Folge 36 - Gut getrennte Eltern sind Poly: Co-Parenting ohne Krieg

Shownotes

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⚠️ Hinweis: Wir teilen persönliche Erfahrungen, keine Therapie oder Heilversprechen.

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Tobi: Hallo meine LieblingszuhörerInnen. Herzlich willkommen zurück. Wir sind zurück aus meiner Geburtstagswoche. Einige von euch haben das ja schon mitbekommen, weil ich ganz teilfreudig war, auch jetzt gerade erst kurz vor der Aufnahme. Es war mega schön. hat mir eine ganze Geburtstagswoche bereitet. Jeden Tag ein kleines Rätsel oder eine kleine Aufgabe und ein paar Dinge für mich, die so ganz kleine Bereiche in meinem Leben irgendwie ein bisschen schöner oder frischer oder neuer machen. Und das Ganze haben wir dann gerade erst beendet mit einem wunderschönen Urlaub im Harz.

Maria: Hahahaha

Tobi: Richtig deutsches Geschenk, deutsches Geburtstagswochenende. Schatz, wir fahren in den Harz. Ja, mega schön. haben Wellness gemacht. Es hat zum Glück, genauso wie jetzt, fast das ganze Wochenende gepisst. Das heißt, konnten gar nicht, wir konnten leider gar nicht so viel draußen machen und mussten leider in unserem Wellness-Hotel bleiben. Das war auch schön. Also ich finde, wir hatten da eine gute Mischung aus, lass uns mal dusselig durch die Wälder latschen und durch das Angebot da draußen kämpfen. Und der Rest war wirklich einfach. hier mal sitzen, da mal schwitzen, hier mal mit am Tag ein bisschen wegschnubbeln und gefühlt auch den ganzen Tag lachen, weil wir mit der lieben Vivien unterwegs waren. Ihr kennt sie aus Schieß mich tot Folge drei. Freundebumsen. Da war sie schon mal mit hier. Na ja, ihr könnt euch vorstellen, wie das dann war.

Maria: Lustig lustig war's gewesen.

Tobi: Wie war es für dich? Ja. noch mal kurz erzählen, was dein Highlight war.

Maria: Wir haben ja gerade eine Phase, relativ angespannt ist. Also bei uns im Hintergrund passieren gerade viele, viele Dinge. Viele Dinge verändern sich. Muster werden aufgedeckt und auch viele Anteile getriggert und so Geschichten. Das heißt, wir hatten in den letzten Wochen fast jede Woche irgendwie einen großen, großen Konflikt, wo wir immer wieder so vor unserem Muster gestellt wurden. Und für mich war halt besonders schön und das war auch das, ich mir vorgenommen habe. hatte, dass das jetzt, ich brauche immer so, ja so ein ritualer Mensch, und ich brauche irgendwie so Beginne, Neubeginne und ich, also ich bin auch voll deshalb der Geburtstagsfeiertyp und das ist Jahr, eine Kaskade ist abgeschlossen und irgendwie so, das ist für mich so voll wichtig und ich habe für mich halt innerlich festgehalten, so dass ich gerne möchte, dass meine Muster mit diesem Jahr auch gehen dürfen, so dass meine meine, ja mein Festgefahrensein irgendwie in meinen Sachen und habe mir das eben auch vorgenommen, dass das sozusagen jetzt beginnend mit dieser Geburtstagswoche, was ja irgendwie schon, also es war ritualhaft für mich auch wichtig tatsächlich, klar war es für dich und ich habe das für dich präpariert und präsentiert und so, aber das Ritual war für mich einfach auch wichtig. Dadurch hatten wir auch kleine Verbindungsmomente an jedem Tag, das war für mich wichtig und wir ja, konnten das irgendwie mit so einer Ritualitätsgeschichte irgendwie abschließen. Wir haben zum Wandern auch alle eine Midi-Dose-LSD genommen am Samstag und da in der Natur zu sein, ist sowieso immer schon total öffnend. Ich bin ganz krasser so fließendes Wassertüb. Wir haben dann eben auch so ganz reißende Bäche gesehen und da irgendwie minutenlang davor gestanden und das irgendwie aufgesogen und gefühlt konnte ich. Dann in einer Trigger-Situation, das ist ja das Schöne in Beziehung mit Menschen, konnte ich dann eben auch gleich ein bisschen gesteuert auch durch diese 40 Mikrogramm LSD, was halt nix ist, ne? Volldose sind irgendwie 150, aber da konnte ich mein Muster brechen, auch in einer Akutsituation. Was ist mein Muster? Ich werde ja erst wütend und bin eigentlich traurig. Aber wir kommen selten an die Trauer, weil durch die Wut dann schon Konflikt losbricht. Und jetzt gibt es zwei Wege. Entweder ich habe einen Menschen vor mir, der das rafft und die Wut hält und sagt, was ist denn dahinter? Das heißt, das rafft, der davon nicht weggewischt wird oder weggeschlagen wird, weil es ja doll ist, wenn ich wütend bin. Oder ich habe keinen Menschen vor mir, der von dieser Wut schon so getroffen ist, was der Fall ist mit Tobi. Also der einfach da nicht gut ...

Tobi: Hm.

Maria: den das doll trifft. So rum ich will gar nicht bei dir das Defizit aufzählen, sondern dich trifft das doll und nicht du hast irgendwas zu wenig oder so, sondern dich trifft das einfach doll. das war für mich halt natürlich irgendwie ganz besonders und davon abgesehen, ja, das Gegackere, das Gekuschel, das Geplayfight, das Schwitzen in der Sauna, der Sex in der Sauna, ja da könnt ihr jetzt sagen, ihr widerlichen Ekelhaften. Na und? sagen dann halt, wir wissen nicht, welche das war. Oder welche nicht. Also wunderbar, wunderbar, wunderbar. Und ich habe jetzt im letzten Podcast schon irgendwie angeteasert, dass ich wahrscheinlich erst in zwei Wochen fragen brauche, wie das so für dich war. Jetzt mit dem Doll und Laut und so beschenkt werden, aber gefühlt dauert es doch gar nicht so lange. Also wie war es denn jetzt für dich eigentlich so mit diesem

Tobi: Viel Spaß beim Rausfinden!

Maria: vorher schon jeden Tag irgendwie was kleines und ja.

Tobi: Ja, genau das, was du schon gesagt hast, war... Das war für mich genauso schön, ne? Also, ich kann ja mal einfach sagen, also einen Tag gab es zum Beispiel gleich am Anfang, an diesem Montag, gab es von dir einfach nur ein Tischtennis-Set. Weil wenn wir bei uns aus dem Fenster gucken, dann gucken wir direkt in einen Innenhof, also was heißt Innenhof? Das ist eine Riesenwiese mit einer Tischtennisplatte und ich bin ja immer so ein Typ für... Lass mal was draußen machen. Also lass uns mal einfach draußen bewegen und irgendwas Witziges machen, so Ballspielen oder so. Und jetzt wohnen wir schon ein Jahr in dieser Wohnung und wir haben kein Tischtennis-Set zu Hause mit einer Tischtennisplatte vor der Tür. Naja, sowas, ne? Also was heißt mir? Also hast du uns einfach mal so geschenkt. Ja, und solche Kleinigkeiten, das fand ich einfach nett und sowas gab's dann jeden Tag und dazu dann eben klein. Also immer die kleine Aufgabe, die ich erst erfüllen musste. Das war schon schön. Was ich auch gemerkt habe, ist, dass ich immer noch mit Beschenkwerden gar nicht gut umgehen kann. Also trotzdem ist es so dieses Ich bekomme Geschenke. Wenn ich das woanders herkriege, wie jetzt hier Beispiel im Studio, hat mir der liebe Michael einfach so wie letztes Jahr auch ein richtig geiles Dry Aged Steak geschenkt, was er dann einfach bei mir im Kühlschrank gelassen hat. Da halten wir uns nicht so lange mit auf irgendwie und auch in die andere Richtung nicht. Wir bedanken uns toll, dann drücken wir uns auch mal. Dann wartet aber, also da muss ich. Da muss ich irgendwie nichts machen. Mit dir ist das ein bisschen mehr aufgeladen. Weil ich glaube, zu wissen, aber auch zu spüren, dass das Schenken für dich so wichtig ist. So, und im Gegensatz zu Michael, ist weder das Beschenkt werden noch das Schenken. Also ist zwar schön, fühlt sich schön an, aber hat gar nicht so einen hohen Stellenwert und da ... ... da liegt irgendwie nicht so ... ... nicht so viel Druck drauf. Aber vielleicht gibt es auch gar keinen Druck, aber ... ... es macht irgendwie welchen in mir. Ja. Dementsprechend war das wie ein gutes Training, so die ganze Woche lang. Falls ihr ja nie einfach so das ... dass das große Geschenk war, worüber sich hier ein halbes Jahr den Kopf zerbrochen wurde, sondern einen Haufen Kleine, die irgendwie schön, trotzdem schön durchdacht waren und aufmerksam vor allem. So wie dieses Tischtennis-Set. Aber ... Ja, so ein bisschen verteilter. Und deswegen fand ich das richtig schön und auch, wir, ja, dass es so einen angenehmen Fokus an meinem Geburtstag auf mich gab, aber gar nicht so übertrieben. Ich schätze mal, das leite ich auch so ein bisschen unbewusst mit, dadurch, dass wir zu dritt unterwegs waren und ich ja überhaupt nicht den Riesen Anspruch drauf habe. dass es heute hier nur nach meiner Nase geht, sondern dass ich weiß, ich einen, also ich möchte einen richtig schönen Tag haben, aber ich möchte den vor allem richtig schön haben, weil er natürlich schön ist. Und das ist ja für mich, wir einen richtig schönen Urlaub zusammen haben, in dem möglichst viele von unseren akuten Bedürfnissen erfüllt werden und alle einfach gut drauf sind. Und das haben wir geschafft. ohne dass ich mich zurücknehmen musste. Und irgendwie, keine Ahnung, ... so Momente zwischendurch wie, ... ich habe jetzt Lust auf ein Eis, egal ob ihr mitmacht, ... dann hole ich mir halt ein Eis. Aber, wollen wir denn noch zu der Station ... oder zu der Station? Oh, keine Ahnung, ... ja entscheidet ihr mal. Also war irgendwie ganz angenehm und flowy alles und das war mega schön.

