding, irgendwie ein verbotenes Gefühl. So fühlt sich's irgendwie an. Und kann's gleich, doch, sich gemeldet, Sehr gut, danke. Dann lass mich nur kurz den einen Punkt zu Ende machen. Ich bin halt einfach nur der Meinung, dass es vielleicht sinnvoller wäre ... ... eine Sache zu genannten, nämlich einmal bei dir bleiben ... und selber damit umgehen. Mach ich das nicht. Muss ich halt vielleicht einfach nur wissen ... ... und das weißt du jetzt, weil du es hier gehört hast ... ... dass du danach einfach nur vielleicht ... mit dir und vor allem mit deiner Partnerperson ... direkt in das Angstmanagement gehst. So, viel sinnvoller wäre doch aber, ... schneller auf den Punkt zu kommen ... und mal wieder Bedürfnisse auszutauschen. Und wenn ich das nämlich schaffe, ... ... also würde ich jetzt mal so einen Raum schmeißen, ... wenn ich das schaffe, meine Bedürfnisse ... ... tatsächlich zu transportieren, ... also erst mal selber zu wissen, welche das sind und die dann auch noch zu transportieren, ... ... dann brauchen wir, glaube ich, ... dann brauchen wir einfach auch dieses Angstmanagement nicht. Von wegen, ich bin eifersüchtig, lass das. Ja, ist doch irgendwie doof. Also, ich hasse ja auch ... Ich finde immer ein bisschen blöd, da hatte ich zu viele Leute in meinem Leben bisher, die mir ganz oft erzählen wollten, wie irgendwas nicht geht. Und ich wusste aber nie, wie verdammt soll ich mich denn dir gegenüber jetzt verhalten.

Maria: wollen wir mal einen Test machen, wollen wir mal ein Live. Ich sag dir, du sagst mir, ich war eifersüchtig, wie man das so machen kann.

Tobi: Wer ist denn jetzt eifersüchtig?

Maria: Ich bin natürlich eifersüchtig.

Tobi: Okay, okay.

Maria: Vielleicht unauthentisch zu sagen, aber könnte man ja auch machen. Weil Punkt Nummer eins wäre, gerade wenn du zu intensiven Gefühlen neigst, also Menschen, die zu intensiven Gefühlen neigen, haben ganz oft aus der Kindheit noch den Wunsch, ich möchte, dass du mein Gefühl löst. Bei Mami und Papi waren nicht

Tobi: Mmh.

Maria: dazu in der Lage und dieser Wunsch ist ganz oft noch da, weil ich will ja unbedingt, Gefühl haben, angenommen zu sein. Ich nehme mich aber selber nicht an, sondern lagere dieses Angenommenwerden aus an meine Partnerperson dann zum Beispiel. Das heißt Punkt Nummer eins ist wirklich akzeptieren wollen, Ownership hinzukriegen. Es sind meine Gefühle. Ich bin heute erwachsen. Ich will das

Tobi: Mmh.

Maria: für mich halten, damit ich eine sichere Beziehungserfahrung für dich sicherstellen kann. Das war was, das musste ich auch doll loslassen, diesen krass, dieses schreiende Ding in mir, was irgendwie gesagt hat, ja, aber wenn er das jetzt schaffen würde, meine Gefühle zu halten, dann kann ich mir sicher sein mit dir, dann bist du der Mensch für mich so. Und da muss ich mir aber meinen Menschen angucken. Der führt Gefühle nicht im Moment, wenn sie bei ihm aufkommen. Was zum Fick soll der mit meinen Gefühlen in dem Moment, wenn er ja noch weniger vorbereitet ist, darauf geht einfach nicht. Das heißt, das Erste, was ich wirklich innerlich an Arbeit machen musste, war ablegen dieses Bedürfnis von, ich will so sehr gesehen sein und ich will irgendwie Kindheitswunden mit dir heilen und so und das erstmal auch zu raffen, dass das so ist. Und dann Schnauze halten. Also

Tobi: Hmm.

Maria: in dem Moment, wo Gefühle hochkommen, zu lernen, nee das ist jetzt also sehr wahrscheinlich zwischen Tür und Angel und spontan, ich habe Menschen in meinem Leben, die können spontan Gefühle. Ich bin selber so ein Mensch, obviously. Ich kann spontan Gefühle geben und halten. Und mit denen kann ich das auch machen. Dann kann ich zum Beispiel meine Freundin anrufen und denen halt spontan Gefühle die Ohren schleudern. Und dann gibt's mit meinem Partner Momente, wo ich das kann. Diese

Tobi: Mmh.

Maria: Momente sind aber auch klein und kurz und je später der Tag ist, desto kürzer und kleiner werden die. So würde ich es jetzt mal erstmal mitnehmen. Und da würde ich euch empfehlen, euch anzugucken, mit wem seid ihr denn zusammen. Seid ihr mit einer Maria zusammen, die du gefühlt auch noch beim Schlafengehen irgendwie fobben kannst und die gar kein Problem hat damit außer... weniger Schlaf, jetzt kurz zum Schlafengehen noch anderthalb Stunden zu streiten und dann auch perfekt einschlafen kann, kein Ding. Oder habt ihr halt einen Tobi, der das alles nicht kann und nicht möchte und...

Tobi: der schon alleine davon getroffen ist, dass die Regel, die daraus entstanden ist, dass wir nach 20 Uhr keine emotionalen Gespräche mehr bitte führen, dass dann auf einmal wieder losgeht.

Maria: Ja, ja, ja. Wir haben so eine Regel. Wir haben so eine Regel. Deswegen, wenn ich jetzt 22 Uhr mit einem Thema kommen würde, würde er ja schon alleine aus der Regel heraus sagen, so, was ist mit dir? So, das heißt, wir suchen uns, wir suchen uns also einen Raum, wo es passt. Und manchmal kann das total, manche Menschen macht es verrückt, wenn wir sagen, hey, ich würde gern mal mit dir reden. Da kann man dann dazu sagen, hey, ich hatte heute ein Gefühl und würde dir darf oder ich hatte die Tage ein Gefühl, da würde ich dir irgendwie gerne von erzählen wollen, was ich damit gemacht habe und wie ich damit gerne umgehen würde zwischen uns. Wann hast du Zeit, dass wir darüber reden können? Oder ihr kennt eure Partnerpersonen, ihr habt Räume, ihr beim Frühstück, beim gemeinsamen Mittag, wo man das ansprechen kann. So wäre wahrscheinlich mein Umgang damit jetzt auch zukünftig. Oder ich würde gerne so umgehen wollen mit dir und das ist auch fast worauf du mich outcallen kannst, wenn ich das nicht hinkriege. Und dann wäre es wahrscheinlich genau...

