Folge 28 - Fragenfolge - Poly-Start, Depression & Metamours – was hilft wirklich?

Shownotes

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⚠️ Hinweis: Wir teilen persönliche Erfahrungen, keine Therapie oder Heilversprechen.

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Tobias Haffner: Hat man eigentlich in der im darstellenden Spiel-Abi auch gelernt, dass man einfach mit einsteigt, egal was der andere macht.

Maria Schalo: Ja, tatsächlich. Viel im Pro Theater war da drin, ja.

Tobias Haffner: Geil. Lass mal machen.

Maria Schalo: Mhm, los geht's.

Tobias Haffner: Hallo meine lieben Leute, euer Lieblingspärchen ist hier wieder am Start und wir haben Fragen mitgebracht. Ihr habt mal wieder Fragen eingesendet, auf die wir gleich noch eingehen wollen, denn da sind ein paar sehr interessante dabei. Aber ich bin auch immer ein bisschen für einen smoothen Einstieg.

Maria Schalo: Mhm.

Tobias Haffner: Deswegen möchte Maria auch mal Hallo sagen.

Maria Schalo: Hallo!

Tobias Haffner: Hallo, wie geht's dir gerade mein Baby?

Maria Schalo: Richtig gut, tatsächlich. Ich bin selber erstaunt. Richtig gut sogar, Richtig, richtig doll gut. Training war gut, Termine waren gut, aber ich einfach gut geschlafen, fühl mich mit meinem Körper wohl. Bei uns ist eine Menge los gerade und wir machen das gut. Gut.

Tobias Haffner: Richtig gut, oder? Schön.

Maria Schalo: Ja, wie geht's dir?

Tobias Haffner: ich muss auch sagen, irgendwie verrückt gut diese Woche erst Ein Auto, was wegen kleinster Mängel nicht durch den TÜV gekommen ist, war es am selben Tag eigentlich, kommt noch mal Post vom Finanzamt, hey, Sie müssen noch einige tausend Euro nachzahlen und mir geht es trotzdem richtig gut. Ist auch irgendwie nur Geld. Verrückt zu sehen, dass das zwar ganz oft wichtig ist, aber nicht ausschlaggebend für Glück.

Maria Schalo: Das war blöd, Das war ja, ist ja auch nur Geld, Ja. Schöne Erkenntnis.

Tobias Haffner: Ja, tut trotzdem irgendwie weh, was soll's. Jo, kann man nix machen. Ich hab das Gefühl, jede Woche haben wir beide irgendwas aufm Zettel. Ich hab mich, glaube ich, auch irgendwie so langsam dran gewöhnt, dass einfach jede Woche irgendwas dazukommt. Ich hab gar nicht mehr den Gedanken

Maria Schalo: kann ich nichts machen.

Tobias Haffner: oder ich sag mal die Reaktion in mir, dass ich mich frage, ist denn mal genug? Wann ist es denn mal genug mit neuen emotionalen Aufgaben? Wann ist denn mal genug mit, ich muss mich jetzt unbedingt nochmal verändern in irgendeine Richtung und so weiter. Ja, und ich glaube, ist... Ich weiß es gar nicht, ich habe mir noch nicht genug Gedanken darüber gemacht, aber so einige Gedanken sind dazu in meinem Kopf, die so in die Richtung gehen von, ja, ich glaube, ich bin so langsam auch nach meinem großen Tief in den letzten zwei Jahren irgendwie dabei angekommen, wirklich das Gefühl zu haben... Gut, ich habe Probleme, ich bin nicht meine Probleme. Egal was mich herum passiert, das hat gar nichts mit mir zu tun. Nix. Überhaupt nichts. Ich glaube, wenn du irgendwann da ankommst, dass du irgendwie in dir stabil bist, dann kann Leben auch kommen. So, komm, gib mir, gib mir. Kann irgendwie nichts passieren. Also nichts wirklich Schlimmes eigentlich.

Maria Schalo: Ja, was soll ich dir sagen? Das ist die Idee, wenn man emotionale Kapazitäten erweitert, dass man die dann im besten Fall halt auch abrufen kann, wenn es soweit ist. Und ich glaube, dass es bei dir gut passiert über die Zeit und auch über jeden einzelnen Konflikt oder den du interpersonell mit dir oder extra personell mit mir ausgetragen hast. Und da bist du natürlich dran gewachsen. Wunder! Und dein Nervensystem hat natürlich

Tobias Haffner: Ja? Mhm.

Maria Schalo: Ja, eine Anpassung gelernt und deine emotionalen Kapazitäten sind gestiegen. Verrückt. All das, aber ich mach es kurz, sage ich es noch. Na ja. All das, was ich vorher gesagt habe, was passieren wird, ist passiert. Deswegen bin ich jetzt nicht überrascht, aber ich freue mich voll, dass es in dir auch das

Tobias Haffner: Hassen! ⁓ ja, okay.

Maria Schalo: Ja, eine Erleichterung oder so ein, gar nicht Erleichterung, sondern so ein Frohmut auslöst irgendwie. Weil ja, rechts wird nicht unbedingt weniger bei uns. Aber anders.

Tobias Haffner: anders ja es ist es ist nicht mehr so es fühlt sich egal was so kommt es ist nicht mehr so soll ich sagen so mark erschütternd irgendwie es gibt es dringt nicht mehr so tief Jetzt hätte ich mir einen großen, warmen Schwabbelpanzer antrainiert, wo irgendwas von außen kommt und der Druck wird so genommen einfach und verteilt sich einfach. Das heißt nicht, dass weniger von außen kommt. Wird nur abgefedert und aufgenommen. So, fertig. Wie sieht es bei dir aus? Was ist eigentlich bei dir die größte Veränderung in den letzten vielleicht ein bis zwei Jahren?

Maria Schalo: What? Ein bis zwei, vor zwei Jahren war 24. Wann habe ich mich von Jan getrennt? 23, Ende 23? Ja, Ende 23, also 24, ja irgendwie alles, also von Wohnraum über Beziehungsstrukturen. Ich habe mich final dazu entschieden, Instagram irgendwie professionell zu machen.

Tobias Haffner: Wut? Ich 23.

Maria Schalo: Mein Einkommen hat sich verdreifacht oder so. Meine Probleme auch. Wunderbar. Ich habe vor zwei Jahren noch mal gemerkt, ich bin hier noch gar nicht perfekt. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich würde nie zugeben, dass ich das gesagt habe. Wir sind ja hier unter uns.

Tobias Haffner: Und das hört man selten von Maria.

Maria Schalo: Ich würde es auch immer abstreiten. Ja, was hat sich verändert? Erstmal habe ich gemerkt, dass ich nicht gut mit mir alleine sein kann in Unwohlsituationen. Also, dass ich komplett nur gelernt habe, mit anderen Menschen zu regulieren. Mir komplett die Fähigkeit gefehlt hat, mich selbst zu regulieren. Das habe ich nachgelernt.

Tobias Haffner: Mhm.

Maria Schalo: Ich habe gelernt, Abstand in Beziehungen nicht nur auszuhalten, sondern auch zu genießen, zu halten. Ich lerne immer noch dazu, Verletzlichkeiten zu haben und zu zeigen. Tobi und ich haben gerade so eine neue Geschichte. Ich habe ja ein Thema damit, wenn Emotionen so reinklatschen und ich habe wenig, ich glaube jeder hat dieses Thema, Emotionen klatschen rein und du hast gerade aber wenig Kapazitäten, dass ich dann schnell mal so explodiere. Und das war unsicher Tobi dann wieder ganz doll, weil kann ja mit so intensiven Gefühlen halt vor allem wenn er irgendwie der Auslöser ist, gar nicht umgehen, gar nicht gut. Und wir haben gerade so ein Ding mit, da meinte ich zu ihm, frag mich doch bitte einfach, dass ich mich kurz mal mitkriege, ob ich unsicher bin. Das passiert gerade wirklich so, wie ich mir auch vorstelle, wenn ich so einen Jokey-Joke über irgendwas mache, wo ich aber vielleicht gerade eigentlich eher eine Emotion mitcover. Das Tobi fragt, du unsicher? Und das hilft mir total, mich mal kurz in mich selbst zurückzufühlen. mal kurz zu gucken, bin ich, bin ich oder bin ich nur lustig?

Tobias Haffner: So eine Speede, ja.

Maria Schalo: Bin ich nur lustig oder will ich gerade auch eine Nachricht senden? Was ist da los? Ja, das ist cool. Aber ... Ja, ich hatte in den letzten zwei Jahren einen unfassbaren Heartbreak. Also, ich ... Freundschaft ... beendet, verloren. Ich weiß gar nicht genau, was irgendwie in so einem ... Und hab häufiger deswegen geweint als wegen dir. So, in den letzten zwei Jahren. Am letzten Jahr.

Tobias Haffner: Mmh. Ja, weil mit mir ja auch eigentlich ganz schön ist.

Maria Schalo: auch uneigentlich. Also, es ist schön. Also bei all dem, was so abgeht, kriegen wir Beziehungen gut hin. Das kann ich halt nicht von jeder Person in meinem Leben oder konnte ich nicht von jeder Person in meinem Leben sagen, dass mit der, egal wie, Beziehung immer gut funktioniert. Ja, also war viel los.

Tobias Haffner: mega mega gut was für das klingt jetzt alles ist so ein bisschen zusammengefasst aber das ist im erleben des des eigenen seins und im erleben von beziehung sind es sind alles so massive schritte weil das sind so so grundfeste glaube ich

Maria Schalo: du das denn bestätigen, was ich so gesagt Würdest du das bestätigen, was ich gerade über mich gesagt habe? Also siehst du das auch so?

Tobias Haffner: Absolut zu 100 Prozent. Absolut zu 100 Prozent. Weil ich sehe total, du oder vor allem wo du arbeitest, wo du weiterkommst, wo es schwierig ist, wo Ich würde sogar manchmal noch sagen, wo du gar keinen Bock hast, also wo der erste Impuls immer noch nicht ist, gleich mal zu gucken, was können wir denn hier nochmal anders machen, sondern ich weiß genau, wie es ist. Irgendwo gibt es schon Stellen, die du hast, die du bearbeiten kannst, wo du auch selber schon rankommst und wo eine Bereitschaft da ist, zumindest mal zu reflektieren und vielleicht sogar gleich Handlungen zu verändern. Dann gibt es immer noch so Layer, die manchmal sehr nah Menschen an einem schon dran sehen, wo du aber noch gar nicht bist. Andersrum kenne ich das richtig gut von uns beiden. Ansonsten hättest du mir nicht vor Monaten, wenn ich zu sagen Jahren schon sagen könnte, was passiert in zwei Jahren, dir wird es so und so gehen, wenn du auf diesem Weg weitermachst. Ja, genau, also so rum.