Maria: aber ja, Mission accomplished, sich selber und sich gegenseitig wieder ein bisschen besser kennenzulernen. dass da gewisser Druck drauf liegt. glaube, das verstehe ich auch total. Aber auch hier, darfst dich auch über Geschenke nicht freuen und du darfst auch sagen, okay, das finde ich leider richtig beschissen. Weil genau daraus lernt man ja dann. im besten Fall im Nachhinein es halt einfach besser machen zu können. Also auch hier geht es ja nicht darum, dass dann mein Bedürfnis erfüllt wird, da super irgendwie die Anerkennung daraus zu bekommen, sondern es war einfach schön auch zu sehen, dass du mit den Sachen halt auch direkt was anfangen konntest. Und irgendwie wäre es dann auch gut zu sehen.

Tobi: Mmh.

Maria: kann er damit kann er jetzt nichts anfangen und dann gehen wir es umtauschen oder so. Also auch da die Flexibilität zu haben. Danke fürs Feedback, dass wir da auch noch mal reingehen konnten.

Tobi: Ey, danke, dass du das alles gemacht hast. Also, was für ein mega Aufwand. Richtig schön.

Maria: Ja, war gar nicht so groß. Gerne, wirklich gerne. Aber es ist ein Skill, wie gesagt, das ist ein Skill, ich mir auch gut angelernt habe. Und das waren am Ende jetzt irgendwie paar Stündchen, ein bisschen basteln und so. einfach toll. Ich finde halt für jemanden oder für Menschen, habe Vivien auch, das war ein bisschen anstrengend, dass halt beide, für beide gleichzeitig eben auch irgendwie noch was zusammen organisieren. Das war halt toll. Genau, und das ist ja auch für dich ist gar nicht alles fertig geworden mit den Geschenken und Füvielen. Aber dann hat man halt einen Geburtstagsmonat oder

Tobi: Hm. wir wurden vor Ort auch mal wieder kreuz und quer angeguckt. Weil ich glaube, viele konnten unsere Art schon wieder nicht so richtig gut einordnen. Irgendwie, die hängen immer so viel zu dritt rum und irgendwie haben die auch alle irgendwann mal miteinander Körperkontakt und man kann gar nicht, also da waren ja ein Haufen so Wanderurlauber halt. zwar von alt bis jung, aber alle hatten gemeinsam, dass es halt irgendwie so bisschen spießig wirkte. Und mit ein paar Leuten haben wir uns natürlich wo sonst nackt in der Sauna auch unterhalten.

Maria: Ich kann nicht anders. Guck mal, wir sitzen da nackt zusammen drinne. Ich muss fragen, wer bist du, was machst du, gibt's die Kinder, wo sind die gelassen heute? Das ist halt leider ein bisschen mit der Charlo unterwegs sein, das immer 70 neue Freunde machen im Prinzip,

Tobi: Genau, Ja, war auch wieder ganz witzig. A, dieses Feedback auch mal wieder zu hören, was so für mich normaler Umgang ist, wenn ich einfach mit Menschen umgehe, die ich mag. Und das dann von außen irgendwie schon wieder gar nicht so richtig zu lesen ist. In welcher Beziehung steht er denn mit Person A, B, C? Das ... Ja. Was interessiert's dich? Er mag Person A, B, C. Fertig.

Maria: Mh.

Tobi: Das war irgendwie witzig. so meine Inschau zeigt mir auch, ich das einfach richtig gut finde. Also ich frage mich da manchmal irgendwie so, also von Anfang an ist das gesund, weil aufgewachsen bin ich ja auch mit so sehr festen Labeln und so so ist man mit so einer Person und wenn ich mit einer Person so und so, dann ist man doch nicht mit so einer Person in der Beziehung dann so und so. Wer sagt mir das denn die ganze Zeit, mit welchem Beziehungsgrad ich denn mit Personen A, B, C stehe? Ja, keine Ahnung, Müssen wir uns jetzt mal kurz zwischendurch drücken, dann machen wir das. Müssen wir kurz mal uns anschreien, dann machen wir das. Keine Ahnung. Das finde ich richtig cool. das... Das war irgendwie auch nochmal ganz nett und verrückt gleichzeitig zu spüren, wenn man sich dann kurz nochmal darauf besinnt, wie man denn vorher so gedacht und gelebt hat und vor allem dann noch von außen Rückmeldung bekommt. Oder Blicke einfach nur spürt. Also ich habe richtig gemerkt, wie manchmal Leute versucht haben, uns einzuordnen in unserer Dreierkonstellation. Nee? Ja, doch. Also.

Maria: Hab ich gar nicht drauf geachtet.

Tobi: Gleichzeitig war das nur meine Interpretation im Sinne von, das war ja mein Gedanke im Kopf. ja, an manchen Stellen, ich bin ja dann sehr blickig für sowas. Kann es aber auch durchaus sein, dass die Leute sehr viel mehr als das in ihrem Kopf erfragt haben, weil scheinbar sind wir auch so, jeder für sich schon ganz interessant gewesen.

Maria: Ich wollte gerade sagen, wir sind halt jeder für sich ziemlich attraktiv auch einfach. Dann hatten wir auch immer laut gelacht an unserem Tisch. Also ich glaube, dass auf vielen Ebenen das eh schon so Aufmerksamkeit herruft. Dann kann es aber natürlich trotzdem sein, dass man sich irgendwie fragt, okay, drei junge Leute, wie hängen die zusammen? Ja klar, keine Ahnung.

Tobi: Mhm. Ja, inklusive Tischgespräche, wo wir jetzt auch nicht so viel halt kennen, auch wenn wir unmittelbare Tischmachbarn haben. Quatschen wir halt das Gleiche, als wenn wir zu Hause alleine sind. Das ist natürlich auch noch so ein Ding. Und die Bandbreite, ist ja manchmal, ich das jetzt mal so rekapituliere, die ist ja auch verdammt breit. Also, all das, all das, all das irgendwie witzig. Ja, und deswegen denke ich mir immer, Alter, wir haben noch viele, Folgen Zeit hier, noch mehr Poly-Themen zu beleuchten, weil ein bunteres Thema oder ein bunteres Überthema fällt mir gar nicht ein.

Maria: Ja, es ist tatsächlich sehr, sehr spannend für mich, die Unterschiedlichkeit von Polyfreundschaften auch zu erläutern und hervorzuheben. Weil, also ich für meinen Teil unterscheide ja in romantisch-platonisch und romantisch-sexuell in meinen Beziehungen. Und dann gibt es natürlich auch nur platonisch, wo halt jetzt das Romantisch-Romantisch-Romantisch nicht so im Vordergrund steht. Und ich glaube, machen Normis halt nicht so. Da gibt es halt, du liebst halt deinen Partner. weiß noch, ganz am Anfang meiner Polireise war ich auf dem Geburtstag und mein bester Freund damals war verheiratet. Und ich hatte halt gesoffen damals noch und habe so ihren Freundinnen erzählt, wie sehr ich ihn doch liebe als mein bester Freund.

Tobi: Hmm.

Maria: Alter, hat das Backlash gegeben. Das gab richtig Stress im Nachhinein, weil die Freundinnen von ihr daraus gemacht haben, ich sei in ihn verliebt. So, also ja, auf eine Art, ja, aber halt platonisch. So wie man, hä? Ja. Und das war mein erstes Encounter mit, das ist wohl sehr anders, wie ich da gerade bin. Das ist wohl nicht, also das muss ich wohl übersetzen. Das ist wohl nicht,

Tobi: Nein. Hm.

Maria: normal für alle sich irgendwo hinzustellen und über deinen monogamen verheirateten besten Freund zu sagen, dass du den liebst. Check.

Tobi: Ja, genau das meinte ich am Anfang gerade. dass man da so sehr in irgendwelchen sozial angepassten Strukturen existiert und schon fast denken muss, wenn man anfängt, das nach draußen zu tragen. Also, sich verständlich zu machen einfach.

Maria: Ja, ja total. Und genau deswegen haben wir heute auch ein Poli-Thema dabei, auch ein Beziehungsthema, allerdings ein über mehrere Meterebenen, worüber wir im Poli ja auch gerne sprechen. Wir machen ja immer mehrere Meterebenen auf. Man muss ja alles auch immer schön kompliziert machen, die Scheiße. Und heute geht es das Thema Elternschaft. Wer mich gut, sehr intensiv verfolgt auf Instagram, kennt das schon von mir. Wer mich privat kennt, kennt das auf jeden Fall. Ich habe ja eine sehr klare Meinung zum Thema Elternschaft, getrennte Elternschaft vor allem und neue Partnerin, neuer Partner. Bevor ich mit Tobi zusammenkam, hatte ich gar nicht so ein Konzept unbedingt von, ja, da hat jemand schon ein Kind und Ich habe aber Freundinnen, die ganz klar sagen, auf gar keinen Fall ein Mensch mit Kind oder Kindern. Und das habe ich ganz oft gar nicht verstanden, habe das nicht herleiten können, wo das herkommt und kann das heute aus einigen Perspektiven ein bisschen besser herleiten. Bin aber ja bekannt für meine sehr starken Meinungen. Ich habe jetzt überlegt, wie ich das jetzt gut frame, aber In meiner Welt suchst du dir einen Partner, eine Partnerin mit Kind, dann musst du, in meiner Welt musst du, in meiner Welt erwarten, dass dieser Partner poli ist. Ich würde ungern, und ich habe damit auch wirklich Themen, dass das bei uns auch nicht der Fall ist, jemanden daten, der nicht noch ein wenig Restliebe für seine Expersonen übrig hat. Ein wenig Restrespekt. wenig Rest, einfach dieses Kind, diese Kinder möglichst Nervensystem gesund zu erziehen. Jetzt will ich hier gleich den Rahmen nochmal aufmachen, weil ich gerade schon gesagt habe, bei uns ist das nicht so, denn es gibt natürlich Gründe, die das unmöglich machen. Also es ist eben ja nicht unbedingt immer eine Sache, die man sich aussuchen kann. Das wird Tobi jetzt auf jeden Fall bestätigen und vielleicht ja auch ein bisschen erzählen. wie und was da für ihn irgendwie reinspielt, so weiter, das möchte auch an Transparenz und so. Fände ich auf jeden Fall interessant aus deiner Perspektive. Sondern natürlich gibt es, weil ich höre sie jetzt schon, halt irgendwie sagen, Maria, mein Ex-Partner, Person, hat mich, gewalttätig und so. Wie soll ich denn da, ja, ja, ja, ja, alles gut. Ich rede jetzt hier natürlich von irgendwie Ex-Partnerschaften, wo es möglich ist.