Tobi: Mir fällt gerade ... ... kommt mir gerade nur so in den Kopf, mir fällt gerade ... so eins der Tools ... ... aus Multi-Amory ein. Dass du für solche, also dass es total ... sinnvoll ist für solche ... ... Gespräche ... mit Personen, wo du das öfter hast, also Partnerpersonen ja auf jeden Fall, im besten Fall, ... ... dass du für sowas Abkürzungen nimmst und Codes einbaust. glaube, das Beispiel damals war irgendwie so was wie ... ... ich habe ein weiches Thema. Ganz kurzer Satz, so dass der andere, ... das muss natürlich verabredet sein, ... du sofort weißt, ... hier ist gerade besondere Präsenz und Aufmerksamkeit wichtig, weil es folgt Verletzlichkeit. Es folgt ein aufregendes, ... also für die Person, die es anspricht, ... aufregendes Thema und die braucht mich hier gerade.

Maria: Das ist was, wozu ich heute eigentlich Content machen wollte auf Social Media, aber ich hab's noch nicht geschafft. Ich trage Verantwortung für meine Beziehungserfahrung mit dir. Wenn ich dich konzentriert brauche, muss ich dir das sagen. Wenn ich dich weich brauche, muss ich dir das sagen. Du trägst dann Verantwortung dafür, mir zu sagen, du ich kann grad nicht weich sein, ich bin gerade mitten in Orga-Aufgaben. Keine Chance, ich kann nicht spontan

Tobi: Ja.

Maria: weg sein. Weil ich trage Verantwortung, diese Nummer, dass wir zu Menschen hingehen und hoffen, dass sie wie Mami und Papi immer direkt die richtige... Nicht mal Mutti Papi hatten das richtige Verhalten für uns am Start. Das ist was, viel Verletzung macht in Beziehungen. Das ist

Tobi: Genau.

Maria: wir selber, ja, toll. Ja. Und dann würde ich in diesem Raum dann halt wahrscheinlich auch genauso einsteigen. Ich hab Eifersucht gefühlt. Bei mir ist es ja nicht. Ich hab Eifersucht gefühlt und dann hat mir mein Kopf daraus Geschichten erzählt. Zum Beispiel die Geschichte, dass ... Ja, dass du mich vielleicht gar nicht so toll finden könntest.

Tobi: In welcher Situation hast du das denn gefühlt?

Maria: Genau, sehr wahrscheinlich kann der Partner da neugierig sein. Okay, wie kommst du darauf? Was ist da passiert? Was war da los? Naja, wir waren ja Essen neulich mit Steffen und Manu und ich hab dich glaube ich ewig nicht mehr so krass über Menschen loben hören. Irgendwie, du hast ja da von diesem Trip erzählt mit Steffen und so und wie der da alles organisiert und irgendwie hat es mich total getroffen, weil ich dann gemerkt habe, dass weiß nicht, wann du mich das letzte Mal überhaupt mal gelobt hättest für irgendwas. Dann habe ich gemerkt, ist irgendwie mein Kopf total mit mir durchgebrannt und irgendwie... Ich weiß gar nicht, ich habe gar keine konkrete Frage, aber vielleicht kannst du mir was dazu sagen. Fällt dir das auch auf? du irgendwie unsufrieden mit meiner Performance im Zusammenleben? Oder ist das einfach... Wie stehst du zum Loben? Vielleicht können wir da mal reingehen.

Tobi: Da würde ich jetzt in Klammern, da würde ich jetzt irgendwie denken, wow, jetzt hat sie sich hier aber verletzlich gemacht, hat ihr Gefühl gesagt. Als Erste, was doch nett wäre, wäre doch erst mal das Gefühl zu validieren. Erst mal zu sagen, boah, das muss ich ja, mein Schatz, das muss ich ja ganz schön groß anfühlen und muss dir vielleicht auch ein bisschen Angst machen. Und auf jeden Fall möchte ich da mit dir drüber reden und auf jeden Fall möchte ich dir bisschen was dazu erzählen. Nämlich... Ja.

Maria: Klammer auf, wenn ihr eine Partnerin habt, also was jetzt noch so Premium-Sternchen-B-Note geben würde in meiner Welt,

Tobi: Hm.

Maria: wenn ihr eine Partnerin habt wie mich, für die das krass ist, dass sie nicht an dem Abend schon an dem Tisch rumgefickt hat. Ach Steffen,

Tobi: Ja, okay.

Maria: kannst du? ja, nee klar. Weißt du, wann ich letzte Lob von dir gehört habe? 1904. Dann wäre es natürlich, könnte es eine Möglichkeit sein, auch erstmal vielleicht noch mal kurz darauf einzugehen und zu loben und zu sagen, Alter. Präsentation auf jeden Fall. Das hat ja dann schon eine Weile in dir gerödelt. Klammer zu. Jetzt du.

Tobi: Klammer zu. Okay, werde ich mir merken. Praising King halt. Und jetzt möchte ich dir auf jeden Fall was dazu erzählen. Weißt du noch, jetzt habe ich wieder Maria vor mir, Weißt du noch die und die Situation? Weißt du noch die und die ... Situation, als ich dir ... ... als ich das bei dir krass fand? Das war unmittelbar vorher. Weißt du noch ... ... das und das, was du gemacht hast? Das finde ich unfassbar stark. Alleine jetzt gerade ... ... kann ich dir direkten Lob dalassen. Weil ich das unfassbar stark finde, dass du ... ... das alleine prozessualisiert hast und jetzt auch noch ... den Mut findest, damit zu mir zu kommen. zu der Geschichte von davor. Das war ja gerade erst ein Trip, den ich gerade mit dem Steffen hatte. Und weil das noch so präsent für mich und was Besonderes war, wollte ich das einfach noch bisschen mit in den Arm nehmen. Für mich war das ein reines Energiethema.