Maria Schalo: Ich glaube ja auch gerne an die Geschichte, dass ich eine kleine Hexe bin. Aber leider ist es nicht so, weil es sind ja... War nicht nur ein Zauberspruch, es waren tatsächliche Dinge, die dazu geführt haben. Und bei dir, letzten anderthalb zwei Jahre, hat sich bei dir meistens verändert.

Tobias Haffner: Ja, ja. Genau das, was ich am Anfang schon gesagt habe, diese absolute Annahme von mir. Die führte auch irgendwie aber zu äußeren Dingen. ist jetzt nicht nur ein innerer Prozess, die führte auch zu äußeren Dingen wie... nicht mehr verstecken, nicht mehr meine, wie wir jetzt ja üben wollen, meine vermeidenden Anteile, nicht mehr das Ruder übernehmen lassen. Aber vor allem, weil du hast es immer genannt, ein großer Stinkefinger, aber es ist ein bisschen mehr als der große Stinkefinger. Also es ist nicht nur egal, also mir ist nicht nur egaler geworden, was andere über mich denken, sondern... Es ist mir eigentlich nur egal geworden, dass andere Leute etwas über mich denken. Von dem einen ist es mir wichtig, von dem anderen nicht so. So führt aber egal mit wem, führt es einfach dazu, dass ich in mir ruhend einfach weiterhin ich sein kann. Mir völlig egal. Völlig egal, dass andere Leute etwas über mich denken. Aber was ist noch so bisschen abhängig, wer ist da gerade vor mir? Natürlich. Das ist wahrscheinlich, Im Dauismus bin ich da noch nicht so weit fortgeschritten. Aber für das, was wir hier so machen, reicht mir das vollkommen.

Maria Schalo: Ich weiß auch gar nicht, ob man im Dauismus so tief verbundene Beziehungen mit anderen führt. Ich glaube halt immer da, wo du dich anderen so sehr aussetzt und in Kontakt mit anderen gehst, so sehr ... Also ... Wie gut soll man da bei jedem Thema bei sich bleiben, wenn du halt Themen gezeigt bekommst, die du auch noch nicht kennst und so. Das ist schon very triggering. Na ja, sauber.

Tobias Haffner: Hm? Very triggering. Aber ... ... was mir da auch hilft, was ich ... hatte früher ... viel mehr so eine Diskrepanz zwischen ... ... also vor allem auch im Beziehungserleben mit dir dann, ... du da dazugekommen bist und ich hatte ... ... wenig Fähigkeiten, wenig ... Möglichkeiten, wenig Ressourcen aus mir selbst ... ... irgendwas Neues zu kreieren. Also ich ja wirklich ... viel mir von außen holen, bevor ich irgendwie mein Inneres auch nach außen tragen kann. rum. Und in der Zeit war das alles, mir bisher beim Überleben und bei meiner Expression geholfen hatte. Also all diese Also mein Karateweg und meine fernöstlichen Philosophien, mit denen ich mich ja einfach schon vorher viel beschäftigt hatte, die waren da einfach nicht dran. die waren in der Zeit vermutlich irgendwie trotzdem richtig. Aber ich konnte die gar nicht so richtig aufnehmen. Weil mir das moderne Also die modernen Weisheiten haben mir eigentlich gefehlt. Und Leute, die sich echt viel mit kleinen Themen beschäftigen, die nicht riesig groß sind, die in der Masse dann aber zum Bilden von Methoden führen. Und jetzt bin ich gerade wieder an so Punkt, wo ich mir, ne, lese ich mir nochmal irgendwelche Sachen durch von Musashi Miyamoto und so weiter und denke mir, Junge, irgendwas hattest du damals begriffen, was ganz, ganz viele wahrscheinlich vom Wissen her, der wollte das teilen, der hat sich dann zurückgezogen und hat das alles nochmal niedergeschrieben und irgendwas hatte der in mind. Und ich glaube, für die meisten Leute, die nicht ihr ganzes Leben damit verbracht haben, an sich zu arbeiten und in irgendeiner Weise besser für sich und für seine eigene Umwelt zu werden, können das alles gar nicht greifen. Dann klingt das alles schön und reicht für ein Wandtattoo, aber mehr nicht. Und jetzt bin ich gerade wieder an so Punkt, ich höre das und denke mir so, ich muss erst mal durchatmen, wenn ich so einen Kapitel gelesen habe von den alten Knackern, die in einer ganz anderen Zeit gelebt haben, ganz andere Voraussetzungen.

Maria Schalo: Okay? Klingt ja schon fast. klingt ja schon fast danach, als müssten wir mal eine Folge Tobis Weisheiten aufnehmen.

Tobias Haffner: Ja, ja, ich bin ja schon, Einer meiner Freundinnen nennt mich ja immer Gandalf, den Waisen. Und manchmal fällt's mir auch schon auf, ne? nehmen das mal gut auf, weil ich das in so Momenten dann immer mal so irgendwas rezitiere. Aber dann wahrscheinlich nur Sachen, die

Maria Schalo: Ja?

Tobias Haffner: die ich mir halt schon echt oft gegeben habe, ... weil es mir schon so oft begegnet ist, ... weil es schon so oft Sinn gemacht hat, ... weil es schon ... ... ja, das können wir auf jeden Fall mal machen. Vielleicht haue ich auch einfach hin und wieder mal ... ... Instagram-Slide raus.

Maria Schalo: Hm? Okay, gut. Ja, damit der Appell Tobias Haffner Personal Training auf Instagram zu folgen, ihr süßen Mäuse. Und wenn wir schon dabei sind, gleich noch der Appell, kannst du mal den Podcast bewerten, oder? Hast schon mindestens einmal über mich gelacht und über Tobi was gelernt. Sterne. Gut. Geh mal rein in die Fragen.

Tobias Haffner: Wenn du gerade hier mal hörst, mal die App auf. Dann kann man einfach mal auf Like drücken. So, fein. Okay, längere Text ist über unseren Fragesticker reingekommen, den ihr übrigens alle nutzen könnt. Ist hier in den Show Notes jedes Mal verlinkt. Ist anonym, wir sehen nicht, wer du bist. Seid so, stellst dich vor, aber wir sagen nicht, wer du bist in der Folge. Und zwar... ihr zwei. Vor circa vier Monaten habe ich weiblich einen Mann über Joyclub kennengelernt und wir haben uns zum Thema BDSM ausgetauscht. Er ist ein sehr erfahrener Dom und ich hatte so keinerlei Erfahrung als Zapp. Aber viel Neugier. Schnell war klar, dass wir uns sympathisch sind und uns kennenlernen wollen. Seine Aussage nach ist er nicht monogam, will aber tiefe Verbindungen und keine oberflächlichen kurzfristigen Beziehungen. Megasympathisch. Häufig wechselnde Sexpartner sind ein Dealbreaker aus gesundheitlichen Gründen. Grundsätzlich identifiziere ich mich eher als demisexuell und bräuchte daher mehr, jemanden sexuell anziehend zu finden. Das macht es für mich natürlich schwieriger, weiteren Partner zu finden, wenn ich wollte. Für ihn ist es leichter, da er sexuelle Anziehung auch ohne emotionale Verbindung spürt. Die einzige Bedingung, in unserer Beziehung ist, dass ich nur mit ihm BDSM auslebe und ihm meine Devote Seite gehört. Natürlich auch Kommunikation über Begegnungen, bevor sie passieren und das Gegenseitige einbeziehen in die Entscheidung darüber. Nun ist es so, dass sich auf beiden Seiten natürlich Gefühle entwickelt haben. Wir also von Liebe sprechen und quasi irgendwie eine Beziehung führen, die nicht richtig definiert ist. Für eine reine Spielbeziehung ist es zu viel, für klassische Beziehung irgendwie zu wenig. Er sagt immer, Hauptsache es fühlt sich gut an. Da ich bisher nur monogame Beziehungen gelebt habe und ich mich noch an den Gedanken gewöhnen muss, dass er potentiell weitere Sexpartnerinnen haben könnte, will er darauf vorerst verzichten. bis wir uns gemeinsam herangetastet und gefunden haben. Aufgrund von schlechten Erfahrungen mangelt es mir allerdings an Vertrauen und ich will es aber unbedingt lernen, weil ich ihn sehr wertschätze und unsere Verbindung für mich so besonders ist. Habt ihr Tipps für blutige Polianfänger? Und kann man das überhaupt Poli nennen? Mich interessieren eure Gedanken dazu sehr, da ja auch Tobi zuvor keine Erfahrung in Poli Auch unter dem Aspekt,

Maria Schalo: Ja, und

Tobias Haffner: Auch unter dem Aspekt BDSM

Maria Schalo: sorry.

Tobias Haffner: King, ich weiß, du zappelst schon wahrscheinlich unterm Tisch. Aber kurz noch, zwei Sätze, glaube ich. Auch unter dem Aspekt BDSM King interessiert mich eure Meinung sehr. Da kann wahrscheinlich Maria mehr zu sagen. wir haben übrigens auch beide ADHS. Scheint ein Ding zu sein in der Szene. Liebe Grüße, danke für euren wertvollen Input. Ich liebe euren Podcast sehr. Und habe schon viel für mich mitnehmen können. Herzchen.

Maria Schalo: Ich wollte nur den Joke machen, dass ja trotzdem du in Poli viel besser bist als ich. Also dass du ja viel mehr Sachen, du bist schlechter in Kommunikation. Diese Sachen kannst du alles schlechter, aber du bist halt nicht eifersüchtig, hast keine Unsicherheiten, du vergleichst dich nicht mit anderen. Das mache ich ja alles. Ich bin ja komplett im Vergleich aufgewachsen und insofern war ich so, ja Tobi, Tobi und Poli Probleme. Tobi und Poli.

