Folge 31 - Vulnerability Hangover: Wenn neue Nähe alte Wunden aufreißt

Shownotes

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⚠️ Hinweis: Wir teilen persönliche Erfahrungen, keine Therapie oder Heilversprechen.

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Maria: meine zauber schönen Schweine backen ich hoffe ihr freut euch auf die nächste folge grotten ehrlich mit euren liebsten anderen Schweinebäckchen und ich habe heute ich meine uns genau ich habe heute wieder meinen allerliebsten Co-Moderator mit dabei den Hasimann korrekt

Tobi: Sie meint Mädchen. Sie meint mich.

Maria: Und wir haben gerade Bizeps geflext in die Kamera und Tobi meinte, er kann gar nicht mehr. Schau.

Tobi: Ich kann nicht mehr, ich komme gerade aus dem Rücken-Training und das ist unmittelbar vor dir alle geworden. Jetzt habe ich nicht geschafft, meinen Mi Präpp richtig aufzueßen und werde davon Abstand nehmen, euch zu triggern und das jetzt hier weiter zu essen.

Maria: Das ist zauber süß von dir, aber eigentlich beschissen für die Gains. Das müssen wir besser, sehr beschissen für die Gains, das müssen wir besser planen. Und ja, ich hab so bisschen hin und her überlegt, machen wir dem Podcast alle Ehre oder machen wir euch hier irgendwie ein Pro... Aber ich bin keine Professionelle. Mit ein bisschen Glück, na, mit ein bisschen Glück, Mitte 40 bis Mitte 50 wäre ich so eine hochprofessionalisierte, psychologisierte Domina.

Tobi: Das sehr beschissen für die Game Sound. Ja.

Maria: Also alle meine Ausbildungen laufen ja irgendwie gerade so in die Richtung. Findom, finanzielle Dominierung, Femdom. Das könnte ich mir vorstellen, aber das ist auch die einzige professionelle, die ich machen würde. Ansonsten bin ich ja, oder ist mein Markenzeichen ja, selbst in der Finanzberatung und überall, dass Seriosität, dass ich die anders definiere, über Authentizität. Und deshalb habe ich gerade kurzerhand beschlossen, zu erzählen, dass mich grad zerreißt. Aber damit der Tobiman heute auch ein bisschen zu Wort kommt bei dem Ganzen, würde mich interessieren, wir sind ja sehr unterschiedliche Typen, wie stehst denn du so zu Seriosität versus Authentizität? das, also auf was achtest du eher? Wozu hast du welches Gefühl?

Tobi: Seriosität und Authentizität. Dachte ich immer, dass das zwei unterschiedliche Latschen sind. Jetzt bin ich aber in der absolut privilegierten Situation so als Personal Trainer, dass es sowieso besser läuft, wenn ich authentisch bin. Das einzige Feld, wo ich das sowieso reinprojiziere.

Maria: Mhm.

Tobi: Wo ich seriös sein müsste, ist der Job. Das muss ich vielleicht vorab nehmen. Ja, und der Job ist halt einer, der mir erlaubt, hier gerade sehr authentisch zu sein. Ein bisschen habe ich so dieses Ding, dass ich, dass ich immer mitbestimme, ab wann das so ist. Also ab wann ich Leuten mein Zeug auf die Nase binde. Und selbst dann ist es im Job immer erstmal ein Einstieg ins Gespräch, den ich so gestalte, dass die Leute ins Erzählen kommen. Das ist meine Seriosität. Ich fange nicht an, mir zu erzählen, wenn meine Kunden kommen. Sozusagen nicht einfach so. Es sei denn, sie fragen mich. Dann ist für mich der Stöpsel gezogen. Weil da denke ich mir, wenn du fragst, dann kriegst du jetzt hier aber die volle Ladung. Wenn du fragst, dann musst du halt auch die Antwort abwarten. Sonst frag nicht. Also sonst frag halt nächstes Mal nicht. Für mich ist völlig okay. In diesem Dienstleister-Kunden-Verhältnis, wenn die Leute hierher kommen und sich danach sowohl ihrer Kraft als auch ihrer Steine vom Herzen sich entledigt fühlen, umso besser. Kommen sie gerne wieder. Und das möchte ich ja erreichen. Ja, aber ganz viele sind halt auch dabei, dass die dass sie das Personal im Personal Training irgendwann auch selber groß schreiben und das auch so verstehen. Ich glaube, das geht nicht nur mir, sondern das ist ganz doll woanders auch so. Da sind die Leute irgendwie einfach sehr eng beieinander und dann wird zusammen Sport gemacht. Das hat der Trainer, die Trainerin auch in der Hand, aber dann auch so gut, dass es gar nicht so im Vordergrund steht. Wir machen den Plan und du wirst auch besser. Aber der Rest ist, ey, was war denn die letzte Woche los?

Maria: Mhm. Mhm. Mhm.

Tobi: Und warum da nicht authentisch sein? Früher habe ich das bisschen enger gesehen. Ich war ja auch Flächentrainer ganz lange. Und da hatte das gar keinen Platz. Da gab es ein paar Leute, die du dann wieder gesehen hast, die auch explizit zum nächsten Checkup und auch wieder zu dir kommen wollten. Aber wir hatten jetzt hier gar nicht die Struktur, dass man sich das immer wünschen durfte. Man musste halt eine Zeit im Studio angeben und dann Hast du halt gekriegt, da ist. Konntest halt nachfragen, sonst müsstest du warten. Dann ist ja drei Wochen im Urlaub und dann musst du halt warten mit deinem Checkup. Ja gut, einige haben das gemacht. Mit denen wusstest du auch, mit denen kannst du auch quatschen. Die stellen auch Fragen, aber das ist natürlich nicht so, wie wenn du jemanden jede Woche siehst. Oder jeder Woche zweimal siehst und einfach immer. Das ist ja, warum nicht da auch schon eine Art von Beziehung führen. Also immer noch mit klaren Grenzen. Aber die sind ja fluide.

Maria: Okay.

Tobi: ist für mich dann irgendwann das gleiche. Ich habe zum Beispiel auch Kunden, Kundinnen, denen ich ganz, schnell auch einfach von mir erzähle. Und anderen habe ich einfach, bei anderen habe ich einfach das Bedürfnis, so wie neulich am Sonntag, da hatte ich auch mal Training, dass ich, weiß ich nicht, mag ich einfach so gerne, obwohl wir uns noch gar nicht so lange kennen, dass da irgendwie einfach ein Quarkbrötchen mitgebracht wird, auf so einer persönlichen Ebene. Wenn wir die gerade gemacht haben und gefrühstückt

Maria: Ja, das mag ich auch sehr, aber da kommt auch, ja, das mag ich selber, da kommt regelmäßig auch an uns was zurück. Schokolade oder Kuchen, das finde ich einen sehr fairen Trade-off.