Maria: Okay, danke. Viel mehr passiert ja nicht. Es sei denn, wir glauben diesen Stimmen. Diesen Stimmen, erzählen, boah krass, ich merke mich lobt der nie. ja, dann hat das auf... also eins zu eins kann ich jetzt sagen, der liebt mich nicht. Das ist halt auch immer, welche Stimmen, welche Wunden tragen wir in uns? Hast du die Wunde nicht geliebt, nicht genug geliebt zu werden, wirst du bei den Menschen dich herum auch immer darauf achten. Das ist genau das, was du dann mitnimmst. Die Leute, die schwanger werden wollen, einmal sehen die überall schwangere Bäuche. Oder du hast dir jetzt ein grünes Auto gekauft und auf einmal siehst du überall dieses grüne Auto.

Tobi: Mmh.

Maria: Wie wir in die Welt sehen, ist was wir in der Welt sehen. Und das ist eben genauso auch in unseren Beziehungen. Und das kann sehr unterschwellig laufen und dass wir es gar nicht so richtig mitkriegen, weil es ist ja eine Programmierung. Und ich habe zum Beispiel diese Programmierung. Ich habe auf jeden Fall die Programmierung, liebst mich nicht. Das habe ich sehr gespürt in meinem Heranwachsen, ein sehr tiefes Gefühl von, also Liebe ist das nicht hier. Und das ist was, wonach ich meine Beziehung, wenn ich nicht darauf achte, still und heimlich, ganz klar abscane.

Tobi: Hmm.

Maria: Und natürlich auch immer Beweise dafür finden kann, weil wer es denn auf der Welt, mir permanent zu signalisieren, dass er mich liebt, kann ich nicht ich selbst abbeben. Also wird da natürlich ganz viel... Program auflaufen. Ja, also kann man einfach so halten, sie sofort wegzuregulieren? Auf jeden Fall. Wie macht man das? Healing Journey. Lern deine Trigger kennen. Ja, lern

Tobi: So machst du's.

Maria: deine Trigger kennen. Umgib dich mit Leuten, die möglichst sicher gebunden sind und vielleicht einen Coach oder einen Therapeut. Mach eine spirituelle Reise. Öffne dein drittes Auge. Keine Ahnung, was dich anspricht, irgendwie ein bisschen Impulskontrolle zu lernen. Vielleicht muss es auch medikamentös behandelt werden. Ich habe ja halt einfach kein sauschlimmes ADHS. Ich kam ja auch diagnostiziert durch die Schule und so. Aber je nachdem wie es ist, so. dann wollte ich nämlich, als ich mich vorhin gemeldet habe, nur sagen, und manchmal können wir Gefühle einfach fühlen. Es ist einfach da.

Tobi: In dem Moment

Maria: Es ist einfach da. Es ist einfach da. Du kannst Raum aufmachen, kannst das Gefühl... Kann sie fühlen. Kann sie dein Leben weiterleben. Es muss dich nicht übernehmen. Es muss nicht eine tiefe Bedeutung haben. Du musst es nicht als nächsten Coachingansatz. Manchmal kann sie einfach unter der Dusche heulen. Fertig. Musst dich danach nicht fragen, was hat das an deine Kindheit erinnert und wo sind deine Bedürfnisse und so. Manchmal kann sie einfach dumm aufs Bett einschlagen. Kann sie machen. Manchmal kann sie einfach bilaterale Übungen vom Spiegel machen. Kann sie einfach machen. Und dann muss man da nicht noch drei Stunden und dazu meditieren und journaling und so. Muss man einfach nicht machen. So kannst du manchmal auch einfach Gefühle fühlen. So fertig. Gefühle sind da. Fertig.

Tobi: Ja, da gibt es auf jeden Fall einen reichhaltigen ... ... Fundus von Ansätzen. Ich glaube, da wird es dann auch sehr individuell. Und vor allem probiere ich einfach Sachen aus. Ein richtig gruter Punkt ist auf jeden Fall, ... diesen Raum mal zu schaffen, ... den du vorhin genannt hast. Also das resoniert jedenfalls in mir auch doll, ... ... weil es ja nichts anderes ist als das, was ich vorhin ... ... in meinem Umgang mit ... Eifersucht genauso erzählt habe. ich fühle das. Das kenne ich jetzt aber schon. Also ich kenne das schon. Jedenfalls bei der Eifersucht, bei einigen anderen Gefühlen und Emotionen noch nicht so. Da bin ich dann manchmal eher überrollt oder überrascht. Aber beim Thema Eifersucht ... ... kenne ich das schon und weiß auch schon, dass mir der und der Weg einfach hilft. Bei anderen Gefühlen bräuchte ich wahrscheinlich genauso noch mal ein bisschen Übung darin. Kurz mal ... Raum zwischen dem Impuls, der mit dem Gefühl einhergeht. und meine Reaktion zu schaffen, aber bei der Eifersucht ... ... ist das für mich jedenfalls, ist das so Gang und Gebe. Weil ganz oft hilft mir ... ... dann meine Gedanken zu steuern. Nämlich ganz aktiv, wenn ich dieses Gefühl wahrnehme. Und da bin ich dann relativ ... Also ich überzeug mich in mir relativ schnell, ... dass ich ... Also was hab ich denn grad eigentlich bei mir? Achso, das wollte ich vorhin eben auch noch sagen. Zum Thema, was passiert denn da so in mir? Nämlich hatte ich vorhin noch so den Gedanken, ... Eifersucht ist ja ... ... immer irgendwie etwas, ... ... was ein bisschen schwer zuzuteilen ist von ... es gibt ja, ... wie wir aus der Paartherapie wissen, ... dich, mich ... ... und unsere Beziehung. Wenn du jetzt ... gerade ... irgendwie deine Ressourcen woanders hinträgst, ... also ein Trigger für Eifersucht ist potenziell gesetzt. Dann, wo, auf welcher Ebene passiert das? würdest du sagen.

Maria: dass ich meine Ressourcen woanders hin trage.

Tobi: Naja, genau, also dass du einfach Zeit mit jemand anderem verbringst und dir einen schönen Tag machst. Halt nicht mit mir.

Maria: Ich hänge so ein bisschen, was du gerade meinst. Also ich bin halt Liebe. Ich trage halt alles von mir woanders hin. Literally auch mich. Ich bin ja einfach zwei Wochen dann

Tobi: Ja, so.