Tobias Haffner: Genau, ist ein Joke.

Maria Schalo: Erzähl doch mal deine Poli-Probleme, Tobi. Mein größtes Poli-Problem ist, dass ich nicht schon fünf Partnerinnen habe. Ja.

Tobias Haffner: Ja, ja, das ist furchtbar.

Maria Schalo: Ja. Ja. Also ich weiß auch nicht, wo dran es liegen tut. Ich täte dir wünsche.

Tobias Haffner: Wirklich furchtbar. Ja, ist schon. Vor allem, dass ich irgendwie jetzt erst so richtig in mir angekommen begriffen habe, ... egal was um mich herum passiert, ... es hat nichts mit mir zu tun. Nicht in erster Linie. Und für alles andere ... kann ich nur geben, was ich kann. Und ich glaube, das könnte jetzt auch helfen.

Maria Schalo: Ja. Beziehung zu gestalten, auf jeden Fall. Also vor allem, weil du ja sagen kannst, was man erwarten kann und was nicht von dir, ne? Kommen wir zurück zu der Kinky-ADHS-Maus, die sich da jetzt irgendwie einen Pollydom gesucht hat. Was sagst denn du? Ich hätte jetzt auch eher gefragt, ist...

Tobias Haffner: Ja, genau. Hast du schon einen Take? Ich habe direkt eine Frage. Ich habe direkt eine Frage an dich. Nämlich, wie siehst du ihn? Siehst du ihn eher nachlässig im Thema Beziehung? Siehst du ihn bisschen zu offen und zu wenig rahmengebend? Oder fühlst du vielleicht eher ihre Seite und sagst, wir brauchen jetzt hier mal bisschen mehr?

Maria Schalo: Ich fühle jetzt keinen von beiden so richtig. Also dass sie jetzt sagen würde, ich fühle ich kann ich 100 Prozent nachvollziehen. Wenn dann eher sie tatsächlich. Ich bin ja auch ein Typ Mensch, das muss ich richtig anfühlen und verfickte Scheiße können wir bitte trotzdem auch Begriffe benutzen. Was ist denn immer das Scheißproblem damit Begriffe zu benutzen? Also ihr kennt alle die Geschichte, wo ich irgendwann zu Tobi gesagt habe, Ich würde dich jetzt meinen Freund nennen, ist das für dich okay? Ja. Und dann waren wir zusammen. Es ist mir halt einfach wichtig. Ich brauche Benennung, das ist, wie ich funktioniere. Das ist halt, wenn sie das auch hat, dann würde ich dafür einstehen und mich dafür einsetzen und sagen, Schatz, auf. Ich weiß, was aussieht wie Schokolade, riecht wie Schokolade und schmeckt wie Schokolade, ist Schokolade. Aber ich würde auch echt gern Schokolade sagen können. Und noch lieber würde ich es genau bezeichnen, mit Nüssen oder ohne, Vollmilch, Weiße, Zartbitter.

Tobias Haffner: Hehehehehe

Maria Schalo: Minzinfusion, Orangeninfusion, Cappuccino mehrseits. Also verstehst du, ich bin da auch der Typ für, ich mag es gerne bezeichnen können, ⁓ darüber reden zu können, da eine Sicherheit für mich zu haben. Ich glaube, das könnte schon mal was sein, was vielleicht auch hilft, weil ich würde ihm jetzt gar nicht unterstellen, dass er nach... Also sie hat ja nichts davon geschrieben, dass sie sich nicht geliebt fühlen würde.

Tobias Haffner: Mhm.

Maria Schalo: Sie hat geschrieben, es ist zu wenig für Beziehung, das irritiert mich. Bei was ist denn zu wenig?

Tobias Haffner: Überhaupt nicht. Hm? vermutlich ist es einfach kein klassisches Entwicklungs... ⁓ Saschun. Schritte in Beziehung, die Treppe, die Beziehungstreppe. Wie nennt man es? Ja, danke. Eskalationsstufe. Es ist irgendwie keine gewohnte Eskalationsstufe erreicht, mit der sie was anfangen könnte, schätze ich.

Maria Schalo: Eskalation, Beziehungseskalation. ⁓ Ja, okay, check.

Tobias Haffner: ... so wie wollen wir mal über zusammenziehen ... ... reden oder wollen wir ... ... ist auch ein bisschen schwierig, ne? Wenn du über so eine Sache ... ... halt nicht klassisch ... ich hab das Gefühl viele haben immer ... ... so einen Weg im Kopf ... und wird dieser Weg nicht gegangen ... ... dann ist nicht ganz klar, was wir hier gerade machen. Also dieses ... ... oh ja, haben uns ... ... meine wegen ... ... weiterhin, wir haben uns auf Joy Cup ... kennengelernt und dann haben wir halt irgendwann gesagt ... ja, wir sind ...

Maria Schalo: Mhm.

Tobias Haffner: Und ich würde dich ganz gern meinen Freund nennen oder wie auch immer. Und ab dann ist es so. Und ab dann wissen wir irgendwie beide, was damit gemeint ist. Also ich fühle die Geschichte hier gerade viel mehr im Sinne von, könnt ihr mal, ey das hört sich alles richtig gut an. Also klar ein bisschen verwirrend und viele Unsicherheiten, aber auch normal, wenn ihr euch noch gar nicht so lange kennt irgendwie. ja gegen die Unsicherheiten kann wer was machen. Was?

Maria Schalo: Mmh. Ja und direkt auch Poli rein startet. Total. Und auch direkt Poli rein startet. Also man muss ja sagen, klar, ich hatte einen Partner und du kamst dazu, aber keiner von uns hat gedatet. Also wir waren halt ein V. Und that's it für irgendwie anderthalb, zwei Jahre. Und dann waren wir beide auch nochmal alleine ein Dreivierteljahr, ja.

Tobias Haffner: Ja, voll. Mhm.

Maria Schalo: Und dann haben wir deeskaliert und dann dachtest du dir, ne, ist ja jetzt eine super Sache, jetzt auch noch Dating anzufangen. Mensch, wir sind so instabil wie nie zuvor. War. Denn würde ich jetzt mal daten. So war es bei uns. Insofern.

Tobias Haffner: Das würde ich gerne in den Poli-Lebenslauf in meiner Bewerbung für weitere Partnerinnen mit aufnehmen. Dass es so passiert, mach was mit.

Maria Schalo: ist gestattet, ist genehmigt, kann ich gleich ausstellen. Ja, insofern, du ich hab schon mehr vergessen, was war denn Ihre Frage konkret eigentlich?

Tobias Haffner: Äh, mehrere. Also, sie wollte... Sie wollte Meinung von uns. Kann man das Poli überhaupt nennen? Weil beide scheinbar nicht wirklich diesen Stempel oder diese Benennung dafür bisher benutzt haben. Jetzt hört die Maus aber unseren Podcast und denkt sich, irgendwie passt das ja alles wahrscheinlich, was die da auch erzählen. Oder irgendwie greift hier ganz viel oder trifft auf mich zu. Und ich weiß zwar nicht, ich hab's noch nicht so genannt, aber irgendwie...

Maria Schalo: Aso.

Tobias Haffner: Und mit kann man das Poli nennen, sind wir sowieso komplett auf der richtigen Seite. Da sollte man mal Maria fragen, weil Maria ist da ganz genau.

Maria Schalo: ist das. Ja, genau, Ich hätte jetzt gesagt, man fragt dich, weil du siehst es nicht so. Für Tobi sind ja auch fünf gute Freunde Poli. Die Diskussion hatten wir ja schon mehrere Male, wo ich halt sage, du dumme Sau. Für mich ist Poli genau in einem Moment, nämlich wenn ich mehrere liebe. Weil wenn ich dann die Nervensystemarbeit leiste, die dazu fähig ist, Mononormativität zu unterfragen, blablabla. Aber jetzt mal ganz ehrlich, können wir uns einen Kuchen draufbacken? Dann ist halt Poli.

Tobias Haffner: Hm? Mhm.

Maria Schalo: Komm, kriegst ein Stempel von mir, kannst den Sticker abholen in deinem Poli-Häftchen. ADHS Kinky. Na, was fehlt denn noch? Poli ist doch völlig okay. Färbst du nur die Haare blau. Perfekt. Insofern, ja.

Tobias Haffner: Sie heißt Andrea, ihre Haare sind blau.

Maria Schalo: Ja, und der Rest, das klingt super, klingt für mich super. Ich habe ein bisschen gezuckt bei dem Thema, ihm gehört meine Devote Seite, da wäre ich ja raus. Das ist für mich genau, aber ich bin nicht in der Beziehung, also wem juckt es, was für mich da. Wenn sie das möchte und sie sich damit wohlfühlt und sie ja auch eher eine monogame Prägung hat, dann fühlt sich das wahrscheinlich für sie auch toll an.

Tobias Haffner: Weitere. Gar nicht poly,

Maria Schalo: da eine Exklusivität herrscht. Das wäre halt das einzige, wo ich sagen würde, verpiss dich halt, aber ich bin auch nicht devot. Also fällt mir immer schwer, mich da so doll einzudenken in diese Rollen. Ansonsten klingt das Suppi, fühlt sich dich geborgen, fühlt sich gut aufgehoben, darfst du Kritik äußern, wirst du gehört. Machtaustausch hat ja viel mehr mit Vertrauen und Respekt. Also du kannst jemanden in einer Beziehung nur disrespecten, also als

Tobias Haffner: Hm.

Maria Schalo: Synonym jetzt für Spucken, Schlagen, alles was so in Dom-Sub-Dynamiken passiert, wenn 80 Prozent Respekt in der Beziehung laufen.

Tobias Haffner: und klingt jedenfalls in dem Text ja doll danach. Er ist irgendwie absolut dabei, das zu nehmen, was so in ihr abgeht, gleichzeitig einen sicheren Rahmen für beide zu schaffen, auch mit dieser... Du, pass mal auf, was stand hier? Häufig wechselnde Sexpartner sind irgendwie ein Dealbreaker für uns beide.

Maria Schalo: Ja. Ich häng' tschüss. Ja. No go, ja da war ich super, super gut.

