Folge 41 - Dead Bedroom: Wie viel Sexualität braucht eine Beziehung?
Shownotes
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💬 Grottenehrlich – weil Beziehungen nicht perfekt sein müssen, um echt zu sein.
⚠️ Hinweis: Wir teilen persönliche Erfahrungen, keine Therapie oder Heilversprechen.
Transkript anzeigen
Maria: Hallo, hallo, hallo mein Schatzi-Mann. Na, wie geht dir das?
Tobi: Hallo hallo hallo, mein Baby hier. Ich bin ein bisschen angeschlagen nach Kinderwochenende. Der war ein bisschen krank. Der war ein bisschen bisschen krank, aber auch nicht so, dass er nichts machen wollte. Aber gerade so, er, wenn wir was gemacht haben, immer gleich wieder nach Hause wollte. Ja, und wie es halt so ist, wenn man ein kuscheliger Papa ist, dann ist man danach halt auch angeschlagen.
Maria: nein, nein.
Maria: Ein kuscheliger Papa, der Erstickungstod erleidet, wenn er eine Kapsel Multivitamin schlucken soll.
Tobi: Deswegen.
Tobi: Ja. Wenn ich einen Affiliate hätte, dann würde ich jetzt Werbung für was anderes machen.
Maria: Wie ich zum Beispiel für mein Edubily affiliier mit Schalohaluf, kriegt ihr jederzeit 5 % Rabatt. Naja, es ist ja halt tatsächlich, es schützt ja nicht vor Viren und Bakterien. Wenn das Immunsystem halt auch durch andere Stressoren angeschlagen ist, dann hilft ja auch tatsächlich das große Beladen mit Vitamin C und Zink dann halt auch nicht mehr so viel.
Tobi: Wobei Zinc das einzige ist, was überhaupt noch nach der Ansteckung irgendeinen Sinn hat. Richtig? Habe ich mir jedenfalls mal so gemerkt.
Maria: Ja, und am Ende hilft am besten Bett und Serien schauen.
Tobi: Richtig, richtig. Für alle, die so privilegiert sind wie ich an der Stelle, also kann man sehen, wie man will, aber meine Strategie ist ja immer, das, was wirklich terminliche Pflichten sind am Tag machen und wenn es geht, dazwischen so viel wie möglich nach Hause fahren und ins Bett gehen. Einfach so tun, als müsste man jetzt dringend ins Bett. Genau, das hilft auf jeden Fall.
Maria: Schön.
Tobi: Organisationen kann auch später sein.
Maria: Ja, Existenz ist halt selbstverständlich. Das ist halt dann immer der Punkt. Aber bist energetisch genug, dass wir über das Figge-Rede heute?
Tobi: Aber Existenz müssen wir schon irgendwie aufrecht halten. Also was soll's.
Tobi: Immer.
Maria: Nee, immer das Gesicht, kenn ich aus einem anderen Kontext in diesem Thema. Heute reden wir jetzt gerade nur reden. Angezogen bleiben ist kein OnlyFans Podcast. Ja, ich weiß. Ich hab da, also, you know me, babe. Der Account steht schon fast. Geil, wir heute auf der
Tobi: Achso, ja. Wollen wir mal ein Onlyfans-Podcast machen?
Tobi: Nice. Steht auf der Liste.
Maria: Wir haben heute auf der Agenda, über Sex in Beziehung zu reden oder kein Sex in Beziehung oder auch einfach die Frage, wie viel oder wenig Sex macht Beziehung aus? Und die Idee von kein Sex haben wir ja auch keine Lösung. Mal schauen, welche Themen wir heute alles streifen wollen und was wir zu dem Thema vielleicht auch von uns mitgeben können und von unserer Art und Weise. und Tobi hat ganz zauberhaft hier schon ein paar Fragen und Themen ausgearbeitet, mit denen wir uns also heute dazu beschäftigen wollen. Ich habe das regelmäßig auf Instagram, dass ich also Zuschriften bekomme, die sich tatsächlich rund das Thema Sexualität drehen. Zumeist Frauen, also mein Kanal ist ja zu, keine Ahnung, 70, 80 Prozent weiblich angesprochen und das sind zumeist Frauen in langjährigen monogamen beziehung die sich bei mir melden und sich eben darüber beschweren dass vieles auf der strecke bleibt aber eben auch und das macht sie gar nicht so glücklich der sex und es gibt ja immer diese theorie dass ja Frauen irgendwann kein sex mehr wollen also gesellschaftlich irgendwie medial wird das ja gerne mal verbreitet die frau mit der migraine und ich kann das also überhaupt nicht bestätigen
Tobi: Ja.
Tobi: Ganz schön.
Maria: Ich kann das überhaupt nicht bestätigen. den Zuschriften, ich so bekomme, sind die Frauen sehr laut mit ihrer Kritik zu sagen, Herr je, bei Gott, ich möchte doch nur gebumst werden, vernünftig. Und bei vernünftig geht die Klammer halt, ist gar keine Klammer da, sondern vernünftig hat ein Ausrufezeichen dahinter. Weil es natürlich dann auch die gibt, die sich über die Art Weise beschweren, wie Männer Sex initiieren.
Tobi: Bei Gott.
Maria: Den ganzen Tag gibt es keine Aufmerksamkeit und dann abends gibt es den Griff in Schritt an die Brust oder an Arsch und dann heißt es, na Baby, gehen wir ins Schlafzimmer und sie sagt, ich würde lieber jetzt eine Wurzelbehandlung beim Wäscheaufhängen machen, als mit dir zu schlafen. Und das natürlich eine sehr frustrierende Situation. Nun gut. Wo steigen wir da am besten ein?
Tobi: Ja, kein Sex. ich würde erstmal... Also die ganz große Frage ist ja... Welchen Stellenwert hat denn Sex in Beziehungen eigentlich? Und wie doll willst du denn in so einer Folge hier das auf irgendjemanden beziehen? Fangen wir doch mal bei uns an. So. Mich würde da ja vor allem interessieren. Stimmt gar nicht.
Maria: Mhm.
Tobi: Du fragst ganz oft die wirklich gute Frage auch, sag mal, glaubst du wir wären so verbunden, wenn wir keinen Sex hätten? Und meine Antwort ist, ich kann es mir nicht vorstellen. Also ich kann mir diesen Anteil oder diesen Teil unserer Verbindung, ich kann mir den nicht einfach wegdenken. Wir sind jetzt über vier Jahre zusammen. Und... Es ist vier und halb ziemlich genau, ja. Und das ist immer, wichtig gewesen. eben so, du auch gerade gesagt hast, es ist auch ganz oft nur die logische Folge. Also es ist... Es hört sich bei uns weder für mich so an...
Maria: Vier und halb ziemlich genau.
Tobi: Als wenn das so eine feste Institution wäre, die man irgendwie einfach abfragt oder so. Also nicht ausschließlich, so muss man das ja auch sagen. Sondern alles, was wir tun, mündet eben da drin. So, es gibt Konflikte, es gibt Beziehungsarbeit, es gibt unheimlich viel Körperkontakt über den Tag hinweg, es gibt... Es gibt ganz, ganz viel Austausch von ich sehe dich oder ich kümmere mich dich, wenn ich gerade Kapazitäten habe. Das ist ja einfach alles da. Und deswegen kann ich mir das immer schlecht vorstellen, wenn du diese Frage stellst. Siehst du das? Oder kriegst du das differenziert?
Maria: Mir fällt als erstes ein, dass man wahrscheinlich als Mensch, der uns zuhört, unterscheiden muss, bist du High Sex oder nicht. Also, ähm, es gibt ja verschiedenste Sexualforschungen, die eben beschreiben, dass Menschen ja ein Gaspedal und eine Bremse haben, wenn es sexuelle Lust geht. Und bei uns beiden kommen halt zwei Menschen zusammen mit sehr viel Gas und sehr wenig Bremse. Also, wenn ich an uns denke ... hatten wir schon in Situationen Sex, ich mir vorstellen kann, dass andere da gesagt hätten, dass mir jetzt zu stressig oder dass mir zu... Ich würde sehr bunt werden, aber ich glaube, dass vielleicht auch bisschen zu grotten ehrlich, keine Ahnung.
Tobi: Ich weiß nicht.
Maria: Ja.
Tobi: Zu grotten ehrlich, keine Ahnung was du meinst.
Maria: Ja, ach, keine Ahnung. genau, da sind wir ja einfach, sagen wir, lassen wir es so stehen. Wir haben viel Gas und wenig Bremse. Und es gibt halt einfach Menschen, die haben entweder wenig Gas und viel Bremse oder, also es gibt halt einfach jede mögliche Konstellation und wenn wir fachlicher da irgendwie nochmal sprechen wollen, gibt es ja auch einfach Menschen mit einer Asexualität. So, was ist mit denen?
Tobi: Ja, bleiben wir bei Erdmulden ehrlich.