Tobi: Ja, genau. Die Person hat übrigens dann noch nachgefragt beim Training, als ich das mitgebracht hatte, was hast du heute vor? Muss ich mich auf Burpees oder so Scheiß gefasst machen? Ich nein, ich würde doch niemals mit Geschenken steuern, dass du dich in Watte gepackt fühlst, nur damit wir dann was Fieses machen. Wir machen immer was Fieses. Ich bringe nur manchmal Brötchen mit. Ja, bei dir verschmilzt das ja auch schon lange sehr doll. Aber ich frage mich dann, wo liegen denn bei dir so die Grenzen in diesem Verschwimmen, so Authentizität und Seriosität? Ich weiß, dass du schon gerade von deinem Trägerunternehmen für die Finanzberatung da auch schon mal bisschen beguckt wurdest, was du da eigentlich treibst im Internet. Und auf der anderen Seite,

Maria: regelmäßig, ja?

Tobi: Auf der anderen Seite ja eben Workshops, zu, also gebeten wirst, Workshops zu leiten, wie man dann endlich mal diese beiden Sachen zusammenbringt. Aber wie ist das für dich persönlich?

Maria: Ich mache Finanzberatung ja auch seit 13 Jahren und ich komme ja aus Röckchen und Blüschen und Schüchen und Strumpfhose und so und ganz super seriös gekleidet. Finanzberatende sind, also in den Büros wird, also es geht schon heftig zu, Thema Seriosität. Es sind halt einfach Menschen, die sind jung, die haben Bock. Und ich hatte, ich habe keine große Identifikation mit glatt sein. habe keine, also Seriosität in der Finanzberatung ist ganz oft dieses nicht anecken, glatt sein. In der Ausbildung haben wir gelernt, dass wir uns nicht über Sport und Politik unterhalten sollen. Geh bei den Kunden nicht auf Toilette. Also so möglichst, sei möglichst wenig menschlich, möglichst wenig anfassbar. Und dann habe ich als Systempädagoge studiert und habe irgendwie das total in Frage gestellt, weil

Tobi: Mhm.

Maria: Ich will ja Vertrauensebene schaffen, vor allem auch, wenn ich Finanzprodukte verkaufe und die Kunden kündigen wieder, bin ich in der Haftung. Also ich muss mein Geld zurückzahlen. Ich habe also ein großes Interesse daran, sehr langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen. Wie soll ich das machen, wenn die mich nicht greifen können? Und jetzt kann man natürlich sagen, es ist sehr eskaliert, weil die Leute, die jetzt zu mir in die Finanzberatung kommen, ich sage immer so, die kennen meinen Arschar-Status. Also es ist irgendwie... Es ist jetzt schon sehr doll von psychischen Geschichten über wie ich in Beziehungen lebe, meine Gesundheit. es ist irgendwie, wer will findet alles zu mir. Und das sorgt aber eben dafür, dass wir zumindest in der Beratung dieses menschliche Thema hinten anstellen können, weil da ist irgendwie schon ein Haken dran. Und in der Fachlichkeit bin ich natürlich super seriös. Also ich bin 13 Jahre, ich habe ausgebildet in der Finanzberatung und ich verwalte irgendwie 60 Millionen Euro und

Tobi: Haha

Maria: lasse das ja, außer dass ich es halt mal erwähne, um irgendwie zwischendurch mal auch klarzumachen, ich bin eine Professionelle, wenn es um Inhalt geht. Aber ansonsten, ich das ja jetzt auch nicht so raushängen mit meinen, ich sitze irgendwie in Sportklamotten, irgendwie vor der Kamera auf Instagram und mache ja nicht so einen auf, ich besitze ja auch keine Markensachen oder so, das juckt mich ja halt alles nicht. Wenn ich mal was sehe, dann spende ich halt lieber mal 500 oder 1000 Euro, als dass ich mir eine teure Handtasche kaufen würde oder so. Das ist halt... Ja, so das Ding. Deswegen bin ich eher bei Authentizität und denke mir halt immer, ähm, Seriosität kommt dann in den Fachthemen. Ich glaube, wenn du manchmal Finanzberatungen von mir mitbekommst, das hatten wir neulich, da war es halt auch so, war das gerade eine Beratung? Weil wir halt, ich glaube, wir haben von 60 Minuten 45 über Dating und ...

Tobi: Ja, ja.

Maria: weiß gar nicht, was alles geredet. Und die Letzte.

Tobi: Es hätte durchaus auch ein Coaching sein können. Dafür war es dann wieder bisschen zu ... zu flowy, zu wenig richtiger Leitfaden. Deswegen dachte ich, was war das gerade? Dann dachte ich, scheinbar Finanzberatung. Irgendwie so war der Abschluss.

Maria: Hallo. Ja, am Ende haben wir unterschrieben in den letzten zehn Minuten. mit so einem, ey, wir müssen jetzt eigentlich noch Unterschriften setzen und dann ist es halt oft auch einfach so ein, ach ja, okay, dann machen wir das. Mag ich sehr. Ja, genau. Also Professionalität und Seriosität mal zur Seite. Ich habe gerade so gedacht, aktuell lacht mich das Universum aus. Also ich fühle mich ausgelacht vom Universum. Und sobald auch ich darüber lachen kann, würde ich dann euch Zuhörende auch über mich lachen lassen.

Maria: Mensch, Tobi, mal, hast du schon von der neuen Riester gehört?

Tobi: Ecke? Ja, nee, hab ich nicht. Also kommt mir auch nicht unter. Was ist denn da los?

Maria: Ja, was denn da los? Bisher war es ja auch nicht spannend für dich als Selbstständigen, war es gar nicht riesengroß fähig. Jetzt kommt das Älters Vorsorge Depot. Auch Selbstständige sind jetzt gefördert, höhere Förderquoten, voll steuerlich absetzbar, wie wir es auch vom alten Produkt kennen, aber 100 % Anlagemöglichkeit in ETF.

Tobi: Richtig. Aha. 100 %! Das bedeutet Wachstum.

Maria: Weißt du, was das bedeutet? Ja. Wunderbar mein Herz, aber ansonsten hast du auch keine Ahnung, wa? Ist aber ja nicht schlimm, weil bei mir gibt es Beratungen dazu, kostenlos und unverbindlich. Förderung gibt es ab 01.01.2027. Altprodukte können übernommen werden, das heißt jeder mit einer alten Riester im Ordner und besonders die mit 2, 3, 5 Kindern können sich mal grad eben Termin sichern, wa?

Tobi: Geil. Cool. Wie mache ich das?

Maria: im Link, den Show Notes oder auf meinem Profil im Linktree. Erstberatung, scha, lo, hallo.

Tobi: Klick!