Tobias Haffner: Finde ich auch super und hier ist scheinbar jemand oder beide ja unbedingt dabei also die Beziehung zu gestalten. Das ist hierfür für diese Form, dass es hier überhaupt keine Blaupause in diesen beiden Menschen, sage ich mal, jetzt erstmal gibt. Ist ja gar nicht schlimm. Aber in unserem Raster von neulich gesund, stabil. Also ihr scheint euch viel anzugucken. Ihr seid viel auf dieser Seite zu sein von

Maria Schalo: im

Tobias Haffner: Wir sind miteinander. Wie geht es uns damit? Und ich glaube, mehr braucht es an dem Punkt gerade gar nicht. Und wenn dabei jemandem auffällt, mir würde es besser gehen, wenn wir hier mal eine Benennung haben oder wenn wir hier mal irgendwas labeln und das vielleicht gleich wieder als Verbindungschance nehmen und mal drüber reden, was bedeutet diese Benennung, dieses Label für dich, für mich, also dann mal wirklich die Verbindung zu treffen und nicht nur

Maria Schalo: Richtig.

Tobias Haffner: Wir verabreden dieses Label und dann ist es das, sondern für ihn ist es vielleicht was anderes. Und was macht eigentlich unser ADHS und was macht eigentlich unser Kinky Play mit diesem Label nochmal? Was ist denn da noch für ein Einfluss? Das ist für mich auch egal. Das war jetzt ein richtig schöner, langer Text und viel, Kontext. Aber lange nicht genug, als dass ich da noch tiefer irgendwas bewerten könnte, würde ich sagen. Aber klingt erstmal super.

Maria Schalo: Mhm. Mhm. Kanal. Find ich auch. Wenn du noch mehr Fragen hast, fahrst du rein.

Tobias Haffner: Genau. Ja, das war der neue Text aus dem Fragesticker. Ich hab das Gefühl, der Fragesticker sind zwar nicht viele, aber es sind immer unfassbar lange Geschichten.

Maria Schalo: Gute Geschichten auch, ja, auf jeden Fall würde ich auch sagen. Ich habe auch ein paar, ich habe auch ein paar lange gute Geschichten dabei. Soll ich mal rein starten?

Tobias Haffner: Gute Geschichten. Danke dafür. Hau mal rein!

Maria Schalo: Ist das hier eine Frage? Ich weiß gar nicht. Na gut, ich lese mal vor. meinen Verantwortlichkeiten, aus meiner Partner- und Vaterrolle gezogen. Nichts worauf ich stolz bin, aber etwas, was meinen Weg maßgeblich beeinflusst hat. Ich bin ziemlich hart gelandet und brauchte vier Jahre Therapie, eine Verbindung zu mir und meinen Gefühlen herzustellen. Scham und Angst begleiten mich immer noch. Ich habe aber Wege gefunden, die Akzeptanz zu kommen. Es ist spannend zu erforschen, wie, ich nenne es mal, das tiefere Bewusstsein versucht zu kommunizieren. Euren Lifestyle feiere ich. Ich wünschte, es hätte das in meiner Jugend schon so klar gegeben. Ich wünsche mir für meinen Sohn, dass er dieses gesunde Gehaltensein in seiner Seele auch entwickelt. Danke für eure Sichtbarkeit und weiter so. Nö, einfach nur ein Feedback. Mensch. Tschüss. Tschüss.

Tobias Haffner: Ach, war nur ein Feedback. Schön. Haben wir dazu trotzdem irgendwas? Als Vater muss ich ja sagen, go on. Manchmal...

Maria Schalo: Vater eines Sohnes auch.

Tobias Haffner: als Vater eine Sohne. Manchmal ist es echt nicht so leicht. Egal wie es ist, bleibt die Familienkonstellation, bleibt sie nicht. Was ist denn eigentlich meine Vaterrolle noch? Wie oft sehe ich das Kind? Was für einen Einfluss habe ich auf ihn? Wie viel? Ich kann nur eins sagen, auch hier, das Größte, also was sich für mich da an der Stelle am Größten anfühlt, ist die eigene Entwicklung. Du kannst gar nichts weitergeben, das was du dir so für deinen Sohn wünscht, was du nicht selber ausgebildet hast. Wie willst du das weitergeben? kannst, ne? Ich bin ja auch wieder der alte Karateker. Du kannst keinem die Technik beibringen, wenn du sie nicht kannst. Ja, also danke dafür.

Maria Schalo: Schön. Moin, ich wollte nur mal dalassen, dass ich euren Podcast viel höre, richtig feierfeier groß geschrieben, Fettbuchstaben und eure Kommunikation und Ehrlichkeit in der offenen Darstellung wunderbar und mutig finde. Es bringt mich dazu, mich selbst zu hinterfragen und auch meine Beziehung. Ihr sagt eigentlich immer, in Klammern sucht ihr eben Leute, die emotional verfügbar sind, Bock haben ehrlich zu kommunizieren, Klammer zu. Und dennoch frage ich euch jetzt mal Rat. Ja bitte, das ist ja die Idee mein Schatz.

Tobias Haffner: Geil.

Maria Schalo: Ich bin mit jemandem zusammen und er hatte schon in der Vergangenheit Depressionen und ist auch momentan in einer eher depressiven Episode. Kennengelernt habe ich ihn, er noch in Therapie und auf Antidepressiva war. Und er war eine in Anführungszeichen total andere Person. Seit Monaten nehme ich mich viel zurück, vermisse diese Version von ihm, bestärke ihn in seinem Weg, Therapie zu finden. Und doch ist es hart für mich, weil ob initiieren, Bock auf Beziehung, Bock auf Aktivitäten planen, gar Aktivitäten initiieren, Lebensplanungen, zusammenziehen, Kinder, alles ist irgendwie in Warteschleife gelegt und alles initiiere und trage ich. Und ich, die sonst immer erweudend in Beziehung war, bin ich nicht stolz drauf, ich arbeite an meinem Teil, rutsche in so eine Bedürftigkeit und bittende Haltung, die mich traurig macht. Ich lese in seinem mangelnden Interesse an so ziemlich allem ein mangendes Interesse an mir, an uns, an ein zukünftiges uns. Ja, ähm, schreibt wirklich ⁓ Ja, ⁓ Was ist euer Senf dazu? Was ist euer Rat, wie ich für mich Klarheitumgang damit finden kann? Lieben Gruß aus dem verschneiten Hamburg. Na, da weißt du schon, wie lange die Frage rumlag.

Tobias Haffner: Mmh. Hmm.

Maria Schalo: würde mal anfangen, dann hast du direkt was?

Tobias Haffner: Nee, ich hätte auch direkt dich gefragt, wie deine Erfahrung so war mit mir in der depressiven Episode, als auch mit Ex-Partnern.

Maria Schalo: Mit meinem Ex davor in einer depressiven Episode. Genau, also ich bin... I'm a depressive people person anscheinend. Nee, Quatsch. Also hat nichts mit mir zu tun, sondern Menschen landen in Depression. Das ist super weit verbreitet. Da gibt's viele Co-Mobilitäten. Das Leben im Kapitalismus, also Weltschmerz. Wie nicht, ja? Wie nicht depres... Warum bin ich nicht depressiv? Weil ich schnell vergesse. Also ich glaub wirklich, ADHS ist... und ich habe die Komobilität, Depressionen halt nicht, ist für mich perfekt dafür geeignet, dass ich halt einfach auch gar nicht permanent auf dem Schirm habe, was alles scheiße ist. Gott sei Dank. Depressionen sind eine hochgradig egoistische Krankheit. Wenn wir mit Menschen zu tun haben, die an Depressionen erkrankt sind, dann müssen die auch egoistisch sein, weil es geht im wahrsten Sinne Leben oder Tod. für diese Menschen. Die Frage ist immer, das Depressionen mit suizidalen Anteilen? Also steht Suizid im Raum? Wo steht die Person? Wo ist die Person? Und wenn wir uns da mal einfühlen für einen Moment, wenn ihr das emotional leisten könnt, dass du morgens aufwachst mit dem Gedanken, ob du nicht lieber für immer schlafen gehen möchtest? Wie sehr soll ich da ein Picknick planen? Also wie sehr mache ich mir da Gedanken darum, welcher Film gerade im Kino läuft oder? wenn wir ein Mädchen bekommen, wie ich es nennen würde, da ist einfach im schlimmsten Fall keine positive Aussicht auf Leben. Und mit dem Verständnis... Macht das trotzdem nichts mit dem Frust, ne, auf der Seite jetzt auch der, der Person hier, schreibt, ähm, weil ja, du, du hast Lebensenergie. Lebensenergie gestaltet Beziehung. Lebensenergie gestaltet Leben. Ne? So, Beziehung ist ein Teil von Leben und deswegen möchtest du gestalten, aber du, du versuchst von einem leeren Konto abzuheben. Du versuchst, äh, ne Kuh ohne Milch zu... Naja, also ihr wisst, was ich meine, da ist grad nichts und dieses Nichts hat nichts mit dir zu tun. Aber das ist genau das, was passiert, dass du das jetzt auf dich beziehst irgendwie, weil ihr es... Also was könnte eine Lösung sein? Du, ich und die Depression. Ja, also die Depression als etwas drittes Valides in eurer Beziehung zu betrachten. Eigentlich müsste man sagen, du, ich, die Depression und die Beziehung. Schöner Vierer. Und das eben auch zu betrachten, wo ist eigentlich wirklich was im Argen. Und das meiste wird an den Depressionen hängen. Weder hast da Anteile, noch er hat da Anteile, noch die Beziehung hat da Anteile. Wahrscheinlich überschattet die Depression gerade alles. Menschen in so einer Phase zu begleiten, ist herausfordernd. Schon mit fachpraktischer Ausbildung dazu und Erfahrung. Ohne... ist es zu viel verlangt. Einfach deswegen haben wir Therapeuten, deswegen haben wir Kliniken. das ist halt die Frage, wie schlimm ist es? Was ist mit Tagesklinik? Was ist mit Reha? Was ist mit ganzheitlichen Ansätzen? Ihr kennt vielleicht die Geschichte von meiner lieben Freundin Simone, deren Mutter immer Depression bekommen hat, wenn sie eine Gastritis hatte. Also eine Nebenerscheinung von Gastritis, chronischer Gastritis, können Depressionen sein. Wie das geht, keine Ahnung. Ich weiß nur, ich hatte mal anderthalb, zwei Jahre einen Medizin-Podcast mit meiner lieben Freundin Simone und da hat sie so Sachen erklärt. Das heißt, es gibt körperliche Ursachen für Depressionen. Obviously, ich habe körperliches Binge-Eating. Ich habe eine körperliche Essstörung, die auch eher psychisch behandelt wird, aber bei mir körperliche Gründe hat. Also ich hätte 100 Stunden Therapie machen können, das hätte nichts gebracht. Deswegen nehme ich die Abnehmenspritze. lange rede ja keinen Sinn. Das ist eine Krankheit, es ernst zu nehmen. Du hast damit nichts zu tun. Und wenn du jetzt anfängst, dass du merkst, dass bei dir sich Persönlichkeitsmerkmale verändern, dass es dir anfängt, schlecht zu gehen, das ist eigentlich der Moment, wo du dich abgrenzen musst.