Maria: irgendwo bei irgendwem. Und wenn es mir da gut

Tobi: Genau, genau,

Maria: gefällt und da jemanden kennenlerne, ich bei dem auch noch mal eine Woche. Also ich bin ja sehr... Ich habe mich halt selber im Zuge von... Ich dachte, man muss sich so verhalten krass zurückgenommen. In meiner ehrlichen und authentischen Autonomie. glaube, ich... tatsächlich auch ich bin autonomer als du, deswegen ist mein Leben auch viel freier gestaltet als deins. Du schon viel mehr Verpflichtung und Verbindung eingegangen als ich in deinem Leben. Und ich habe halt einfach nie gedacht, ich, dass ich das so leben könnte und ich werde trotzdem tief in Verbindung sein. Also es ist ja auch da wo ich bin, bin ich ja tief in Verbindung. Jedenfalls, wenn du mich fragst, auf welchen Ebenen bin ich woanders? Ja, auf allen.

Tobi: Ja, genau. Ich wollte mit meiner Logik gerade irgendwie eher dahin, dass ich mir immer sage, du, das da drüben, hat, also was Maria gerade macht, das hat eigentlich vielleicht Perifere, einfach weil es ja alles zusammenhängt, du, ich und unsere Beziehung. Aber das passiert alles auf Marias Seite. Das macht irgendwie gerade dieses eine Gefühl in mir, weil ich denke irgendwie, jetzt muss ich irgendwie bei mir mal gucken. weil ich irgendwie abgespeichert habe, ja trotzdem, und ich glaube da sind wir alle irgendwie ein bisschen gleich, dass das, was meine Partnerperson da gerade macht, das muss ja irgendwas mit unserer Beziehung zu tun haben.

Maria: Ja.

Tobi: Aber hat's nicht. Also nicht unmittelbar. Es gibt vielleicht, ja ich weiß, du willst was dagegen sagen, für mich ist das ganz logisch, dass das einen Effekt, das hat vielleicht einen Effekt auf unsere Beziehung. Aber es ist unbedingt aus einem Bedürfnis von dir, was du da machst. dann hilft mir das, also dieses Bild hilft mir halt ungemein, dann noch mal zu gucken, okay, wenn das aber wirklich so ist, ich muss mir ja selber die Beweisführung irgendwie geben, dann gucke ich doch kurz mal, was ist denn auf meiner Insel los und zack bin ich irgendwie wieder bei mir kann mich sehr, sehr viel besser über deine, über dein Tun freuen. Und freue mich, dass ich meine Insel gecheckt habe, dass du deine irgendwie schon klar hast, weil du ganz genau weißt, was du gerade möchtest in dem Moment und auch genau weißt, was dir gut tut. Und weil ich ganz genau weiß, jedenfalls bei uns beiden, wow, Beziehung von denen, was wir da machen, ist, wir treffen uns irgendwann, erzählen uns davon und feiern oder haben dann weitere Gefühle. Aber auf jeden Fall werden wir in Verbindung kommen dadurch.

Maria: Mmh.

Tobi: Das hilft mir jedenfalls sehr doll an Gedankenführung.

Maria: Mmh. Mmh.

Tobi: Und jetzt sag, warum das falsch ist. Ja. Ja.

Maria: Also auf gar keinen Fall falsch. Das ist genau die richtige Herangehensweise. Und ich möchte Perspektive aufmachen und Kontext. Weil warum

Tobi: Mhm.

Maria: ist dir das mit mir so leicht gefallen? Weil ich eine verfickte Rückversichererin bin. Weil ich dir ellenlange Texte schreibe, wenn wir entfernt sind. Weil ich Dinge schon anspreche, bevor du sie ansprechen musst. Ich gebe dir mehr Sicherheit, als du brauchst. Du bist das mit mir nicht. Und

Tobi: Ja.

Maria: ich hatte einfach ganz oft, wenn du in deiner Insel warst, und das ist auch immer noch so, Ich kriege einfach null von dir. Null. Gar nichts. Überhaupt nichts. Und dazu, dass schon in unserer Beziehung mir auch teilweise Sachen gefehlt haben. Da haben wir krass durchgearbeitet und da kommt auch viel mehr bei mir an. Aber das Mindeste, was ich mal habe, wenn du bei dir bist, ist, dass du nicht bei mir bist. Und in einer Beziehung, in der du selbst, wenn wir beieinander waren, nicht wirklich bei mir warst, hat mich das komplett kaputt gemacht. Du kannst ja gern, wenn ich auf meiner Insel und du auf deiner Insel, dann ist jeder auf seiner Insel, ist ja super. Aber wie intensiv und haltgebend und war denn dann aber unsere Beziehungsinsel und da kann ich dir sagen, in weiten Teilen halt gar nicht, weil deine Kapazitäten nicht gestimmt haben, deine Ressourcen nicht gestimmt haben und dann auch noch die Angst davor war große Gefühle zu fühlen. Also woher sollte ich denn diese riesengroße Sicherheit nehmen? Und die habe ich mir geholt über viel Konflikt, über viel Druck auch in deine Richtung, dass du verficktes

Tobi: Ja.

Maria: Scheiß nochmal wachsen sollst und dass you did that. Großartig. Und wir sind mittlerweile wirklich an dem Punkt, dass ich sagen würde, ich finde es auch geil, dass ich mittlerweile auch mit dir diese große Sicherheit habe, weil du viel besser und authentischer sagen kannst, wer du bist, was du willst,

Tobi: Hmm.

Maria: was du an mir liebst. dass wir einfach auch mal drei, vier Tage wirklich gar nichts voneinander hören können.

Tobi: Ja, vielleicht auch in erster Linie besser hinkriege als vor zwei Jahren, vor drei Jahren vor allem. Oder noch weiter her. Also was denn überhaupt so in mir los ist.

Maria: du kriegst das besser hin als vor sechs Monaten. Also das ist nicht so lange her. Ja, hab ich auch. Hab ich auch

Tobi: Jaja, das auch. Ich habe ja auch den Anspruch, dass es in sechs Monaten noch besser ist.

Maria: und ich werde dich daran messen und ich werde dich auch feedbacken. das ist eben immer, wir dürfen halt Kontexte anschauen. Wir dürfen halt Kontexte

Tobi: Ja.

Maria: anschauen und wir dürfen halt die auch mit in die Bewertung ziehen und gleichzeitig, das kann ich heute sagen, Ich bin halt selber in den Verzicht gegangen, weil ich dachte, man macht das doch so und habe mich dann sehr gewundert, dass du nicht in den Verzicht gehst.

Tobi: Mmh.