Maria: Aber noch bin ich nicht an der Stelle lachen zu können. Möchte euch aber immerhin insofern abholen oder ich würde gerne die Folge so inhaltlich mit dem Thema starten, wie sehr neue Beziehungen, neue Beziehungspersonen uns zerreißen können. Und in meinem Leben tritt gerade eine neue Person. Und diese kleine Zaubermaus ist wirklich eine kleine, zierliche... Zauber-Süße mit großen Kulleraugen und Personen und zerfickt mich einmal komplett in meinen Mustern, nimmt mich einmal komplett hops mit meinen Schutzmechanismen und das alles mit so einem, kann ich noch mal eine Frage stellen? Und die Antwort auf die Frage ist dann ein für mich nervensystemsprengendes Erlebnis.

Tobi: Hehehehehe

Maria: Und das ist irgendwie so das, was Menschen meinen, wenn sie sagen, Beziehungen können heilen. Weil man kann sich jetzt an so einer Stelle, wo es irgendwie unangenehm wird, also es ist jetzt gerade nicht sehr angenehm. Vieles ist sehr angenehm, weil es ist ja irgendwie ein neuer Mensch und das ist schön und spannend und so. Aber einiges an den Inhalten ist halt wirklich sehr herausfordernd. Und ich weiß, dass uns nicht wenige Menschen zuhören, die sich auch schwer tun mit Beziehungen. Also sei es freundschaftlich platonische Beziehungen zu führen, sei es romantische. Davon ja oft, das ist ja oft dann noch weiter weg, irgendwie romantische Beziehungen zu finden. Wobei es genauso auch die Leute gibt, die in romantischen Beziehungen sind, aber platonische nicht halten können. Was würdest denn du sagen? Merkst du bei dir? eher ein Pull in Richtung, also was fällt dir leichter, romantische Beziehungen oder platonische Beziehungen so zu führen und dich zu zeigen und die so zu entwickeln, dass sie irgendwie dazu bauen? Kannst du das sagen?

Tobi: Nee, kann ich nicht sagen, weil ich... weil ich nur... boah... ganz ganz wenige beziehungen führe die überhaupt bereit sind zu bauen also wirklich sehr wenige also weniger also ich würde sagen ich habe so einige freunde wobei ich wobei ich freunde und bekannte inzwischen einfach zusammen nehme weil ich aufgegeben habe mir darum mühe zu machen wer muss dann jetzt hier unbedingt als freund betitelt werden oder nicht

Maria: Mhm. Mhm.

Tobi: sondern es gibt nur Leute, die sehr nah an mir dran sind oder eben nicht. Und meine Tür steht offen, aber ganz oft haben Leute einfach ja entweder nicht so den Bezug zu oder können das selber nicht so richtig oder haben gar keine Kapazität, nochmal eine Beziehung, egal welcher Art zu führen. Oder glauben das einfach nur und wissen einfach deswegen, weil sie es nie versucht haben, nicht was da so, also das alles. Ja, und natürlich fällt es mir einfach leichter, an irgendetwas zu bauen, wenn Leute mir gegenüber mit Interesse, Neugier und ein bisschen Investment gegenüber treten. Bin ich sofort into it. Also wenn ich es gut finde. Wenn ich das für richtig halte, wenn mir das gut tut. Und dann ist aber auch egal, welche Beziehungsform das ist. würde ich jetzt mal sagen.

Maria: Und für mich ist es so, dass ich vom Grundtyp her ja irgendwie schwerer unterscheiden kann. Also ich gucke immer eher, kann der Mensch mir geben oder was will er geben, wie will dieser Mensch Beziehung leben. Deswegen habe ich schon sehr von hocheskalierten Freundschaften, wo man von außen vielleicht irgendwie auch denken könnte, ist das Beziehung? Also mit Fedra in Frankfurt zum Beispiel, da gibt es auch die ein oder andere Person, die irgendwie dachte, wir wären in Beziehung, einfach aufgrund wie man so übereinander redet oder wie man Urlaube zusammen macht und keine Ahnung. Also romantische Beziehung, meine ich. Und ich für meinen Teil kann sagen, dass ich in platonischen Beziehungen irgendwie es besser hinkriege, Matches zu finden zu mir, wohingegen ich romantische Beziehungen eher dieses Gegensätzeziehen sich anfahre.

Tobi: okay.

Maria: Ja, das ist zumindest was, also in romantischen Beziehungen habe ich eher so die, wo eigentlich viele Fragezeichen sind und viel so, boah, ich verstehe dich nicht, ganz so das irgendwie da ist, wo es irgendwie nicht so flowy und natürlich schon auf einer Art, also auf jeden Fall auch flowy Ebenen da sind, aber inhaltlich mehr erklärt werden muss und auch mehr irgendwie, also auch allein bei uns beiden ist ja ganz oft so dieses

Tobi: Romantische Beziehungen,

Maria: Versteh dich einfach nicht. Kannst du bitte nochmal erklären, wie du das meinst, ja? Und in Freundschaften zum Beispiel oder ich nenne es jetzt mal platonischen Beziehungen, da habe ich das weniger. Da ist es oftmals eher so, ach ja, check, ich checke dich. Ich sehe dich, ich checke dich. Wir haben irgendwie, wir teilen uns eine Gehirnzelle oder sind da einfach sehr eher auf so kommunikativen Ebenen, Werte-Ebenen unterwegs oder so, man sagen möchte, ne?

Tobi: Ja.

Maria: Als würde halt in romantischen Beziehungen so eine körperlich-sexuelle Ebene alles überstrahlen. wir können so nackt sein, Zammet, da müssen wir doch gar nicht so viel Redekönne. So. Vielleicht.

Tobi: Hmm. Naja gut. Aber ist das nicht auch ziemlich masochistisch?

Maria: Ach, ich bin ja ein Switch.

Tobi: ... mit ... ... ja sehr gut ... mega ... also schon die Nummer irgendwie ... naja also ... wenn wir sehr viel miteinander zu tun haben ... dann brauche ich auch den Struggle.

Maria: klar. Ja, und ADHS, also ich brauche einfach das Dopamin auch, ne, so von vielen Dingen. Naja, und ähm, gerade heute, Tobi hat das vorher auch angemerkt, oder so meinte, alter, willst du da wirklich drüber reden, wie es dir gerade geht? Ich bin heute komplett zerfickt, also entschuldigt auch meinen Wortgebrauch und nicht, ihr wisst ja, wo ihr ihr seid, aber, ähm, ich hab den heftigsten Vulnerability Hangover, äh, das ist eine schöne Begrifflichkeit, mit der Tobi irgendwann mal kam, glaub ich, in deinem Prozess.