Maria: Natürlich, die leben dann halt tiefe Verbindungen über anderes aus. Und nur weil du asexuell bist, du ja nicht kuschelig. Also dass du halt nicht kuschelst oder körperliche Nähe gerne magst oder so was. Es gibt ja wirklich die verschiedensten Ausprägungen. Und wenn wir das auf uns beziehen, glaube ich, dann ist einfach Sexualität, also diese Energie auszuleben, da komplett authentisch zu sein, das nicht zu verkomplizieren, das nicht zu verkopfen. schon immer einfach zwischen uns super easy gewesen. Und es war auch fast egal, in welchem Konfliktstatus wir waren. Sex ging halt irgendwie immer. Es gibt natürlich Phasen, in denen Kapazitäten irgendwie mal niedriger sind. Oder in denen halt einfach ... ja, aus externen Gründen, ich jetzt mal sagen, valide externe Gründe bestehen. Also, keine Ahnung, gerade an so Kinderwochenende, wenn schon vorm Wachwerden dieses Kind am Bett steht. Und ... lang auch dann nicht ins Bett geht und dann irgendwie kapazitäre Themen dazu kommen. Und auch da muss man sagen, haben wir auch schon viele bunte Lösungen gefunden, da irgendwie kurz mal miteinander sich einen Raum zu nehmen und uns zu explodieren. Deswegen glaube ich, diese Frage ziemlich ausschließlich nur im Ich-Modus zu beantworten. Und für mich ist es nicht vorstellbar. Also ich werde einfach auch unfassbar geil. wenn wir zum Beispiel irgendwie ein wunderschönes Gespräch hatten. wenn wir, wie es in letzter Zeit ja wirklich häufig der Fall ist, uns einfach ganz toll sehen können und uns sicher fühlen miteinander und Themen aufarbeiten, die irgendwie lange schmerzhaft waren oder irgendwie auch immer noch schmerzhaft sind und uns davon aber nicht aufhalten lassen, dieses Thema trotzdem reinzugehen und so und unsere Blicke ganz tief und ganz weich werden. Und du hast halt auch so ein Fick mich Gesicht einfach. so ein... Ich kenn diesen Blick dann einfach bei dir auch ganz klar. Und dann bewegt sich eine Hüfte mal kurz in einem Bogen und dann ist irgendwie klar. Genau. Also das ist einfach sehr, sehr energetisch. zwischen uns und auch jeder von uns so für sich. Wobei ich jetzt sagen würde, deine Sexualität ist ein bisschen reaktiver. So. Und meine Sexualität, ich sagen, ist ein bisschen aktiver. So.
Tobi: was?
Maria: Also dass ich erlebe mich häufiger in der aktiven Rolle von Los, jetzt. Meine Hüfte ist die erste, die beugt. Wobei halt die sexuelle Energy halt immer offen ist. Und... Ja, ich glaube, das wäre so meine Haltung. Und trotzdem ist ja die Frage... gegeben, wie wichtig ist Sexualität, Beziehungen zu beschreiben. Das ist ja was, wo ich mich in letzter Zeit noch mal viel mit beschäftigt habe, im Zuge von ethischer Monogamie. Also, reden ja immer über ethische Nicht-Monogamie und zu Recht wurde da schon öfter mal angekreidet auch, warum gibt es eigentlich keine ethische Monogamie und die gibt es natürlich. Also ethische Nicht-Monogamie dass das, Tobi und ich zum Beispiel auch leben, Polyamorie oder offene Beziehungsmodelle und so, wo es halt darum geht, konsensuell und abgesprochen und in Rahmen, irgendwie für alle funktionieren und so, anderen Menschen Sexualität zu leben. Und mir passiert es nicht selten oder mir ist es nicht selten passiert, dass Menschen mir halt vorwerfen. Also mein eigener Vater, als ich mich vor meinem Vater geoutet hab, war ja die erste Frage, du nymphoman? Na, das ist ja irgendwie ganz naheliegend für die Menschen so. Ich habe mehrere Partner, heißt, Sex muss ja ein Riesenthema für mich sein, dass das nicht abgedeckt werden kann mit einem Menschen. Und in meiner Welt sind aber nichtethische Monogamisten obssessed mit Sexualität. Weil ich aus der Reihe der nichtethischen Monogamisten viel ... diesen Satz bekomme, den ich auch für mich selber erst mal hinterfragen musste, wo ich glaube auch selbst eine Zeit lang dem so bisschen hinterher gerannt bin, wie unterscheiden wir Beziehungen voneinander und so und als very high sex person habe ich mich glaube ich auch selber schon mal hören sagen, ja wenn eine Beziehung sexlos ist, ist es Freundschaft. Und das hat einfach zu kurz gedacht, weil wenn eine Beziehung sexlos ist, ist es eine sexlose Beziehung und dann ist eben die Frage
Tobi: und
Maria: sind alle Beteiligten dieser Beziehung damit einverstanden? Und was definiert unsere Beziehung außerhalb der Sexualität? Und das kann man nicht faltig sein. Ich habe im Coaching schon glückliche Ehen beglitten, die phasenweise, muss man sagen. Weil wenn du nicht wirklich eine Asexualität hast, gibt es natürlich einen sexuellen Wunsch. Aber aufgrund von Themen, ähm, äh, Themen, die auch manchmal so ... Beland waren, wie zum Beispiel, Maria, ich weiß einfach nicht, wann mein Mann das letzte Mal geduscht hat. Und ich habe einfach ab und an mit Ekel zu tun. Also solche Themen waren da präsent für, wir haben aktuell keine Sexualität zwischen uns. das wurde trotzdem aufgearbeitet und irgendwie konnte gelöst werden auf verschiedene Themen. Wie ist denn...
Tobi: Go!
Tobi: Mit Duschen? Also mal ehrlich.
Maria: Mangende Körperhygiene, also eine strukturell mangende Körperhygiene ist ja oft eher ein Zeichen für Depressionen. Und dann steht ja da mehr im Raum, Depressionen sind hochgradig egoistisch, also Menschen, die an Depressionen erleiden, erkranken, brauchen einfach ihre Kraft für sich. Und das ist dann als Ergebnis eben eine hochgradig egoistische Haltung. Und dann ist da einfach oft wenig Raum für, ich berühre dich, ich habe Fokus auf dich, ich frage mich, was du brauchst, ich kümmere mich. Diese Energie, die ja Lust macht auf dich, weil ich mich sicher und gesehen mit dir fühle. Wie ist denn deine Haltung dazu? Also Thema, wenn sexlose Beziehungen sind keine richtigen Beziehungen und Thema. Ach habe ich es eigentlich beendet. Und ethische Monogamie ist übrigens die Frage danach, wie gehen wir damit Weil Monogamie bedeutet der Exklusivität in Sexualität. Wie gehen wir damit wenn ich dir diese Sexualität nicht mehr geben kann. Und in meiner Welt oder eben in der Theorie von ethischer Monogamie brauchen wir dafür eine Lösung, brauchen wir dafür eine Klärung, weil theoretisch, also auch praktisch, hast du keinen Anspruch auf meine Sexualität. Und ich als Mensch bin ja mehr als meine Sexualität, die ich liefern kann in Beziehungen. Und wenn wir uns ethisch für Monogamie entscheiden, entscheiden wir uns also auch für vielleicht jahrelange sexlose Phasen. Und ich verstehe dann nicht, wenn Menschen sagen, Sexualität ist mir so wichtig, das kann ich nicht, warum dann nicht eine Form von ethischer Nichtmonogamie infrage kommt, diese sexuelle Exklusivität aufzulösen. Weil das war mein großer Punkt, warum ich mit 15, 16 schon gedacht habe, ich glaube, Monogamie ist nichts für mich, weil ich gesehen habe, dass Beziehungen sich trennen wegen dieser Fremdgeheoption und Menschen gehen halt fremd. und ich dann nicht verstanden habe, warum nehmen wir dann diesen Faktor nicht raus aus Beziehung, das möglich zu machen mit jemandem, den du richtig gerne magst, zusammen zu bleiben, aber du eben die sexuelle Komponente gerade nicht erfüllen kannst und diese Person dann eben die Freiheit bekommt, sich diese zum Beispiel sexuelle Komponente anderweitig zu erfüllen und wir halt einfach die Prinzipien unserer Beziehung weiterführen, die halt funktionieren.
Maria: Wie siehst du das?
Tobi: Das macht total Sinn. glaube, es macht sich an der Stelle, du gerade bist, da würde es glaube ich den Allermeisten eben auch erstmal gut tun, bevor das ausgelagert wird, wenn wir uns über so ein paar Begriffe hier eigentlich nochmal klar werden und dann vielleicht auch das als Paar mal durchexerzieren.
Maria: Mhm.
Tobi: Ich glaube, du hast gerade so als Polimaus, hast du gerade einfach mal so eben dahingestellt, ja, warum kommt denn nicht einfach die auf der Hand legende Lösung infrage für dich? Na Mensch, also liegt doch auf der Hand. ich mein. Und mein Gott, haben wir schon richtig viele Nachrichten bekommen, warum irgendwas nicht geht oder warum Teilaspekte nicht geht und das nur eine Teilöffnung sein kann oder oder oder oder.
Maria: Ich verstehe natürlich Kapazitäten, verstehe Nervensysteme, verstehe monogame Prägungen, ich verstehe die Geschichten, die man sich erzählt. Das ist natürlich schwierig. Und gleichzeitig, was ist die Lösung? Jedes Mal Menschen verlassen, die du eigentlich aus tiefstem Herzen liebst, mit denen Beziehungen fantastisch funktionieren, weil genital gerade Ausfälle existieren. Das ist für mich halt kritisch.