Tobi: Mhm. Ja.

Maria: ein möglichstes, meinetwegen mindestens, an Respekt, mindestens an Positivität, positiver Kommunikation, mindestens irgendwie an Liebe, gelebter Liebe, auch wenn es eben keine romantische Liebe mehr ist, sondern eben Elternliebe irgendwie so. Dieses, haben dieses Kind, Liebe über das Kind, wie auch immer der kleinste gemeinsame Nenner kann ja dieses Kind sein, zum Beispiel. Davon rede ich. Und dann gibt es aber links und rechts Dinge, wo ich halt einfach sagen muss, mach einen Arsch zu. Nee, wie sagt man? Kopf zu, hast du einen Arsch offen? So rum, hast du einen Arsch offen, mach den Kopf zu. So rum sagt man das ja. Wenn ich zum Beispiel bei Instagram ist, ist eher häufiger der Fall, Nachrichten bekomme von Frauen, die dann irgendwie Themen damit haben, dass das Kind Priorität hat im Leben der Partnerperson, wo ich halt sage, und das findest du schlecht? also, wir, hätten wir lieber, hättest du lieber einen Menschen, der sich nicht sein Kind kümmert, der die Person sich nicht... Okay, spannend, das sagt ja jetzt viel mehr über dich aus irgendwie gerade. Und das finde ich nicht gut, was das aussagt. ja, gehen wir aber erstmal den Ball wieder zurück zu dir. Was magst du, was kannst du teilen irgendwie von deinem Bezug zu, na, irgendwie Polysein und Elternschaft? Und was läuft da für dich, was läuft da nicht? Wo siehst du Anteile bei dir, bei anderen? Was möchtest du davon überhaupt erzählen? Und wo sagst du, nee, komm, Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre irgendwie?

Tobi: Mhm. So, ich habe in diesem Podcast noch Persönlichkeitsrechte.

Maria: Jetzt grade schon.

Tobi: okay. Nochmal, ich wusste nicht mehr, was ich hier unterschrieben habe, weißt du?

Maria: Aber ernsthaft natürlich immer, du hast erstens gar nichts unterschrieben, mein Herzblatt, höchstens mit Sperma auf meinen Vulvalippen. Und du kannst natürlich immer bei den Themen, das sollte klar sein, bei den Themen, schwer sind, okay, check, check, check.

Tobi: Ja, na klar, na klar, na na klar. Das war jetzt eine sehr lang ausgehebelte Frage, die deswegen nicht genauer geworden ist. Also war so bisschen wie, erzähl doch einfach mal.

Maria: brauchst du was von mir? Naja, habe ja gesagt, ja bei uns ist nicht so. Also du bist ja, würde ich jetzt mal sagen, Elternschaft, da ist jetzt nicht viel Liebe in Richtung der Mutter deines Kindes und vielleicht kannst du so ein bisschen erzählen aus deiner Perspektive, wie ist das für dich, was würdest du dir vielleicht auch wünschen, was anders sein könnte und wo siehst du aber auch ganz klar, das wird sich wahrscheinlich nicht mehr ändern aufgrund von, wenn du teilen möchtest, dem und dem.

Tobi: ja, ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht. Also, weil ich ... Ja, es gibt ... Also, wie ist es bei uns? Es gibt bei uns viel zu wenig Austausch. Es hakt halt hier und da immer mal. Wir haben uns jetzt, ich sag mal, weitestgehend so organisiert, dass das auch gar nicht nötig ist. Und das finde ich aber gar nicht gut. So. Also, wir haben ... Wir haben alles durch sehr viel Streit und durch sehr viel, ich würde auch sagen, viel unnötigen Konflikt, haben wir alles irgendwann so hingebaut, dass es zu Ruhe und konfliktarmer Beziehung geführt hat, aber deswegen ja nicht zu Harmonie. Also wir sind jetzt in einem Stand im Moment, würde ich sagen, wo Kontakt möglich ist, Kontakt auch überhaupt locker und von Auge zu Auge stattfinden kann. wo ich das ausspreche, denke ich mir schon Alter, Alter, das ist ja wirklich absolutes Mindestmaß. Aber wir waren halt auch schon drunter und wir waren auch schon sehr drunter. Wir waren halt ziemlich schnell dabei, dass wir Übergaben auch nicht von Auge zu Auge machen, sondern immer über eine Institution wie Kita und Schule wechseln und so. Eben auch, vor weiteren Konflikt auszuweichen. Weil unaufgearbeitete Sachen halt in neuem Kontakt immer wieder getriggert werden. weil es gar keine aktuelle Ebene so richtig gab. Und ich würde auch in den Raum stellen, ob es die heute gibt. aus meiner Sicht nicht. Ich denke, sie weiß überhaupt nicht, wer ich bin. Ich schätze, wir beide bewerten uns auch immer noch aus einer Brille von irgendwann.

Maria: Mhm.

Tobi: Und sicher fließen auch alte Wunden immer noch mal neu mit rein, obwohl der Kontakt auf der Ebene, wenn wir jetzt mal das auslassen könnten, vermutlich ganz okay wäre heute. Wenn nicht sogar schön. Ja, dann kommen noch viele Sachen dazu wie kapazitäre Themen, jüngst aufgedeckte Neurodiversitäten, für die es jetzt erstmal das Wissen gibt, aber noch keinen Umgang. Darüber gibt es zumindest, sage ich mal, aufklärerischen Austausch, aber ohne persönliche Ebene. Also es wird einfach mitgeteilt und Die Transparenz gibt es zumindest schon, das ist auch super. Ja, und es gibt so Anflüge von, hier könnte sich was verändern oder hier wird einfach irgendwas ruhiger. So, und im Moment stehen viele Sachen für mich im Raum, wo ich sage, ja, das ist auch nötig, das brauchen wir auch, weil so wie wir Elternschaft nach der Trennung gelebt haben ... gab es zu viele Dinge, die nicht okay sind, die für meinen Sohn eben auch nicht okay sind und immer noch nicht sind oder waren. Und wo ich halt auch einfach Angst habe, Ja, nicht das, sondern wie viel er damit davonträgt, also wie viel Schaden wird da angerichtet. Einfach dadurch, dass wir als Eltern nicht gut miteinander funktioniert haben. Oder immer noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Und selbst hier muss ich sagen, ich vermute, ihr geht es da ähnlich. Aber ich weiß das einfach gar nicht. Ich kenne keine Wünsche von ihr.

Maria: Mhm.

Tobi: die so auf persönlicher Ebene stattfinden. ich... Es ist meistens nur so, dass akute Organisationen wird besprochen. Und das war's. Das ist natürlich jetzt nicht besonders viel, aber immerhin passiert das.

Maria: An der Stelle könnte ich direkt mal einsteigen, denn ich habe tatsächlich Studien rausgesucht zum Thema immunologische, körperliche, aber auch psychische und physische Gesundheit, Schreckstrich Trennung bei Kindern. also die große These ist, gut getrennte Eltern sind immer Poli. Und jetzt ist also die Untermauerung dieser These angelehnt an das, wo du sagst, boah, ich hab einfach Angst, welche Schäden, wie groß werden die Schäden sein, die mein Kind davontragen kann. Und da gibt es halt tatsächlich ein bisschen was. Thema, ich würde jetzt mal sagen, wissenschaftliche Befunde, psychische Entwicklung. Es gibt Meta-Analysen, zeigen, dass das Verhalten der Co-Parent-Kooperation versus Konflikt Signifikant mit internen und externen Problemen der Kinder korreliert. Interne Probleme sind zum Beispiel depressive Symptome. Externe sind aggressive Verhaltensproblematiken. Die Effektgrößen sind moderat, aber konsistent. Es ist jetzt nicht übermäßig, jedes Kind getrennter Eltern hat Depression. Nee, aber in der Gruppe der Kinder der getrennten Eltern.

Tobi: Hm.

Maria: Co-Parenting beeinflusst die Kinder stärker als die Qualität der ehemaligen romantischen Beziehung. Das heißt, selbst wenn die romantische Beziehung ein richtiger Abfuck war und die Leute sind richtig auf den Pisser gegangen, haben übelst gestritten vor den Kindern und so weiter und so fort, die Qualität des Co-Parenting, wie respektvoll und reden die Eltern übereinander auch, wie gut können die auch miteinander Zeit verbringen und so, das macht unheimlich viel mit dem Nervensystem der Kinder in Sachen psychischer Entwicklung. Dann gab es ein Review zur Parent-Child Relational Health. Das betont, dass unterstützendes Co-Parenting auch bei getrennten oder gleichgeschlechtlichen Eltern, wobei ich mich jetzt frage, inwiefern werden jetzt die gleichgeschlechtlichen Eltern mit getrennten Eltern gleichgesetzt, aber es ist halt immer die Evidenz, was da so untersucht wird, mit positiven, sozio-emotionalen Ergebnissen verbunden ist. Das heißt, konfliktreiche Beziehungen sind schädlich. Konfliktreiche Beziehungen im Co-Parenting sind schädlich in Bezug auf die Gesundheit der Kinder und da hingegen allerdings unterstützendes Co-Parenting, positive socioemotionale Ergebnisse. Da gab es dazu noch eine randomisierte Online-Intervention, die reduzierte Co-Parenting-Konflikte untersucht hat und diese verringern die Verhaltensprobleme der Kinder und verbessern die Zusammenarbeit. Also es gibt da wirklich verschiedenste Geschichten. Dann geht es noch Gehirnentwicklung. Laut einem Artikel über Adverse Childhood Experiences, das wird in kurz dann ACE, Arche, wie dieser Saft, den hatten wir auch beim Wandern am Wochenende, der gute alte Archesaft, können Umweltfaktoren wie Instabilität aufgrund äterlicher Trennung toxischen Stress erzeugen und dadurch die Entwicklung des Gehirns, des Immunsystems und

Tobi: Lecker.