Maria: Das war eine schöne Spiegelung und gerade ist es einfach ein toller Balanceakt. ja, ist halt Eifersucht ist nicht so ein wirklich großes Thema bei uns. Würde ich sagen. Und wenn dann ist es halt ein Symptom Thema.

Tobi: Schau nochmal, ich hätte nämlich noch so eine Frage an dich. Ich bin

Maria: Bitte.

Tobi: gespannt, ob dir direkt was einfällt. Aber du hast ja von Rückversicherung gerade gesprochen und so weiter. Und ich würde interessant finden, das nochmal auf unsere Ebene zu führen. Und deswegen die Frage. Also an welcher Stelle erwartest du von mir ... eigentlich noch Rücksicht, obwohl du ja ... ... gerade erst hier auch im Podcast sagst, dass ... ... jeder für seine Gefühle selbst verantwortlich ist.

Maria: Nee, ich habe gesagt, ich bin verantwortlich für die Beziehungserfahrung, die ich mit dir mache. Ich unterschreibe überhaupt nicht

Tobi: Hmm, ja.

Maria: die Aussage, ich bin verantwortlich für meine Gefühle. Ich bin verantwortlich für meine Gefühle, aber im Beziehungskontext bist du genauso verantwortlich für den Kontext, den du mich aussetzt, zum Beispiel. Mit

Tobi: Mhm.

Maria: Erwohnt und Anteilen, mit, ne, also du bringst einen Kontext mit, der für mich Beziehungen mit dir an der einen oder anderen Stelle schwieriger gestalten könnte. Und das ist zum Beispiel mein Grund. Ich habe mich auch gefragt, warum rückversichere ich eigentlich so krass? Weil ich weiß, ich bin doll. Also

Tobi: Hm?

Maria: ich mache schon von vornherein, versuche ich, die Sicherheit zu geben, weil ich tendenziell jemand sein könnte, wenn ich mich, ich gehe Samstag auf ein Date, ich freue mich richtig krass auf dieses Date, angenommen, geht dann sechs Wochen nach Australien. Tobi, ich bin sechs Wochen weg. Du weißt das. Ich weiß das auch. Und wenn man so eine Persönlichkeit hat, so eine Anteile hat, Dann und trotzdem aber Menschen möchte ich möchte ja, dass du weißt, dass du unaustauschbar für mich bist. Du bist mir unfassbar wichtig und ich möchte ich sein können und mich erleben können. Und ich möchte aber trotzdem, dass du und ich verbunden werden. Ich brauch dich nicht, dass du auf mich wartest. Du musst auch nicht zurückhalten und so. Aber ich möchte,

Tobi: Hm.

Maria: dass wir uns auf einer Ebene treffen können. Und da hab ich, glaube ich, dass so also und dann ich auch ein doller Charakter und ich bin ja intensiv und so. Ich habe einfach schon mal eine Methode gefunden, glaube ich. Menschen so ein bisschen auch darauf vorzubereiten, was sie so erwartet mit mir. So und deswegen rückversichere ich so doll. Aber jetzt back to question. Wie war die Frage nochmal? Habe ich die jetzt beantwortet oder?

Tobi: Wo erwartest du… also hast du… an welchen Stellen hast du eine Erwartungshaltung? ... an mich, dass ich Rücksicht auf dich nehme. Wir sind jetzt beim Thema Eifersucht. Dass ich noch mehr Rücksicht auf dich nehme. Ich sag mal, obwohl du ja jetzt schon ... da bist, dass du so Sachen wie Eifersucht ... ... in dir zu prozessualisieren. Das meine ich eigentlich damit ... für deine

Maria: Mhm.

Tobi: Gefühle erst mal selbst verantwortlich zu sein.

Maria: Ich kann dir sagen, was diese Frage in mir auslöst und dann kannst du entscheiden, ob das die Antwort ist, die du dir

Tobi: Mmh.

Maria: imagined hättest. Ich würde mir wünschen, dass du mich kennst und dass du weißt, dass bestimmte Kontexte für mich schwerer oder leichter sind. Zum

Tobi: Mhm.

Maria: Beispiel der Kontext, ich bin unterwegs und du bist unterwegs, ist für mich recht leicht. Weil ich hab meine Ablenkung, ich bin da tief verwoben und verflochten in meinen Beziehungskonstrukten. Cool. Der Kontext von, ich bin alleine zu Hause. Gerade hier in Potsdam, ich habe hier niemanden. Ich bemühe mich. Also

Tobi: Hm.

Maria: was heißt niemanden? Es gibt natürlich vereinzelt Menschen und so, aber niemanden. Ich habe ja am liebsten den ganzen Tag jemanden auf meinem Gesicht sitzen. Das ist ja mein, wenn ich irgendwo bin, bin ich da sehr intensiv. So, da brauche ich auch mal Phasen für mich oder woanders, aber so. Und dass du einfach weißt, dass für mich zu Hause sein alleine ein anderer Kontext ist und dass es für mich Dinge schwerer

Tobi: Hmm.

Maria: macht. die Stille gut zu halten, weil die stiller es ist, desto mehr ist auch gleichzeitig da und ich muss mehr prozessualisieren, aber ich muss ja auch wieder auch funktionieren und so ist gerade so ein Gedanke. Das heißt, ich bräuchte jetzt weniger als wir jetzt zum Beispiel in Frankfurt waren. Die Leute dort haben ja auch mitbekommen, was bei mir so ging und dann war halt und die wussten ja aber auch, wir haben gerade keinen engen Kontakt und dann, aber musst du nicht Tobi Bescheid sagen? Und ich war so, nee, weil ich werde Tobi wiedersehen und ich muss nicht fragen, ob ich auf ein Date darf und ich muss auch nicht. vorher Bescheid sagen, ob ich mit jemandem Sex habe oder dass ich mich jetzt verknallen könnte oder so. ist einfach, das ist einfach auch wir sind Liebe und wir sind Sex und da wo wir sind ist Liebe und ist Sex und ich habe diese ganz tiefe, diesen ganz tiefen Glauben und diese Haltung auch einfach da dran und gleichzeitig kann es natürlich Kontexte geben, in denen das mal für den ein oder anderen doch irgendwie schwieriger zu tragen ist und da würde ich mir einfach wünschen, dass wir einander kennen. Ich weiß nicht, wie viel das mit Rücksicht zu tun hat, weil ich würde jetzt nicht von dir verlangen, weil ich zu Hause bin eine Woche oder zwei und du bist mit deiner Partnerin eine Woche oder zwei im Urlaub, dass du halt keinen Urlaub machst oder dass du mir traurige

Tobi: Mmh.