Tobi: Sehe ich er auch nicht so. Aber ich glaube, wenn jemand an dieser Wegzweigung steht, müssen wir das hier irgendwie anders lösen, weiß ich nicht. Ich glaube, da gehört erstmal ein bisschen was dazu. Also ich glaube, der allergrößte Schritt dann, der schon oft genug ins ... also in die Vernichtung einer bestehenden Beziehung geführt hat, war das einfach so zu tun, also einfach so zu öffnen. Ich frage mich, ob es vielleicht erstmal einfach auch viel sinnvoller wäre, sich mal mit Sachen zu beschäftigen, welche, also A, mal mit dem Beziehungsbegriff beschäftigen. Am besten über Bande, nicht alleine, weil du kommst einfach auf diese Sachen nicht. Und sich mal ein bisschen in diesem Raum zurechtfinden, was jetzt auf einmal alles möglich wäre, welche Graustufen es da gibt, wenn wir das tun. Weil dann kriege ich das, glaube ich, auch besser gelöst, weil ich kann mir das jetzt nur durch unser Gespräch, kann ich mich da so ein bisschen wieder reinfühlen. dass mein Glück davon abhängig ist, dass du mit niemand anderem was zu tun hast, sexuell. Aber andersrum kann ich verstehen, dass es einfach, wenn das alles in mir gesammelt wird, dass da so irgendwie so ein sozialer Druck dahinter ist, dass das so sein muss, dass es mir auch einfach Angst macht, was da passieren könnte und ich dem nicht gewachsen bin, logischerweise, weil ich hab's ja noch nie ausprobiert.
Maria: Mhm.
Tobi: Ja, ich glaube, es wäre total wichtig, mal darüber zu reden. Also was ist unsere Beziehung? Benennen bitte. In welchen Stufen leben wir hier Überschneidung? Wie machen wir das? Wenn jetzt mal kein monogamer Richter da drauf guckt, der so im Zuge der Gesellschaft uns sagt, Dinge müssen doch irgendwie so sein.
Maria: Mmh.
Tobi: Und ich glaube, das dann wiederum zu tun, also wir sind jetzt sehr doll bei Monogam-Paarbeziehungen, die an einem Punkt stehen, wo sie sich fragen, ist das der richtige Weg? Das muss ich jetzt mal vorab nehmen.
Maria: Mmh. Mmh.
Tobi: Und dann wäre es, ich, gut, sich mal kurz zu überlegen, was ist Sex für mich eigentlich? Und daher hätte ich auch Bock, das mal von dir zu hören.
Maria: Hm.
Tobi: Ich werfe mal so ein paar Sachen in den Raum. Nämlich, also, hört ihr ja ruhig erstmal alle an. Ist Sex denn ein Bedürfnis?
Maria: Nee.
Tobi: Habe ich, also hat Sex für mich was mit Bestätigung zu tun? Ist Sex alleine für mich eher ein Spiel oder bedeutet es eher ausschließlich Verbindung?
Tobi: Oder was noch? Also du hast schon einmal nein gesagt bei Bedürfnis. Sex ist kein Bedürfnis.
Maria: Genau. Nee, Sex ist für mich eher ein Ergebnis. Tatsächlich. Ähm, und... ich müsste ja, für mich müsste ich ja da anfangen zu sagen, ich bin Sex. Ja? So. Das ist ja... ... mein großer Punkt, so.
Tobi: Ja, völlig klar.
Maria: Ich bin einfach Sex, genauso wie ich Liebe bin. mache halt, weder mache ich ein großes Bohaida drum, jemandem zu sagen, ich liebe dich, ich hab dich lieb, ich bin Liebe. So die Liebe, ich dir gebe, die nimmst du mir nicht weg. Selbst wenn du gehst, dann geht irgendwie der Teil, der ich mit dir war, bei Menschen, wir haben keinen Bezug zur Persönlichkeit im sozialen Vakuum. Wir sind für uns nicht alleine. Wir sind mit anderen. Wir sind durch die Spiegelung von anderen. Wir sind durch den Bezug von anderen. Das heißt, ich bin immer auch durch andere. Und das ist der Schmerz, den wir dann spüren, andere, das was man so gerne mal als gebrochenes Herz bezeichnet oder so, ja, da geht halt ein Teil von mir, den ich mit dir ausleben konnte. Das heißt, ich muss mir wieder diesen Teil irgendwo suchen. Das ist die Lösung eigentlich da drin. Aber Leute wollen dann den Schmerz halt vermeiden und werden dann halt beziehungserweudend und keine Ahnung, finden lustige, auch ich selber, lustige und spannende, bunte Strategien Schmerzen zu vermeiden. Aber so. Und genauso ist es für mich auch mit dem Sex.
Tobi: Mhm.
Maria: Ich habe Sex mit Menschen, wo ich mich jetzt nach Sex fühle. Weil auch mein Sex ist... Das bin ich. Ich habe Sex. Ich habe auch den besten Sex. Ich habe auch immer großartigen Sex. Weil ich Sex bin. Weil es ist meine Energie, die ich hier gerade reingebe. Und ich suche einfach Menschen oder bin offen für Menschen, die mindestens mal eine Offenheit für meine Energie haben. Und ich weiß, meine Energie ist doll. Du weißt das auch. und jeder, mal das Glück hatte, mir zu begegnen. Auch so. Und... Hihi, hiya. Und das wäre meine Haltung dazu. ja, Liebe ist, ich bin, Sex ist, wer ich bin. Das ist in mir. Und das kann mir keiner wegnehmen. Und das kann ich ausleben durch andere, in der energetischen Vereinigung, in dem...
Tobi: So.
Maria: gemeinsam nackt sein. größter Kritikpunkt beim Sex mit anderen Menschen ist ja ganz oft, wenn die nicht dabei sind. Das habe ich mit dir ja gerade schon evaluiert. Ich ja gerade auch wieder aktiv in der Datingstrecke und erlebe immer wieder ähnliche Situationen, dass Menschen einfach energetisch nicht so offen sind, nicht so bewusst sind, sich da nicht so einlassen können. ich natürlich dann auch irgendwie von einer Fachpraxis, Sexualität hat ja auch eine
Tobi: Mmh.
Maria: Skill-Seite, eine Fähigkeiten-Seite auf jeden Fall im Sinne von Ausdauer und irgendwie Standkraft und Orgasmus, Verzögerungsfähigkeit und so. Da gibt es natürlich so paar Fähigkeiten, man, genau, Anatomiewissen, Alter, auch so die Klitoris nicht finden. Das ist mich halt auch so, wo genau, wie genau geht das denn eigentlich? Naja, egal. Und wo wollte ich hin? Genau, das
Tobi: sei ich das Anatomie-Wissen.
Maria: Ich weiß nicht mehr, wo ich hin wollte. Das wäre für mich die Antwort zur Sexualität. Deswegen hole ich mir Bestätigung über Sexualität. Höchstens dafür, dass jemand die Offenheit hat, diese Energie anzunehmen. Aber für mich als Mensch oder in unserer Beziehung? don't know. Wenn jetzt bei uns beiden ... In meiner Welt ist Reziprozität immer ein großes Thema. Also, ich gebe, gibst. Dinge sind berechenbar irgendwie. Man kann Dinge annehmen. Wenn bei dir und mir ... Wenn du jetzt aufhörst, mir zu schlafen, aber du schlägst mit anderen Partnern weiter, das wäre auf jeden Fall was, was bei mir Alarm auslösen würde, weil es mit einer großen Wahrscheinlichkeit auf ein Thema bei uns hindeuten müsste, nehme ich an. Weil wir eine Vergangenheit haben von einer High-Sex-Identität, weil wir jeder für uns Sexualität als Identität definieren, weil unser Sex fantastisch ist. da jetzt so, ne? Dann muss man vielleicht immer bisschen den Kontext wieder mit angucken. Wo kommen wir her? Wo wollen wir hin? Es kann total sein, dass ich mit Fedra keinen Sex habe, macht mir nichts. Weil wir hatten nie Sex, wir werden nie Sex haben. Unsere Liebe und unsere Beziehung basiert nicht auf einer Ebene von Sexualität. So, da mach ich mir jetzt keine Sorgen. Ich glaube, ich würde mir eher Sorgen machen, wenn ich jetzt auf einmal aus Versehen Sex mit Fedra hätte.
Tobi: Dann wirst du dir Sorgen machen, weil du es dann nochmal haben müsstest.
Maria: Naja, du weißt, ich bin Sex, dann war es spannend. Ich glaube, weil sie echt Themen hätte mit Monogamie und Poli. Das wäre dann eher so bisschen... Und ich kann auch immer so schlecht Nein sagen zu Fedra und du weißt dann...
Tobi: Ach so, ja, Das ist ja nochmal was anderes. ja, das kann schon mal. Also ich halte mich bereit. Liebe Grüße, Fedor.
Maria: Uff, ja, genau. Ich bin liebe Grüße, genau. So und deswegen, was waren noch Fragen? Ist es ein Bedürfnis? Ist es, ob ich meinen Wert daraus, Bestätigung?