Maria: des Stressreaktionssystems negativ beeinflussen. Chronischer Stress beeinträchtigt insbesondere Hirnareale für Emotionsregulation. Deswegen auch so viele Kinder dann Autismus oder ADHS-Symptome zeigen, weil einfach die Emotionsregulation schwieriger ist, Impulsivität steigt. Eine therapeutische oder stützende Beziehung zu beiden Elternteilen kann diese Effekte abrufern. klar, wenn die Eltern dann also wenigstens jeder für sich irgendwie sicher agieren und irgendwie okay, du hast jetzt hier große Gefühle, komm wir zeigen jetzt mal, wie man hier mit großen Gefühlen umgehen kann. Das ist auf jeden Fall hilfreich. Ja und dann, das gab es hier noch, dann gibt es hier noch eine Untersuchung zu gemeinsamen Ritualen. Eine Studie zu Ritualen nach Scheidung fand, dass nur etwa ein Viertel der Eltern Geburtstage gemeinsam feiert. Gute Ex-Partner Beziehung. steigerten die Wahrscheinlichkeit gemeinsamer Feiern. Kinder erleben häufig mehrere getrennte Feiern, was sie irritieren kann. ja, da haben wir tatsächlich ja auch ein Kind, was sich das ja auch wünscht, irgendwie mehr Zeit mit beiden Eltern gleichzeitig. es wird ja sogar verbalisiert und da frage mich halt immer, hören Menschen ihren Kindern zu und wie sehr kann man das umsetzen am Ende auch auf Lasten? der wiederum psychischen Gesundheit der Eltern unter Umständen, wenn es halt einfach nicht gut läuft mit der Experson. Was macht das mit dir, diese Sache?

Tobi: Mh. Ja, jetzt muss man ja auch noch dazu sagen... Das ist ja super, je nachdem, wie so eine Trennung dann abgelaufen ist. Wir haben jetzt schon diese Trenndicht-Folge gemacht. Wir haben schon die Decoupling und... Sascha, hilf mir.

Maria: Mhm. Differenzierung.

Tobi: Ne, das Runterfahren der Beziehung, Deeskalationsfolge gemacht.

Maria: Deeskalation.

Tobi: Ja mal ehrlich, wenn du das gehört hast, dann ... und jetzt noch mal kurz zurückschaust, wie viele von Trennungen, die du so kennst, sind denn so abgelaufen, wie das, was wir so in diesen Folgen genannt haben. Also, dass wir ganz genau gesagt haben, ey, pass auf, die, die, die und die Sachen auf der und der Ebene, wie zum Beispiel Zukunftsgestaltung, Wohnräume und und und ... Die machen wir mal jetzt genau so. Meistens ist es ja irgendein und so was bei mir auch ein... Das Ding hier ist vorbei. Und danach wird dann natürlich organisatorisch irgendwie, werden irgendwelche Schritte miteinander gemacht und sich vielleicht sogar noch gegenseitig geholfen, dass zumindest das erstmal vorbei ist. Aber es ist ja kein... Also es wird nichts Neues erschaffen. Und das war bei uns auch so. Und das ist ein großer Fehler gewesen. Gleichzeitig entstand diese Trennung aus so viel Schmerz, dass es für mich auch einfach ein... Also genau das war. Also gefühlstechnisch wollte ich genau das. Dabei wäre sicherlich eine Stimme im Hintergrund gut gewesen, die einem sowas mal erzählt. Oder die einem sogar bei diesen Schritten hilft. Gab es aber nicht. Und dann stehst du am Ende halt da. Für dich ist irgendwie klar, naja, wir bleiben ja Eltern. Für dich ist auch irgendwie klar, hier wird es weiterhin Kontakt geben, aber es wird gar keine neue Ebene gebaut und das ist furchtbar. Also, alles, was du hier gerade aufgezählt hast, sowohl Co-Parenting als auch koordinierte Erziehung im Sinne von Absprachen, wie soll es bei dir laufen, wie soll es bei mir laufen? Oder eben gemeinsame Rituale wie Feiern oder gemeinsame Geburtstage. Oder mein Gott, dass du einfach, wenn das Kind bei dir ist und der andere hat Geburtstag, dass da mal verfick noch mal angerufen wird. Sowas, ne? Ist sowas klar? Gibt's zu sowas irgendeine Absprache? Ja, und wenn nicht, dann wächst das Kind halt irgendwie so dazwischen auf. Hat vielleicht mal irgendwie mitbekommen, dass da einer Geburtstag hat, aber das Kind ist ja vielleicht noch gar nicht so weit, dass es begreift, was eine Woche ist oder sich ein Datum merken kann. Es hat ja noch kein Kalender außer einem Hausaufgabenheft. Also überhaupt nicht die Verantwortung von den Kindern, sondern ...

Maria: Mmh. Mmh.

Tobi: Das haben die Eltern auf dem Schirm. Und wenn nicht, dann gibt es immer weniger Überschneidungspunkte. So, und wenn wir jetzt Co-Parenting gestalten wollen, dann müssen wir so poli sein, dass wir, egal ob wir noch Liebe für die andere Person übrig haben oder nicht, zumindest begreifen, das ist der andere Elternteil.

Maria: Mhm. Ja, und da wurde ich...

Tobi: Was für eine große Rolle hat denn dieser andere Elternteil in dem Leben meines Kindes? Das möchte ich gerne untermalen. Darum geht's für mich.

Maria: Ja. Und das hat

Tobi: Das sollte man wiederfinden in der Kommunikation mit dem Kind, aber eben auch in solchen Sachen, dass man einfach weiterhin sagt, pass auf, guck mal, hier ist ein wichtiges Ereignis. Und wenn man jetzt diese Ebene nicht hat, dass man sagt, ey, also kurz mal reingefühlt, ist es für mich möglich, kann ich mir vorstellen, gemeinsame Rituale mit dem anderen vielleicht sogar live treffen. Gemeinsame Spielplatzausflüge oder, Kann ich mir das überhaupt vorstellen? Wenn nicht, dann nicht. Also ganz klar, weil wir wollen ja weiterhin Konflikte möglichst vermeiden. Also zumindest diese unnötigen Konflikte, dieses einfache Wir kriegen es einfach nicht ohne Riesenkraftaufwand hin, miteinander in einem Raum zu existieren. Dann ist es so, aber dann bleibt der ganze Rest ja trotzdem da. Ja, und ich glaube, je mehr man von diesen kleinen Sachen, also ich glaube, die dauerhafte Frage sollte hier wirklich sein, an welchen Stellen kann ich noch mal Verbindungen schaffen? Und zwar in diesem Konstrukt. Eltern, Kind, zueinander, wie so ein klassisches Polykül. Nur dass hier eines von den Individuen, die da drin verarbeitet sind, besondere Aufmerksamkeit hat und besonders wenig Ressourcen, nämlich das Kind. Und deswegen ein bisschen mehr Verantwortung füreinander. Und für eben dieses Kind da ist. Also so würde ich das jetzt mal sehen.

Maria: Danke, das war sehr, gut ausgeführt, für nämlich genau den Punkt. Romantische Liebe ist nicht erforderlich für eine funktionierende Elternbeziehung, aber wichtig ist Respekt, Interesse, Offenheit und Verständnis. So. Und. von Liebe, also von romantischer Liebe, Respekt, Interesse, Offenheit und Verständnis zu trennen, also Liebe wegfallen zu lassen und diese vier Faktoren aber bestehen zu lassen, das ist halt, die Aufgabe in Deeskalation. Also hier an der Stelle Deeskalation nochmal hören. Trennung irgendwie ja, aber ja nicht wirklich, weil Trennung wäre ja wirklich komm, ist Schluss, wir sehen uns hier wieder, wir hören uns hier wieder, Nervensysteme regulieren sich, Topi. Elternschaft sorgt dafür, dass wir nicht trennen können, wir können höchstens deeskalieren. Wir müssen ja unter meiner These, unter der These, auch hier evidenzbasiert gestützt ist, ist unsere Beziehung inherent wichtig für die psychische, immunologische, mentale, soziale, emotionale Entwicklung unseres Kindes. Das heißt, wahrscheinlich wollen das die meisten Eltern. Da trennt sich ja keiner und sagt, ja, scheiß auf das Kind, mach ich ein neuer. Das ist ja hoffentlich eher nicht der Faktor. Und jetzt hast du schon gesagt, dieses Mindestmaß an was können wir denn noch zusammen sich mal bewusst machen, was fällt denn weg durch die romantische Beziehung? Naja, wir haben wahrscheinlich keine humorvollen Gespräche mehr miteinander, irgendwie so gegenseitige Unterstützung bei Krankheitsfällen? Wie agieren wir denn noch? Wie unterscheiden wir jetzt älterliche Liebe von romantischer Liebe? Und da wird es viele Dinge geben, die sich noch sehr ähnlich anfühlen. Und da kann es halt einfach sein, dass mindestens einer von beiden halt sagt, okay, das kann ich jetzt aber mindestens mal ein halbes Jahr nicht. Also ich brauche wirklich mal mindestens ein halbes Jahr oder vielleicht länger wirklich Abstand von dir. Wirklich möglichst, dass uns alles klären, so wichtig ist und den Rest so im freien Flug irgendwie machen bitte, weil gerade wenn sich halt einer trennt und der andere ist noch voller romantischer Liebe und Erwartung und irgendwie, ist das halt schwierig, so verständlich. Und ich würde halt vorher mal reingehen, was ist denn eigentlich Elternliebe versus romantische Liebe, also neurobiologische Unterschiede, die wir da halt irgendwie auch festmachen. Und da geht es verschiedene Geschichten. Also einmal funktionale Unterschiede, verschiedene psychologische Theorien unterscheiden, älterliche Liebe als bedingungslose, schützende Liebe, die genetisch verankert ist. So ist mal der Versuch von einer Definition, die beruht auf Intimität und Verpflichtung und toleriert Verhaltensweisen, die man an anderen Beziehungen nicht akzeptieren würde. Das ist also auch was ganz Besonderes.

Tobi: Hmm.