Tobi: Ja, ja. Ja, ja, ist ja schon,

Maria: Der einfach, also Hangover ist ja halt Kater, wie vom Saufen. Also kommt ja jeder spätestens nach den Filmen, Hangover. Und Vulnerability ist Englisch für Verletzlichkeit. ja, neue Menschen, die sehr nah rankommen, weil sie, einerseits weil ich das möchte, also es ist natürlich immer eine Mischung. Wenn wir Beziehung wollen, gibt es bestimmte Einstellungen, Wertesysteme. und auch Fähigkeiten, die wir haben können, sollten, müssten, ich weiß gar nicht, können wir mal diskutieren, ob dir da was einfällt, wo du sagst, das sollte gegeben sein, dass Menschen überhaupt an uns rankommen, also an mich zum Beispiel. Und auf der anderen Seite brauche ich eben dann auch aber immer Menschen mit bestimmten Eigenschaften. So und da ist halt so eine Neugierde, brauche ich halt unbedingt. Eine Besonnenheit auf eine, also Besonnen sein im...

Tobi: Hm.

Maria: auf eine Art von Aufmerk, also so eine Mischung aus Aufmerksam, Mitkriegen und die Fähigkeit Dinge anzusprechen, so mitzudenken, anzusprechen und eine gewisse Hotness. So, also egal, ob welche Ebene von Beziehungen, ich brauche meine Leute ja immer, ich bin ja eine oberflächliche Scheißkuh, ich brauch die ja immer auch auf einen Ebenen hot. Muss toll sein, muss aber auch toll aussehen. Also da muss einfach schmecken auf einen Ebenen. Naja. Und wenn dieser Cocktail an ich kann nicht dran vorbei da ist, dann ist natürlich, und gerade in einem Konstrukt, in dem wir irgendwie auch ja viel Verbindung leben und viel Offenheit. dann hat es mich gerade ein bisschen rausgeschossen. stellt sich heraus, also was habe ich gerade für ein Learning über mich neu? Ich kann ja oder ich bin ja eine recht harte Person, recht direkt und gerade auch über Social Media ist das eine Person, die ich oder ein alter Ego, wie auch immer, was ich sehr gerne lebe und ich merke gerade, das ist ja... Schutzmechanismus und da werden jetzt viele sagen so ach nee, der Charlo ist ja verrückt, hätten wir ja nie gedacht. Nee, pass auf, mir doch zu. Schutzmechanismus, weil wenn Menschen mir nahe kommen, also wenn ich will, dass ich denen gefalle, es ist halt, wenn du mir nichts bedeutest, ist mir scheiß egal, ob du mich magst oder ob ich dir gefalle, wenn wir diese Brücke über quer haben und ich will, dass ich dir gefalle, werde ich unfähig Grenzenbedürfnisse und alles, was sonst noch so dazu gehört, einem deutlichen, klaren und schnellen zu kommunizieren. Vor allem in der Mischung von Überforderungssituationen, weil gerade alles neu. Und das ist jetzt gerade so eine Feststellung. Das ist Status jetzt, das kann sich noch verändern, das kann noch irgendwie wachsen in, das war nur ein Symptom, da war eigentlich eine andere Ursache oder sowas. Tobi hat mir gerade, bevor wir den Podcast gemacht haben, so einen Meme geschickt von einem Typen, Tränen lacht. Und dann steht da so ein Text darüber und sagt, der Moment, wenn du realisierst, dass dein gesamtes Leben oder die Art, wie du dein Leben geführt hast, eine Trauma-Response war. Und dann kichert er sich so ein rein. Ja, und irgendwie bin ich gerade auf der Ecke nochmal.

Tobi: so halb verzweiflung halt irgendwie halt dieser moment von realizing aber den hatte ich ja auch das ein oder andere mal deswegen habe ich auch dazu geschrieben ich fühle den typ gerade sehr hart das war gar nicht so gar nicht so guck mal könnte bei dir auch sein

Maria: Ja. Ja, ja, alles gut. Ja, aber es ist gerade, ne? Ich hab die letzten drei Jahre ja viel Schmerz weggesteckt. Die Trennung von Jan, die ganz eklig war, dann dieser Friendship Breakup, der irgendwie immer noch ein bisschen eklig ist und hier und da mal einfach bisschen unzuverlässige Bezugs- und Beziehungspersonen. Wir kennen das alle. Und ich hätt's gar nicht gedacht, aber ich bin da dran ein bisschen kaputtgegangen. Also ich hab da doch links und rechts mal eine Schramme weggesteckt von ... Und hab die aber natürlich gecovert mit was halt so da ist, woraus man dann halt irgendwie so drüber baut über die Wunde, dass das irgendwie weitergehen kann. Und in dem Moment, wo jetzt mir aber wieder jemand auf diesem Level von Bedeutsamkeit so nahe rückt, gehen diese Wunden auf. Und zeigen sich die Unfähigkeiten, weil ja nur gecovert wurde und nicht tatsächlich gefüllt. Mit Wachstum aus Krise, glaube ich.

Tobi: Hm.

Maria: Und für alle die, warum erzähle ich das? Man könnte jetzt also zurückziehen. Man könnte sagen, oh, das ja viel zu doll und ich fühle mich gar nicht gut gerade. Und da habe ich so einen schönen Spruch gelesen, der, boah, ich fühle mich gerade nicht wie ich selber. Ich glaube, ich wachse. Und das ist einfach zur Motivation für diejenigen unter euch, die halt auch immer mal wieder so die perfekte Person für uns wird, gut in meinem Fall jetzt schon, aber bei den allermeisten nicht einfach klopfen und sagen hier bin ich jetzt. Und selbst hier machen wir sehr, sehr viel dafür, dass Menschen uns finden können.

Tobi: Sehr gut.

Maria: Wenn du nicht sehr viel dafür tust, dass Menschen dich sehen und finden können, ist es immer unwahrscheinlicher, dass jemand einfach klopft und sagt, ich hab hier einen Pool, ich mal euer Klo benutzen? Kann ich was trinken? Wollen wir vielleicht kuscheln? Und da reinzugehen, da rauszugehen. Ich hab mir vergangene Woche auch mal wieder einen Korb abgeholt, einfach jemandem gesagt, alter, ich find dich ja superhot, können wir mal daten? Und die Person so, nee. und das einfachen, ja, hier.

Tobi: Damn! Wo sind die Knöpfe? Ja, danke, danke, das war mir wichtig.

Maria: Gerne. Naja, aber ich finde das total wichtig, weil guck mal, ich lebe immer noch und bin immer noch schön und bin immer noch stark und begehrenswert und so und habe halt einfach eine Situation genutzt, die ja auch hätte gut werden können. Naja, und davon wollte ich euch teilhaben lassen. Wenn ich mich wohler oder wir uns wohler fühlen, da mehr zu teilen, wird es da auch mehr zu geben. Aber ich kann nicht sagen, gerade bin ich einfach auch ein bisschen fettig mit der Welt und ich habe es zu Tobi schon gesagt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal sage, ist mir grad zu viel. Ich komm grad an Grenzen.