Tobi: Ja, kurz noch mal, genauer, Bedürfnis. Ist es Intimität? Da hast du jetzt, glaube ich, auch schon viel zugesagt. Bestätigung, da würde ich gerne noch mal nachfragen, weil dir war ja im Vorfeld, in der Vorbesprechung dieses Podcasts hier auch nochmal wichtig, dass wir das eben nicht immer aus der Polybrille angehen. Und gerade hast du schon mal so ein bisschen angefangen. Es klang jetzt aber irgendwie ja so, dass Also eine Art Bestätigung ist es schon.
Maria: ist eine Bestätigung vielleicht für unsere Ebene. ich glaube, Bestätigung im Kontext, wenn Menschen Bestätigung hören, für mich irgendwie, meinen Selbstwert, für meinen Begehrtwerden und so. Und das sehe ich halt null. Und ich verstehe aber, wenn wir halt in Monogamie, und das ist für mich ja auch diese Gefahr von nicht-ethischer Monogamie, wenn wir uns in Monogamie begeben und ja unsere einzige Bezugsquelle für Sexualität, angenommen wir sind sehr, sehr sexuelle Wesen und haben eine sexuelle Energie, die sich dann nicht irgendwie gut entladen kann.
Tobi: für meinen Selbstwert.
Maria: Und daran schließt sich ja auch an, oft eine Unzufriedenheit und dann ein Nicht-Wahrgenommen-Werden und eine schlechte Kommunikation darüber und kein Repair, stattfindet. Also es hat ja einen Rattenschwanz auch einfach, eine Nicht-Stattfindende Sexualität ganz oft. Wenn die nicht gut verarbeitet werden kann in einer Paarbeziehung, dann ist das in Monogamie sehr wahrscheinlich sehr, sehr viel schwerer zu tragen nochmal. Kann ich mir vorstellen. Wobei ich auch, wie gesagt, auch im Poli, wenn du jetzt aufhören würdest, mit mir zu schlafen, ich hätte ein Riesenthema. Also ich wäre super alarmiert. Vor allem.
Tobi: Warte mal kurz, bei mir ist das Internet gerade ...
Maria: Also wenn du nicht mit allen aufhörst zu schlafen, sondern halt nur mit mir.
Maria: Wie wäre das für dich, wenn ich jetzt mit dir nicht mehr schlafe, aber ich habe Dates? Schlaf mit denen.
Tobi: Ja, ich glaube, ich würde regelmäßig vor dir stehen mit einem Riesen. Warum? Können wir das bitte beleuchten? Können wir hier bitte rein? Also ins Thema.
Maria: Ja, genau. Aber welche Begründung wäre für dich denn, also kannst du dir was vorstellen, was für dich akzeptabel wäre, Beziehungen weiterzuführen und irgendwie nicht unsicher zu werden zu dem Thema? Was könnte ich sagen, wo du sagst, ja das klingt logisch?
Tobi: Wir haben ja schon einiges an verschiedenen Wachstumsphasen mit entsprechenden Wachstumsschmerzen hinter uns bis hin zur Beziehungsdeeskalation. mal unabhängig von den Zeiträumen oder räumlicher Trennung so ein bisschen reinschnuppern konnten wir ja da. Was wir jetzt noch nicht hatten ist halt normales Zusammenleben. Und innerhalb dessen passiert das.
Maria: Aber ich rede ja wirklich von, ich hab keinen Bock auf Sex mit dir. Das ist kein, weil wir...
Tobi: Ja, ja, ja.
Tobi: Es wäre super verwirrend für mich. Es sei denn, ich mache ganz klar, ich bin außerhalb des Schlafzimmers. Also wenn ich außerhalb des Schlafzimmers gerade ganz anders, dann wäre ich auch nicht so verwundert. Glaub ich. Also wenn ich mir das selber herleiten könnte. Ja, ich weiß nicht.
Maria: Ja, aber auch dann solltest du dir besonders Sorgen machen. Es geht ja die Frage, welchen Grund könnte ich dir liefern, dass du dir halt keine Sorgen machst? Dass wir halt, ähm, genau, sondern wenn ich dann noch sage, ja, weil du grad einfach so, meine Liebe schwindet, weil du bist einfach grad nicht mehr präsent oder nicht für mich verfügbar und ich fühl keine Anziehung zu dir. Also, Alarm! Oder nicht?
Tobi: weiß ich nicht.
Tobi: Alarm! Ja, mir fällt wirklich gerade kein Szenario ein. Solange, solange, solange ich dir... WZBV. Solange, solange ich meine Einstellung zu dir nicht verändert habe, fällt mir auch kein Grund ein.
Maria: Ja, genau. Das WZBW, was ich beweisen wollte.
Maria: Richtig, bei uns. So. Und jetzt passiert das ja aber in Monogamie. Was sind so klassische Faktoren, warum Menschen aufhören, miteinander zu schlafen? Also gerade heute erst wurde mir von Seelenzucht, das ist irgendwie so eine wunderschöne blonde Frau, wenn ich das richtig gesehen habe, ein Instagram-Account, wurde mir ein Re-in-Re-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-in-
Tobi: Ganz einfach.
Maria: nicht angerufen, ihr nicht geschrieben, sich nicht interessiert und abends fasst er ihr aber einen Arsch und wundert sich, dass sie halt so... Und dann geht es halt darum, ja, du gehst so mit der Frau und dann hat sie natürlich keinen Bock mit dir zu schlafen. Und meine, mir hat das eine Followerin geschickt, die dann halt meinte, ja, mich würde halt deine Meinung dazu... Oder nee, sie meinte nicht mal Meinung, sondern sie war, bitte poste das in deiner Story, damit alle Frauen das sehen und so. Und ich bin so, ich muss das nicht posten. Das ist allen Frauen bekannt. Also die Frauen sind ja sehr laut damit zu sagen, ich, du liebst mich nicht richtig. Du Hurensohn und dann ficke ich dich auch nicht, du Bastard. ich habe wirklich wütende Frauen, sage ich ja, wirklich wütende Frauen auch in meinen Nachrichten und in so anonymen Nachrichten, die mir wirklich krasse Sachen schreiben. Und ich sage, das Thema sind hier nicht die Frauen, weil Frauen lesen die Bücher, Frauen schreiben die Bücher, Frauen machen die Studien, Frauen sind Doktor von Sexologie und keine Ahnung. Das Ding ist glaube ich ganz, also es geht halt in den Fällen dann oft bei Mannkrachen. Und nicht weil er ist ein Hurensohn und er küsst mich nicht, sondern sehr wahrscheinlich ist er einsam, ist er depressiv, hat niemanden zum drüber reden, stößt sich selber nicht drauf, hat die Ressourcen und Kapazitäten nicht, hat noch nie gelernt, sich emotional zu begegnen und sich vorher auch emotional zu öffnen. Angst vor Verletzlichkeit, da kommt Scham mit rein. Also das ist mir fehlt da dann oft so, wo ist denn der Raum für Männer? Wo finden denn Männer wirklich Hilfe?
Tobi: Das steht ja von Anfang an dann schon der Intimität im Weg. Also Intimität, wie du das und wie ich das ja vorhin auch schon dargelegt habe.
Maria: Ja, ja.
Tobi: ist ja das große Ganze und deswegen ist Sex auch nur ein Ergebnis. Ist die Intimität halt nicht vorhanden oder wird sie durch irgendwas gekappt und da sind Depressionen halt ganz ganz vorne mit dabei. Was das nicht mehr hergibt, dann ist natürlich, also dann kommen wir in dem Begehren jetzt auch, im beiderseitigen Begehren auch nicht wirklich an und gleichzeitig vermute ich in solchen Konstruktionen Ja auch noch, dass so ein depressiver Mann mit all dieser Last, da auf ihm ist, wo noch nichts davon genommen wurde oder er sich noch nichts davon bearbeitet hat, dass es halt auch einfach schön ist, mal den Orgasmusknopf zu drücken und zu sagen, du die paar Glückshormone, die hätte ich jetzt gern.
Maria: Richtig, richtig. Und deswegen verletzt es die Männer ja dann auch so oft, dass sie ja gefühlt so belastet sind und so viel runterschlucken und das bisschen, was sie wollen, nämlich Sexualität, dann ja nicht mal bekommen. Und das ist eben, und jetzt kann man halt sagen, wer ist denn hier jetzt schuld? Wer ist denn der Hurensohn jetzt von beiden? Wer ist der Bastard? Ich lieb's einfach auch mit Schimpfwörter zu sagen, wenn ich da immer wieder drin bin, das macht mir einfach so ein krasser Kink. Das ist auch, glaube ich, mein Degradation-Kink, der da... immer wieder durchkommen, wo ich echt noch mehr Bewusstsein brauche, den nicht jedes Mal durch zu feuern, weil ich weiß, wir haben HörerInnen. mir leid, Schatz. Da mache ich jetzt nicht Tobi mit, sondern dich, Schatz, wo es dich zittert und du das nicht magst, wenn Menschen so harte Begriffe benutzen. I'm very sorry. Und hier hilft einfach die Frage nach Schulden. Wer ist es jetzt? Wer macht den ersten Schritt? Muss die Frau dann sagen, ja gut, ich habe ja gelernt. dass Menschen sich ja nur in Sicherheit entwickeln und dass Menschen ja gesehen werden müssen. Und ich sehe ja halt, dass du halt kein Hurensohn bist, sondern du bist halt selber vom Patriarchat, vom Kapitalismus. Also der Druck auf Männer ist ja auch einfach enorm. Ich erlebe das nicht selten. Auch durch Social Media bin ich sehr dankbar, dass Männer halt auch sagen, ey, was wollt ihr Frauen? Aber einmal sollen wir irgendwie emotional verfügbar sein, aber wenn ich weine, bin ich schwach. So meine Frau will schon, dass ich mich meine Themen kümmere, aber...