Maria: Fotos schickst, wie du es furchtbar findest im Urlaub mit ihr oder so. Nein, auf gar keinen Fall, ganz das Gegenteil will ich. Ich will

Tobi: Ja.

Maria: auf jeden Fall Fotos und Nachrichten, wo es passt, nicht täglich. Du weißt, was ich meine, glaube ich. Und so ein Satz zwischendrin, der irgendwie mich sieht oder mich nachfragt im Sinne von, ich weiß ja, dass das für dich schwierig sein kann. So was würde halt krass positiv was mit mir machen. Erwarte Tobi (1:00:16) Hmm. Maria (1:00:17) ich das aber oder so? Nee. Kann ich nicht erwarten, weiß ich auch. Muss dann vielleicht mit den Gefühlen zu dieser Erwartung umgehen, weil ich weiß, ich wäre so. Das ist ja was, was mich so schmerzt. Wenn ich weiß, ich wäre so oder ich bin so oder ich kann das, wenn ich Dinge mache, wenn Leute da nicht mal Danke sagen können oder so und ich habe meine Liebe zu denen gebracht und alles toll für mich. Aber Tobi (1:00:40) Hmm. Maria (1:00:41) gleichzeitig muss man auch sehen, die Menschen sind halt in ihren Kontexten unterwegs. Und dann kann ich halt danach ja auch kommen und sagen, ey, da hab ich gemerkt, dass da fühl ich Tobi (1:00:49) Hm. Maria (1:00:49) mich irgendwie nicht so gesehen oder wollte ich mal hören. Weil bei dir ist ja zum Beispiel auch, so kenn ich dich auch gut genug. Ich finde ja viel statt in deinem Kopf, aber das macht nicht unbedingt den Impuls, dass du es mir auch sagst. Also du musst dich ja ganz aktiv, du Tobi (1:00:59) Ja, stimmt. Maria (1:01:02) bist ja eigentlich kein Texte, du bist auch kein Telefonierer, du bist ja ein Fühler. Also Beziehung mit dir funktioniert am besten, wenn ich neben dir bin. Deswegen stehe ich auch gar nicht so oft Texten mit dir, weil Tobi (1:01:12) Ja. Maria (1:01:13) du wirst dann auch so pathetisch im Schreiben und ich merke, das bist gar nicht du und es ist gar nicht dein Wortlaut und keine Ahnung, es ist für mich unauthentisch oft mit dir schriftlich zu kommunizieren. Und ich schätze das total, wenn wir beieinander sind. Da Tobi (1:01:27) Mmh. Maria (1:01:28) weiß ich dann einfach schon, dass das auch gar nicht so viel bedeutet, wenn du dich mal nicht meldest, weil es, ich finde ja trotzdem, statt in deinen Gedanken. Und trotzdem ist es natürlich schön mal was zu hören zwischen. War das die Antwort? du dir das so erwartet? Tobi (1:01:44) Das war eine sehr schöne Antwort, danke. Das hat mir auf jeden Fall ein Gefühl gegeben für, wo stehst du denn eigentlich mit deiner Eifersucht und welche Kleidchen ziehen sich denn bei dir wann an? Das ist ja eigentlich die Frage, die dahinter steht. Maria (1:02:00) Ja. Tobi (1:02:01) das ist ein ganz wichtiger, also, dass hier Kontextualisierung ein ganz wichtiger Fakt ist, weil ich ja eigentlich auch genau diese Sachen über dich weiß. Das hilft mir aber nochmal, das genauso auf den Punkt gebracht zu bekommen haben von von dir. Maria (1:02:20) Ja, wie gesagt, ich hätte eigentlich schon gerne viel Aufmerksamkeit. Tobi (1:02:30) Ja, ja okay. Maria (1:02:34) Und manchmal, wenn ich dann so plötzlich merke, ich kriege gar nicht so viel Aufmerksamkeit, dann macht das halt erstmal Ängste und Sorgen. Tobi (1:02:39) Hmm. Maria (1:02:43) Ich habe aber mit dir auf jeden Fall auch gelernt, dass ich dir ansprechen kann, wenn ich sie mit der richtigen Intention anspreche, auch das durfte ich gerade über mich lernen. habe ein großes Thema damit. Mein Job besteht ja aus Bewertungen. Ich bewerte Immobilienvermögen, Investmentvermögen, bewerte Beziehungen. Warum? Weil ich ja Anleitung gebe zur Besserung, Tobi (1:02:59) Ja. Maria (1:03:01) Lösungsanleitung. Und das sorgt dafür, dass ich diese Bewertung auch bei uns ganz oft drin habe. Und Tobi (1:03:06) Mhm. Maria (1:03:07) ein wichtiger Wert für dich ist Neugierde. Und nach viereinhalb Jahren mit dem Terror, den wir durch haben und dem Terz, ist Neugierde bei mir oft tot gewesen. Sondern es gab halt einfach schon Geschichten zu dir. Und mit diesen Intentionen, also ich wollte mir eigentlich nur meine Geschichte bestätigt bekommen. Und hätte dir vielleicht ein bisschen Raum eingeräumt, der Geschichte zu diskutieren, aber das wäre sehr anstrengend und aufwendig für dich geworden. Und da einfach auch bei mir zu merken, mit welcher Intention gehe ich hier gerade rein. Will ich wieder nur meine Geschichte bestätigt bekommen und bin eigentlich gar nicht offen dafür, potenzielles Wachstum zu sehen? Oder will ich dich eigentlich wirklich kennenlernen und will Tobi (1:03:46) Mhm. Maria (1:03:47) tatsächlich eine Antwort auf eine Frage oder will... Ja, bin ich offen dafür, dich weiter kennenzulernen? Ich glaube, ist immer so die große Frage dahinter. welche Intention? Ist die Intention Liebe oder ist die Intention Macht? Ich habe halt ja auch super gerne Macht. Du bist halt auch noch mit einer dominanten Frau zusammen. Das heißt, ich habe gerne Recht. Das heißt, ich trage gerne die Verantwortung. Das heißt, ich nehme mir gerne Kontrolle. Tobi (1:04:10) Kontrolle, ja, ist mir auch gerade eingefallen zu dem Thema, wenn deine Gedankenstruktur und dein ganzes System ... ... halt, und du bist so krass blickig, ... du erkennst Zusammenhänge, wo sie sonst niemand erkennt, ... ... du liest