Tobi: Mhm. die ja in der Form vielleicht schon immer da gewesen wären aber aber gekovert halt nicht

Maria: wären, hätte ich mich gespürt besser. Wie ist denn das bei dir? Kannst du sagen, was so unbedingte Eigenschaften sind für einen Menschen, wenn du sagst, boah, da habe ich eine sehr hohe Resonanz, da verknalle ich mich sehr, schnell, wenn diese Eigenschaften da sind. Fällt dir da was ein, wenn du entweder sofort oder kurz mal drüber nachdenkst, ob es da Dinge gibt bei den Menschen, die du so liebst, magst und liebst? die sich da so überschneiden.

Tobi: ich bin langsam dabei, halt ganz doll zu sagen oder bin ich jetzt einfach halt gebrainwashed durch alles, was ich gelernt habe. Auf was achte ich vor allem und ich achte inzwischen vor allem darauf, ob die Leute, die in mein Leben treten, Art von Neugier mit sich bringen. Und ich sag gebrainwashed durch das Wissen, weil ich ja diesen IFS in der Family Systems Ansatz so toll fand. Und weil da ja gesagt wird, dass neugierde... eigentlich immer eine, also ein schon fast ein Marker für die Führung des Selbst ist. Und wenn ich das viel spüre bei Menschen, kannst du natürlich sagen, dann ist mein Vermeider sehr glücklich, weil dann weiß ich, da wird nicht ganz so viel aus den Anteilen agiert. Aber ich glaube, es ist einfach menschlich, sich ja dann irgendwie zu denken, ja, ich glaube, Da spüre ich eine Sicherheit, weil eigentlich ist es mir dann auch egal, ob ich mit irgendwelchen, also ob ich da den einen oder anderen Anteil mal kennenlerne, es irgendwann mal zu Konflikt kommt, weil es mir egal, weil es steht ja im Vordergrund, dass diese Leute vermutlich auch dann irgendwann, vielleicht nicht direkt, aber irgendwie mögen ein bisschen schneller an diesen... Also dahin zurückkommen, dass sie einfach verstehen wollen, was hier gerade passiert. Und eben nicht so doll bei sich bleiben. Und eben nicht nur versuchen, sich zu schützen und ihr Ego irgendwie aufrechtzuhalten. Ja, und deswegen Neugierde steht irgendwie ganz weit oben. Neugierde zu mir. Gleichzeitig ist es aber auch was, was... Boah, was ich einfach sehr, sehr, als sehr heilend empfinde, weil... Ja. Teil meiner Vergangenheit ist, dass niemand die Kapazitäten hatte, so neugierig überhaupt zu sein. Da hätte ich mir gewünscht, dass die mit sich erst mal ... bisschen besser das hinbekommen hätten, sich zu hinterfragen, was ist eigentlich mit mir los? Aber nicht mal da waren wir, geschweige denn, dass sich irgendjemand ernsthaft mal da fragen konnte, was ist eigentlich mit Tobi los? So oberflächlich ist das passiert. Ich will immer gar nicht so eine Höllenzeichnung aufmachen. So oberflächlich ist das passiert und ich bin behütet mit Essen und so weiter. Wir kennen das. Das gab es alles. Und natürlich wurde man gefragt, wie ging es denn heute in der Schule und so weiter. Ja, das alles. Aber es wurde nichts damit gemacht so richtig, weil sich niemand so richtig auf meinen Platz setzen konnte, weil das nicht mal bei Ihnen selbst passiert ist.

Maria: Hmm. Jaja, Grundbedürfnisse wurden erfüllt.

Tobi: Ich glaube auch deswegen, ist Neugierde so ganz weit oben. Man spricht mich immer direkt an, wenn Leute das nicht nur auf so eine doofe Art zeigen und irgendwie jeden Bullshit nachfragen, sondern auch mit bisschen Empathie und emotionaler Intelligenz ihr was Neues wissen wollen, ausleben wollen. Und echtes Interesse an den Tag legen, mich kennenzulernen. einfach ein unfassbar warmes Gefühl. Also ist bei dir ja auch immer noch so. Also es ist ja nicht nur so, dass das für den Anfang eines Kennenlernens ist. Du hörst nie auf jemanden kennenzulernen. Also es ist eine Eigenschaft, einfach auch dauerhaft gebraucht wird.

Maria: Ja, das ist voll schön. Das ist in mein Beziehungswertesystem übergegangen, weil ich irgendwann mal im Zuge von, ja, also mich auseinandersetzen mit Paarberatungsthemen und so gelernt habe, dass Menschen sich verlieren. Also, dass sie einfach aufhören. Also ein großer Punkt. Also warum mache ich diese Reise? Ich will ja lebenslange Beziehungen führen. Das ist ja so mein Ziel. Und dann muss ich mich ja damit auseinandersetzen. Also was stört denn Beziehungen? Und ein großer Trennungsfaktor ist halt diese Aussage von, ja, wir haben uns verloren. Wir haben einen Bezug zueinander verloren. Deswegen habe ich halt dieses Wertesystem adaptiert zu sagen, okay, ich will halt nicht den Bezug verlieren und dazu muss ich neugierig bleiben. Und gerade neugierig bleiben zu können zum Beispiel, konnte ich dann wieder ableiten, was ich für eine Art Partner brauche, weil ich brauche Menschen, also Freundschaft oder platonisch oder romantisch, ich brauche Menschen mit einem Wachstumsinteresse. Ja, also wo es einfach auch schon darum geht, die sich selber auch interessieren, also

Tobi: Ahem.

Maria: sei interessant, interessiere dich. Das ist ja so ein Spiegelding. Und ich wollte gerade noch sagen, dass ich mich erinnere, als wir uns kennengelernt haben, dass dir das auch ganz oft unangenehm war, weil du, ich vermute einfach, weil du es nicht kanntest, dass dann da jemand so saß und aus jeder Antwort, die du gegeben hast, nochmal drei Fragen, große Kulleraugen und irgendwie, ⁓ toll.

Tobi: Richtig unangenehm, ja. Ich hab' mich auch schon

Maria: und erzählen mir da irgendwie noch was zu und hier sind meine Gedanken, sind meine Themen und so, ja. Das war auf jeden Fall eine gute Zeit. Ja, ja.

Tobi: Gute Zeit. Aber es ist jetzt auch eine gute Zeit, wo ich einfach sagen kann, ... ... ey, jetzt lasse ich einfach nur noch Menschen her, ... das können.

Maria: Das auf jeden Fall und du kannst ja jetzt mittlerweile eben auch fühlt sich viel wohler mit dem Scheinwerferlicht, wenn man halt dich anstrahlt und sagt jetzt erzähl doch mal, was ist denn da bei dir los und was umtreibt dich dann gerade und wo stehst du gerade so?

Tobi: Übrigens auch durch diesen Podcast. Also nicht nur, ich das mit Menschen geübt habe, wie ich ja in der Vermeiderfolge schon mal erzählt habe. Sondern die ersten Folgen, wenn ich mir die auch anhöre, da war es noch viel mehr so, dass ich auch nicht so frei von der Leber reden konnte überhaupt. Ja, aber was man oft trainiert, wird besser.