Tobi: Mhm, ja.
Maria: Sie will nichts davon mitkriegen. Ich soll das männlich machen. soll mich stark meine Themen kümmern. Ich soll ja auch nicht jammern. Weil jammern ist Unsex. Sie hat auch keinen Bock auf mich. Was wollt ihr denn? Sollen wir emotional verfügbar werden? Sollen wir weicher werden? Weil ich soll weicher werden, aber auf die harte Art. Fuck you.
Tobi: Nein, genau. Da setzen diese Männlichkeits-Recreates an.
Maria: Ja und ich finde das gut. Ich finde das gut. Ich finde das gut, dass es da Ansätze gibt. Genauso wie ich gut finde, dass es Ansätze gibt, dass Frauen ihre Wut erforschen und dass wir eben wegkommen von diesen kleinen, süßen, angepassten Mäuschen. Gibt's viel zu viele von. Also mein Account ist ein... Ich sehe ja immer wieder, wie sie mir folgen und entfolgen, weil sie irgendwie von mir gleichzeitig fasziniert und scheiße getriggert sind und unfassbar Angst vor mir haben und gleichzeitig ich sein wollen. I know that.
Tobi: Das ist ein richtiger Markt.
Maria: Und es ist supermachtvoll, als Frau seine Wut zu finden. Und es ist auch gleichzeitig eine Verantwortung, dann auch verantwortungsvoll umzugehen und so. can tell. Und gleichzeitig ist es eben wichtig, was wir auch gesellschaftlich begreifen, dass wir dann auch Räume brauchen, die weiche Männer oder Männer in, ja, die einfach Maskulinität von Härte trennen. Maskulinität ist nicht Härte. Verletzung ist Härte. Verletzte Menschen sind hart. Maskulinität ist Schutz, ist Übersicht, ist Organisation, ist Anteilnahme. Das ist weich in sich, weich. Und einfach nur die patriarchale Verletzung von, keine Ahnung, Männer wurden dann in den Krieg geschickt und dann sind denen schlimme Dinge passiert und dann sind die posttraumatisch belastet nach Hause gekommen und haben ihre Frauen geschlagen und dann waren die verletzt. Und das ist generationales Trauma, was wir halt... ohne Ende mit uns treiben, dann könnten wir das noch intersektionalisieren, wenn wir da noch Rassismus mit reinbringen und Ableismus. Und da will ich jetzt gar nicht, ich bin ja mal ein Politikmausi, die da gerne irgendwie super systemisch reingeht. Aber das müssten wir uns halt eigentlich anschauen. Und dann, finde ich, komme ich zumindest im Mitgefühl für diese Männer, die halt eigentlich ja so wie die Versager dastehen. Und da muss man sich halt schon irgendwie die Frage stellen, ist meine Liebe stark genug? Weil eigentlich bräuchten, glaube ich, diese Männer eine Liebe, die halt sagt,
Tobi: Mh.
Maria: Ich liebe dich unabhängig davon, wie bewusst du dich gerade hast. Und dann muss ich halt sagen, das fühlt sich für mich wie Selbstmord an. Ich könnte in so einer Beziehung nicht sein. Und dann muss man halt viel früher die Frage stellen, mit welcher Art Mensch verbinde ich mich? Und dann muss man manchmal in Spiegel gucken und sagen, als ich den geheiratet hab, als ich den gefunden hab, wusste ich das alles noch nicht. Dann muss man sich vielleicht noch mal umentscheiden.
Tobi: Ja.
Maria: Weil Monogamie gibt uns nichts anderes. In Monogamie kann ich dir... Monogamie wird nicht deeskaliert. So. Da gibt's halt uns oder nicht uns. Weil da ist ja kein Raum, anderen Menschen emotional, sexuell zu begegnen. Und deswegen ist für mich halt Monogamie auch die risikoreichere Beziehungsform. Leute, ihr bindet euch da, unbewusst wie ihr seid, habt gar keine Ahnung, welche Themen alle auf euch zukommen können. Dann prassen diese Themen irgendwann ein. Sexlosigkeit ist ja ein Riesenthema.
Tobi: Stimmt.
Maria: Und dann schlagen wir die Hände über den Kopf und sagen, nein, das passiert zwar seit Jahrtausenden von Jahren allen Menschen vor. Genau, wer hätte das denken können, dass Monogamie diese Probleme mit sich bringt? Sorry, und dann habe ich halt lieber ein bisschen anstrengendes Leben, vermeintlich, weil ich halt irgendwie mehr Konflikte und mehr Kommunikation und mehr Menschen und mehr Bedürfnisse, aber zumindest die Chance darauf, Probleme in der Art zu lösen. Ich halt in Monogamie nicht mal die Chance darauf, Probleme nicht zu lösen, aber da kommen wir ein bisschen.
Tobi: Wie konnte das denn passieren? Genau.
Maria: Weg von was machen wir denn jetzt aber für Menschen so, was ist, was passiert mit Beziehungen, wenn halt kein Sex stattfindet? Was passiert mit Intimität? Wo kommen wir dahin? Ich glaube, da haben wir, du hast ja noch ein paar Fragen ausgearbeitet.
Tobi: Ja, querbeet haben wir auch schon viele Antworten auf diese potentiellen Fragen hier geliefert. Vielleicht versuchen wir das eher zusammenfassend nochmal so bisschen runterzubrechen, weil ich glaube, das ist ganz wichtig. Das Thema hatten wir gerade erst bei all der Kontextualisierung. Bei all dem, könnte es, wie könnte es, wir, unsere Zuhörerinnen, die wollen hier sicher auch mal einfach mal eine Antwort. So.
Maria: Ja total, zum Beispiel auf die Frage, was macht es denn in Monogamie, wenn Sexualität exklusiv vereinbart, aber dann real nicht vorhanden ist? Was macht das mit den Menschen? Du und ich gehen Beziehung ein. Zwischen uns ist klar, nur wir haben Sex miteinander und dann sagt einer von uns aber kein Bock. regelmäßig. Und der andere sagt aber richtig viel Bock. Also so Leute finden sich dann ja gerne mal zusammen. Die Person mit viel Bremse und die Person und wenig Gas und die Person mit viel Gas und wenig Bremse.
Tobi: Hm.
Tobi: Ja.
Tobi: Ja, treffen wir halt ja irgendwie auf diesen Punkt, halt klar und deutlich zu differenzieren, ich möchte Sex in meinem Leben oder ich möchte Sex mit dir in meinem Leben. Und da würde ich auch sagen, ist die Herangehensweise einfach nur unterschiedlicher. Und in Monogamie würde ich auch halt erstmal in Frage stellen. Nee, es ist weniger ein Ob, sondern auch ein Wie. Also ist es denn eine Lösung, an der Stelle zu sagen, wenn ich der mit der Low Sex Energy bin, dann holst du dir doch woanders. Kennt man ja vielleicht auch so, hat man schon mal gehört von Paaren, die das dann irgendwie so machen. So völlig okay, raffig irgendwie, macht es doch mal, aber will ich nichts mit zu tun haben. Ist das der richtige Weg? Oder wie ginge es besser?
Tobi: Und da komme ich halt genau zu dem Punkt, dass ich erst mal fragen würde. Moment, Moment.
Tobi: Was ist denn gerade hier wirklich das Problem? Also fehlt mir's. Fehlt... Ja.
Maria: Das wäre genau meine Antwort gewesen. Ich wäre bei Gottman? Sorry.
Tobi: Ja, Okay, Gottmann, merken wir uns. Fehlt dir hier gerade Sex oder fehlt dir Intimität mit mir? was ist denn Sex für dich noch und was fehlt es dir gerade mit mir oder fehlt es dir allgemein? Das ist ja ein wichtiger Unterschied, weil am Ende rennst du raus, dann schaffst du Probleme, welcher Art auch immer, und dann habt ihr diese ganzen Sachen, seid ihr irgendwie weder für euch noch miteinander als Paar mal durchgegangen.
Maria: Mhm. Mhm. Mhm.
Maria: Mhm. Mhm.
Tobi: auf welcher Ebene diese unterschiedlichen Begegnungen oder vielleicht auch Beziehungsformen, die ja dann trotzdem miteinander einhergehen. Also ab dem Zeitpunkt, wo ich einen Spielpartner, eine Spielpartnerin mehr als einmal sehe. würde ich jetzt erstmal sagen, es eine Form von Beziehung? Und können wir dann bitte mal ausmachen und Sicherheit für uns schaffen? wir das so... Also da gibt es so viele Fragen zu klären, dass ich... dass ich da... hatten wir in einer anderen Folge schon, bei diesem Don't Ask, Don't Tell. Weiß ich jetzt nicht. Weiß ich jetzt nicht.
Maria: Hm. Hm. Mhm.