Tobias Haffner: Super Punkt. Abgrenzung. Detachment. ist hier irgendwie gerade ganz wichtig. Also auf der Seite, du immer denkst, das ist du bist es oder ihr seid es. Nee, das hängt irgendwie halt auf der anderen Seite. Hm, hattest du, Maria? Hattest du immer das Gefühl, du kannst da was machen? Ich glaube, du warst dir mit mir zumindest ziemlich sicher, dass das dir nichts zu tun hat. Aber hattest du das Gefühl, du hast irgendwas in Hand damit?

Maria Schalo: Ja, aber weil ich te- Ja, ist ein großes Persönlichkeitsmerkmal von mir, ist ja Verantwortlichkeit. Also mir gehört hier alles und jeder. Und das sorgt eben doch dafür, dass ich irgendwie, glaube, ja eine gewisse Hand habe oder Macht zu haben. Und die hatte ich insofern auch, dass ich wusste, ich liebe dich dadurch irgendwie. Und gleichzeitig hatten wir auch diesen Struggle, dass ich auch mal wieder vor dir stand, irgendwie mit so Bitten.

Tobias Haffner: Mhm.

Maria Schalo: Und du halt mit leeren Händen. Und irgendwie, hatten auch diese Frustrationsmomente und teilweise auch Wochen und zuletzt erst dieses Jahr ja noch mal, als du nach dem gemeinsamen Urlaub mit deinem Kind in so eine kleine depressive Episode gefallen bist. Wo kurz nochmal so ein Flashback war, irgendwie für vier, fünf Wochen, sechs Wochen, ich weiß gar nicht. Und dass ich das Kraft hatte auch, dass das, dass es gerade nicht Vermeidung von dir ist, sondern dass du einfach...

Tobias Haffner: Hm, ja.

Maria Schalo: glaube auch bis du gerafft hast, sogar noch mal so kurz in so einer Epis- ja, ja, bin ich einfach nur energielos?

Tobias Haffner: Ja, es ist schwierig, zu erkennen. Vor allem, wenn es kein Dauerzustand ist. Vor allem, wenn es sich so reinschleicht irgendwie oder wenn es durch irgendeine Art Überforderung dazu führt, Man sagt ja irgendwie immer, Depression ist halt das Gegenteil von Expression. Man durch Überforderungen halt irgendwie aufhört, sich Ausdruck zu verschaffen. Dann kann man da schon mal so reinrutschen, es ist ja nicht wie ein Hebel. Also oder fühlt sich für mich nicht so an, sondern es schleicht sich so rein.

Maria Schalo: Ja, Deswegen ist immer die Frage, was können wir von diesem Partner verlangen? Können wir sagen, hey, können wir Bartherapie machen? Es ist ein leeres Konto. Wie sehr wird es in Dispo gehen? Wie sehr soll die Belastung noch auf die Person sein? Und dann ist eben auch die Frage, aber kann ich jemanden, der gerade aktiv in Depressionen ist, verlassen?

Tobias Haffner: Hm.

Maria Schalo: Was ist, wenn der sich was antut, wenn ich gehe? Ja, was ist, wenn der sich was antut, wenn du bleibst? Also das ist ja die, für was willst du alles Verantwortung tragen? Hättest du ihn retten können, indem du dich aufgibst? Also das ist so ein hochphilosophisches, ethisches, psychologisches Thema. Das würde ich nicht.

Tobias Haffner: Ja. Hm.

Maria Schalo: Also an dem Punkt würde ich mir selber bei Better Help oder so mal kurz jemanden suchen und das wirklich auf mich zugeschnitten mal diskutieren, weil ja, wir haben es jetzt geschafft und Wir sind aber kein Beispiel, weil Tobis Depressionen waren doll, nicht so doll oder weiß nicht was es ist. Hattest du am Ende nicht so dolle Depressionen oder bist du einfach besser dafür gemacht? So was, keine Ahnung.

Tobias Haffner: Hm. Ich kann es dir auch nicht sagen. Das ist halt meine Erfahrung. Gleichzeitig kenne ich von mir schon, dass wenn ich mal in so was gerate, dann ist es sowieso eine ganz heimtückische Geschichte, weil ich bin ja trotzdem super funktional dabei. Viel mich herum würden das, glaube ich, gar nicht mitkriegen. Gar nicht. Das ist ja bei Depressionen generell schon so. Das ist ja bei Depressionen generell schon so.

Maria Schalo: wissen wir ja nicht. Ich habe manchmal schon Probleme.

Tobias Haffner: weil die Leute ja trotzdem maskieren, weil sie eben nicht so viel Ausdruck sich verschaffen wollen und das müssten sie ja tun, wenn sie jetzt allen davon erzählen. Also es ist ein Teufelskreis auf jeden Fall. So, bei mir ist es aber dann auch noch kaum zu merken, so ich merke es, ich merke es, weil mir halt alles am Tag schwerer fällt, weil ich auch die Urge habe zu sagen, ey pass auf, ich bleib heute im Bett morgen auch, übermorgen auch. Es geht einfach nicht, weil mein Leben dann als Selbstständiger im Bach runtergeht. Es geht einfach nicht. Ich erlaube es mir halt nicht.

Maria Schalo: Tatsächlich gibt es dazu auch Content auf Social Media und auch irgendwie Untersuchungen, dass das Beste, was dir eigentlich mit Depression passieren kann, ist, dass du ein Leben hast, wo du nicht im Bett liegen bleiben darfst. dass diesem Urge nicht nachzugeben ist das Beste, was einem passieren kann, nicht noch tiefer reinzufallen ins Loch. Aber ja.

Tobias Haffner: Ja, ja. Hm? Und dazu mache ich ja trotzdem noch so weitere Sachen, es ... Also es verändert auch nicht meinen Drang nach Sport zum Beispiel. Und wenn doch, dann gebe ich dem halt einfach nicht nach. So, mein Sport wird trotzdem macht und so weiter und so fort. All das, was man so rundrum, neben der Begleitung, neben dem Versuch, wieder mehr in die Expressionen zu kommen und die Grundwurzeln der Krankheit anzugehen, was ja trotzdem doll empfohlen wird. Bewege dich mal ein bisschen unter Sonne, guck mal auf dein Vitamin D. Schau mal, dass die körperlichen Ursachen möglichst eingedämmt werden, damit dein Körper überhaupt in der Lage ist, irgendeine geartete Therapieform anzunehmen oder neue Schritte zu gehen, die dann wieder in die Expression kommen oder, Das habe ich für mich jedenfalls auch schon parat, dass ich das halt einfach so sehe. Das hat eine körperliche Komponente, das hat auch eine Handlungskomponente in mir und das hat auch ...

Maria Schalo: Mmh.

Tobias Haffner: Ein bisschen was mit dem Außen zu tun, aber das vermutlich am wenigsten, ehrlich gesagt. Und die ganzen Säulen, die kann man dann einzeln angehen, aber ...

Maria Schalo: Mmh. Ja.

Tobias Haffner: Yo, ich weiß, dass es vielen nicht so einfach... fällt und dass auch nicht jeder in so einer Struktur drin ist, ... ... dass man sich das nicht aussuchen kann und man mal ein bisschen ... schneller dabei ist auch zu sagen, gehe ich mal zum Hausarzt ... und mache mal drei Wochen Urlaub. Ja, wenn du wirklich glaubst, das ist es, dann macht das, ... aber ich weiß gar nicht, ob das so das Richtige ist. Es kommt, es ist super individuell, braucht man gar ... nicht auswerten oder bewerten.

Maria Schalo: Ja, genau, ich möchte dazu gar nichts sagen, weil ich nie depressiv war. Nächste Frage?

Tobias Haffner: Nächste Frage.

Maria Schalo: Metamours kennenlernen.

Tobias Haffner: Hmm!

Maria Schalo: Wie lerne ich damit umzugehen, wenn wir alle auf einer Veranstaltung sind, dass meine Beziehung sich auch intim flirty und körperlich auch diesen Menschen nähert, wenn ich dabei bin? Wahrscheinlich meine Beziehungsperson sich auch diesen Menschen nähert. vielleicht das auf meinen persönlichen Fall zu beziehen. Ich habe nichts dagegen, das mitzukriegen. Ich habe mich aber in so einer Situation letztens viel am Platz geführt. Auch weil wir eine Playdynamik haben, wo ich dom bin. meine Beziehung aber switcht, wahrscheinlich Beziehungspersonen, switcht und dom gegenüber meiner Metamur war. Dieses Thema ist aber bestimmt sehr weitschichtig, auch ohne diese BDSM-Dynamik. Liebe Grüße!

Tobias Haffner: das fände ich interessant. Und da habe ich direkt eine Frage zu. Also, habt vielleicht die letzte Folge gehört, Tobi. Absoluter BDSM-Eimer. Aber wie doll... Warte mal, weiß, jetzt brauche ich erst mal die richtigen Worte. Wie, ich glaube, meine Rückfrage darauf wäre, wie doll bist du mit... diese Rolle im Spiel identifiziert.

Maria Schalo: Gute Frage. Wow.

Tobias Haffner: Also kannst du deinen Spielpartner, deine Spielpartnerin, geht jetzt nicht die, aber ich sage jetzt mal allgemein, kannst du deine Spielpartnerperson, kannst du die als vollwertigen Mensch sehen oder siehst du nur und ausschließlich die Rolle, weil das so sehr in euer Leben Einzug gehalten hat?