Maria: Ja, auch ein Podcast zusammen machen ist Wachstum. Das ist alles, alles ist Wachstum. Weitere Beziehungen führen ist Wachstum. Freundschaften pflegen ist Wachstum. Therapie machen, es ist auf vielen Ebenen gibt es halt die Möglichkeit, es geht nicht nur darum, dass wir alle unfassbar reich werden müssen. Es geht nicht nur so Persönlichkeitserweiterung für kapitalistisches Wachstum, sondern einfach auch in Tiefe und glücklich Beziehungen führen zu können zum Beispiel. Und ich dachte halt so, wird halt Frühling, die Haare stoßen an den Schlüppi.

Tobi: Ja, ich glaube immer. Ja, genau das. Ich wollte gerade sagen, glaube, genau. was geht es denn eigentlich? Man, habe ich mich das oft gefragt. Geht es denn darum, dann war ich zwischendurch irgendwie so bei diesem, ja, na gut, wenn es nicht darum geht, irgendwie super Geld jeden Preis zu verdienen? Worum geht es denn dann? Und warum könnte vielleicht auch Geld verdienen Teil dessen sein? habe ich schon auch Bock drauf. Aber ist ja gar nicht so mein höchstes Lebensziel im Moment. Da habe mich oft gefragt, warum geht es denn dann? Ich glaube, man hat irgendwie so eine Pflicht. Habe ich geglaubt, das war der Zwischengedanke. So eine Pflicht irgendwie ja glücklich sein zu müssen. Das ist irgendwie so ein... Boah, wir müssen damit ja irgendwas machen. Eigentlich haben wir das so das Einzige, was mir einfallen würde. Und jetzt bin ich oft, ganz oft so... dass ich bei so einem... banalen Kinderkarton-Gedanken gelandet bin von... Boah, ich glaube... Ich glaube eigentlich... Also müssen muss da erst mal gar nichts, aber... Irgendwie wär's doch total gut, wenn du für dich einen Weg findest, in dem du dauerhaft maximal dein Leben leben kannst. Was doch immer das heißt. Das heißt nicht immer maximal Push in allem. Überhaupt nicht. Aber was ist denn das? Also nochmal weitergeführt, was ist denn das, was dich glücklich macht? Wahrscheinlich fallen dir viele Sachen ein. Wie puzzelst du dir am besten in deinem Und was muss ich dann dafür können? Und ich glaube, da puzzelt man halt irgendwie immer weiter. Und an den Stellen fallen dir deswegen auch immer wieder neue Sachen auf, wo du nochmal irgendwas an dir ändern oder verbessern könntest. Das hat für mich gar nichts damit zu tun, ständig in so einem Optimierungsdrang zu leben, sondern in einem Also in einem Weg, der als Weg betitelt wird, der aber nicht unbedingt in irgendeiner Meisterschaft mündet in irgendwas, sondern einfach der Weg dahin, das ist es eigentlich. Weil wir ständig irgendwie von anderen Sachen umgeben sind und ständig ein paar von den Sachen behalten, uns richtig glücklich machen und eigentlich hin und wieder auch mal welche dazukommen und andere fallen doch noch mal weg. Keine Ahnung. es ist ja kein lineares Wachstum an sich. Das ist dein Lebensbaum, halt chaotisch überall mal hin wächst und am besten hast du am Ende eine richtig große Krone und sagst, Alter, das war mein Baum. Das wäre doch nice,

Maria: Klingt auf jeden Fall sehr theoretisiert. Und ich bin ja dann immer die, die sagt, was macht dich denn gerade glücklich? Was ist es denn konkret jetzt gerade? Welche Äste wirft dein Baum gerade in welche Richtung?

Tobi: Ja, Menschen. Aber das Coole ist, ... Also irgendwie ist mir so aufgefallen, ... Ey, hättest du mich vor zwei Jahren, vor drei Jahren gefragt, irgendwie, da war ich noch so ein bisschen ... in diesem, oh bloß keine Menschen, ey. Boah, Menschen sind ja richtig anstrengend. Menschen kriegen sich ja selber nicht mit, ich krieg mich ja kaum mit. Weißt du, wie soll ich dann, ne? Also aus den ganzen, und je mehr ... je mehr Erkenntnisse über Menschen dazukamen Am Anfang, desto… desto schlimmer wurde das eigentlich kurz, weil ich mir dachte, es gibt… jetzt weiß ich sogar… jetzt weiß ich sogar ein bisschen besser, was ich alles noch nicht weiß. Ach du Scheiße, das wird ja viel zu doll. Wie soll ich denn das bloß machen? ja. Dein Weg gehen halt. Das hat mir dann wieder so toll in die Karten gespielt. Ich war ja vorher auch schon irgendwie autonom. Nenn es Trauma-Response, aber daraus sind ja schon Kompetenzen gewachsen. Warum soll ich die nicht nehmen? Und irgendwie meinen Weg da weiter basteln, aber unbedingt die Führung übernehmen in dem Ganzen. Also aus einem Zwischenstand halt zu handeln, wo ich sage, ey, ich bin ja jetzt trotzdem schon, ich bin ja nicht falsch, nur weil ich das ein oder andere nicht so hatte, wie ich es vielleicht gebraucht hätte. So, ein paar Sachen davon behalte ich, ein paar Sachen mich. Und was mich jetzt glücklich macht, sind Menschen. Weil ich diesen Weg gegangen bin und weil ich den weitergehe, glaube ich auch. Wer weiß, wie doll das noch wird. Wenn ich den jetzt weitergehe und ich merke irgendwie, das ist ja total geil, Menschen zu verstehen. Das ist ja total geil, mich selber zu verstehen. Das ja auf einmal betrifft das alle anderen Äste in meinem Baum. Ich bin halt kein Informatiker oder so. Ich arbeite mit Menschen, ich bin privat mit Menschen, ich bin ständig in irgendwelchen anderen Sozialräumen unterwegs. Es macht irgendwie Sinn, dass ich mich für Menschen interessiere und dass ich mich da sicher fühle und darin aufgehen darf. Das ist es gerade.

Maria: Ich glaube, das ist ein erster großer Schritt in Richtung Heilung. Menschen auch wieder an sich ranzulassen. Also Menschen gut zu finden bedeutet ja auch einfach, sie an sich ranzulassen und sich zu zeigen. Und da stecken ja viele Kompetenzen auch dahinter, auf dem Weg dahin zu sagen, ich kann Menschen grad voll genießen. Also dieses einfache sich sicher fühlen, da steckt ja ganz ganz viel oder steckt da ganz viel Arbeit drin. Und du hast es gerade schon so kurz angesprochen. Aber wenn wir das gut hinkriegen, Trauma zu integrieren. Und das ist ja, unsere Nervensysteme sind ja darauf auch irgendwie ausgelegt, das zu overcome und da wieder Schutzmechanismen daraus zu bilden und so. Dann wachsen da natürlich Kompetenzen. so und für mich ist zum Beispiel mit auch neuen Menschen in meinem Leben gerade so, dass ich glaube, das erste Mal Autonomiekompetenzen

Tobi: Mhm.