Maria: Das ist so spannend, weil ich gerade denke, mich beginnt Beziehung schon ab dem ersten Treffen. Also ich bin genau wie ich bin und ich bin genauso intensiv und ich bin ganz doll verbunden. Mein Favorite tatsächlich ist die Girlfriend Experience. Ich habe richtig gerne Dates in der Girlfriend Experience. Das kann dann auch ein Date bleiben, aber wir verhalten uns auf diesem Date so, als wären wir schon in Beziehung.
Tobi: Ja.
Maria: Es gibt Händchen halten, gibt Puscheln, es gibt Sex, es gibt tiefe Gespräche, es gibt Fragen danach. Und das natürlich nicht für jeden was, weil das macht mit manchen Menschen Attachment. Und die sind dann doll verknallt danach und wollen dann die Girlfriend Experience tatsächlich dauerhaft haben. Da bin ich dann raus meistens, weil...
Tobi: Hmm.
Tobi: Also das Girlfriend halt.
Maria: Ja genau, wollen ja jetzt Girlfriend haben. Aber das ist halt auf jeden Fall nur ein Kink von mir. Das ist eine Form von, was ich halt einfach geil finde. Also wir entscheiden uns ganz bewusst, wir gehen super intensiv rein und ich brauch davon auch zwei Tage, wieder runterzukommen von den Endorphinen. Das find ich halt so geil. Zu merken, wie high ich bin danach und dann wirklich irgendwie nach zwei Tagen dann wieder am Boden zu sein und zu merken, okay, wow, ich bin richtig geil geflogen. Ja.
Tobi: Krass.
Maria: Das finde ich richtig, richtig geil. Da kann man halt auch sagen, super toxisch für Leute, die halt ein Problem mit Attachment haben. So merke ich dann, habe ich anscheinend ein Netz und vor allem auch eine Machtkomponente, die ich gerne ausspiele. Egal. Das habe ich gerade gedacht zu deinem Inhalt. Ja, das war genau beschrieben, ich dran dachte. Bei meiner Lösung wäre John Gottman gewesen, ja den Umgang, also der hat ja diese, ach, diese Bücher, die immer Zahlen haben, die fünf Wege für eine glückliche Ehe oder so oder acht oder was weiß ich. Und einer der Punkte ist ja unlösbare Probleme.
Tobi: Mmh.
Maria: In jeder Beziehung gibt es unlösbare Probleme. Und ich will Sex und du willst keinen ist auf jeden Fall ein unlösbares Problem. Und der Umgang mit unlösbaren Problemen ist nicht Trennung nach Gottman, sondern Neugierde. Wenn wir es schaffen, diese unlösbaren Probleme von uns und unserem Beziehungsstatus zu trennen, das heißt, du willst keinen Sex mit mir bedeutet nicht, ich bin fett, hässlich, unattraktiv, du liebst mich nicht und wasst da nicht alles so an. Wenn ich das glauben kann, wirklich authentisch glauben kann, kann ich dir begegnen und fragen, warum magst du mich nicht, Fige? und dann kriege ich Antworten darauf, die dann akzeptiert werden müssten. Und da passiert Wachstum, weil die liegen vielleicht ganz außerhalb von dem, was ich erwarten würde oder was ich glauben möchte, weil meine inneren Geschichten mir erzählen, ich bin halt fett, hässlich, dumm, mich liebt keiner und jetzt wird sie mich auch nicht bomsen und jetzt ist irgendwie klar, dass das bestätigt ist. Das ist der wissenschaftliche Unterbau zu all dem, was du gesagt hast. Welche Frage hast du noch, die wir beantworten sollten?
Tobi: noch mal so ein bisschen ins Detail gehen. Du warst gerade schon bei der Nummer A. Ja, vielleicht sollte ich meine Beziehung, also jetzt vor allem Monogamie, nochmal neu bewerten. Wobei, das ist jetzt eigentlich von der Beziehungsform unabhängig. Wann ist fehlender Sex nur eine Phase und wann, würdest du sagen, ist es echte Inkompatibilität? Also ist es überhaupt möglich, dass man sich dahin entwickelt?
Maria: Ja, also die Frage ist halt immer, warum will ich keinen Sex? Ist es eine Asexualität oder trage ich sexuelles Trauma? Habe ich Missbrauchserfahrung, Übergriffigkeitserfahrung? Wie wohl fühle ich mich in meinem Körper? Wenn ich mich fett und hässlich fühle, das mal wieder mit hoch zu holen, dann ist es einfach super schwer für mich, vorzustellen, dass du mich geil findest. Und diese Geschichte über mich loszulassen, die mich ja so schön Menschen lieben, oft in der Opferenergie zu schwingen. Ich bin halt fett und hässlich und keiner will mich.
Tobi: Oder glaubst du immer, dass es ...
Maria: dann kann ich mich so schön klein machen und so und die Verantwortung zu übernehmen und zu sehen, okay, da ist jemand, mich richtig geil findet, fuck, vielleicht müsste ich diese Geschichte über mich mal fallen lassen, kann schmerzhaft sein, weil wir definieren uns ja gerne über Geschichten, es gibt uns halt und sicher halt auch nicht schöne Geschichten und so. Und in solchen Fällen, wenn das die Grundlage ist für einen unterschiedlichen Sex-Drive, ist das auf jeden Fall behandelbar, so würde ich es jetzt mal sagen. Auch Begehren hat ja verschiedene Phasen, wie sehr begehre ich mich selbst, wie sehr kümmere ich mich mich selbst, wenn ich ich bin gerade Ich weiß nicht, ob du es merkst, aber ich bin noch mal High-High-Sexer, weil ich wieder noch mehr in meiner Energy angekommen bin und irgendwie ich hab grad das Gefühl, ich platze eigentlich permanent.
Tobi: Das merkst du vor allem mehr, ja? Weil für mich ist das so, als hätte ich bei uns Kinderzimmer sowieso schon den Mariathurm aus all den Lego-Duplosteinen gebaut und jetzt kommen noch drei drauf. Das ist jetzt für mich eher weniger verdoppelt, sondern das ist einfach immer high gewesen. Und ja, ich merke den Unterschied, aber Für mich ist der gar nicht so massiv, aber ich merke den Unterschied mit dir, also in dir, für dich. Absolut. Wenn ich rauszoome, ist das ja einfach auch gerade eine Wahrheit.
Maria: Vielleicht weil ich auch nicht nur Sex mit dir habe, mein Herz. Das wird...
Tobi: die absolut toll ist, weil den Outcome davon, den spüre ich ja absolut, wie du bei dir bist. Wie du deine, ja genau.
Maria: Ja, very much come, auf jeden Fall, richtig viel come. Sorry Leute, TMI vielleicht, too much information, aber naja, ihr wisst, wo ihr hier seid. Ich weiß auch nicht, ich bin heute die Abkürzungsmausi. Die Alphabetpolizei. So, wo kamen wir denn aber gerade her? Genau, also kann man das lernen? Ja, absolut.
Tobi: Was ist das mit den Abkürzungen heute? Die gibt es doch alle gar nicht, oder?
Maria: Die Frage ist halt immer, ist die Grundlage? Wo kommen wir her? Woher kommt das? Und welche Kapazitäten haben wir wieder, uns dem zu begegnen? Weil es kann halt durchaus schmerzhaft sein. Aber das ist erst tolle Anbeziehung. Ich hab heute erst ein tolles Video wieder dazu gesehen. By Gott, das schönste Anbeziehung ist der Schmerz. So im Moment des Schmerzes, so wenn ich mich schäme, wenn ich Dinge bereue, wenn ich irgendwie verletzt bin, enttäuscht bin und so. In dem Moment finde ich es auch nicht geil, aber das, was danach kommt. Wenn ich da reingehe, wenn ich gucke und sage, okay, wo ist hier mein Anteil? Ich bin doch, das ist hier ganz, ich rieche es, ich weiß es, ich schmecke es, es ist hier irgendwo. Und ich mich dann da reinbegebe und dann auch noch mal gerne noch mal richtig leide, weil mir die ganzen Facetten oder viele Facetten noch mal bewusster werden und so. Und danach dann aber dieses Gefühl von Release und mich selber kennengelernt zu haben und mir das zu erlauben, menschlich zu sein, verletzlich zu sein und ach, alles das irgendwie, das ist ja dann super geil. So, insofern, Jupp. total sagen, dass man daran wachsen kann, das mitnehmen kann.
Tobi: Jupp,
Maria: Was würdest du sagen, wann wird sexuelle Exklusivität unfair und wann bleibt sie legitimer Wunsch? Also so... Ja, Thema... Gibt's eine legitime Grundlage für sexuelle Exklusivität in deiner Welt?
Tobi: Ja, wir uns versprechen, also wenn wir A schon merken, dass wir so ziemlich auf einem Level sind und uns versprechen können, dass wir das auch bleiben.
Tobi: Why not? So. Aber ich weiß nicht auf welcher Grundlage mir das jemand versprechen sollen könnte.
Maria: Mhm.