Menschen, wie sie keiner lesen kann, ... und das macht es halt irgendwie gefährlich mit der Neugierde, ... Maria (1:04:37) Mmh. Tobi (1:04:38) Du bist ganz oft bist du so in deiner ... allumfassenden Expertenrolle halt unterwegs, Maria (1:04:45) Mmh. Tobi (1:04:46) ... ... dass ich immer das ... dann das Gefühl habe, ... ich habe halt den Glaubenssatz, ... seit wir uns mit ... ... IFS beschäftigt haben, ... habe ich so den Glaubenssatz immer, ... wenn deine Geschichte schon fertig ist, bist du nicht im Selbst. Oder ... Maria (1:04:57) Mmh. Tobi (1:04:58) ja, weil selbst ... ... das Selbst ist neugierde irgendwie und ... ... und ich nehme dir das an sich nie übel, weil ich diesen Kontext halt kenne. So, du bist halt den ganzen Tag, du bist was du machst. vor allem. Und du bist Expertin einfach auf so vielen Ebenen. Und da denke ich mir immer, könnten wir nochmal, bist, ist Kontextualisierung so wichtig, würdest du gerne bitte meinen mit reinnehmen? Ja. Maria (1:05:21) Ja, und das ist so toll, dass du das neuerdings sagst. Das hilft richtig doll, du hast schon recht, ich bin da irgendwie auch in meinem Status halt unterwegs und ich bin aber führbar. Das ist was du, glaube ich, nicht gedacht hättest, dass jemand, so klar und so dominant ist, mir reicht ja ein sehr dominant, also ich brauch's genauso auch zurück tatsächlich, also du darfst für mich nicht leise Tobi (1:05:40) Hm. Maria (1:05:41) sein, aber wenn du dann zurück sagst, so alter, wo ist deine Neugierde gerade? Und ich bräuchte dich gerade eher neugierig, atme ich wahrscheinlich dreimal, gucke in die Luft und reflektiere mich gerade und merke dann so, fuck ja. Also ich bin eigentlich führbar, man kann mich führen, ich lasse mich führen. Tobi (1:05:58) Hm. Maria (1:05:59) Weil ich will ja, am Ende will ich ja Beziehung mit dir. Das ist ja halt das Ding. Und das ist halt cool, dass du da laut wirst und dass du dich da irgendwie auch traust und dann irgendwie auch merkst, krass, bringt auch irgendwie was. Also zumindest, oder? Tobi (1:06:11) Ich finde das absolut cool. bin ich uns beiden ... gegenseitig auch auf die Schulter geklopft. Also da steckt ja einfach so viel drin, ... also sich mit diesen verschiedenen Sachen ... beschäftigt zu haben ... ... in uns und im Außen ... und dann irgendwie noch ein bisschen ... Wissen draufgepackt und dann haben wir uns damit auseinandergesetzt, ... ... einfach hier so einen komplexen Punkt ... ... mal schnell in so einen Satz zu packen, wie ich bräuchte dich gerade neugierig. Maria (1:06:37) Ja. Tobi (1:06:37) Weil das einfach so verdammt viel lösen könnte. bin sehr stolz auf uns. Maria (1:06:43) Und neugierig ist es halt auch bei Eifersucht. Also Tobi (1:06:46) Richtig. Maria (1:06:47) statt irgendwie, ja, Eifersucht ist immer toxisch oder Eifersucht ist ein Liebesbeweis. Ich habe ja eine meiner besten Freundinnen, ist ja der eifersüchtigste Mensch. I know, ist eine persische Prinzessin. Tobi (1:06:54) Mhm. Maria (1:06:57) Ich darf da nicht zu lange mit anderen Menschen auch nur reden auf Partys, wenn sie, also die braucht Tobi (1:07:01) Hmm. Maria (1:07:02) ganz viel Rückversicherung, ganz viel Aufmerksamkeit. Da ist auch ganz viel in der Kultur. Eifersucht ist da einfach auch kulturell geprägt und so. Und ich kann das. mit ihr. Ich kann das mit ihr, weil an den wichtigen Punkten sag ich auch ganz klar, sorry, das geht jetzt nicht und ich geh jetzt, ich geh da jetzt hin oder ich mach mit den Leuten was oder sie hat sich da einfach, muss man auch sagen, sie hat sich da auch selber auf dem Schirm und so und sagt dann auch, also ich würde schon erwarten, dass du dann auch bald wieder bei mir bist, aber nein, genießt das ruhig, ne? Also jetzt dann auch so bisschen Kampf in ihr und ich kann total mit Menschen, die Reifersucht halt auch auf dem Schirm haben, ne? Nur wenn die dann halt Tobi (1:07:38) Mmh. Maria (1:07:38) so blind ausgelebt wird wie mit allen gefühlen außer liebe ich finde liebe kann total blind ausgeführt werden wird es halt schwierig wobei ich dann auch schon wieder denke nie lieber eigentlich auch nicht weil wenn du liebe blind ausführt dann achtest du nicht mehr auf deine eigenen ressourcen und brennt aus das ist halt auch irgendwie ja genau Tobi (1:07:56) Ja. Richtig cool, finde ich das alles. Halten wir für uns fest, Eifersucht ist erstmal, was ist es überhaupt? ist ein Gefühl und nicht unmittelbar eine Handlungsanweisung an den anderen, der das vielleicht ausgelöst hat. Eifersucht ist vor allem auch ein Anzeiger, der uns hilft, ein Gefühlsmonster, wie in dem Buch. ein Anzeiger und wofür, ja, möglicherweise auf eins der Kerne-Emotionen. Vermutlich irgendeine Angst oder so. Oder eben auch nicht die Kerne-Emotionen. Es kann natürlich auf Mangel hinweisen. Vielleicht noch einige andere Sachen. Wir können natürlich in Kontrolle gehen und einfach raushauen irgendwie, was wir jetzt eigentlich brauchen. Was steckt dahinter? Oder wie können wir das eigentlich das Gute davon nehmen. Wir können eigentlich überwiegend ... versuchen, unser Bedürfnis mal ... dahinter selber zu erkennen ... und das dann zu transportieren. Und zwar auf eine Weise, indem wir mit ... ... Partnerperson oder