Maria: auf eine Art und Weise grow model zu bekommen, dass ich die adaptieren kann für mich. Weil du und deine Autonomie waren irgendwie immer ein Stück zu weit weg. Das ist so, wie wenn du mit Sport anfängst und machst direkt Ironman. So, ja, irgendwie 180 Kilometer Fahrrad und genau, also einfach zu weit weg. Und das gibt es ja auch. Es gibt ja auch Autonomie light, wo ich jetzt sagen würde.

Tobi: Ja. Genau, eher zu weit weg, ja.

Maria: einfach die Fähigkeit mit sich selber sein zu können. Ja, da glaube ich bin ich gerade gut on the way und merke einfach auch hier, wie anstrengend aber auch schön das ist, wenn so eigene Schutzmechanismen so zertreten und aufgesprengt und aufgeweicht werden und da irgendwie was anderes sich setzen kann, was Neues, vielleicht auch was Besseres. Aber wir verlieren ja oftmals nicht die Kompetenzen, die wir schon hatten. Ganz oft werden die ja einfach erweitert. Und die Gesamtpersönlichkeit, der Gesamtskill wird irgendwie besser an der Stelle. Und wenn wir wegkommen wollen von irgendwie neuer Leute kennenlernen und neu und dating und was man so machen kann und vielleicht auch hinkommen zu Bestandsbeziehungen, also was macht das mit uns? hab das in irgendeinem Gespräch mit Tobi, ist mir das irgendwie so... dass ich gesagt habe, du, ich hab's Gefühl, ich musste dich im Rahmen unserer Beziehung schon ziemlich oft loslassen. Also wie so kleine Tode von, nicht von uns, nicht von uns als Liebende, so, aber von der Beziehung, wie sie bis dahin war. Oder auch das Bild von dir als Mensch, wie ich es bis dahin hatte.

Tobi: Mhm.

Maria: oder verschiedene Tode, verschiedenes Loslassen. Und ich habe auch das Gefühl, ergänzend zu der gesunden Beziehungsfolge, dass das ein Bild ist, was mir sehr, hilft zum Thema gesunde Beziehung, auch Disruption, Veränderung, vielleicht auch ein Stück Entfernung auf eine Art. halten zu können oder besser halten zu können für mich. Was sind deine Gedanken dazu? Hast du Gedanken dazu außer ja?

Tobi: Hmm. Nein. Nein stimmt nicht. Ja, das liegt für mich irgendwie klar auf der Hand. du nach ergänzen zu meinem Talk vorhin irgendwie in diesem Mein Baum wächst und ganz viele neue Äste wachsen daraus und... meine Persönlichkeit, wenn ich jemand Wachstums interessiertes bin, wird sich definitiv auch in den kleinen Verästelungen in verschiedenen Situationen immer mal wieder ändern. Das heißt nicht, dass ich ständig jemand anderes bin, aber es kommen halt neue Aspekte in meinem Leben. Es kommen halt neue Veränderungen, die vielleicht auch neue Kompetenzen erfordern. du bist ja, was du machst. Also am Ende geht das ja irgendwie auch in das Selbstbild über. Und ja, alle paar Jahre bist du ganz sicher jemand anders. Also wer jetzt hier zuhört und sich fragt, kurz mal drüber nachgedacht. Welche Eigenschaften, welche drei Eigenschaften würde ich mir heute als Kerneigenschaften zuschreiben und welche vor zehn Jahren? Voll krass, wenn es immer noch die drei gleichen sind. Müssen auch nicht komplett andere sein, aber je nachdem, was dir so passiert ist.

Maria: Dann ist eine davon auf jeden Fall Beständigkeit. Oder?

Tobi: Dann ist eine davon Beständigkeit. Ja, genau. Man redet ja auch immer so schön von verschiedenen Interaktionen von sich selbst. Ja, für mich ist das irgendwie völlig klar, dass wir da durchgehen und im Sinne von im Sinne von auch diesem gesunden Aspekt, gesunde, stabile Beziehung halt regelmäßig da nochmal rauf gucken und sagen tun wir uns hier weiterhin gut? das immer noch das, was wir wollen? Ist das das, was wir gerade wollen? Es interessiert mich gar nicht, was ich vor fünf Jahren wollte. Da hat es vielleicht gepasst, wer du bist und was ich wollte. Und jetzt braucht es sich ja auch nur einer verändern. Dann wird schon irgendwie instabil. Aber das heißt nicht, dass es gleich kippen muss. Aber warum nicht sich mal die Frage stellen? bei dieser Nummer ist ganz wichtig und ich glaube, man da zusammen, ich glaube, man zusammen wächst, dann wächst man auch zusammen. Wortspiel, Deutsch, Leistungskurs.

Maria: Philosoph. Ja, das liebe ich. Für mich ist das, macht es das halt auch immer noch mal ein bisschen einfacher zu gucken, welche Geschichten erzähle ich mir denn über dich. Was bist du denn? Wer bist du denn? Oder üblicherweise ist es in Beziehungen ja gerne, Tobi macht nie. Also Tobi jetzt stellvertretend für wer auch immer eure Partnerperson ist, oder hat noch nie oder

Tobi: Ach so, ich dachte, das heißt in allen Beziehungen. Ganz einfach, Tobi macht nie.

Maria: Also in allen Beziehungen, alle sagen immer, Tobi macht nie, ja, genau. Oder wird nie, ne, diese, wir leben ja in den Geschichten, die wir uns erzählen. Wir erzählen uns ja manchmal so glaubwürdige Geschichten, wo ich dann auch immer in meinem Coaching-Star sitze und sage, ist dir klar, dass das grad ne Geschichte ist? Ist nicht die Wahrheit. Das ist einfach der Blick, wie du glauben möchtest. Also die Geschichte, auf der dann deine Glaubenssätze basieren, damit dein Lebenssinn ergibt, damit dein Leidenssinn ergibt, damit der Schmerz... eine Begründung hat und im besten Fall in deinem Partner. Weil das ist ja, da können wir ja so wunderbar, das gehe ich auch von mir selber, dass ich, wenn ich in Ausnahmesituation bin, dann schon gerne auch auf Tobi zeige und sage, du hättest mich jetzt retten müssen. Du, du musst doch jetzt mich sehen. Und dann habe ich halt wunderbare autonome Menschen mich herum, die dann sagen, Schatz, ehrlicherweise, ähm, müsstest du dich selber sehen? Das wäre ganz toll. Und genau, genau.

Tobi: dann sagt mir, was dabei rumgekommen ist.