Maria Schalo: Mhm.

Tobias Haffner: Und selbst wenn, gleiche Frage, selbst wenn das Spiel, sag ich mal, auch den Alltag betrifft und es nicht nur kurze Intermezzos sind, wo wir irgendwas verabreden und dann wieder rausgehen aus dem Spiel, ist die Partnerperson, die ja dann auch noch in einer Polykonstruktion lebt, wie sehr ist die noch Mensch? Also du hast schon gesagt, eine gute Frage. Was hättest du für einen Take gehabt jetzt?

Maria Schalo: Schön. Ja, natürlich. Weil natürlich, je mehr wir identifiziert sind, desto eher beanspruchen wir auch. Also für mich schreibt diese Frage so bisschen nach Anspruchshaltung. Und da bin ich Königin von, weil ich bin ja, wie gesagt, alles gehört mir. Und jeder ist meins. Und ich bin Königin von Anspruchsland und muss mir da selber auch immer die Nase fassen, dass ich eben keinen Anspruch habe. auf irgendwen und irgendwas. Ich höre, wie ich das sage, aber es ist noch nicht so richtig in mir angekommen. Weil in meinem gesamten Leben...

Tobias Haffner: Ich würde auch noch gern ergänzen, nicht nur jeder und alles gehört dir, sondern jeder und alles ist auch du. Das ist bei dir ja auch noch spannend. Macht irgendjemand dich rum einen Fehler in deinem Weltbild? Macht irgendjemand dich rum einen Fehler? Dann muss das, als wenn du einen Fehler gemacht hättest, dann muss korrigiert werden. Das ist so nicht richtig.

Maria Schalo: Ja, das ist tatsächlich so. Da können wir auch mal später drüber reden. Mhm. Ja, ja, ja, Ja, ich habe eine ganz schöne Verschmelzungsthematik mit Menschen, mit denen ich Beziehungen führe. Ich kann da ganz schwer aushalten, wenn die ihr eigenes Leben leben und ihre eigenen Entscheidungen treffen und so. Uiuiuiuiui

Tobias Haffner: Da hast du so autonomen hier.

Maria Schalo: Praxis dieses BDSM oder ist das Identität? Weil wenn es Identität ist, dann betrifft es uns auf einem viel tieferen emotionalen Level. Und das kann sein, dass genau sowas in den Dynamiken von, eigentlich bin ich dom, jetzt sehe ich dich aber auf einer Veranstaltung in der Dom-Energy und fühle sofort unsere Verbindung gekappt. Weil das gibt's ja nicht bei uns. Deswegen verstehe ich da die...

Tobias Haffner: das führt ja wahrscheinlich bis hin zu lügst du mich die ganze zeit eigentlich an?

Maria Schalo: Vielleicht, genau, das könnte so Gefühl sein. Das wäre jetzt nämlich auch meine Frage. Also wie fühlt sich das denn an? Du siehst dann deine Partnerperson in der Dom-Rolle mit jemand anderem. So, ist das auch.

Tobias Haffner: Mmh. Wir wissen ja schon, diese Hinge-Person, die ist ja Switch. Die hat wahrscheinlich gar nicht so eine Identitätskrise. Die Switch dann halt, aber du bist Dom.

Maria Schalo: Genau. Der Hinge hat ja sowieso, also das Ding mit dem Hinge ist halt immer, ihr kennt meinen Tag zu schwachen Hinges, Hinge hat eine super verantwortungsvolle Position. Am Ende tragen wir alle Verantwortung dafür, dass wir unsere Bedürfnisse und unsere Emotionen kommunizieren und so, keine Frage. Gerade in BDSM-Dynamiken, wenn der Hinge aber eigentlich Sub ist. Was für eine spannende, also wie spannend willst du es machen eigentlich? Also Sub in die eine Richtung, Dom in die andere. Also das ist super wichtig auch für die Dynamik. Also da dieses BDSM Thema ist, also dieses Meta Thema, Meta-Cann mit Meta auf derselben Veranstaltung zu sein. Ich kann dir sagen, wie ich es machen würde oder wie ich es auch schon gemacht habe, Tobis zukünftige Partnerinnen werden auch meine Partnerinnen sein.

Tobias Haffner: Ja.

Maria Schalo: auf einem Level von... Also, ich bin nicht gut in... ja, dann lass ich die halt existieren. Das wird wahrscheinlich schwierig werden, sondern das müssen... müssen nicht, aber... Ich brauch eine Art liebevolle Gefühle für diese Menschen. Dazu muss nicht gehören, dass wir jede Woche telefonieren und uns auch nicht regelmäßig sehen, aber ich brauch eine Art Liebe für diese Leute. Genau. Dass ich...

Tobias Haffner: Hmm. Du brauchst eine Beziehungsebene.

Maria Schalo: auf einer Veranstaltung, also ganz locker mit denen halt, die sind da und ihr macht euer Ding und das ist ja auch mein Ding, dass ich immer, ich muss ja alles ganz überkommunizieren und muss ja ganz doll ausschweifend mit allen Beteiligten und, ne, und so sichergehen, dass mich auch jeder verstanden hat und auch in solchen Momenten, warum auch, weil ich in solchen Momenten, wenn mich das verunsichert, möchte ich zu meinen Metas hingehen können und sagen können, du Aschloch. Ja und dass wir, Punkt, genau, und dass wir halt da Repair machen können oder irgendwie das, dass ich mal kurz so, na das ist so meine Vorstellung

Tobias Haffner: Jo, ja schon. mich würde jetzt als fragensstellende Person interessieren, was machen wir denn jetzt damit? Was ist denn so eine kleine To-do, die wir uns jetzt hier mal mitnehmen? Nicht ⁓ irgendwas zu lösen. ist, Lösung ist hier viel zu kurz gedacht, sondern ⁓ naja, hier irgendwie Sicherheit aufzubauen, würde ich jetzt mal sagen, ist mal wieder das Oberthema.

Maria Schalo: Achtung, Achtung! Es folgt Werbung. Du, ich will dir gerne mal was erzählen. dass du mich hier auch buchen kannst. Auf Wiedersehen. Ich habe hier so ein Angebot für dich, dem ich dir mal zeige, wo es lang geht. mein Gott. Und wie zeigst du mir, wo es lang geht? Ich zeige dir mal, wie Ernährung richtig funktioniert. Und wie machst du das? Ich biete dir an, einen 8-Wochen-Kurs zu machen, in dem du lernst, wie du dich richtig ernährst, wie du dein Ziel endlich erreichst und wie du es langfristig hältst. Das heißt, ich habe dann einen sexy Körper und acht Wochen Kontakt mit dir? Nee, du hast zwölf Wochen Kontakt mit mir. Geil. Und wenn du ganz artig bist, dann darfst du mich auch dreimal sehen. Und was kostet das? Das schauen wir uns dann mal an. wenn du richtig Glück hast, dann zahlt deine Krankenkasse alles. Wow. Und wie finden wir raus, ob deine Krankenkasse alles zahlt? Pass mal auf. du buchst dich jetzt einfach mal in so ein Erstgespräch ein. Den Link dazu findest du auf meinem Profil und in den Show Notes. Daddy?

Maria Schalo: Reklame Ende.

Tobias Haffner: Und würdest du sagen, dass das Sinn macht, mal kurz dieses Ding aufzumachen? Ey, wie doll fühlst du denn hier deine Rolle? das gehört, du deine Identität... Glaubst du, das ist was, was mal geklärt werden muss? Was wird da gemacht, damit wir uns irgendwie besser miteinander fühlen?

Maria Schalo: Ja dafür weiß ich halt irgendwie zu wenig, weil für mich klingt das nach einem klassischen Thema für Nervensystemfragen. Weil einerseits heißt es, ich habe nichts dagegen, das mitzukriegen. Andererseits habe ich mich viel am Platz gefühlt. Was ist denn dann die Frage? Ja, existiert unsere Dynamik auch wenn andere Dynamiken im Raum sind? Keine Ahnung. Sind wir, verlieren wir uns, wenn du mit jemand anderem spielst? Keine Ahnung. Was ist die Angst? Dazu müsste ich jetzt ins Coaching gehen mit der Person.

Tobias Haffner: Na ja gut, so kann man auch angehen. Hm.

Maria Schalo: und da tiefer reingehen und fragen, was genau sind die Probleme. Aber das wäre so mein Take-away, also darüber zu sprechen. Und wie gesagt, also in meiner Welt, es muss nicht immer direkt Kitchen-Table-Poleamory sein. Man muss nicht immer mit allen direkt in den Urlaub fahren und so. Das muss nicht das Ziel sein. Aber da ist eine Person in Beziehung, mit einer Person, mit der ich in Beziehung bin und ich mache mit der keine Beziehung. Es ist für mich, es klingt für mich nicht lo-go. Es ist für mich schon... Genau, das beeinflusst mich doch und ich soll es aber ignorieren. Also es macht doch Emotionen mit mir. Oder? Also hier fühlt sich jemand viel am Platz, das ist für mich eine Emotion. Ähm, körperliches Gefühl. Also, erklärt sich mir halt nicht, ne? Wenn du überhaupt keine Gefühle hast zu deinen Metamours, cool, dann musst du dich auch nicht kennenlernen. Ich bin halt eine high functioning, high feeling ADHD-Person.

Tobias Haffner: Es hat keine Logik für dich, Hm.

Maria Schalo: Ich hab hier Fühle zu Dingen, die sind noch nicht mal passiert. Verstehst du?

Tobias Haffner: Also in dir schon.

Maria Schalo: In mir genau. Ja?

Tobias Haffner: Fragst du die anderen teilnehmende Personen eher nicht?

Maria Schalo: Insofern, ja.

Tobias Haffner: Dazu habe ich noch eine Frage. zwar, machen Nervensystem-Fragen innerhalb einer Rollenverteilung im BDSM Sinn?