Maria: Warum Schutzfunktion für die Familie? Romantische Liebe kombiniert hingegen Leidenschaft, Intimität und Commitment. Das wird auch genannt die Sternbergs Dreieckstheorie. Romantische Liebe, Leidenschaft, Intimität, Commitment. Das heißt nach einer Trennung verschwindet die Passion Komponente. Intimität, also Vertrauen, Fürsorge und Commitment, Verantwortung können aber erhalten bleiben. Das ist also erstmal so der funktionale Unterschied, Elternliebe, romantische Liebe. Alle Formen von Liebe nutzen ähnliche Hirnnetzwerke. Die Unterschiede liegen vor allem in der Intensität. Parental Love produziert die stärkste Belohnungsaktivierung. Romantische Liebe ist nur ein bisschen schwächer, laut Hirnscans und Untersuchungen. Und eine FMRT-Studie aus dem Jahr 24 hat unterschiedliche Formen der Liebe verglichen. Also die Liebe zu den Kindern und die Liebe zwischen Partnern und Eltern und so. Und die Parental Love, also Liebe zu den Kindern, zeigt die stärkste Aktivierung des Stratum und des medialen Präfrontalkortex. Was ist das jetzt? Wir wollen hier kein zweites Medizinstudium hier irgendwie anknöchelhauen, sondern diese Regionen sind Teil des Belohnungs- und Empathiennetzwerks. Der romantische Liebe aktiviert

Tobi: Mhm.

Maria: Diese Bereiche ebenfalls allerdings wenig intensiv. Es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen Elternliebe und romantischer Liebe. Sowohl in der Auslebung. So was können wir uns also merken. Die Passion ist raus. Die Leidenschaft ist raus. Und das ist ja ganz oft, was in Trennung noch mal richtig hochfährt. Wenn nämlich sich richtig leidenschaftlich angefangen wird zu streiten. Ich erinnere mich an Schreikonzerte vor der Haustür mit Kind an der Hand.

Tobi: Mhm.

Maria: Drei Viertelstunde sich gegenseitig Vorwürfe an Kopf knallen und so. Und ich glaube, so sieht das halt in nicht wenigen Trennungssituationen aus, dass da am besten das Kind noch nebendran steht. Und das sollte im besten Fall vermieden werden, wenn es darum geht. Ja, und da habe ich direkt eine Diskussionsfrage an dich. Wie fühlt sich denn älterliche Liebe nach der Trennung an? Also, konntest du das? Konntest du das für dich unterscheiden oder war das gerade schon die Antwort, du meintest, ich wollte einfach weg, ich sollte einfach aufhören? Ich war gar nicht in der Lage dazu, neue Beziehungen zu gestalten, sondern mir war ganz klar, die Beziehung muss weg.

Tobi: Ja, Ja, also gleichzeitig. ja, also ich sag mal, mein Nervensystem brauchte hier wirklich eigentlich ein Schluss. Also Call it Vermeidung, Call it Schutz, wie auch immer, das musste vorbei sein. Das war nicht mal eben so, ich schaue mal, wie mein Leben sonst noch so sein... Nee, das war also Gefahren. Also für mein Nervensystem war das Gefahr, hier weiterzumachen. Weil wir beide aus Unfähigkeit im Umgang mit allem, was wir sind und Unwissen darüber haben wir versucht, irgendwie Beziehung zu führen. Und das war gar nicht möglich. würde selbst heute, wo wir vermutlich sehr viel mehr über uns wissen und sehr viel irgendwie, wer auch immer wie viel mit sich gearbeitet hat, würde ich halt immer noch in Frage stellen, ob das heute besser wäre. Aber heute wüssten wir zumindest an vielen Stellen, woran es liegt. Und das war damals noch nicht mal so. Und jetzt stell dir vor, du versuchst wirklich mit vielen, vielen Themen eigentlich auf den Schultern und im Nacken. Beziehung zu führen, was halt dauerhaft nicht gelingt in Lebensphase, und da werden mir alle Eltern zustimmen, mit einem Zweijährigen schon zwei Jahre sehr, schwer war. Und wo es viel darum ging, diesen neuen Modus der Elternschaft mit einem Kleinkind zu finden. gleichzeitig aber mit Mitte 20, was wir ja beide waren, irgendwie auch mal sein Leben zu gestalten und so weiter. Viel zu viel Druck mit viel zu vielen Dingen, die wir da nicht bearbeiten konnten. Und das führte dazu, dass es uns beiden nicht gut ging. Ja, und bei mir war es wie gesagt schon so weit, dass es so fast mit Ankündigung einige Monate vorher zu Dingen, die sich hier unbedingt verändern müssen, weil ich sonst nicht weitermachen kann, schon auf dem Tisch lagen. Und dann irgendwann kam dann eben noch das nächste, noch das nächste, noch mehr Druck. Und für mich in einer furchtbaren Situation Als Alleinverdiener, der eigentlich voll Bock auf sein Kind hat, dazu aber nicht die Kapazitäten. Und dann eigentlich zu Hause sein war nicht mehr wirklich schön. Und das musste alles weg. Das konnte so nicht gut sein. Auch in dem Sinne, dass ich selbst wenn ich dann zu Hause war, weder für meine damalige Partnerin und Mutter meines Kindes irgendwas Gutes hatte als auch für mein Kind. Also mit zwei schon noch. Oder vielleicht hat er es nicht so doll gemerkt. Es gab ja nicht so viel Austausch und ich war damals auch schon gerne in der Abendbegleitung dabei und so. Ich habe halt wirklich gecraved nach jeglichem Kontakt. Aber ging halt auch oft nicht. Wegen Abendschichten, wegen langer Arbeiten und und und und und. der Gedanke in mir ist lange gereift und wurde dann eigentlich auch nur noch bestätigt, dass das Ganze hier für mein Leben und damit auch für das meines Kindes einfach besser so ist. Das war's aber auch, ne? Also, ganzen tollen ... Das ganze Wissen hat mir gefehlt zu, wie macht man denn in so einer Trennung richtig, als auch ... Ja, als auch die Kapazitäten, das überhaupt richtig machen zu können, selbst wenn ich gewusst hätte, vermutlich. Ja, würde ich mir halt auf keinen Fall noch mal so wünschen, egal ob mit Kind oder ohne. Ja, aber ich kann jetzt auch nur zurückblicken und so war es halt. So war es halt. Und kann jetzt eher mit dem arbeiten, was halt heute da ist.

Maria: Mmh.

Tobi: Es nur sehr viel schwerer, hatte ich ja vorhin schon kurz angerissen, ist nur sehr viel schwerer, wenn man dann diese ganzen Wunden und diesen ganzen ungeklärten Konflikt immer wieder versucht, auf einer Ebene miteinander zu klären, die nie gehalten wurde oder die nie erneuert wurde. Es gibt einfach gar keine feste Basis. Und ich glaube, was wir ganz gut gemacht haben, ist zumindest diese Konfliktvermeidung.

Maria: Mmh.

Tobi: Einfach damit sich jeder mal sein Kram kümmern kann und mal auf seine Gesundheit gucken kann. Aber das brachte halt wiederum ganz oft ja auch wieder Unstimmigkeiten mit sich, die dann Wiederkapazität geraubt haben. Also das will ich jetzt gar nicht bewerten. Das war vermutlich nicht schlauer, aber so ist es halt passiert. Der Gedanke dahinter, den verstehe ich heute immer noch, dass man einfach sagt, ey... Pass auf, ich kann mich jetzt hier nicht schon wieder mit dir prügeln. Ja, er raubt mir einfach zu viele Kapazitäten und ich bin hier gerade einfach dabei, mal mit mir aufzuräumen. Und das hier gebe ich mir einfach, das gebe ich mir jetzt einfach nicht mehr. Ja, dann wird da halt mal einer stehen gelassen.

Maria: Mh. Hmm. Ja.

Tobi: Und so war ich auch ganz viel. Also du hast mich vorhin nach meinen Anteilen gefragt. Ich war irgendwann richtig doll dabei, sagen, also auch harte Grenzen zu setzen. Da bin ich bis heute eigentlich auch noch ziemlich stolz auf mich, weil da hatte ich noch nicht mal die Definition von einer Grenze wirklich parat. Aber ich habe schon versucht, ganz klar zu sagen, das lasse ich noch mit mir machen, das hier nicht. Und wenn du es trotzdem tust, wird das die Folge sein. Das ist für mich eine Grenze. Ja, ja, trotzdem gab es viel Überraschungen über mein Handeln, obwohl ich das auch mit Ankündigung gemacht habe. Aber ich glaube auch nicht, dass es uns beiden da schon so viel besser ging. Also ich hatte bis dahin immer noch keine Stunde Therapie gehabt. Hab immer noch in alten Strukturen gehangen, hab immer noch eigentlich nur nach meinen Rollen gelebt. Jetzt war es halt eine weniger oder diese eine hat sich halt als Familienvater sozusagen zum einfach nur noch gewechselt. Und ich hatte dann erst mal eine Woche sozusagen, war ich dann auf einmal kinderlos. Und mit mir. Das hat erst mal bisschen Beruhigung in mich gebracht, aber gleichzeitig musste ich ja dann auch noch damit umgehen, dass ich eine Woche mein Kind auf einmal nicht mehr bei mir hatte. Und das ist auch toll. für jedes Elternteil, was sein Kind liebt. ist halt auch toll. Das war für sie sicher auch toll, als er dann Woche bei mir war. Regelmäßig. Ich weiß nicht genau, wie doll sie das für sich genutzt hat. Also ob es wirklich dann das präsente Thema war für sie in der Woche. Dass sie das Kind nicht da hat, weil es hat ja immer zwei Seiten. Ich habe dann relativ schnell angefangen halt zu gucken, was tut mir denn gut in der Woche? Was mache ich denn? Nutze ich das jetzt mal als Chance? So scheiße ich das finde, aber ich habe mich ja auch irgendwie dafür entschieden. Was tut mir denn jetzt hier gut? Und das ist eine Frage, die hatte ich mir vorher nicht nur zwei Jahre so alt, er war, sondern bestimmt über drei Jahre schon nicht mehr so richtig gestellt. Was tut mir denn gut? Was muss ich denn machen? Weil also gerade mit der Schwangerschaft, mit der Geburt und mit den ersten Jahren mit meinem Sohn zu Hause, wir waren weder decoupled

Maria: Mmh.

Tobi: Noch hatte irgendjemand genug Fokus auf sich.

Maria: Man, aber ihr wart doch einfach Anfang 20. Wie zur Hölle, wie gut soll man sich denn kennen mit Anfang 20 und Elternschaft und so. Wow, ist ja auch einfach toll.