Maria: Und ich glaube, dass das diese bunte Mischung ist. Also einerseits Beziehung natürlich auch immer wieder zuzulassen und sich eben auch nicht die Geschichte zu erzählen, wenn es mal schmerzhaft war, dass man Beziehung nicht kann. Beziehung ist hochindividuell und hängt immer an der Person, mit der wir es machen und an uns selber. Und es ist viel mehr eine Kompetenz als ein Glücksspiel. Und gleichzeitig eben auch die Fähigkeit, in Beziehungen dann Raum zu lassen und auch mal loszulassen auf eine Art, also selbst in der Spitze eine Trennung muss nicht das Ende einer Beziehung sein. Ich gerade diese Woche zu einer Coaching Kontakt, die hatte ich 2024 im Coaching und ich sehe eine Instagram Story von ihr gestern, schwanger. Als ich sie im Coaching hatte, 24, war gerade Trennung ganz schlimm, ganz jede Coaching verheult zwischendrin mit Maria, brauche auf... Also die war wirklich komplett am Ende. Da habe ich noch mitbekommen, dass sie mit ihrem Partner doch wieder zusammengefunden hat und jetzt zwei Jahre später ist sie schwanger von ihm. Aber auch da führte der Weg zurück in Beziehung erst mal über auch räumliche Trennung. Weil die Version von sich, die sie sich da gebaut hatten und an die sie sich geklammert hatten und auch mit ihr habe ich im Coaching halt ganz viel so Glaubenssätzearbeit gemacht und Stabilisierungsarbeit und dass du halt auch manchmal müssen wir erstmal lernen Räume aus, also Distanz auszuhalten und auch Distanz zwischen wer dachte ich wer du bist und was ist die Realität von dem wer du bist, ohne das auf mich rückzuschlüsseln. Das ist ja mein Lieblingsthema. Wenn du dich so und so verhältst, dann liebst du mich nicht. Und ganz oft verhältst du dich ja so und so, weil du da irgendwas hast und weil das nicht mehr mir zu tun hat.

Tobi: Absolut.

Maria: Und das fand ich einfach auch schön zu sehen. Also liebe Grüße an der Stelle, du den Podcast hörst. Das freut mich sehr doll. ich erzähl mir einfach, dass ich dazu beigetragen habe, dass das jetzt ein kleiner Junge wird im Juli. Ja, Ja, insofern, mir geht das bisschen in die Luft aus. Ich meine das ernst, wenn ich sage, ich bin am Arsch. Also ich hab ne...

Tobi: Liebe Grüße. Mhm.

Maria: Peak Performance Persönlichkeit. Ich vermute, dass man mir das weder in der Stimme so anhört, noch halt in meinem aufgesetzten Vertriebslächeln sehen kann. Aber wenn dieser Podcast jetzt vorbei ist, gehe ich krachen. jeden Fall im Sinne von Schlafie und Mittag machen und irgendwie mal entspannen und Nervensystem aufladen. Ich brauche das aber auch. Also ich bin ja da auch einfach ein anderer Typ, darüber zu reden und Gedanken zu teilen und beim Reden auch zu hören, was sage ich Ihnen hier gerade und welche Aspekte.

Tobi: ⁓ Herr Mensch.

Maria: doch und wo merke ich, nee, das ist irgendwie noch nicht so ganz. Das ist glaube ich auch ein Unterschied von so nicht-Autonomietypen extrovertiert zu vielleicht auch eher Intro-Autonomietypen, die halt ums Verrecken nicht noch mitten im Prozess die ersten unfertigen Gedanken teilen würden. Aber ist toll und ihr könnt euch freuen, also wenn es gut läuft, haben wir wirklich sehr schöne Geschichten für euch, die dann auch sehr, sehr viel mehr Details beinhalten werden und sehr, sehr viel mehr haben wir auch. Jaja, auf jeden Fall. Aber bis sie dann teilbar sind, so das wird auf jeden Fall, freue ich mich halt schon drauf auch. Aber ich wäre dann an der Stelle tatsächlich auch leer.

Tobi: glaube, haben jetzt schon schöne Geschichten. Sehr gut.

Maria: Es sei denn, du würdest dir noch wünschen, was zufügen zu wollen.

Tobi: Ich finde es vollkommen okay und außerdem will ich dich hier gar nicht viel länger drin halten. Weil gestern war für uns ein großer, langer, schwerer Tag. Und unglaublich schön. es gibt einfach neue Menschen in unserem Leben. Dann gibt es viel zu tun. Ärmel hoch. Das ist bisschen auf einem

Maria: Richtig, genau das.

Tobi: Es müssen auf einmal nicht nur zwei Nervosysteme irgendwie klarkommen mit dem, was passiert, aber auch dann irgendwie in verschiedene Richtungen. Und das alles innerhalb eines Kennenlerns und in einer fragilen Situation, wo man irgendwie gerne Sachen möchte. Viele von euch, die uns immer so fleißig Fragen stellen, die wissen ja Bescheid. tut das also gerne auch wieder. Wir haben den Fragesticker hier unten in den Show Notes. könnt uns aber natürlich auch bei Instagram schreiben, so wie immer.

Maria: Richtig, denn immer dienstags, wenn ich nicht zerrissen bin wie heute und freitags gibt es auf meinem Kanal Fragesticker. Schickt diese Folge gerne an Menschen, wo ihr sagt, Mensch guckt doch mal was für ein netter Ausblick auf Beziehung und Dating und vergesst nicht zu bewerten bei Spotify und auch gerne bei Apple Podcast. Ihr könnt die Folge auch kommentieren. Auch da freuen wir uns über Feedback und ansonsten sehen wir uns nächste Woche wieder zur Fragenfolge. Nicht wahr mein Herz?

Tobi: Fragenfolge. Unbedingt, habe ich Bock drauf.

Maria: Welcher Knopf ist das? Nee. Nee. Tut mir leid. Oh Gott. Ups.

Tobi: Erhorn. Erhorn. ⁓ Gott, jetzt hatten wir... Boah, Alter Falter, okay. Ich sag dir nichts davon, schneid es doch raus bitte.

Maria: Und ich hab ihn nicht gefunden. Haben wir nicht einen Piu-Piu-Piu-Knopf? Badumts. Haben wir nicht so?

Tobi: Ne, das mache ich immer nur so. Das mache ich immer live so einfach. Das sind meine DJ Skills, die da rauskommen.

Maria: Achso, fuck, ich hab jeden gedrückt. Na gut. Auf jeden Fall, ja, super sexy Job auch. Na ja, schön, dann haben wir's geschafft, mein Engel. Ich wünsche dir noch einen ganz ganz zauberhaften Arbeitsstag und freu mich, wenn du später nach Hause kommst.

Tobi: Ich mich auch. Wird noch lang. Bis nächste Woche!

Maria: I know, I love you.

Tobi: I love you!

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