wer auch immer ... uns eifersüchtig macht in ... ... also wenn das nötig ist ... ... in eine Bitte und eine Verhandlung zu gehen ... ... mal zu schauen, was steckt denn da drin. So und vielleicht braucht man auch einen Spiegel, ... ... dieses Gespräch halt braucht. Maria (1:09:14) Mmh. Mmh. Tobi (1:09:18) Ich finde es in Monogamie ein bisschen schwieriger, muss ich sagen. Da sind wir jetzt gar nicht so Maria (1:09:21) Mmh. Tobi (1:09:22) darauf eingegangen, aber bei einem, so offen ist, da kommt einem das irgendwie in mehreren Facetten vielleicht entgegen. Ja, das wollte ich jetzt einfach mal noch so zusammenfassen. zu dieser wunderbaren Folge. Fand die richtig gut. Maria (1:09:36) Ich finde es auch ganz toll und ich merke auch gerade, fuck, wir sind gar nicht so sehr auf Monogamemusse, in meiner Welt hat halt auch Eifersucht in Monogamie nichts zu tun, denn ihr habt committed, es gibt Exklusivität. Man muss sich eigentlich gar nicht so richtig damit auseinandersetzen und die einzige Angst, dass jemand halt diese Exklusivität bricht, bedeutet halt, dass jemand sich nicht ganz commitment gehalten hat und dann bist du halt ja, es ist doch nicht deine Verantwortung, wenn Menschen zu Commitments ja sagen. Also habe ich noch mal sehr viel Mindset-Talk irgendwie für Und gleichzeitig verstehe ich die Angst total, weil das mein Grund ist, nicht monogam zu leben. Ich will ja lebenslange Beziehungen und hab festgestellt, Menschen gehen fremd. Punkt. Und wenn ich nicht in der Lage bin, damit umzugehen, dass ich belogen werde, muss ich ein offenes Beziehungsmodell wählen, die Wahrscheinlichkeit zu verringern. Und wir können auch offenen Beziehungsmodellen belogen werden und Menschen lügen. Die Beziehungsform hat da relativ wenig mit. ... ein bisschen mehr zumindest, bisschen mehr Commitment, bisschen mehr Offenheit und so. Es hängt aber am Ende immer an der Fähigkeit der Partnerperson. Aber der Wille ist halt ganz groß, wenn ich daran denke, wie wir beide uns kennengelernt haben und wie du einfach nur Willen hattest und schon relativ wenig Fähigkeit tatsächlich auch zu vielen Dingen. Also wirklich Tobi (1:10:53) Mhm. Maria (1:10:54) ganz viel von dem, was heute, wenn ich so Podcastfolgen von uns höre, abgefahren so werde. wer du mittlerweile bist und was du mittlerweile kannst und was du auch zeigst in Beziehungen und so. Das ist schon richtig, richtig schön. Und das macht mir dann auch irgendwie Mut, weil ich ganz oft denke so, ich kann nicht wieder jemanden daten. Wen date ich gerade? Genau, jemanden, der emotional nicht so alphabetisiert ist. Es ist halt einfach, das gibt's. Wer hat da schon seinen Hyperfokus drauf? Und dann ist das vielleicht Tobi (1:11:27) Ja, genau. Maria (1:11:28) ja auch einfach, vielleicht ist das meine Lebensgeschichte, dass ich Menschen... Tobi (1:11:33) Ja. Maria (1:11:31) ins Fühlen bringe, Menschen alphabetisiere emotional. Und ich krieg's ja wieder. Von den Menschen vielleicht auch irgendwann, viereinhalb Jahre später. Tobi (1:11:44) Ja. Maria (1:11:47) Und von anderen, Freundinnen zum Beispiel. hab ja super grandiose Frauen mich rum, das irgendwie schon können, andere Dinge anders und so. Liebe kommt ja immer irgendwo wieder. Dann müssen Tobi (1:12:00) Reicht es? Maria (1:12:01) sie halt verschwenden. ist tatsächlich was Liebe muss man verschwenden. Dann hört das Universum deinen Ruf und dann tritt Liebe dir auch die Haustür ein. Tobi (1:12:10) Schöner Schlottsatz. Richtig Maria (1:12:12) Schlottsatz. Tobi (1:12:13) schlottflatt. Maria (1:12:13) So, mein Mausi-Bär, Tobi (1:12:15) Piga. Maria (1:12:16) du hast jetzt gleich einen Folgetermin. Es war eine tolle Folge. Tobi (1:12:19) Mhm. Maria (1:12:20) Ihr dürft uns jederzeit gerne bewerten. Schickt uns an, die Mutti, dem Fali, die Cousine, der Haushälterin, des Bäckers, der dritten Frau. Ihr dürft gerne. Tobi (1:12:29) Und vor allem eure heimliche, eifersichtige Affäre. An die schickt ihr es bitte auch. Maria (1:12:35) Beispiel das oder die super eifersüchtige persische Prinzessin, vielleicht auch oder polnische Prinzessin oder was nicht alles für Prinzessin gibt. Tobi (1:12:40) Ja, oder schickt es doch alle mal an Marias, einversichtige Persischprinzessin. Maria (1:12:48) Ja, die liebe ich über alles. Tobi (1:12:50) Hmm. Maria (1:12:52) Kommentiert gerne auf Spotify, da könnt ihr auch gerne nette Texte schreiben. Da hat neulich jemand geschrieben, ist ein bisschen in love mit der Charlo. Liebe geht raus an dich, wir sehen Tobi (1:13:00) Mhh, ja, schön. Maria (1:13:01) das auch. Ja, das freut mich. Das freut mich, dass Menschen auch meine Essenz sehen können, bei der Härte, die ja durchaus Tobi (1:13:08) Totai! Maria (1:13:09) durchkommt. Und unsere Guschen könnt ihr sehen auf J-TOP. Da gibt's uns mit Videopodcast. Und die Charlo ist auch dran, das hier endlich mal kleinzuschneiden und auf Shorts und TikTok und keine Ahnung, was alles zu bringen, damit wir hier auch nochmal die Hörerschaft ein bisschen knacken können. Jawoll, das war's. Danke fürs Zuhören und bis ganz bald. Tobi (1:13:30) Bis ganz bald, Babychen. Maria (1:13:31) Tschüss! Tobi (1:13:32) Tschüss.

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