Tobi: Was weiß ich denn? Das ist aber glaube ich noch ein bisschen mehr, nämlich wann ist es legitimer Wunsch? Also, ich, meine Meinung ist, den Anspruch auf sexuelle Exklusivität mit jemandem, den gibt's gar nicht. Den gibt's gar nicht. Aber wann ist es ein Wunsch, wo ich mal überlegen würde, kann ich dem mal gerade nachkommen? Vielleicht ein bisschen im Sinne von Rücksichtnahme. Im Sinne von ... ... okay, du brauchst gerade, ... irgendetwas zu erreichen, brauchst du da gerade mal ... nicht so ein frei, also brauchst du mich nicht mal als ... als freischwingenden Partner. Und da vielleicht so ein bisschen. Wenn ich sagen möchte, ja, ist schwer. Moment, nochmal neu.
Maria: Der Polikerl versucht jetzt, sich da reinzufühlen, ich hab was. ich kurz, kannst du kurz noch mal überlegen? Für mich wäre zum Beispiel, wir wollen Kinder kriegen. Und ich sag, du, das mit der Ansteckungsgefahr und so, das ist jetzt einfach gerade zu heiß. Lass mal während der Contraception-Phase, also wo wir versuchen, schwanger zu werden, auf Exklusivität umsteigen. Das ist für mich eine valide Geschichte. Oder meine Mutter ist gerade gestorben und das ist richtig übel anstrengend gerade für mich und ich bräuchte ... brauch super viel Rückversicherung und das reißt mir den Boden unter den Füßen weg. Und ich kann gerade nicht gut halten, dass ich irgendwie Unsicherheit spüre in unserer Bindung, weil, keine Ahnung, du halt irgendwie dich sexuell erkunden gehst oder so. wäre für mich. Vielleicht, wenn man da ist, wenn die Autonomie nicht sehr groß ist in Beziehungen, legitime Ansprüche.
Tobi: Also das bewertet dann der Empfänger des Anspruchs.
Maria: Das bewerten beide zusammen, würde ich sagen. Das ist ja immer ein Aushandeln von, ich bräuchte das gerade, ist ein Wunsch. Und Wünsche dürfen abgelehnt oder verhandelt werden.
Tobi: Ist halt ein Wunsch. Ich glaube, mir würde auch ganz, ganz, ganz, ganz viel, also wenn mir das auf der anderen Seite sehr wichtig wäre, dann würde ich da absolut ebenso einen Anspruch darauf erheben von, wir gehen wir künftig damit Ich möchte nicht im luftleeren Raum mit dem bleiben, was ich eigentlich möchte. Und ich möchte auf dich eingehen. Das wäre aber wichtig für mich, dass wir einen Rahmen schaffen. wäre wichtig für mich, dass wir einen Rahmen schaffen. Mir wäre wichtig, dass wir drüber reden, was es hier genau ist. dass ich auch, ich bin einer, wenn ich meine Autonomie einschränken soll, ich brauche richtig viel Erklärung dazu. Ich brauche richtig viel, richtig viel Erklärung, wenn ich das Mindset dahinter selber in mich habe. Ja, ja, Also, so, und dann
Maria: Logisch auch. Also finde ich total nachvollziehbar. Und selbst dann ist es total schwer, weil alles, was nicht aus uns selbst herauskommt, was wir nicht selber schon erfahren haben, ist glaube ich schwer für uns nachzuvollziehen. Die Lebensweltrealität dann. So, immer würde ich sagen. Geht mir auch so.
Tobi: Ja, aber das waren sehr gute Beispiele. Also Situation, also darum ging es mir eigentlich auch. Besondere Situation, Ausnahmesituation, in denen vielleicht Dinge schwerer anzunehmen sind oder in denen vielleicht auch die Emotionalität von dieser Beziehung, die wir jetzt hier haben. Wenn die gerade einfach nicht so ... Also wenn da irgendwas hakt, so wie Todesfälle, so wie ... ... weiß ich. Sehr, sehr stressige Lebensphasen oder Arbeitsphasen oder, oder, Wo ich weiß, ... potentiell ist es so schon Stress für mich ... und wir kriegen das auf einem normalen Level, kriegen wir das gut hin. Hier jetzt vielleicht gerade nicht so. Da hätte ich dann als Partner, der diesen Wunsch empfängt, ... gleichzeitig ...
Maria: Mmh.
Tobi: einen Riesenanspruch darauf, wir diesen Stellenwert davon, dass wir den mal bearbeiten. Aber ich glaube, ist auf jeden Fall, aus meiner Meinung her ist das auf jeden Fall valide. Also auf jeden Fall ein Wunsch, den ich erst mal nachvollziehen könnte. Egal wie doll ich das mag oder nicht. Lass uns noch einmal kurz zurückgehen zur Poly-Sichtweise. Nämlich steht noch die Frage im Raum für mich, löst Polyamorie? Sexuelle Inkompatibilität. Also am Ende, wir haben diese Nummer jetzt gerade für Monogamie ganz gut geklärt oder nicht geklärt. Also irgendwie haben wir am Ende gesagt, ja, mach mal nicht Monogamie. Aber sind wir jetzt...
Maria: Nee, darf ich da kurz rein? Ich würde halt eher sagen, dass ich gesagt habe, ich gesagt habe, kein Sex ist kein Problem. Die Frage ist, wie finden das beide Partner? Und dass es halt total sexlose Phasen geben kann. Die Frage ist, bleiben wir verbunden? Bleiben wir darüber in Kontakt? Sind wir Angehörige des asexuellen Spektrums? Das ist sowieso gar kein Problem so, weil da hat Sexualität einfach keine Rolle bei uns. Ich finde total, dass Phasen von Sexlosigkeit, solange es nichts covert, solange wir das wirklich neugierig erkunden und uns anschauen und es einfach gerade nicht fühlen und es einfach gerade irgendwie okay ist, da sein dürfen und die große Liebe mehr ist als Sexualität. So, das wollte ich jetzt nur nochmal.
Tobi: Ja, ja, genau. Das ist ja wichtig, das hatten wir vorhin schon. Dass wir da auf jeden Fall, aber da ja schon unterscheiden. Also da in dem Fall, den du hier gerade genannt hast, ist es von uns beiden unterschrieben eine Phase.
Tobi: So. Die Frage ist aber, löst die Beziehungsform Polyamorie an der Stelle sexuelle Inkompatibilität? Also jetzt habe ich ja...
Tobi: Jetzt passen wir vielleicht in einigen Dingen einfach nicht gut zusammen. Wir wollen aber gerne romantische, platonisch romantische Beziehungen führen. Und wir haben vielleicht dann auch noch eigentlich einen mittleren bis hohen Sexdrive. Aber wissen bei uns beiden? Nee, irgendwie nicht. Das sind irgendwie unterschiedliche Welten.
Tobi: löst das Führen von weiteren Beziehungen. Also ist das eine Lösung? Ist das überhaupt ein Problem, was hier gelöst werden muss? Oder verschieben wir nur das Problem, weil wir ja weitere Leute daten?
Maria: Mhm. Mhm. Also ich denke jetzt zum Beispiel an sehr gegensätzliche Kinkausrichtungen. Also angenommen jemand ist sehr festgefahren sadistisch und das ist ja schon was sehr spezielles. Und die Partnerperson ist Vanilla, best case und bisschen, aber eigentlich so.
Tobi: Ja genau, habe ich auch dran gedacht.
Maria: So gar nicht, will gar nicht hart angefasst werden, gar keine Tempowechse, irgendwie, ne? Vielleicht eine Missbrauchsvergangenheit oder irgendwie so Geschichten so. Dann würde ich halt die Frage stellen, für mich ist ein bisschen schwierig, wenn du nur sadistischen Sex haben kannst. Da würde ich schon die Frage stellen, ist mit dir alles in Ordnung, dass du halt die Person, die du lebst, die eine Missbrauchsvergangenheit hat, einfach liebevoll sexuell... Ich hätte Fragen. Ich hätte Fragen und würde das evaluieren wollen und so. Aber angenommen, ist...
Tobi: ja.
Tobi: Ja, genau.
Maria: ethisch, das mal abzukürzen hier, und alles ist gut und wir stellen halt einfach fest, okay, ja, ich will das so und du willst das nicht, dann ist ja, also, dann würde ich eher zu Prostituierten gehen, zu Sex-Workern, weil Beziehung öffnen ist mehr als Sex und das ist ja auch das, was die Leute oft unterschätzen. Beziehung öffnen bedeutet, wir holen uns deinen Menschen. Ich hab fucking Bedürfnisse, wenn ich deinen Boyfriend ficken darf. dann rede ich auch mit ihm und ich hinterlasse Spuren bei Menschen und ich bewege und ich, ich bin Liebe. So, da kommt nicht nur Sex durch die Tür, da kommt auch Liebe durch die Tür und Worst Case für dich, Best Case für mich, verknallen wir uns halt, na so. Und deswegen finde ich halt für die Frage, so Sexualität funktioniert bei uns nicht, Beziehung öffnen raffe ich nicht. Raffe ich nicht, weil ihr holt euch Themen ins Haus. denen ihr ganz sicher nicht begegnen könnt aktuell. Und jetzt kann man natürlich irgendwie crazy sein und man kann sich da Hilfe holen und man kann da reinwachsen und so und ich bin da, ich mach das beruflich. Ich öffne Beziehungen beruflich. Das ist, ich begleite Beziehungsöffnung. Das ist, was ich tue. Ich weiß, das geht. Ich weiß aber auch, es ist super herausfordernd, das zu navigieren und die Leute kommen immer erst dann zu mir, wenn es schon reingeschissen ist. Sind wir mal ganz offen. So, ist wirklich schwierig. Und da wäre ich dann eher dabei zu sagen, ne, dann würde ich das als wirklich Dienstleistung betrachten. Weil ich kann zum Beispiel sagen, ich habe gar keinen Bock auf Menschen, einfach nur bumsen wollen. Die findest du natürlich, die gibt es, aber auch da ist das Risiko einfach viel zu hoch. Du begegnest einem Menschen. Meinungen können sich ändern. Vielleicht verknall ich mich doch in den und jetzt ich in die und so. Wenn ihr eure Beziehung stabil halten wollt und vielleicht auch stabil monogam, würde ich Sexwork aber auftragen. Dann würde ich das Geld in die Hand nehmen und würde da irgendwie ein Commitment treffen wollen und würde halt sagen, cool, dann holt ihr halt auch wirklich das woanders. Weil Menschen sind mehr als Dienstleister. Das ist eine Dienstleisteranfrage.