Maria Schalo: wenn du mit der Rolle identifiziert bist, was du ja bist, wenn du sie mit Lust und Freude ausfüllst, schon. Also wenn Nervensystemfragen ein Schauspieler, der jetzt tatsächlich nur eine Rolle spielt, dem würde jetzt für seine Rolle wahrscheinlich eine Nervensystemfrage nicht viel bringen, es sei dann erst sehr identifiziert mit der Rolle. Die Frage ist eben immer, wie identifiziert bist du mit der Rolle? Und ist die Rolle auch eigentlich nur ein Synonym oder so? aber...

Tobias Haffner: Hm.

Maria Schalo: weil wir hier über Menschen sprechen und am wahrscheinlichsten ist BDSM auch immer eher ein Persönlichkeitsanteil. Ja, also insofern kann man wahrscheinlich immer von einer gewissen Identifikation ausgehen. Die Frage ist halt immer, wie viele Persönlichkeitsanteile, wie groß sind diese Anteile in der Identifikation?

Tobias Haffner: Ja, okay, spannend. Habe ich noch nie darüber nachgedacht, dass das ja ein Ding ist. Wir müssen irgendwie, wir müssen auf einmal innerhalb unserer Rolle und außerhalb unserer Rolle was klären. Dann wird es ja noch vielschichtiger. Krass. Krass krass. Okay. Haben wir noch was?

Maria Schalo: Ist ein Ding, Auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Na klar, wir haben noch einiges, Guten Morgen, Maria. Hat zwar gerade nichts mit eurem aktuellen Ekelpodcast zu tun, aber was wir uns schon öfters fragen und vielleicht habt ihr auch schon darüber gesprochen und wir haben es nicht gehört, ist, wie macht ihr das, wenn ihr zusammen wohnt und einer auf einem Date ist und nach Hause kommt? Nimmt er sich ihr euch dann Zeit zum Nachschwingen oder wie schnell schafft ihr es in das gleiche gemeinsame Bett wieder zu steigen? Oder kennt ihr diesen Moment gar nicht? Lasst ihr euch da unbegrenzt den Raum gegenseitig oder eine andere Verabredung? Liebe Grüße B und S. Also ihr habt es ja schon aus dem Kontext gehört, Tobi hat ja immer gar keine Probleme damit, wenn ich irgendwas mache. Ich kam schon mit einer Geschlechtskrankheit aus dem Urlaub wieder und Tobi war so... ja blöd, da müssen wir jetzt... so war es, Antibiotika schon besorgt, perfekt, gib her. Das ist Tobi. Wozu Emotionen verwenden? Zugriff auf Emotionen anstrengend.

Tobias Haffner: Lösung schon da. So. Ja, genau. Da habe ich zu viel anderes im Kopf.

Maria Schalo: Ja, insofern, ich würde mich nicht aus dem Fenster lehnen zu sagen, Tobi ist es wirklich scheißegal. Also ist dir überhaupt wichtig, dass ich dusche?

Tobias Haffner: Ja, wenn ich die Person noch nicht kenne oder wenn die generell völlig neu sind. Duschen für mich ist für immer noch eine energetische Komponente, finde ich.

Maria Schalo: Mhm.

Tobias Haffner: Ja, und ansonsten finde ich es auch zu Hause nett, wenn wir... Ja, keine Ahnung, so auf meiner Couch kann man da eine Decke drunter legen, die dann gewaschen wird. Kann man. Ich möchte nicht so gerne unkontrolliert auch irgendwelche Hautzellen von Fremden so mich herum haben. Also so das, ne? Also nicht mal nur Hautzellen, so. jetzt niemand mit einem blanken Arsch über meine Couch robben. Oder die voll schwitzen oder so.

Maria Schalo: Okay, spannend. Ja. Mhm. Mhm.

Tobias Haffner: Wäre auch super für die Ikel-Podcast-Folge gewesen. Ja, irgendwie so, ... Andersrum reicht mir das aber auch vom Level her. Also, brauch jetzt keine ... Du musst jetzt nicht die Bude ausräuchern ... ... oder noch mal energetisch reinigen von jemandem. Ganz im Gegenteil, da bin ich halt wieder eher so, ... ... ist das hier vollgeladen von ... ... also auch ja von deiner ... super positiven, tollen Energie.

Maria Schalo: Mhm. Mhm.

Tobias Haffner: die halt nicht durch mich entstanden ist und dann ist die andere, mischt sich so mit rein, damit habe ich nichts. Ich glaube, ist wirklich im Moment, einfach weil es ja auch gar nicht so oft passiert, ist das nur so ein Nähe-Ding. Wie nah möchte ich fremde Personen an mir dran haben? Das ist noch so bisschen komisch. Ich habe auch so das Gefühl, das könnte sich sogar noch verlaufen. Also das ist, glaube ich, gar nicht so fest in mir. Vor allem, weil es ja...

Maria Schalo: Mhm. Mhm. So ein letzter Rest Monoka.

Tobias Haffner: Ja, na ja, ich frag mich halt, ist das ... ist das eine Sache der Mononormativität oder ist das meine Art ... gesunder Abgründgrenzung für mein Wohlbefinden halt. Darum geht es glaube ich eher. Für dich.