Tobi: So und das Ja, ja, ja. Ja, das war einfach toll. Ja, und das hatte halt den positiven Effekt, dass ich dann auf einmal eine ganze Woche wieder auf mich gucken konnte. dass ich mir irgendwie Strukturen aufbauen konnte, die auf einmal weniger druckig waren. Auch mich mal nur mich kümmern zu müssen. Unglaublich viel alte habe ich viel decompression gemacht erstmal. Boah, hab ich erstmal viel zu Hause rumgehangen und nix gemacht. Also bei gleichem Arbeitsaufwand, den ich ja erstmal immer noch hatte. Aber die Zwischenzeit war auch viel mehr als heute noch. Wirklich einfach dusselig zu Hause rumhängen und fernsehen oder so. Also irgendwas gucken, den Lieblingsfilm zum 30. Mal gucken, scheißegal. Aber einfach kurz mal durchatmen. Das war so die erste Zeit. Und das wurde, naja, so wie ich halt bin, irgendwann wird sowas ja dann auch doch langweilig. auch wenn man es dann, das wird dann wieder so bisschen runtergefahren und so vor einmal fängt man an halt wieder Sachen zu machen. und seinem Leben mal bisschen Struktur zu geben. Und das fand ich dann eigentlich ganz schön. Ja, und dann habe ich auch gemerkt, dass ich langsam so angefangen habe zu denken und das zu übernehmen im Sinne von, ja, es ist jetzt so. Eine Woche wird hier Vollgas mit dem Kind gegeben. Das muss ich irgendwie organisatorisch unter einen Hut bringen mit meiner Arbeit. Das habe ich mehr oder weniger ganz gut geschafft, auch mit Hilfe von außen. Damals noch mit meiner Familie, aber auch mit einer Babysitterin, die mir ein, zwei Tage die Woche geholfen hat. Ja, ich habe viel danach gesteuert, dass ich möglichst viel Überschneidung mit ihm habe. Also mein Ansinn war nie, dass ich die Arbeit komplett priorisiere, sondern dass es gerade so eine Balance gibt zwischen Ey, das hier ist meine Chance. Ich hab mich jetzt nicht getrennt, die Arbeit, die ich vorher nicht hatte, weiterhin nicht zu haben, damit ich gut viel arbeiten kann. Sondern mein Ansinn war schon, das gute Auskommen für zu Hause weiterhin aufrechtzuhalten, aber eben sehr viel mehr Zeit mit ihm zu haben. Also ich wollte eigentlich, dass er so wenig wie möglich von jemand anderem von der Kita abgeholt wird. Ich wollte eigentlich, dass die Amene und die die zu Bettgehezeiten möglichst wenig von anderen getragen wird. Da ging es für mich viel drum, Balance zu finden. Und ich habe richtig gemerkt, ... wenn das mal arbeitsmäßig ein bisschen überhand genommen hat, ... dass ich von Anfang an schon mit PT-Kunden anders kommuniziere, was ist möglich, was ist nicht möglich, ... welche Zeiten sind definitiv nicht drin, ... wann muss hier unbedingt Schluss sein und so weiter und so fort. Ja, diese Selbstbestimmung, die war wichtig. Das war so das erste, was sich dann wieder geändert hatte.

Maria: Und das sind jetzt richtig viele Punkte. Ich finde halt immer, man lernt am besten aus, wo hat es nicht gut geklappt. Also für alle die Eltern, das jetzt hören und irgendwie wo es nicht gut klappt, hat Tobi gerade in ein paar Minuten eine perfekte Anleitung gegeben zu, also das war scheiße, das hätten wir so und so, da hätten wir irgendwie mehr die Kappeln, die Eskalation, Intimität raus, aber wo können wir Verbindung halten? Besser trennen und dann aber auch an mir arbeiten. Das habe ich als die zwei großen Punkte gerade mitgenommen von dem, was du so erzählt hast. Trennung hätte besser laufen können. Aber was ich gut gemacht habe auch, war einfach zu mir zurückfinden. Irgendwie früher Therapie wäre vielleicht noch eine gute Idee gewesen, meine Muster zu erkennen, die ich ja da auch mit reingetragen habe und die ja auch mit zur Trennung geführt haben und die natürlich auch dafür gesorgt haben, dass Co-Parenting nach einer Trennung nicht geiler lief, wenn ich mir meine scheiß Muster nicht angucke. Und genau darum geht es. Co-Parenting ist der entscheidende Faktor. haben gerade schon gehört, was die Meta-Analysen sagen über das Verhalten in kindlicher Anpassung. Und dass Kinder weniger unter der Trennung leiden, wenn die Eltern kooperieren. Also einheitliche Regeln, respektvolle Kommunikation und so was. Konflikte minimieren auch das. Das war gerade super, super wertvoll. Kann ich jetzt gar nicht aus der Evidenz jetzt so viel mehr dazu erzählen. Ich möchte nur noch anfügen. Thema Konfliktmanagement. Mediationsprogramme oder Online-Kurse haben nachweislich Konflikte reduziert und damit auch das Wohlbefinden der Kinder verbessert. Auch der Eltern natürlich. Aber es geht ja jetzt eben im Schutze von Nervensystem, Immunsystem der Kinder. Das kann eine Idee sein. Lasst euch begleiten, schämt euch da nicht. Wer das Geld nicht hat, kann zu Kinder- und Jugendhilfeträgern gehen. Da gibt es Mediationsprogramme kostenfrei.

Tobi: Mmh.

Maria: Man kann aber natürlich auch Familientherapie, Familiencoaching, nehmt das mit. Das ist kein Zeichen dafür, dass ihr schwach seid. Da sitzt auch niemand, der sich denkt, die dummen Idioten kriegen das nicht geschissen. Da wertet niemand, da wird unterstützt. Wenn man das annehmen kann und da auch mindestens zwei Menschen sitzen, Bock drauf haben zu sagen, ich will das mit dir hinkriegen, kann das echt hilfreich sein. Ja, wir haben jetzt schon gehört, die psychischen und körperlichen Folgen von Konflikt und Stress. Also älterlicher Streit erhöht Verhaltensauffälligkeiten. ist es Autismus, ADHS bei euren Kindern oder streitet ihr einfach zu viel und die Umgebung ist zu unsicher? Fragezeichen. Und auch Immunsystem-Erkältung. Es gibt tatsächlich eine erhöhte Erkältungsanfälligkeit bei Kindern, deren getrennte Eltern nicht miteinander sprechen. Da gibt es jetzt also Part Nummer zwei, Thema physische Gesundheit, Immunsystem. Es gab eine PNAS-Studie mit Erwachsenen. Und die zeigte, dass Personen, deren getrennte Eltern keinen Kontakt miteinander hatten, bei einem viralen Nasentropfentest mehr als dreimal so häufig eine Erkältung entwickelten als Personen aus intakten Familien. Personen, deren getrennte Eltern miteinander sprachen, wiesen kein erhöhtes Risiko auf. Also hier auch die Antwort auf die Frage, warum eure Kinder andauernd krank sind und noch viel mehr krank sind, als vielleicht anderer Leute, Kinder. Und dies deutet darauf hin, dass die Qualität der Beziehung nicht die Trennung an sich, die immunologische Reaktion beeinflusst. Ja, das heißt, egal ob getrennt oder nicht, kriegt eure Beziehung geschissen bitte für Immunsystem der Kinder.

Tobi: anhängend an die letzten Folgen, versucht, versucht mal, gesunde Beziehungen zu führen, so rum. Wenn dazu die Trennung gehört, dann macht das. Aber das ist Teil der gesunden Beziehung, das wäre mal wichtig zu machen. Also wenn wir dann hier halt abbiegen in diese Richtung von Vorwürfen und er lässt mich allein und

Maria: Ja.

Tobi: oder sie ist an einem schuld oder... Es ist einfach nicht hilfreich. weder für... Das sind so Geschichten, die kann man sich erzählen, wenn man ins Single-Leben zurück möchte und eigentlich wirklich den Ex-Partner einfach überall blockiert und den aus seinem Leben ausschließt, damit es einem selbst besser geht. Aber das ist halt auch... Ja, wenn wir über getrennte Eltern reden, gar nicht möglich. Dieses große Ziel muss sein, gesunde Beziehungen zu führen. Auch über Trennung hinaus. Also vorher auch schon. Aber es gibt halt ... Umstände, die das nicht zulassen oder die einfach zu groß sind für das, was wir können. Dann gehört Trennung eben auch dazu. Aber das ist ja nicht das Ende sozusagen. Wir denken ja immer Trennung. Naja, dann sind wir halt auseinander. Aber wir haben spätestens bei der Deeskalationsfolge ja gelernt. Eigentlich besprechen wir nur die Parts, die wir verändern. Und gesunde Beziehungen wird laut diesen Studien halt unseren Kindern auch weiterhin helfen. Und wenn wir das mit dem Ex-Partner hinkriegen, dann auch mit allen anderen uns herum. Weil ich denke mir gerade, wenn du mir das hier so erzählst aus den Studien, das ist ja jetzt auch erst mal nur dieser eine Part, den das Kind erlebt. Jetzt haben ja getrennte Eltern auch irgendwie neue PartnerInnen. Und ach so.

Maria: Da geht's jetzt.

Tobi: Kommt gleich, ja, was ich gerade sagen wollte. Und dann kommt ja dieser Aspekt auch noch oben zu. Also jetzt wird vielleicht sogar zusammen gewohnt und so weiter. Und da ist es ja wieder ein Umfeld, was das Kind mitnimmt. Ja, genau. Dann mal bitte.

Maria: Mh. Ja und auch einfach wieder eine Beziehungsstunde. Deswegen sag ich ja poli. Deswegen sag ich ja, gut getrennte Eltern sind poli. Weil es ja darum geht, dass ja noch weitere dazu kommen, die geliebt werden. Und das hat auch bei uns reingeschissen. Also da ich einfach auch meine Anteile, weil ich ganz klassisch auch in dieses Traphole gefallen bin von die scheiß Ex. Also, so hättest du diesen Podcast hören, so seh ich heute nicht mehr so. Aber das war einfach in euer System reinzukommen, was so toxisch und kaputt war. Und ja, mit dir ganz nah zu sein und für dich Mitgefühl zu haben. Und selber auch gar nicht auf die Idee zu kommen, dass sie vielleicht ja auch andere Geschichten hat als nur dein, also als sie nur über dich zu hören sozusagen. Auf die Idee kam ich gar nicht und war auch, ich hatte ja gar nicht die Kappa, man, ich war alle paar Wochen mal vier Tage bei dir, das war irgendwie, wir waren gar nicht familiär so verbunden, irgendwie sich ja dann trotzdem auch mit dem Kleinen umgegangen und so.