Tobi: Das finde ich auch immer schwierig. Hast du das eigentlich bewusst, dass du an einer Stelle aus einer monogamen Beziehung kommst, mit einem monogamen geprägten Mindset, was schon lange vor der Beziehung da war? Und jetzt machst du das, weil du hast für dich verstanden, guck mal, ich löse hier... was weiß ich? Ein Unterschied im Sexdrive löse ich halt auf die Weise oder ich löse vielleicht das Ausleben von unterschiedlichen Kings, die ich habe. Also löse ich auch im Außen. Aber bist du so anders? Bist du selber dann der kalte Klotz, der nach außen geht und das auf die Reihe kriegt, das irgendwie so zu lösen? Oder bist du doch eigentlich Also in deiner Persönlichkeit verankert, einfach so wie du bist. Nämlich vielleicht lieb und nett, herzlich, bisschen touchy.
Maria: Du glaubst Sexworker sind nicht lieb und nett und herzlich und die sind kalt und das ist einfach nur eine Fickdienstleistung oder?
Tobi: Doch, doch, doch, doch, doch. Nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, nee, allein schon im Dating und der sich noch nicht die Unterschiede von verschiedenen Beziehungsformen bemüht hat, dass jemand nur monogam Beziehung kann, dann rausgeht und sagt, ey, pass auf, ich möchte hier eigentlich nur diesen kleinen Teil abgreifen. Glaubt man wirklich, dass man auf einmal diese Maske aufsetzt und all das weglässt, was man sonst so den ganzen Tag in Beziehung macht? Das meine ich.
Maria: Ja. Ja. Ja.
Maria: Das ist wirklich es. Genau. Du wirst diese andere Frau behandeln wie deine Freundin, weil du es gar nicht anders kennst. Du kannst das, du kennst das doch gar nicht. Du wirst liebevoll mit der sein. Wie? Liebe ist im Raum, weil du Liebe bist. Das ist halt was Leute nicht begreifen. Also ihr kommt aus Beziehung, ihr werdet euch verhalten wie in Beziehung. Und ansonsten funktionieren Menschen da einfach auch nicht.
Tobi: Also, weil es einfach schön ist,
Maria: Ja, natürlich, aber deswegen sind wir auch Poli. Aber deswegen sage ich ja so ein großes Achtung. Deswegen sage ich so ein großes Achtung. Achtung, Achtung! Ihr wollt monogam Leben, Beziehung öffnen? Könnte schwierig sein. Da gehört echt eine Kapazität dazu, so wie bei mir, ne? Dass ich halt, ich kann Wochenende mit jemandem verbringen und voll hingehen und dann brauche ich bis Montag, Dienstag und dann bin ich auch wieder unten und dann weiß ich, ja, alles ist gut. Aber das ist ein Erfahrungswert und das ist trainiert und das ist Bewusstsein und das ist achtsam und das ist auch ein bisschen krank. vielleicht. Vielleicht auch das. Ich bewerte das so nicht, aber das könnt ihr gerne so tun. Das muss man auf jeden Fall auch gut anleiten und gut ausleiten und da muss auch irgendwie ein guter Aftercare geben und so. Das ist schon toll, auch für die Menschen, die das gerne wollen von mir, die das mit mir erfahren wollen. Dann ist das halt, ja, ja, ja. Aber ja, das ist mein...
Tobi: Vielleicht auch das,
Maria: Mein großer Talk.
Tobi: Ja, wir machen langsam zu. Ich glaube, wir haben hier viele Facetten aufgemacht. Das finde ich richtig gut.
Maria: Ja, und ich glaube, wir waren immer noch bisschen zu wenig in diesem Monogamie-Ding mit drin von ich ziehe meinen Wert halt aus einer Person. Monogamie macht halt emotionale abhängig. Monogamie, die größte Krise bei Monogamie. Das Schönste an Monogamie ist die tiefe Verschmelzung, das große Versprechen, du bist alles für mich, ich bin alles für dich und das können wir auch ein halbes Jahr, ein Jahr, anderthalb Jahre leben. Und dann kneilt die Realisation rein von, fuck, vielleicht bin ich einfach krass emotionale abhängig, weil... Du gehst auf Geschäftsreise und ich krieg Schnappatmung und kann nicht pennen und keine Ahnung. das so. Es geht ja so weit, dass Menschen keine gegengeschlechtliche Friseurperson haben dürfen. Also dass Frauen ihren Männern nicht erlauben, einer weiblichen Physiotherapeutin zu gehen und so was. Das können Ausuferungen sein von Monogamie und emotionaler Abhängigkeit. Und das ist halt die Frage, möchtest du das? Wir hatten das schon oft. Man kann süß finden, dass Paare Die 60 Jahre zusammen waren, kurz nacheinander sterben. Montag er, Mittwoch sie. Kann man sagen, süß, die sind so verbunden. Ich krieg die Krise. Ich denke mir so, emotionale Abhängigkeit seinem Vater. Wie du stirbst und ich sterbe auch. Also kann man romantisch finden. I don't.
Tobi: halt auf so Schwanfotos immer ganz nett aus.
Maria: Genau, man kann ja alles romantisieren. Und ich bin große Freundin von Endromantisierung und irgendwie persönlichem Glück und das aber trotzdem in Verbindung zu finden, mit möglichst wenig emotionaler Abhängigkeit und gleichzeitig bin ich ja super auch selber anfällig für emotionaler, aber ich bin anfällig für Abhängigkeit Leute. Hallo, hallo, ADHD, Abhängigkeit geil. Und da immer wieder auf der Grenze zu tanzen ist was besonderes. Jedenfalls waren wir jetzt, finde ich, bisschen zu wenig drin in diesem emotionaler Abhängigkeit, Wert daraus ziehen, Sex auch als Macht, Sexentzug als Macht, als Bestrafung über den Partner. Da gibt es richtig eklige Facetten, wo wir jetzt viel zu wenig drin waren. Stellt uns gerne Fragen dazu, wenn ihr da noch genaueres wollt. haben einmal am Anfang des Monats machen wir eine Fragenfolge. Dann können wir da noch mal genauer reingehen. Das war jetzt halt die Folge dazu, unseren aus unserer Perspektive wichtigen Aspekten.
Tobi: Genau das. Fragenfolge ist dann logischerweise nächstes Mal schon, oder? Dann sind wir schon wieder am Anfang des Monats. Und der Frage-Sticker ist unten in den Show-Notes. Egal wo du das hier gerade hörst. Schick uns doch mal, wie das die erste Freien Folge nach dem Sommer, schick uns doch mal deine Probleme, deine Hürden, an denen du irgendwie...
Maria: Ja.
Maria: oder auch auf Instagram. Mhm.
Maria: Hmm?
Tobi: ob du ja kognitiv oder emotional verzweifelst, damit wir Content draus machen können. Ach so, ja und damit wir dir ja auch helfen natürlich.
Maria: Baba Helfen wäre mein Anspruch, wenn du Coaching brauchst. Das hier ist Werbung machen für uns, Selbstdarstellung, Meinung verteilen, vielleicht inspirieren
Tobi: Das kannst du natürlich auch machen.
Tobi: Sehr viel Meinung. Sehr viel Meinung teilen, dir auch die Möglichkeit zu geben, einfach nein dazu zu sagen. Also einfach auch zu sagen, labern die, guck mal so und so funktioniert es viel besser. Absolut plausibel.
Maria: Genau, man kann, ich, super projizieren.
Maria: Ja, super. Super, der kleine Maus Bär, wann bist du zu Hause heute?
Tobi: Sogar.
Tobi: Hm, bis 20 Uhr habe ich noch Termine.
Maria: Wie soll ich das nur überleben?
Tobi: Er ist gestolpert und auf mich gefallen. Du warst fünf Minuten...
Maria: ja, mir fällt was ein, wa?
Maria: Du warst fünf Minuten weg, ich war allein. Fremdgehen von KIZ, große Empfehlung hier an der Stelle von uns. mein Engelchen, danke dir für deine Zeit, danke, dass du das vorbereitet hast und an euch alle. Ihr könnt unsere Fressen auf YouTube sehen, wenn es euch interessiert, wie wir ausschauen beim Podcast und ansonsten sehen wir uns, hören wir uns in der nächsten Woche wieder.
Tobi: Mega! genau. Danke dir.
Tobi: Tschüss!
Maria: Toodaloo
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