Maria Schalo: Ja. Ja, es ist ja immer wieder verwirrend für viele, aber ich bin ja neuer im Polygame als Tobi, wenn es darum geht, dass meine Partner daten. Ich bin seit zehn Jahren parallel in Beziehung, aber ich hatte nie Partner, die auch gedatet haben. Tobi ist der Erste, das macht er seit einem Jahr oder so. Ihr könnt euch vorstellen, ich bin genau da, wo ihr seid, am Abgrund. Also mein Nervensystem ist schon ein paar Mal von der Schippe gesprungen. Und das hat sich doll entwickelt. Es kam auf jeden Fall auch von, ich kann das, ich bin ja auch so eine energetische Mausi. Ich merk auch ganz doll, wenn Tobi Dates hat, wo ich, es tut mir auch so leid, das zu sagen, es ist kein schöner Charakterzug von mir. Aber wenn ich die nicht hot finde, will ich nix von der an mir, in mir, mich herum. Am liebsten würde ich ihn ausräuchern, noch vor der Tür mit Paro Santo. Tobias Haffner (1:00:45) Hm hm. Maria Schalo (1:01:01) würde am liebsten irgendwelche Salbei an ihm verbrennen, möchte, dass er seine Sachen sofort wäscht. Nicht mal... Also es ist für mich wirklich unwiderhoben. Merke ich jetzt gerade, können wir noch mal aufhalten, wenn ich glaube, sie zu mögen. Also wenn mir die Dinge, die ich so höre und die Energy, die ich schon so spüre, bin ich gefühlt so, ihr habt ja gerade noch geknutscht, na komm her, ja kein Problem. Also so. Tobias Haffner (1:01:18) Mmh. Mhm. Mhm. Maria Schalo (1:01:29) Ich jetzt mal sagen, Tobias Haffner (1:01:30) Mhm. Maria Schalo (1:01:30) bei mir halt so das Ding, ich habe ja so ein tolles Thema mit Menschen. Wie gesagt, ich bin Poli, aber ich bin kein Menschenfreund. kann die allermeisten Menschen nicht leiden. Vor allem, wenn die halt schon schreien, dass sie Themen haben. Da kriege ich wirklich das Kotzen bei. Wenn schon klar ist, du bräuchst erstmal bei mir Therapie, oder bei mir ist jetzt Wumpe, aber du bräuchst erstmal Therapie, trag mir das nicht rein. So trag mir nicht den Müll rein. Wie ihr meinen Ekel habt, vielleicht schnell ich es auch raus. Vielleicht lasse ich es drin, ihr wisst, wie ist die Charlo so. Nicht meine schönste Charaktereigenschaft oder Personality Trade, aber es sehr ehrlich. Also das ist so leider mein großes Ding. Insofern... Ich habe einen riesigen inneren Ekel dann. Ganz, ganz tolle Abneigung und so. Insofern... Tobias Haffner (1:02:04) Hm. vor allem innere Reaktionen einfach. Das hat ja hier nicht viel mit Meinung zu tun. Das ist halt innere Reaktionen, stattfindet. Maria Schalo (1:02:26) Ja, will jetzt nicht sagen, Tobi hat bisher ziemlich ausschließlich solche Menschen gedatet. Tobias Haffner (1:02:34) was verrückt ist, weil du hast ja nie ein komplettes Bild. ist ja vollkommen aufgebaut meistens. Maria Schalo (1:02:34) ⁓ Es reicht mir. Es reicht mir. Okay, ich weiß doch genau, gibt ein paar Punkte, da gehe ich einfach drauf ab. Und wenn ich die mitkriege, bin ich raus. Aber wenn das okay war, was machen wir denn dann? Du kommst rein. Tobias Haffner (1:02:46) Mmh. Maria Schalo (1:02:59) Bei uns war es ja leider auch immer gemischt, dass Tobi sich ja auch erst einfinden musste, an wie viel Absprache möchte er sich halten und wie viel Konflikt möchte er schon provozieren, während er auf Dates ist, weil er irgendwie sich nicht an Absprachen hält, weil er macht, was er will, weil er irgendwie dabei auch nicht einfühlsam ist, wenigstens mir zu sagen, hey, ich weiß, ich hab irgendwie bla. Das war ja eher das, was bei uns reingeklatscht hat, weniger, dass der auf dem Date war, sondern dass dieser Typ sich ja überhaupt nicht hingekriegt hat, sich an irgendwelche Bitten von mir zu halten, dass das halt für mich gerade irgendwie doll ist und ob er sich vielleicht... könnte sich seine Hoheit dann vielleicht einschränken in seiner Erfahrung und seine Hoheit so? Nee. Tobias Haffner (1:03:32) Nee. Ja, einfach nee. Maria Schalo (1:03:33) kann ich nicht. So, das heißt, damit hatte ich viel mehr zu tun, dass der nach Hause kam von einem Date und wir mussten erstmal konflikten, weil was war denn das jetzt schon wieder, warum hast du dich, also was ist denn dein scheiß Problem, also da haben wir uns ja das letzte Jahr wirklich doll durchgekämpft und je entspannter du auch wirst, dass du merkst, okay krass, also ich kann ja eigentlich machen, was ich will, ich muss nur es einfach vernünftig frameen. Das entspannter bin ich auch, weil ich irgendwie... Tobias Haffner (1:03:59) was du von Anfang an ja gesagt hast. Maria Schalo (1:04:03) Hab ich dir gesagt, du kannst alles, du kannst fahren Urlaub, mach Gründe noch ne Familie, da hätte ich Themen mit, jeden Fall müssten wir viel dran, emotional arbeiten, aber ich will ja keine Kinder, mach Kinder mit der, du kannst ja machen was du willst, aber hol mich doch bitte einfach gut ab in die Geschichte. Aber anscheinend das hat er mir nicht geglaubt, weil das wusste er ja nicht, dass ich tatsächlich so cool bin. Tobias Haffner (1:04:18) Ja. Nee, also... Ja, ja. deine Meinung ist. Also cool bist du ja auch nicht. Im Sinne von ... chillt mit allem. Maria Schalo (1:04:34) ⁓ nee, im Sinne von chill, das bin ich nicht, aber cool im Sinne von echt, dass alles geht, wow. Du liebst mich, während ich all diese Freiheiten genießen darf. Genau. Tobias Haffner (1:04:40) Da alles möglich ist, genau, es ist keine Ja- oder Nein-Frage, es ist wirklich eine Wie-Frage mit dir. Maria Schalo (1:04:46) Richtig. Deswegen haben wir ja auch keine Regeln. Tobias Haffner (1:04:47) So. Ja. Und deine Reaktion hat mir ... ... ja, deine Reaktion hat mir aber ganz oft ... ... irgendwie so das Gegenteil gesagt. Oder das ist das, was in mir hängen geblieben ist. Oder das ist das, was ... ... irgendwie irgendwelche Anteile von mir dann gehört haben. Im Sinne von ... ... ah ja, und das ist jetzt die Reaktion, mein Gott. Und da habe ich einen Fehler gemacht. Oder bei manchen Sachen haben wir uns ja auch erst mal ganz doll aneinander aufgerieben, bis wir dann gerafft haben. Ah. Wir haben ja auch Sache Scheiße abgesprochen, weil das und das ist bei dir angekommen, das und das bei mir. Und dann sind wir so über uns gestolpert, weil der eine hat gedacht, darüber muss man noch vorher reden, der andere nicht. Und so weiter und so fort. Also auch hier learning by doing auf jeden Fall. Maria Schalo (1:05:22) Mmh. Ich würde sagen, deine letzte Partnerperson, die ich jetzt mal einfach so nennen würde, da bin ich super entspannt. Und was da jetzt noch so kommen wird, können wir euch dann wieder sagen, wenn es passiert ist. Wie entspannt das war. Gucken wir mal. Hast du einen Call? Tobias Haffner (1:05:53) Ende Ob ich einen Call habe? Zu dem was so passiert? Maria Schalo (1:05:59) Mhm. Tobias Haffner (1:06:00) Achso. Maria Schalo (1:06:01) ja, zu dem, was jetzt als nächstes passiert. Wie wird meine nächste Reaktion sein? Ich eine 5-Euro-Wette machen. Tobias Haffner (1:06:06) Ach so, deine nächste Reaktion. Die 5 Euro Wette. nee, dafür bin... Für deine Reaktion bin ich zu unberechenbar. Die Variable bin ich. Genau. Maria Schalo (1:06:15) Das stimmt leider auch. Das ist wirklich... Ja, ich hilft. Tobias Haffner (1:06:25) Ich glaube, ich glaube, ich fühle mich mit allen Fragen von heute, bis auf diese, auf diese Vatergeschichte, da war so ein bisschen mehr persönlich für mich, aber in Beziehungsthemen ja irgendwie sehr, sehr verbunden mit der einen Anfragestellerin, die, ach so, die hatte ich vorgelesen ganz am Anfang. Weil ich fühle das total und das ist ja das, was ich mit dir durch dich gelernt habe. Also irgendwie hast du den Grundstein darin in mir gelegt, aber ich glaube ich habe inzwischen auch was anderes daraus gemacht als das was wir miteinander tun, nämlich die Freiheit Beziehungen ganz individuell zu gestalten. wo Maria dann manchmal vor mir sitzt und sagt, was macht ihr denn da eigentlich? Was ist das eigentlich? Können wir das bitte benennen? ich so, Können wir nicht. Und trotzdem ist es irgendwie eine schöne Beziehungserfahrung, weil halt diese Individualität so groß geschrieben wird. ja, man kommt halt bis dahin, wo man kommt. Bisher hat mich das mit Was auch immer, hat mich das nicht aufgehalten. Aber es ist ja auch nichts länger als ein Jahr hier. So, also, wer, so wie du sagst, wer weiß, was da noch so kommt. Aber das finde ich halt einen schönen Gedanken. Und ich glaube, das haben wir vorhin immer noch nicht groß genug geschrieben. Ich glaube, da brauchen viele Leute, vielleicht auch viele von unseren ZuhörerInnen einfach mal eine Erlaubnis von uns. Auch hier heute mal, Tobi erteilt mal eine Erlaubnis. Maria hatte schon den Polistempel. Heute werde ich mal ein Stempel drunter packen. Ihr dürft, und wir wiederholen das jetzt alle zusammen, fassen wir uns mal an dem Batschehändchen, ihr dürft Beziehung gestalten, wie ihr das wollt. Nochmal alle, ihr dürft Beziehung gestalten, wie ihr das wollt. So und dann kommen verrückte Sachen bei raus, da passiert, also wenn ihr euch wohlfühlt, da passiert nichts, was, also dem ihr nicht gewachsen seid. Was ich überhaupt, also den Sachen, den ich überhaupt nicht gewachsen wäre, wäre, wenn ich jetzt versuchen würde, mit verschiedenen Personen alle ein und dasselbe Level hinzukriegen, an Austausch, an Frequenz, an Tiefe, an Dingen wie oft ich Hallo und gute Nacht sage. Nee. Einfach nee. Passiert nicht. Aber das langsam aufzubauen und ja. Maria Schalo (1:09:03) Das ist auch was, was ich sehr an dir schätze, dass du halt sehr klar sagen kannst, okay, das kann ich leisten und das nicht. Dass du halt niemanden in irgendwelche Beziehungskonsten... Genau. Ja, die Scheiße hab ich getragen, damit andere jetzt Glück haben, Tobi kennenzulernen, der sagen kann, du, das kann ich und das nicht. Ja, ich liebe dich ja auch, alles gut. Hab das gerne getragen. Aber es war schon doll in der Zeit und es ist auch manchmal immer noch doll. Tobias Haffner (1:09:09) inzwischen. Werft den Küsschen zu. ist ja andersrum, Das ist ja auch nicht ganz so. Du profitierst ja davon jetzt auch. Im Sinne von, du läufst... Ja, wo ist der Ring? fragt sie wieder. Ihr Lieblingsspruch übrigens, mein Finger ist kalt. Nein, im Sinne von ... Ich glaube, was du keine Angst haben musst ... ... ist, dass ich mich Hals über Kopf in irgendwas verrenne. Und das aber jetzt auch nicht mehr aus den Gründen, ... die du vielleicht vor einem oder zwei Jahren noch genannt hättest. Nämlich, dass ich überhaupt keine Nähe zu anderen zulasse. So ist es nämlich nicht. Sondern, dass ich besser gelernt habe, ... zu mir zurückzukommen, ... ... mit wie vielen Leuten ich gerade in Kontakt stehe. Und ich gebe zu, manchmal reicht ein Arbeitstag schon alleine aus, dass ich das nicht so gut schaffe. Aber so prinzipiell ist die Grundhaltung echt, ja, guck ich mal, wie es mir geht. Dann sage ich das mal allen, ja, und wenn mehr Personen in mein Leben kommen, für die das relevant ist, dann kriege ich auch das hin, das zu kommunizieren, dass es mir geht es so und so, das ist so und so möglich. Das und das nicht. Und ich möchte XYZ. Und das wollte ich sagen, ist ja dann auch schön für dich. Entschuldigung. Maria Schalo (1:11:00) Ja, alles, womit es dir besser geht, ist schön für mich. Eine schöne Beziehung mit dir ist eine Beziehung mit einem glücklichen Menschen. Umso schöner ist es halt für mich. Ich dachte nur gerade, du kannst ja deine WhatsApp-Gruppe machen. Dann kannst du ja einen Status einstellen. Oder mit einem Katzen-Niemen könntest du ja auch einfach sagen, wie du heute drauf bist. Tobias Haffner (1:11:16) Ja, mega gute Idee. Das ist eine gute Idee. Darauf kaufe ich noch mal Maria Schalo (1:11:28) denke ich mir. Super mein kleiner Kaubeer. War schön. Danke euch für die Fragen. Wir haben wieder mal nicht alles geschafft. denkt an Podcast bewerten, schickt ihn gerne weiter. Wir freuen uns über 5 Sterne bei Apple Podcasts genauso wie bei Spotify. Wenn ihr Kritik habt, schreibt uns die lieber persönlich. Tobias Haffner (1:11:29) Fine. Denke ich auch. Wollen wir mal Sack zumachen? Maria Schalo (1:11:53) und Fragen jederzeit in unsere Postfächer oder im Link in den Show Notes. Ansonsten geht es nächste Woche weiter. Geplant wäre das Thema Beziehung mit Vermeidern. Tobias Haffner (1:12:07) Person mit vermeidenden Anteilen, bitte. Maria Schalo (1:12:08) Wie sind wir denn da hingekommen von so einem richtig Beziehung mit Personen mit vermeidenden Anteilen? Aber das ist kein guter Catch, kein guter Frame. Das machen wir inhaltlich dann. Ich nenne es weiter Beziehung mit Vermeidern. Solange sich der Wort gebrochen hat, verändert bei den Leuten. Und Tobi hat schon ganz viel angesprochen, wie er sich so verändert hat und was da so los war und so. Wie haben wir das denn geschafft? Was waren da so deine Takes? Das wird dann wahrscheinlich eine Interviewfolge für dich. Ich freue mich sehr. und wünsche uns jetzt noch einen schönen Arbeitstag. Sehen wir uns gleich noch in der Sauna eigentlich? Tobias Haffner (1:12:41) Ich habe noch einen Termin und dann sehen wir uns noch mal in Sauna. Maria Schalo (1:12:48) Ich liebe dich, bis ganz bald. Tobias Haffner (1:12:48) Perfekt. liebe dich, bis ganz bald, ciao!

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