Tobi: Ja. Hmm.

Maria: Das wäre uns super wichtig gewesen. da ist nicht alles gut gelaufen. Und jetzt gerade würde ich auch sagen, dass ich einen großen Teil trage davon, dass die Beziehungsebene gerade besser läuft. Und dass ich auch einen großen Teil trage, dir gut zuzureden, wenn du dich über Sachen aufregst, die sie macht oder nicht macht oder so. Dass ich trage, also wir, neuen Partnerpersonen, tragen ganz viel Verantwortung und sollten das auch bewusst haben, wie wir unseren Partner prägen. Also ich könnte mich ja jetzt weiterhin stellen und sagen, ja, ich nicht aufregen und irgendwie scheiße und da voll rein. Oder ich übernehme halt die Position von, aber hast du diese Perspektive mal bedacht oder können wir vielleicht hier eine Lösung finden oder sowas? Und zu dem Thema neue Familienstruktur, also neuer Partner oder Stiefgeschwister und so Geschichten, da gab es eine schwedische Kohortenstudie 2025. Die haben 16.145 Kinder untersucht. Und der Stressfaktor Tobi (1:00:16) Hm. Maria (1:00:31) neue Familienstruktur. Im ersten Lebensjahr erhöht das Risiko später Psoriasis zu entwickeln. Kennst du das? Das so eine Hautkrankheit, so eine schuppige Hautkrankheit. Tobi (1:00:41) Nee, kann ich nicht. Maria (1:00:42) mit einer OZ Ratio von 4,19. Und in den ersten acht Lebensjahren lag die unadjustierte OZ Ratio, jetzt muss man natürlich wieder sagen, was ist das genau, bei 3,40. Und die Autoren vermuten, dass die Stressreaktion eine erhöhte Cortisolkonzentration das Immunsystem beeinflusst und deshalb eben dann solche Geschichten passieren. Detail ist ja, es geht einfach immer wieder darum, den Stress für die Kinder reduzieren. Dann gibt es hier noch eine Studie zum langfristigen Schlaganfallrisiko. Da haben wir eine Erhöhung, also Kinder unter eins, Erhöhung 4,19 fach und 3,4 fach zu Kinder ohne Trennung und neues Lebensumfeld und Schlaganfallrisiko, wenn die Eltern sich geschieden hatten, 1,61 fach erhöht. auch. Das ist toll. Und diese Archer, Archers, also Adverse Childhood Experiences, gehören, also zu diesen Archers gehören instabile familiäre Verhältnisse, zum Beispiel älterliche Trennung und zu den traumatischen Ereignissen dazu. Solche Archers verursachen toxischen Stress, der das gehören. Tobi (1:01:32) Krass! Das ist toll! Maria (1:01:58) das Immunsystem und die Stressreaktionssysteme nachhaltig verändert. Nachhaltig verändert. Also geht kaputt. Geht kaputt. Ist nicht so, ist mal blöd. Und trotzdem würde ich halt immer dafür plädieren, wenn man es jetzt rafft und vielleicht noch umstellen kann, das jetzt eben dann auch irgendwie noch umzustellen. Thema Mediation, Thema Therapie für einen selber und so. Das wäre halt auch einfach richtig gut, sich da zu kümmern. Ja, was haben wir also für Empfehlungen für Eltern? Respektvolle Kommunikation. Ja, ich weiß, das weiß man eigentlich, aber wenn ihr jetzt merkt, kriegen wir irgendwie nicht hin, können wir uns Hilfe holen. Und leider hören ja solche Podcasts halt wer, der der halt schon offen ist für Hilfe. Und wer hört diesen Podcast meistens nicht, der der wahrscheinlich nicht so offen ist und sagt, ja du musst dich verändern und wenn du nur anders wärst, dann wäre hier alles anders und so. Aber das ist halt so. Tobi (1:02:27) Das wäre gut, Maria (1:02:54) Falls wir die Chance haben, jemanden zu hören, also zuhörer Personen zu haben, die halt so ist, so machen Kopf zu. Wie wär's? Tobi (1:03:02) Respektvolle Kommunikation übrigens auch nicht nur mit dem Ex-Partner-Elternteil. sondern ich glaube, wäre sehr wichtig, egal wem gegenüber, diese respektvolle Kommunikation aufrechtzuhalten. Das schleift deine Gedanken zu deinem Ex-Partner, deiner Ex-Partnerin. Du kannst dir, sobald du irgendjemandem, ich weiß, wie befreiend das natürlich sein kann, sich über eine Ex-Partnerin abzufucken und irgendwie, ja, ist am besten mit dem besten Freund, der auch noch genau weiß, wo er nochmal mit Öl reingießen muss, damit die ganze Energie auch jetzt mal rauskommt. Ja, okay, aber was machst du da? Du erzählst deinem Gehirn ja auch, was es abspeichern soll. Also vielleicht finden wir irgendwie irgendwas anderes zum Energie rauslassen, was nicht so gefährlich ist wie schlechte Gedanken, die wir selber laut aussprechen und damit zur Realität werden. Ich bin zum Beispiel nach Also ich weiß auch, wo ich das vielleicht nicht so toll gemacht habe, aber nur mal so. Ich habe das zum Beispiel nach Mediationsgesprächen, wo ich versucht habe, sehr ruhig zu bleiben, damit wir irgendwo mal auch zusammenkommen zu Lösungen. Ich habe mich danach ins Auto gesetzt und geschrien, was das Zeug hielt, diese Energie von mir wieder abzuschütteln. Aber nichts, nichts gedacht. Nichts. Also das war wirklich genau das. Ich weiß, da ist Angestautes. Das muss raus. Und meinetwegen sind da auch Gefühle, die einfach nicht nett sind. Da ist meinetwegen sogar Hass auf irgendein Verhalten oder da ist auch zerstörerische Energie und so weiter. Ja, aber dann muss doch nur das raus. Diese respektvolle Kommunikation, beginnt sowohl bei dir selbst als auch im Denken und dann Würdest du auch sehen, das, ja, dass das, weiß ich nicht, mit anderen, wenn das Kind auch nur im Nebenraum ist. Ich sag euch, die hören alles. Wenn deine Mutter dann zum Kaffee kommt und ihr denkt, das Kind spielt im Nebenraum und der Mutter kann nicht jetzt alles erzählen, was ich hier so denke. Die hören alles. Und wenn nicht, dann nehmen sie trotzdem die Energie auf, wenn es das Thema Ex-Partner bzw. Elternteil geht. Die wissen das, die nehmen das auf. Und wenn ihr da noch was richtig kaputt machen wollt, ist das eine gute Gelegenheit. Also lasst die Energie raus, aber passt auf, was ihr denkt. Passt auf, welche Gedanken ihr weiter schleift und schmiedet. Maria (1:05:37) Ja, das ist... Ja, auf jeden Fall. Ja. Ja. Und da würde ich mal selbst für Sorge anschließen, dass Eltern eben auf ihre eigene psychische Gesundheit achten. Thema Stressbewältigung in dieser Situation, also Sport, Achtsamkeit, auch vielleicht eigene Therapie, vielleicht auch einfach eigene Gesprächsräume, die nicht im familiären Kontext und mit Freundschaften sind, damit Freunde auch nicht so geprimed werden, nur negativen Scheiß zu hören und man immer wieder nur über negativen Scheiß redet, sondern diesen großen negativen Scheiß bei jemandem zu lassen, der dafür vielleicht auch ausgebildet ist. Also da helfen ja dann eben auch diese Muster und das ist zu haben. Ja, Tobi (1:06:29) das hatten wir auch schon mal der Folge, äh, "Trenn Dich" Also mit wem auch immer du über jemanden redest. Wenn die beiden nicht in Kontakt stehen, dann wird das, was du da erzählst, wird zur Wahrheit des anderen und er wird irgendwann das wiederum befeuern und diese Denkweise wiederum befeuern. Nicht weil er das möchte, sondern weil er einfach abgespeichert hat, ach so reden wir scheinbar über diese Person. Und dann kommt ihr immer schwerer da raus. Das heißt, mit negativer Kommunikation über diesen Ex-Partner wird es einfach auch noch schwieriger, weil ihr müsst euch nicht nur aus eurem eigenen Gedankensumpf rauskämpfen, sondern auch noch das Bild der anderen über diese Personen aufräumen. Und die machen das eigentlich nur unbewusst. Auch hier greifen diese Regeln wieder. Und deswegen passt er einfach auf. Maria (1:07:17) Ich denke, Thema gemeinsame Entscheidungen, richtige Bereiche wie Bildung, Gesundheit und finanzielle Ausgaben sollten halt gemeinsam besprochen werden. Damit nimmt man auch eine Menge Druck und Konfliktpotenzial raus, dass nicht einer sagt, übrigens so ist es jetzt, und der andere sagt, bist du dumm, warum fragst du mich, warum besprechen wir das nicht. Tobi (1:07:18) Reiter! Maria (1:07:33) Routine und Rituale. Tobi hat es vorhin schon angesprochen, kann man sich vielleicht einmal die Woche zusammen auf dem Spielplatz treffen mit dem Kind. Gibt es beständige Wochenpläne? Gibt es ähnliche Regeln in beiden Haushalten? Kein Zucker, kein Fernsehen oder Zuckerjahr, Fernsehen, Jahr oder wie auch immer. So Übergabezeiten, vielleicht Ferien, paar Tage zusammen Urlaub machen können, Familienfeste zusammen, Geburtstag des Kindes zusammen, was können wir noch zusammen? Als große Frage dieses Thema von Kindbrauch. gute Elternbeziehungen, konfliktfreie Elternbeziehungen. Ja, und externe Unterstützung hatten wir ja zum Schluss gerade noch. Mediation, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, andere Eltern, die das gut machen. Es gibt ja auch genug Eltern, die noch zusammen sind und beschissene Elternschaft leben. Also es ist ja einfach, sich da was zu holen gegenseitig. Ja, und wo ich halt gerne unbedingt noch rein wollte, und das hat jetzt so ein bisschen was damit zu tun, aber nicht so richtig doll, Tobi (1:08:21) Ja, das auch. Maria (1:08:33) ist, wenn meine Perspektive ist die neue Partnerin, die da mit reinkommt in dieses Thema. Ich kann da eigentlich nur mein Wertesystem teilen. Mein Wertesystem ist, ich würde mir wünschen, Tobi hätte noch Liebe mit seiner Ex-Partnerin. Ich würde mir wünschen, da wäre mehr Austausch. Ich würde mir wünschen, da wäre irgendwie ... noch mehr Entspannung. würde mir wünschen, würde Klärung stattfinden. würde mir wünschen, da wäre mehr Verletzlichkeit, gerade auch auf Tobis Seite. Da aber aktuell, glaube ich, immer noch sehr viel Verletzung. Wegen Verletzlichkeit nicht so richtig zugelassen werden kann. Und ich würde mir vor allem auch wünschen bei anderen Menschen, die mit Menschen in Beziehungen kommen, die Kinder mit jemandem haben, dass das Priorität haben darf. Also, dass sowohl die Kinder Priorität haben dürfen, als auch die... Beziehung zu den Eltern teilen, weil das einfach, also spätestens jetzt nach diesem Podcast, musst du doch mal klar sein, in deinen kleinen Kopf reingeguckt, in deinen Gehirn, dass es wirklich wichtig ist für dieses Kind, dass diese Eltern sich geschissen bekommen und du dich mit diesen Eltern geschissen bekommst und dass ihr euch alle irgendwie geschissen bekommt, auf eine positive Art und Weise. Und dass das System Familie dass du da rein darfst. Also, dass das ja viel eher die Frage sein sollte, welche Rolle kann ich hier übernehmen? Wie kann ich hier mit reinkommen? Wie kann ich unterstützen? Was will ich auch? Will ich das alles auch irgendwie? Das ist ja vielleicht auch, ich mag halt Kinder, ich werde keine eigenen. Für mich ist es halt Jackpot. Da haben andere Leute Kinder bekommen, eine andere Frau hat ihren Körper dafür geopfert, opfert gerade irgendwie ihre psychische, mentale Gesundheit. Mutterschaft ist hart. Ich bin nicht stark genug dafür. Ich will das irgendwie... doll nicht, obwohl ich so an sich natürlich, wie geil wäre das, wenn ich noch mal drei, vier, fünf von meiner Sorte hätte. Beste Leben, ja großartig. Ich finde die Vorstellung davon ganz zauberhaft. Die Realität von Eltern schafft, von Mutterschaft besonders Hölle, ja so. Und das auch wertschätzend so als Haltung, wie toll Menschen das machen und dass sie das machen und so. Wie anstrengend und schwer das ist einfach. Vor allem, wenn noch so Themen wie Tobi (1:10:39) Mhm. Maria (1:10:48) Neurodiversität, ein Partner mit vermeidenden Anteilen, eigene ängstliche Anteile, vielleicht noch andere psychische Diagnosen, ein Talking like Depression, Borderline, Persönlichkeitsstörungen, keine Ahnung, was ja alles noch so mit reinkommt bei Menschen, was halt menschelt, wo halt dann so Themen mit dabei sind. Und ja, dass vor allem eben die Leute im Kopf zu machen, in meiner Welt sind es halt viel Frauen, ich will das jetzt gar nicht so prime, aber ich habe halt viel Kontakt zu Frauen, ich habe einen Frauenaccount auf Instagram und so, viele Frauen, die mir schreiben. Und auch in meinem Umfeld viel Frauen, die dann auf einmal merken, da hat ja ein Kind Priorität, no shit Sherlock. Und schaffst du es, deine Bedürfnisse trotzdem zu kommunizieren? Kannst du überhaupt klar sagen, was dein Bedürfnis ist? Kannst du deine Emotionen dazu... What are we talking here? Muss du selber nochmal... muss du selber nochmal... motherly oder fatherly... ge-re-parented werden? Tobi (1:11:35) Ja, genau. Maria (1:11:43) brauchst du eigentlich nicht einen Partner, sondern selber einen Elternteil und das triggert und ach, da kommt ja so viel hoch. Aber das finde ich da halt auch nochmal ganz spannend und kann sagen, das habe ich auch von Anfang an nicht gut und richtig gemacht und würde aber sagen, das mache ich jetzt auf jeden Fall auf eine Art und Weise, wo ich sage, nee, da bin ich stolz auf mich, das fühle ich gut. finde, da würde auch noch mehr gehen, aber ich glaube, der Gegenseite ist da das Vertrauen gerade einfach auch nicht. groß und das Gesamtsystem fragil. Naja. Tobi (1:12:17) Ich kenne wenig, ich kenne wenig, also es gibt wahrscheinlich sehr viele, ich kenne wenig Geist, die sich mal eben so Frauen mit Kindern suchen. Maria (1:12:31) Hier gibt es schon. Tobi (1:12:32) Ich Also, ich kenne einen. Und, ja, also zwei. Nämlich, ja, der neue Partner meiner Ex-Partnerin. Der ja mit meinem Sohn auch ganz zauberhaft umgeht. Und, also, was mein Sohn so erzählt. Ich glaube ihm das mal. Ich habe die ja auch schon zusammen erlebt und ich glaube, das ist eine total schöne Sache. Maria (1:12:35) kannst du. Genau, guck mal. Tobi (1:13:03) Äh... weiß ich natürlich all diese Hintergründe nicht und so weiter, aber ich... Ich find das schön, wenn Leute sich dafür entscheiden, hier ist ein Kind, da mach ich doch mit. und mal wegkommen von diesem, heißt es aber nicht mal nirgends. Ja voll, glaub ich auch. Maria (1:13:13) ist total schön, wenn man auch mitmachen darf. Ja, aber es ist total schön, wenn man auch mitmachen darf. Einfach total nett, total wertschätzend irgendwie und da auch eine Rolle bekommt und so wow, einfach, also kann ich sagen, auch holt mich total ab, ich total schön. Ich glaube, bei uns war halt auch schwierig, dass ich war die erste nach eurer Trennung. Und ich bin immer noch da. So, also es ist so... Das war doch sehr schnell, irgendwie sehr ernst bei uns. Ich glaube, ich bin einfach auch bedrohlich. Das kriege ich immer wieder gefeedbackt, ohne dass ich es richtig sein möchte. Und wenn ich mir die emotionalen Kapazitäten nicht nehme, bin ich halt auch schnell mal einfach eine Fotze. Und nicht so, hm, Fotze, Fotzik, sondern so, Fotze. Scheiße halt. Aber ja, es gibt für alles immer noch Räume und die Möglichkeit, auch dafür gerade zu stehen und ... Mal schauen, wo uns das alles noch so hintreibt. Mir war es wichtig, diese Folge aufzunehmen. Das liegt mir schon lange auf dem Herzen. So gut getrennte Eltern, bitte immer eine Art Poly. Ja, Elternschaft ist immer ein Polykül. Da kommt ein neuer Vater rein, da kommt eine neue Mutter rein oder mehrere. Da sind auf einmal irgendwie Onkels und Tanten, Omas und Opas. Das ist ein riesen Polykül, was da aufgeht. Da muss ganz viel moderiert werden von den Eltern, runter halt zu all den anderen. Wie soll mit dem Kind umgegangen werden? Wie wird da, was stellen wir uns hier vor? Tobi (1:14:14) Tatsächlich, ja. Maria (1:14:35) ist das Kind, ist auf die und diese Art und Weise muss so und so geschützt werden und so und bla bla bla bla bla. Und ja, mich interessieren natürlich eure Meinung. Sagt ihr, da sehen wir alle ganz anders oder ist ja eine schöne Theorie, aber wir haben hier auch total Gewalt und keine Ahnung und irgendwie der andere will ja nicht oder die andere will ja nicht und so. Und ja, ich weiß ja immer nicht, ist das immer so oder war das halt damals, wollte er oder sie nicht oder Merkt ihr vielleicht auch bei euch selber so, ja fuck, ich kann halt mit der neuen nicht von meinem Ex. Aber so richtig kenne ich sie eigentlich auch nicht und ich habe immer ganz doll Puls, wenn ich der begegne, einfach mein Körper rebelliert, ich keine Ahnung, also da einfach mal reinzugehen und sich ganz offen zu fragen, was ist denn eigentlich los, welche Anteile trage ich, dass es nicht klappt, wenn es nicht klappt. Und das sind ja die einzigen Anteile, an denen wir arbeiten können. Wir können immer nur an unseren eigenen Anteilen arbeiten. Die anderen Anteile kann man halt ansprechen. Tobi (1:15:12) Mhm. Maria (1:15:27) versuchen. Tobi (1:15:29) Mhm. Ja nutzt das auch gerne mal sowohl in unsere Kommentare hier unter dem Podcast als auch vielleicht als Anstoß für die nächste Fragenfolge, die ja noch ein bisschen auf sich warten lässt, einfach in unseren Fragensticker was reinzuschreiben. Oder machen wir mal was ganz Verrücktes. Wenn ihr irgendwas dazu teilen wollt, dann schreibt ihr das dieses Mal einfach an mich. Bin gespannt, was da so bei rumkommt. Gerade Elternsachen Maria (1:16:01) Ja, aber ihr könnt eure Fragen auch immer ... Tobi (1:16:05) interessieren mich da wirklich sehr doll. Sowohl unsere beiden Insta-Seiten als auch all das, was wir hier gerade so pushen, findet ihr wie immer in den Show Notes. Maria (1:16:18) Schön, sehr, sehr schön. War eine tolle Folge, ich danke dir sehr. Machen wir es short, denn sie ist relativ lang. Bewertet uns gerne überall, wo es Podcasts gibt. Ihr dummen Schweine, habt ihr ja mindestens was gelernt oder mal gelacht. Und Kritik gerne als Nachricht im Internet. Das Internet merkt sich alles gerne fünf Sterne. Und ja, schickt's rum. Tobi (1:16:34) Viennese. Maria (1:16:44) Diskutiert auch gerne in den Kommentarspalten unter Spotify, könnt ihr Kommentare hinterlassen und schreiben, Tobi hat es alles schon gesagt. Küsschen aufs Nüsschen und bis nächste Woche. Tobi (1:16:53) Bis nächste Woche, tschüss!

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